Samstag, 31. Dezember 2011

Alte Linde

Der Wacholder

Der Wacholder ist in der Tracht wie in der Größe und Gestalt sehr veränderlich. In der Ebene und im Mittelgebirge sind die am Grunde abgegliederten oberseits mit bläulichweißen Längsstreifen versehenen, in dreizähligen Quirlen stehenden, 8-20mm langen, weit abstehenden, steifen Nadeln allmählich zugespitzt und scharf stechend. An der Unterseite besitzen sie einen in der Länge gefurchten Kiel. Die Nadeln werden gewöhnlich vier Jahre alt. Er kommt sowohl niedrig strauchig ( 0,5 -2m), auch häufig mit ausgesprochenen kegelförmigen Wuchs oder seltener in Form kleiner Bäume mit kegelförmiger oder unregelmäßiger Krone vor. Im Hochgebirge bildet er in Höhen über 1600 m eine hochalpine Form, den Zwergwacholder, Juniperus communis var.nana, die höchststeigende aller Holzpflanzen Europas. Als Pionier auf Felsen und Schuttbedeckten Gebirgsboden bedeckt er den Boden mit großen, oft meterbreiten Polstern von 30-50 cm Höhe. Er verdrängt den Graswuchs und schadet dadurch, besonders auf den frühen, nach Süden gelegenen Sommerweiden den Gebirgsbauern. Die Blüten sind zweihäusig. Die männlichen Blüten stehen in Kätzchen und bilden sich bereits im Herbst, kommen aber erst im Frühjahr zur Entfaltung. Die weiblichen Blüten stehen einzeln in den Blattachseln von Maitrieben und enthalten je drei Samenanlagen, die mit den Fruchtschuppen alternieren. Reif werden die Samen erst im herbst des zweiten Jahres, wobei, die grünliche Färbung in eine schwarz-blaubereifte übergeht. Die Samen keimen meist erst im Frühling des zweiten Jahres, mit zwei Keimblättern. Die braune Rinde verwandelt sich schon vom zweiten Jahr ab in eine längsrissige, in Schuppen und Streifen sich abschülfernde Faserborke. Das weiche, feinfasrige, sehr zähe, feste und dauerhafte Holz, ist für Drechsler – und feinere Schreinerarbeiten sehr geschätzt. Die aromatischen Früchte dienen als Küchengewürz. Aus den " Beeren " die auch offiziell sind wird in Frankreich der "Genever ", in England der " Gin " und in Deutschland der " Steinhäger " gebrannt. Der Wacholder zeigt eine Anpassungsfähigkeit wie keine andere Holzart. Hinsichtlich Bodenfeuchtigkeit, Luftwärme und Mineralstoffgehalt des Bodens ist er von unerreichter Bedürfnislosigkeit und kommt somit auf allen Böden, vom trockenen Sand bis zum sumpfigen Moorboden, sowohl im Walde, als auch auf Heiden vor. Bei den Germanen gehörte der Wacholder zu den geheiligten Holzarten und bis in unsere Tage spielt er in Volkskunde, sage und Mythologie eine große Rolle. Die Zukunft des Wacholders aber wird gerade wegen seiner Anpassungsfähigkeit und Anspruchslosigkeit auf jeden fall innerhalb der Stadtökologie eine äußerst wichtige Rolle einnehmen. Gewappnet gegen die giftigen Ausstöße unserer Großstädte, wird der Wacholder als Stadtbaum noch eine gewichtige Rolle spielen. Juniperus communis – also der Wacholder wird bis zu 2000 Jahre alt. Noch älter ist die Tradition der Bräuche die sich um diese Mysterienpflanze rankt.
Max Höfler schrieb in seiner Volksmedizinische Botanik der Germanen über den Wacholder : " der Kranewit – Baum ( ahd. kranawitu; mhd. krannewite ) hat seinen Namen ( Kranichholz ) vom Vogel Kranich, einer der wenigen Vögel, in deren Bezeichnung mehrere indogermanische Stämme übereinstimmen.... Prof. Heinrich Marzell schrieb in seinem bekannten Werk : Die deutschen Bäume in der Volkskunde, als Einleitung zum Wachholder: " mit der Hasel und dem Holunder ist zweifelsohne der Wacholder der Strauch, der im germanischen Volksglauben das höchste Ansehen genießt. Ist doch dieses Nadelholz in mittel und Südeuropa weit verbreitet und von so auffälliger Gestalt, das es nicht leicht übersehen werden kann. Besonders in den Heidegegenden, wo die Wacholdersträucher oft die einzigen Holzgewächse bilden und einzeln stehende Büsche dem einsamen Wanderer wohl nicht selten in der Dämmerung Spukgestalten vortäuschen, mag der Wacholder besonders beachtet worden sein. Dazu kommt noch, das unser Strauch in verschiedenen seiner Teile in der Volksheilkunde benutzt wird. " Vor einer Wacholderstaude soll man den Hut herunter tun", heißt es im Allgäu und in der Schweiz sagt man sogar, man müsse vor dem Wacholder die Knie beugen, ein solches Ansehen genießt er.
Der Wacholder ist daher, wie Holunder und andere Bäume, " unverletzlich ", es ist ein Frevel ihn umzuhauen. Der Schwede Loccenius erzählt im 17. Jahrhundert, das ein Knecht auf dem Gute
Vendel im Kirchspiel Osterhanning in Södermannland einen schönen schattenreichen Wacholder hauen wollte, der von anderen Bäumen umgeben auf einem ebenen, runden Platze stand. Da hörte er eine Stimme " Haue den Wacholder nicht!" und als er sich dennoch anschickte, zuzuschlagen, ertönte die Stimme abermals: " Ich sage dir, haue den Wacholder nicht!" Überhaupt scheint sich gerade in den skandinavischen Ländern der Wacholder besonderer Wertschätzung erfreut zu haben. Von einem Wacholder auf dem Hofe Hohl im Kirchspiel Haaböl wird berichtet das dort die Sage ging, das auf dem Hofe ein Haustier sterben müsse, wenn man den Wacholder eines seiner Zweige beraubt. Der Aberglaube habe vor nicht allzu langer Zeit dadurch Nahrung erhalten, das ein großes Schweinesterben auf dem Hofe ausbrach, als ein Zimmermann einen Zweig von diesem Wacholder abschlug. Weiter berichtet die Sage, das man bei großen Wacholdern zur Nachtzeit Gelächter, Musik und einen Klang, als zähle man Silbergeld, höre. Sogar bei Tag sehe man, das der Gipfel leuchte oder der ganze Strauch in Flammen stehe. Dieses Licht rühre aber vom Schein des Geldes her, das von den " Unterirdischen " zutage gebracht worden sei, um es den Strahlen der Sonne auszusetzen.
Im deutschen Märchen erscheint der Wacholder in dem bekannten Märchen vom
Machandelboom, einer niederdeutschen Bezeichnung unseres Strauches.
Unter Wacholderstauden sollen sich auch nach einer Schweizer Sage die Eingänge zu den Höhlen der Zwerge befinden. Im Obermimmental fingen Burschen ein Zwerglein, während das andere entschlüpfen konnte. Da rief es diesem noch schnell zu : " Sie möge mit dir fürnäh ( vornehmen ), was sie wie ( wollen ) – verat nit, was d Reckholderstude ( Wacholder ) z behüte hei." Später entdeckte man, was die Wacholderstaude zu bedeuten hatte: sie verdeckte den Eingang ihrer Höhlen.
Auch der christlichen Legende ist der Wacholder nicht fremd.

hukwa

Stille

Sie schlafen ohne
es zu wissen
weil sie durch einen willenlosen Traum wandern
angekommen an einer stählernen Wand
empfängt sie die schwarze Schrift:
Callar, callar. No callo porque quiero.
hukwa

Freitag, 30. Dezember 2011

Magie

Spalt in der Zeit
da die Nacht
den frühen Morgen verlässt
sich aus der zärtlichen Umklammerung
mit dem
kupferfarbenen Regenbogen löst
Jetzt
da sich die Schatten entfalten
in der Vollendung
eines geheimnisvollen Kreises
ist der Morgen
im Lichtschein
eines goldenen Moments
pure Erwartung.
hukwa

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Urlandschaft und Ur-Denken

Ich liebe Landschaften wo Bäume, Felsen und Wasser eine Einheit bilden. Solche Gegenden haben eine archaische Ausstrahlung. Der Fels ist das älteste Symbol der Mutter Erde. Die Geburt der Kybele aus dem Samen des Zeus, der sich über einen Stein ergossen hatte ist vielleicht die älteste Form der Kosmogonie. Die Wälder die ich täglich durchstreife sind felsig und Wassereich mit altem Baumbewuchs. Über solche Landschaften schreibt J.Brosse:"In der Mythologie wird der Urzustand des Lebens auf der Erde durch die Verbindung des Felsens mit dem Baum dargestellt. Der heilige Stein der als Betylos, als "Haupt Gottes", als Zentrum oder Nabel der Welt verehrt wird wie in Delphi der omphalos, ist der Aufenthaltsort der göttlichen Macht, das Gefäß des noch nicht manifestierten Lebens, dessen erste Gestaltwerdung der kosmische Baum ist. Der Baum erscheint als Sohn des Steins."
Stunden lang kann ich durch solche Landschaften laufen und mich im "wilden Denken" eines Levy-Strauss üben.
hukwa

Dienstag, 27. Dezember 2011

Alte Quelle im Pfälzerwald

Einmal in der Woche suche ich diese besonders mystische Quelle auf, die einsam und versteckt im Trippstadter Wald liegt!

Automat Mensch

Die Gefahr in die Menschen die mechanisch Denken hineinlaufen ist jene das sie zu Automaten verwandelt werden. Der Sinn des Automaten ist zu funktionieren. Er benötigt zur Ausübung seiner Funktion nur einen äußeren Anstoß, jedoch keine fortwährende Impulse. Der "menschliche Automat", erhält seinen Anstoß über die Institutionen der Gesellschaft, das bedeutet, er wird diktiert. Solche Menschen leben ein Leben ohne jegliche Autonomie. Sie leben ein Leben ohne Selbstbestimmung.
hukwa

Montag, 26. Dezember 2011

Über den historischen Merlin

Seit früher Kindheit bin ich von der Gestalt des keltischen Sehers und Propheten Merlin fasziniert. Er ist eine Gestalt sie sich aus dem kollektiven Unbewussten überhaupt nicht mehr wegdenken lässt. Seine Spuren die er in der europäischen Literatur hinterlassen hat zeugen von der Größe seiner Persönlichkeit. Er ist die einzige große Erziehergestalt in der europäischen Sage und es bereitet mir nach wie vor die größte Freude mich immer wieder mit ihm zu beschäftigen. Goethe interessierte sich so stark für ihn dass er bis ins hohe Alter davon überzeugt war eine Reinkarnation Merlins zu sein.
Für viele Forscher besteht kein Zweifel an der historischen Person des Myrddin (d.i. sein keltischer Name). Givaldus Cambrensis (1180) unterschied zwei Propheten mit dem Namen Merlin: denn Merlin Caledonius oder Merlinus Sylvester, der im südlichen Schottland beheimatet gewesen sein soll, und Merlin Ambrosius das vaterlose, prophetische Kind von dem uns Geoffrey in seiner "Historia" erzählt. Auf jeden Fall geht die Gestalt des Myrddin in die tiefste Geschichte zurück und hat sich in unserem kollektiven Unbewussten aufs feste verankert. Merlin ist zu einem Archetypen geworden, der die Kultur der Menschheit begleitet und sich immer wieder inkarnieren wird.
hukwa

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Über das Träumen

Wir müsssen unseren Träumen vertrauen,sie sagen uns nicht die Zukunft voraus doch sie erhellen unsere Gegenwart, wenn wir sie zu deuten Wissen. Wer sich von seinen Träumen treiben lässt der schwimmt im transpersonalen Strom zu den Wurzeln seiner Ganzheit.
hukwa

Dienstag, 20. Dezember 2011

Muße

Heute Nacht ist Schnee gefallen und jetzt am Morgen ist die Welt in Weiß getaucht. Die Waldlandschaft fordert den Geist nun regelrecht zum Müßiggang heraus. Die frühen Morgenstunden werden zu Stunden der Muße. Für dieses Wort können wir in unserer materiellen und rechnerischen Zeit eine Verlustanzeige aufgeben. Muße bedeutet auf lateinisch "schola", es ist ein Tun das sich mit etwas intensiv befasst. Es ist die Loslösung von Oberfläche und Alltagshektik
Der Gang aus dem Alltag in den All-Tag hinein. Sie drückt vor allem Stille aus. Stille wie sie an diesem Morgen in den verschneiten Wäldern vorherrscht. Es sind die billigen Reizmittel unserer materiellen Vergnügungsgesellschaft die zur Mußelosigkeit führt. Der Mensch sollte sich wenigstens einmal am Tag eine kleine Klausur gönnen.
hukwa

Sonntag, 18. Dezember 2011

Winterwaldstimmung

Es lichten sich die Nebel des
frühen Morgen
Sie steigen auf wie
Träume
als hätte ein Gott sie
zu sich befohlen
Erstarrt die alte Weide am ufer des
Woogs
ein leichter Wind im Schilf
es zucken die verdorrten Halme
Naßkalt der Ginster
er träumt von gelben Blüten
Elstergeschrei
schwarzes Krähengefieder
Bald fällt der erste Schnee
mit ihm kehrt die
Ahnin wieder.
hukwa

Samstag, 17. Dezember 2011

Der erste Schnee

Der erste Schnee
ist ein Magier
er beschwört die alte Kinderseele in dir
sein Schlüssel öffnet das verborgene Reich
darinnen du die Kindheit weißt
ein kurzer Blick in
tiefe Gründe
fühl nur die
alten Frühlingswinde
dort wo der Lethe leise fließt
die Ahnin auf dem grünen Einhorn grüßt
ein sanftes Winken im Schneegestöber
der
alte Magier
ging vorrüber.
hukwa

Freitag, 16. Dezember 2011

Das Gedicht als Beschwörungsformel

In der hermetischen Dichtung wird die Sprache des Dichters zur magischen Sprache. Es ist mehr ein "Rufen" als ein Sprechen, was der Dichter unternimmt. Der Dichter "ruft" in die Dunkelheit des Unbewussten, das Echo dass er erhält, verarbeitet er zu einem Gedicht. Dies ist auch der Grund warum solche Gedichte oft wie Beschwörungsformeln erscheinen.
hukwa

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Magische Suggestion in der hermetischen Dichtung

Hermetische Dichtung möchte den Zauber der Seele erwecken, sie spricht die Seele direkt an. Man kann sozusagen von einer magischen Suggestion in der hermetischen Dichtung sprechen. Diese Art von Dichtung findet auch heute noch in unserer transzendenzlosen Gesellschaft ihre Leser. In gewißem Sinne kann man bei dieser Art von Dichtung und Lyrik von einer "Eingeweihtensprache" sprechen, weil nur wenige sich die Mühe machen eine solche Sprache zu verstehen. Im Sinne von Novalis gesprochen ist hermetische Dichtung also Sprachmagie die zur "Verzauberung der Welt" beiträgt.
hukwa

Dornenfeuer

Poesie kann Bitter sein
wenn sie reist
im Nachen des Wahnsinns
hinein in die
Spitäler der Hoffnungslosigkeiten
dann
bleibt es dem Dichter überlassen
das Dornenfeuer zu entzünden.
hukwa

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Gefieder der Zeit

Stein am Ufer
worinnen schläft
das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
Bemalte Altäre am Bachrand
blinken durch die Nacht
im Licht von silbernen Kometen
doch am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
ins Gefieder der
Zeit.
hukwa

Der Zugang zum Unbewussten des Dichters

"Um die Seele des Dichters zu durchschauen muss man in seinem Werk die jenigen Wörter aufsuchen, die am häufigsten Vorkommen. Das Wort verrät wovon er besessen ist". Dieser Spruch Baudelairs zielt auf den Symbolismus von Dichtung. Die Wörter eröffnen dem Leser einen Zugang zum Unbewussten des Dichters.
hukwa

Dienstag, 13. Dezember 2011

Zauberspiegel

Noch leiden die Amseln in ihren Schlafbäumen
die Nebeln verdecken die Hagebutten am Hang
während der Wind in den Eichbäumen summt
werden wir selbst zu einem Lied
das der Sturm nach Norden trägt
von dort
Rückschauend
ist das Leben ein Spiegel
dessen Zaubermacht nur die
Ahnin
durchbrechen kann.
hukwa

Sokrates und das Unbewusste

Sokrates der analytischste unter den alten Philosophen kannte keinen Widerspruch zwischen seiner Philosophie und seinen Perioden der Träume, Trance und Visionen handelt es sich doch hierbei um Innere Wahrheiten die seinem persönlichen Leben zutiefst angehörten. Vor allem seine Aussagen über "den Schutzgeist", den "persönlichen Wächter" lassen vermuten das Sokrates zwischen innerer und äüßerer Welt einen Unterschied sah. Warum ich das hervorhebe? Nun, Sokrates war der realistischste und aufgeklärteste Geist des Altertums der das mythologische Denken überwunden hatte und eine neue Aera des Denkens einführte, dennoch war dieser absolut kritische Philosoph zutiefst von der Welt des Unbewussten überzeugt.
hukwa

Samstag, 10. Dezember 2011

Am Ufer des Lethe

Ans Ufer des Lethe spült
das Treibgut uralter Zeit
wir brauchen nur zu fassen
goldfarbener Regenbogenglanz
spiegelt sich auf den Wassern
das Treiben nackter Träume
des Lethes Wasser
lassen sie verblassen
Nun beug dich tief und trink
von dieses Flusses Wassern
das du vergißt und
neue Horizonte kannst erfassen.
hukwa

Freitag, 9. Dezember 2011

Fensterblick am Morgen

Kälte steigt aus dem Tal herauf
Eine alte Krähe schaut aus der Nebelhaut
Starre fallen auf die kahlen Felder
Tagtraum beginnt im Schwanenkleid
Im Garten schleicht die Katze umher
Vom Scheunendach die Elster starrt
An der Regenrinne der Sperling klettert
In der Fichte der Häher lacht
Verreiftes Efeu die Mauer hochklettert
Die Nebelwand so mystisch und Märchenhaft als verberge sie
Shambala in sich.
hukwa

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Meditationsbaum auf dem Geomantiepfad

Unter dieser wunderschönen alten Eiche verbringe ich viel Zeit. Am liebsten mit einem Buch von Henry David Thoreau.
hukwa

Erdliebe

Wenn ich auch durch die Sternenmeere reise
Ich Pilgerer im System der Milchstrasse
Gefallener Engel und
Wiedergeborener Stern
So bleibe ich Dir Treu
Alte Erde
Schaue ich aus fernen Galaxien
Deinen blauen Körper
Spüre ich das Salz Deiner Meere dass in meinen
Adern pulsiert
Rieche denn Duft Deiner harzigen Wälder
Schmecke zwischen meinen Zähnen
Die Sandkörner Deiner Wüsten
Die Hitze Deiner Vulkane brennt in meinen Gedanken
Du
Wunderschöne betörende Erde
Wenn Du erwachst Wenn
Deine Seele erbebt
Die Zerstörungen die Du schaust
Angerichtet von Deiner eigenen Brut
Auch dann noch
Alte betörende Erde
Auch dann noch
Stehe ich in Liebe zu Dir.
hukwa

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Die Haben-Gesellschaft

Die Menschen denken nur im materiellen Haben - die Ökonomie frißt ihre Seelen auf. Alles ist Haben- immer mehr! Das streben nach Materiellem ist ihr Sein. Man lebt um zu Haben. Für das Haben geht man über Leichen. Die Kinder werden ganz im Haben erzogen. Sobald sie sprechen lernen bringt man ihnen die Gesetze der Haben-Gesellschaft bei. Man stülpt ihnen eine Mentalität über die sie von nun an ihr ganzes Leben begleitet. Alles positive wir aus ihnen herausgepresst bis sie nur noch leere Hüllen sind. Es scheint so als wolle man bewusst Roboter erziehen, die fern jedem seelischen Bewusstseins leben.
hukwa

Rufen

Uralte Eiche
sprichst Du die Sprache des Winters
ein laubloser Gott
fährt windig durch dein Geäst
schon suchen die Vögel nach Futter
noch waltet der Schnee in den Wolken
doch die grüne Mistel wirft ihren Samen
rief da eben nicht
Joringel nach Jorangel?
hukwa

Dienstag, 6. Dezember 2011

Früher

Früher da saßen wir gemeinsam im Walde
mit Blumen im Haar
mit Wein
bei einem wilden Pilzgericht
an einem Lagerfeuer saßen wir Partisanen
heute sitze ich alleine im Wald
ohne Blumen im Haar
ohne Wein
sitze ich da
ein einsamer Schamane
Ich denke an euch
die ihr das Feuer verlassen habt
die Partisanengitarre gegen das TV eingetauscht habt
das freie Leben gegen
Büro und Konsum
ich esse mein wildes Pilzgericht und
denke es war richtig den Weg zu gehen vom
Partisanen zum Schamanen.
hukwa

Montag, 5. Dezember 2011

Reden und Schweigen

Das Reden fließt in das Schweigen hinein
wenn die Wörter zu Form werden
hat der Dichter sein
Haus erbaut
So beginnt er nun
seinen Garten zu bepflanzen
im silbernen Mondlicht der Nacht
entsteht das Geheimnis des Gedichts
denn nur hier im
Geheimnisvollen
gedeiht der Garten
Poesie
hukwa

Sonntag, 4. Dezember 2011

Die Erfahrung poetischer Phantasie

Die tiefe dunkle Dichtung und viele Arten moderner Poesie zielen auf eine Zerstörung und Verzerrung der realen Welt, denn der Dichter baut sein Haus nicht in die Realität hinein. Sein Fundament sind die Träume und Visionen aus denen er lebt. Er schreibt nicht über Erfindungen der Phantasie sondern über die Erfahrungen poetischer Phantasie.
hukwa

Samstag, 3. Dezember 2011

Schweigendes Universum

Die Motoren heulen auf
die Nacht weicht dem Tag
in die Städte strömen die Menschen
der Winter hält warm das Land
Ende und Anfang sind ewig
wie das
Universum
bevor es geht
gebärt es ein Neues
und das
Heulen der Motoren
schweigt für immer.
hukwa

Dienstag, 29. November 2011

Sich schreibend Erinnern- der Mensch ist eine Komposition

Sich schreibend zu Erinnern ist auch der Versuch sich selbst anzunehemen wie man ist. Unsere Natur ist untrennbar mit unseren Erfahrungen verbunden. Diese Erfahrungen haben uns komponiert, so das wir dass sind was wir in diesem Moment eben sind. Meines Erachtens ist der Mensch eine Komposition aus seinen bewussten und unbewussten Erfahrungen. Wenn ich aus der Erinnerung heraus schreibe ist dies eine Technik die darauf beruht dass ich mein Leben selbst gestalte und nicht gestalten lasse. Während des Schreibaktes mache ich die Erfahrung meiner persönlichen Identität. Jeder Mensch ist der Schwerpunkt seines eigenen Universums. Und dieses "private Universum" verbindet sich mit dem Universum "da draussen". Ich denke so entstehen die Erfahrungen. T.S. Eliot nannte dies "am stillen Punkt der sich drehenden Welt". Es ist das was wir heute im spirituellen - neumodischen Sinn "die eigene Mitte finden" nennen. Es birgt aber auch die gefahr das man sich einer Ilusion hingibt und glaubt etwas gefunden zu haben, dabei hat man sich nur verirrt. Dem beuge ich vor in dem ich alles aufschreibe. Sich schreibend erinnern bedeutet auch das ich mich selbst kritisch überarbeiten kann und somit der Ilusion keine Chance gebe.
hukwa

Montag, 28. November 2011

Wenn der Schöpfergeist wirkt

Mein Einstieg in die Kunst begann vor 35.Jahren. Seither beschäftige ich mich täglich mit ihr, praktisch und theoretisch ob als Dichter, Literat, Maler, Bildhauer oder Land art Künstler. Philosoph war ich von Geburt an, dies sollte bei jedem Menschen so sein. Das wichtigste war mir immer jene Zeit da der Schöpfergeist in mir wirkt. Kunst führt immer zu Aktion. Wenn die Kunst in mir aktiv wird beinhaltet sie Erregung, Entdeckung und einen meditativen Geiseszustand. Der Inhalt dieses Zustandes ruft immer Unvorhergesehenes hervor. Dies ist der Teil der dass Leben des Künstlers besonders interessant macht.
hukwa

Sonntag, 27. November 2011

Wanderung auf dem Trippstadter Geomantiepfad


Schattenloser Engel

Schattenlos und ohne
Stimme
wandeln die Engel der Nacht
getrieben von Mondlicht
gequält von den Winden
durch die Wipfeln der alten Blutbuche
nicht hörend
nicht sehend
dennoch
erkennend
in dunkler Nacht
das Ziel ihrer schattenlosen Wanderung
wohlwissend
graut der Tag
ist ihr Werk vollbracht.
hukwa

Verschalungen

Unser Menschsein ist nichts anderes als verdichtete Materie. Wir können uns mit einer Zwiebel vergleichen. Mit jeder Generation die in die Zeit eintritt legen wir eine weitere Schale um uns und entfernen uns so immer mehr von unserem wahren Sein. Das Gedicht kann ein kurzes Öffnen dieser Verschalungen die unser Sein im Diesseits umgeben bewirken.
hukwa

Samstag, 26. November 2011

Lyrische Energie

Der Geist des Dichters folgt seinen eigenen Gesetzen. Das lyrische Ich des Dichters will die Urform der Dinge schauen. Die Aufgabe des Dichters ist es das geistige Sein in Worte zu fassen um ihm einen bleibenden Wert zu sichern. Das lyrische Ich entspringt dem reinen Geist und nicht seinem Werkzeug dem Intellekt. Sobald das Gedicht im Entstehen ist, beginnt die lyrische Energie im Dichter zu wirken. Vergleichbar mit dem elan vital. Der Dichter strebt nach Seinsvollkommenheit.
hukwa

Fliegender Pfeil

Verschließe nicht dein Herz
denn der Pfeil ist unterwegs
er würde dich finden
selbst wenn du in die Ewigkeit entfliehst.
hukwa

Freitag, 25. November 2011

Des Morgen reine Gedanken

Der frühe Morgen ist die Zeit der reinen Dichtung. Es ist die einzige Zeit am Tag, da dass Ich den Geist noch nicht ganz erobert hat. In solchen Momenten gewährt der Tag dem Dichter eine Schau ins reine Sein. Das seiende und die Dinge haben noch keine Macht, sie werden sie erst in den Morgenstunden festigen. Der Philosoph Imanuel Kant nannte solche Gedanken in der nichts was zur Empfindung gehört angetroffen wird - Reine Gedanken!! Nennt man ein Ding rein so ist damit gemeint, das es ein Freisein besitzt, eine Wesensreinheit der noch die Beimischung des alltäglichen fehlt.
Meine erste Übung am Morgen ist es solchen Gedanken nachzu hängen.
hukwa

Reine Gedanken

Rein sind die Gedanken des
Morgen
lauernd wohnen sie in der
Abstraktion der Wirklichkeit
denn da
sind sie befreit von der
vulgären Sprache des Alltags
des Dichters Morgen steht unter dem Gesetz der
Poesie pure.
hukwa

Donnerstag, 24. November 2011

Wandel und Werden

Der Mensch der nicht alles kritiklos hinnimmt wird sein Leben lang von dem Konflikt der Hinnahme des Lebens wie es ist und dem Drang es zu Verändern begleitet werden. Nur in dem wir um den Wandel wissen wird uns bewusst dass Leben "Werden" ist. Durch beides "Werden und Wandel" muss der Mensch hindurch will er seine Ganzheit erreichen. Um diesen Prozess zu bestehen müssen wir uns immer wieder mit der Totalität unserer Erfahrungen beschäftigen.
hukwa

Mittwoch, 23. November 2011

Die freie Wahl aufgeben

Für jene Menschen die die ihnen anerzogene Werte kritiklos übernommen haben muss das Leben Eindimensional bleiben. Wenn die Welt sich um sie herum Verändert dann ergreift sie die Angst und Abwehr vor dem Neuen. Solche Menschen haben das Gefühl dass es so etwas wie eine freie Wahl gibt aufgegeben, ihr Leben ist reines Robotertum.
hukwa

Die Änderung

Zwischen Gestern und Morgen zählt nur noch jener
Moment
da die unvergängliche Welt mit der vergänglichen zusammen trifft
denn:
alles ringt alles strebt alles schafft
Alles
ist schon Vorgedacht
was dazwischen schwebt ein
Ich
durchtrennen wir die stählernen Spinnweben unseres
Museimsreifen Bewusstseins
werdet wach
lauscht dem kosmischen Gesang der Planeten
die Zeit der Änderung ist gekommen
durchbricht eure selbstgemauerten Konsumgefängnisse
denn die Änderung
wartet vor der Tür.
hukwa

Dienstag, 22. November 2011

Verwandlung

Novembernebel steigt aus der alten Blutbuche
Ihr Astwerk hat der Herbst gelichtet
Die Krähen ruhen wie Buddhas in der Krone
Und ihre Augen schauen wie glühende Bernsteintropfen
In einem anderen Leben wohl werd auch ich mal eine
Krähe sein
Vielleicht ein Baum
Auch eine Raupe die klettert am glatten
Buchenstamm
Im Wissen bald wird sie
Falter sein.
hukwa

Montag, 21. November 2011

Mystischer Morgen

Heute morgen bin ich sehr früh in den Wald gegangen. Auf einer kleinen Waldlichtung ließ ich mich nieder, über mir thronten die Wipfel mächtiger Fichten, neben mir wuchsen kleine Zitterpappeln und Faulbeerbäumchen. Moos und Farngeruch lag in der frühen Morgenluft, ein Täuber gurrte sanft und ein Kleiber piepste leise. Ein herrlicher Morgen, ein göttlicher Morgen, zog es durch meine Gedanken,ja, göttlich ist der richtige Ausdruck. Ich fühlte es mit irgend etwas das in mir wirkte das mir bekannt und unbekannt zugleich war. An einem solchen Morgen im Wald kann man das Wesen Gottes begreifen. Man kann es fühlen, vielleicht sogar sehen. Der Verstand sucht das Wesen Gottes durch Aussagen darzustellen, doch damit ist er ausser Gott. Die wahre Gotteserkenntnis liegt im Eingehen zu Gott und im Handeln aus Gott. Im Begreifen der Inneren und Äußeren Natur, die äussere Natur als eine Analogie zur inneren Natur des Menschen. Gott mag uns dann erscheinen wie ein vielfältiger Kristall, er spiegelt sich immer wieder neu, vom dunklen schwarz bist zum hellsten Licht. In allen Berechnungen und Farben, denn er ist aller Dinge Wesen. Jetzt im Moment ist er in diesem Kleiber, dem mein Auge folgt. Er ist in der Made die der Vogel aus der Rinde zieht, und er ist in dem Stamm an dem der Kleiber klettert. Er ist in der uns umgebenden Natur. Er ist das Nichts und das Alles. das nichts freilich ist im gewöhnlichen Verstehen leere Nichtigkeit, es kann auch die ganze Erfüllung die höchste kreaturlose, eigenschaftslose innere Wirklichkeit sein. Die ewig Schauende Seele findet in der Natur das Wesen der Gottheit. Ein Morgen wie der heutige bringt in mir wieder jenes Gefühl zum flammen, das den Nährstoff für die persönliche Mystik bildet. Nur in der Natur können wir zum Einen finden.

Am Anfang

Am Anfang war das Wort
das orphische Wort
und es wirkte und schaffte
versuchte sich in Güte und Kraft
und wenn mein Herz je ein Wort pries
dann jenes Zauberwort
das Poesis hieß.
hukwa

Sonntag, 20. November 2011

Auf dem Weg ins Goldene Zeitalter

Für den Dichter ist die "andere Realität" (Materialisten nennen sie Irrealität) die eigentliche Lebenswelt. Traum und Poesie werden für den Dichter zur existenziellen Wahrheit. Aus seinen poetischen Traumwelten heraus nimmt er die Realität wahr, in der Sehweise mit der normaler Weise die Poesie betrachtet wird als Nicht-Wirklichkeit. Die Budhisten sehen die Welt ja ebenfalls so. Über sein dichterisches Schaffen nähert sich der Dichter einer Welt poetischer Wirklichkeit in der die Gesetze der Poesie vorherrschend sind. Hier herrschen die Bestimmungen der Weisheit, Liebe und Poesie vor. Der Dichter tiefer Dichtung befindet sich immer auf dem Weg "nach Hause", in sein Goldenes Zeitalter.
hukwa

Orphischer Schamane

Ich rufe und benenne Dich
Orpheus
Du
Umgeben vom dunklen Licht der Unterwelt
Dich zu Deuten in
Baum Stein Pflanze und Tier
Ist mir mystischer Auftrag
In Seins-Verlorener-Zeit
Dichterwort spreche ich in
Delphischer Sprache
Die Du verstehst
Die dich erweckt
Der Du nur schläfst
Wie merlin hinterm Weißdornbusch.
hukwa

Samstag, 19. November 2011

Dichtung und Schamanismus

Wortmagie, Musikalität, Anrufung, Unerklärliches so erscheint uns die tiefe dunkle Dichtung. Ontologie und Metaphysik, Mythologie und Vision, Gedichte fern der Alltagssprache, eben tiefe Dichtung. Ein Manierismus aus Urwörtern und Urbildern der Poesie. Die Metaphorik tiefer Dichtung scheint wie in Trance gesprochen- hat diese Dichtung nicht eine Ähnlichkeit mit der Sprache des klassischen Schamanismus? Ja, das hat sie! solche Dichtung ist in ihrem Wesen sehr schamanisch. Wie der Schamane seine Hilfsgeister ruft, so spricht der Dichter tiefer Dichtung zu seinem Gott Orpheus. Seine Sprache ist orphisch, doch die Legende von orpheus ist auch sehr schamanisch. Seine Fahrt in die Unterwelt ist doch das selbe wie die schamanische Trance. Dichtung und Schamanismus speisen sich aus der gleichen Quelle.
hukwa

Schwarzer Engel

Nachts wenn ich ruhe schwebt der
Engel meiner Kindheit
im blauen Äther
schwarzer Engel meiner Kindheit
Mit roten Augen
kalt und böse
Dennoch
dein Zauber kann die
Fesseln der Seele lösen
schlägst du im harten Sandstein
die klaren Wasserquellen
die Labsal sind
für die müden
Lebenswellen
dringst Du aus Dunkelheit zum Lichte
um kämpferisch mit meiner
Seele zu ringen
mit ihr in die
Glut der goldene Sonne zu springen
O schwarzer Engel
dunkler Kindheitstage
Ich glaube an das
Entrinnen.
hukwa

Freitag, 18. November 2011

Mixed Media

Bei meinen Mixed Media Werken achte ich stark darauf, dass ich vor allem sehr alte Materialien verwende. So sind meine Scrapbooks und artbooks aus Papier hergestellt das in der Regel über 50 Jahre alt ist. Papier das nach 1970 hergestellt wurde nutze ich für diese Werkreihe nicht. Einige dieser Werke sind "umgewandelte Bücher" deren Original aus den Jahren von 1880 bis 1910 stammt. Durch solches Alter erhalten die Künstlerbücher jene Aura die ich bei diesen Werken bevorzuge. Das Material besorge ich mir aus alten Bücherbeständen und Antiquariaten. Somit haben diese Kunstwerke allein schon durch ihr Alter einen künstlerischen Wert.
hukwa

Mantel der Poesie

Du dunkle
Nacht
Schmeichlerin
Hart wie Granit
Doch auch
Sanft wie der Mond
Mantel der Poesie
Wärmst Du mir
das Antlitz der Seele.
hukwa

Donnerstag, 17. November 2011

Von Mixed media und Langeweile

Gestern Abend kehrte die Farbe wieder zu mir zurück. Ich habe sofort ein Bild angefangen zu malen. Das Malen ist der ideale Ausgleich zur Lyrik. Am Morgen dichte ich, am Abend male ich und dazwischen schreibe ich meine Prosa. In den Sommermonaten habe ich eine große Reihe von Scrapbooks angefertigt die ich in diesem Winter füllen will, mit Malereien und Texten. Es wir eine Art von Mixed Media werden. heute Morgen habe ich bereits um vier Uhr früh mit der Arbeit begonnen. Für einen Künstler ist es immer von Vorteil wenn ihn seine Ideen und Schaffenskraft am frühen Morgen wecken, das ist elan vital pur. Es gibt dem Leben einen Sinn und Halt. In unserer schnelllebigen Zeit langweilen sich die meisten Menschen vom Morgen bis zum Abend habe ich manchmal das Gefühl. Langeweile ist ein Wort das es in meinem Sprachschatz eigentlich nicht gibt. Das künstlerische Schaffen lässt nie Langeweile aufkommen.
hukwa

Nacht

Du dunkle Nacht
Schmeichlerin der Seele
hart wie Granit und
sanft wie der Mond
Mantel der
Poesie
wärmst du das Antlitz
der Seele.
hukwa

Mittwoch, 16. November 2011

Von meinem Bett aus
erkenn ich den glänzenden
Vollmond
der Raureif
über der alten Blutbuche
ein Gleichnis meiner
Seele
Bald tauchen die Krähen auf
In dieser absoluten Stille bin ich
Eins mit meinem Selbst.
hukwa

Früher Morgen

Am frühen Morgen
stand ich am Fenster
und bewunderte den Raureif
die Stille der vereisten Bäume
ein kurzes Bellen vom Feld her
kündet mir das der Fuchs nun seinen Bau aufsucht
gerne wäre ich mit ihm
durch die Nacht gelaufen.
hukwa

Seelenfunken

Seelenfunken die in den Nächten
mein Zimmer erhellen
Aus meinem inneren Reich kommend
Steigen sie auf in die Höhen des Geistes
Draussen klirrt die kalte Novembernacht
In die Dunkelheit wirft der Mond ein Gedicht
Als schriebe er über mich und mein Leben
Das in den Nächten
meine innere Uhr
in andern zeiten schlagen lässt.
hukwa

Blutbuche

Vollmond
Blutbuche
Beschwörung der Stille
Dichterwort
Wort der Poesie
Orphisches Kleid des Geistes
Anrufung
Dunkle Quelle in Mir
Suche ich auf den alten
Waldbrunnen
Wo der Albe haust
Denn dort ist Meine
Seele zu Haus.
hukwa

Dienstag, 15. November 2011

Schau in die Welt

Schau in die Welt
Sie kann Dir nicht viel bieten
Schau in Dich selbst
Willst Du wunderliches Erleben.
hukwa

Natur als Fundus des Dichters

wenn ich in Tagebüchern und meinen Lyrik und Gedichtsammlungen der letzten drei Jahrzehnte blättere und darinnen lese finde ich eine Entwicklung vom Objekt zum Subjekt. Vor allem bei den Gedichten, sie haben sich so entwickelt das heute mehr das persönliche Ich im Vordergrund steht. Das Ich das aufnimmt, das sich vor allem mit jenem großen Thema, nämlich der Natur beschäftigt. Sie- die große Mutter Natur bietet dem Dichter einen unerschöpflichen Fundus an Themen für Gedichte und Geschichten.
hukwa

Montag, 14. November 2011

Ich Stein

Wenn ich allein im Wald
dem Vogelflug lausche
und das Geschrei der Steine
mich schmerzhaft daran erinnert
das ich selbst einmal Stein war
der zu einer Form gehauen werden sollte
und dabei zerbarst.
hukwa

Sonntag, 13. November 2011

Der naturmagische Dichter

Rosenzeit ist vorrüber
Frau vermißt den Flieder
Zugvögel ziehen wieder
Wildgänse schreibens nieder
In Keilschrift Himmelüber
Teich ist bald vereist
Holunder steht ganz bleich
Eberesche hat ausgeklüht
Winter kehrt eiskalt
In die Wälder ein
Dichter ist allein.
hukwa

Kindheit

Da war niemand der mich zu Formen versuchte
Keiner warf mich auf die gesellschaftliche Töpferscheibe
Im Sommer lief ich Barfuss
Im Winter beobachtete ich den Dompfaff
In der Dämmerung saß er aufgebläht im kahlen Kirschbaum
Oft schlich die einäugige schwarze Katze um den Taubenschlag
Mein Vater hatte ihr ein Auge ausgeschossen
Wenn im November schon Schnee fiel
War die Freude auf Weihnachten besonders groß
Im Schnee erkannte ich die tierarten an ihren Spuren
Lange bevor ich Lesen und Schreiben lernte
Manchmal lag eine verhungerte Krähe im Schnee
Die ich dann in das Geäst einer Kiefer band
Am liebsten war ich allein im Wald
Der gleich vor der Haustür begann
Totenstill war der Wald im Winter
Oft dachte ich der
Tod ist eine Krähe im Baum
Manchmal sah ich noch ganz andere Dinge
Im Sommer sagte ich oft
Heute Nacht schlafe ich im Wald
Da war niemand der mich versuchte zu Formen
Manche fragten mich
Was willst du mal werden wenn du groß bist
Ich gab darauf nie eine Antwort
Doch ich dachte
Auf jeden Fall nicht wie Ihr.
hukwa

Samstag, 12. November 2011

Poesie pure

Ich arbeite mit der ungeformten Form
des Geistes
hole sie herab aus meinem
Makrokosmos
ich schwitze und darbe bei der Arbeit
tauche ein ins innere Labyrinth der Zeichen
mit meiner Hand die den Stift hält
der ungeformten inneren Form
Form zu verleihen
ist das Gesetz der Poesie Pure
ich reise durch die Milchstrasse
durch Äonen und kosmische Welten
in mir entdecke ich Kontinente
die Afrika und Asien an Größe übertreffen
tauche immer wieder ein
in das Meer der
ungeformten Form
nur eine Form lebend
Poesie Pure.
hukwa

Tao und Poesie

Gedichte fallen nicht vom Himmel, sie kommen aus der Tiefe des Dichters und Poeten. Jedes Neue gedicht ist ein Wagnis, es will in die Welt und will dort "sein". In der Welt findet es seine Deuter. Vielleicht steckt am Anfang eines Gedichts eine Absicht, doch diese wird sich verwandeln sobald das Unbewusste seine Arbeit macht. Ich habe mich oft gefragt woher kommen meine Gedichte? Ich kann nur sagen es ist eine Quelle in mir manchmal fließt sie Wochenlang dann versickert sie wieder für einige Zeit in der Zwiswchenzeit male ich oder schreibe Prosa. Kosmisches und Unbewusstes manifestieren sich im Gedicht und im Kunstwerk. Die alten Chinesen hatten hierfür einen Ausdruck: Tao!
Alle großen Taoisten haben auch Gedichte geschrieben. Also muss es einen Zusammenhang zwischen Tao und Poesie geben. Wahrscheinlich kann man das Tao nur über die Poesie erklären. Das verstehen von Tao ist eine rein innere Erfahrung, Dichtung ebenso. In der Stille entstehen Gedichte und nur in der Stille finden wir auch das Tao. Die orphische Quelle ist die Quelle schöpferischer Kraft und die des Tao.
hukwa

Freitag, 11. November 2011

Traumnacht

Ich flog mit schwarzen Schwänenflügeln
unter mir glänzte Sternenhell die Erde
der Strom der Lebenslügen war verhallt
ich war zum kosmischen Tänzer erhoben
weit entfernt von Menschen
doch nahe meinem Märchenwald
ein silberner Kelch war mein Körper nun
darinnen meine Seele auf ihrem Thron
Tränenschwer verhallte der letzte Erdenton
ich flog durch kosmische Äone
goldene Gewitter zuckten hinter mir
schlief in der Venus wollüstiger Daune und
sah was keiner vor mir sah.
hukwa

Donnerstag, 10. November 2011

Poesietherapie

Poesietherapeutisches Schreiben ermöglicht uns das wir unsere eigene Aktualität erfahren, anstatt die täglichen stereotypen und Verzerrungen, in die uns der Strom des Lebens oft pressen will zu Schlucken. Durch die Schreiberfahrung begeben wir uns in eine Übung hinein die im Uneingeschränkten JETZT erfahren wird. Das besondere an der Schreiberfahrung ist ja das gestalterische Verarbeiten der Vergangenheit. Wie ein hungriger Mensch Nahrung wahrnimmt, selbst wenn gar keine vorhanden ist so fährt der unbefriedigte Mensch neben seinen gegenwärtigen Aktivitäten fort unbefriedigte Geschäfte aus der vergangenheit zu bearbeiten. Somit fällt es im schwer sich auf die Ganzheit im Hier und Jetzt zu konzentrieren.
hukwa

Warum ich Gedichte schreibe

Ich habe sie gesammelt
die Erfahrungen der Jahre
einige Verschlüsselt
und Symbolhaft weitergegeben
sind sie erschienen in
Zeitschriften und Büchern
andere sind nur für mich
sind Fenster und Türen
in meine Vergangenheit
sind sie die Schlüssel
die den Riegel meines Unbewussten geöffnet haben
andere sind Schreie und Anklagen
Augenöffner sollten sie sein
einige werden Zeitspiegel sein
waren mir Arznei und rollende Steine
sollten Wirken wie ausgeworfener Sand
im schmierigen Getriebe einer
egoistischen Gesellschaft
so werden sie mir Heute zu
Richtpunkten
zu Bojen der Orientierung
ausgeworfene Anker
einer Reise durchs Labyrinth
zusammengesetzt ergeben sie mein
Lebenspuzzle.
hukwa

Urgesteine

Bemoostes Urgestein
umwuchert von Farn und Brombeerranken
uralte Wurzel
Fäulnis
Hirschlosung
der Dachs kam diese Nacht vorbei
der Schlag der Drossel beim ersten Lichtfall
hat einen arkadischen Unterton
Gott sieht man überall
in Wurzelgestalt
ganz leis und fein
wie Äthermusik
dringts aus dem Urgestein
wie Elfenlied und Zwergensong
ich lausch ihnen lange schon.
hukwa

Orte der Poesie- Kindheit

Wenn man intensiv schreibt wird uns irgendwann der Ort, die Strasse oder das Haus wieder begegnen, wo wir unsere Kindheit verbrachten, es ist nicht möglich davon lozukommen. Denn Eindrücken, Empfindungen und Erfahrungen von damals bleiben wir immer verbunden. Mit ihnen hat schließlich alles begonnen, sie stecken so tief in uns, das die meisten Menschen sie verdrängen, als Symbole gären sie aus unserem Unterbewusstsein wieder hervor um in uns zu wirken, ja, ein fast eigenständiges Leben in unserem Unterbewusstsein zu führen. Solche Symbole sind innere Mächte. Treten wir die Reise zurück ins Kinderland an begegnen diese Symbole uns oft in Form von Chiffren, wenn wir sie enträtseln, fällt es uns leichter zu durchschauen was auf psychischer Ebene in uns vorgeht. In diesem Sinne ist biographisches Schreiben immer auch ein Stückchen Therapie.
hukwa

Mittwoch, 9. November 2011

Mein Wald von Borceliande

Noch einmal möchte ich durch Savannen ziehen
in dunkle Urwälder eindringen
von hohen Berggipfeln aus
denn Adler unter mir Kreise ziehen sehen
Noch einmal möchte ich mit den Hirschen röhren und mit der
Graugans nach Norden ziehen
durch weite Tundren gehen
in Nebelfeuchten Tälern
die Geister tanzen sehen
doch hält mich mein Pfälzerwald gefangen
mein Wald und der von
Joringel und Jorangel
Vivianne zog ihren Zauberstrich und
Merlin harrt nun aus unterm Weißdornbusch
der Amsel und dem Dompfaff hier bestens bekannt
bleib ich in meinem alten Wald
hier habe ich wie meine alte Eiche
sehr tiefe Wurzeln gezogen
der Wald hier ist mein Bannwald geworden
hier gibts zwar keinen Wolf und keinen Bär
doch Dachs und Fuchs sind mir gute Nachbarn geworden
sogar der Luchs kommt manchmal hierher
hier habe ich ein Dornrösschenschloss bezogen
auf der Veranda Heckenrose und Holunder großgezogen
ich bleib hier in meinem Pfälzerwald
in einsamen Zwiegesprächen
mit Merlin von Borceliand.
hukwa

Morgen

Die Poesie die du Heute schreibst
ist vielleicht das
Märchen
dass du Morgen lebst.
hukwa

Früher Morgen im Wald

Früher Morgen
erstarrt scheinen die alten Eichen
wirken wie Kentaurengestalten
Uralte Wurzelstöcke mit
Gorgonenhäuptern
Medusa schaut aus Felsgestein
Waldweiher wird zum Spiegel
Überall die Signatur
die Stille der Wälder ist eine
Antwort.
hukwa

Dienstag, 8. November 2011

Anker werfende Monade

In deinen tiefsten Tiefen
bist du ein Schiff
eine Monade
die durch die silbernen Meere des
Universums segelt
auf der Suche nach einem Eiland
wo du Anker werfen kannst.
hukwa

Manifestierte Literatur

Ich schreibe und bleibe dem Tag auf der Spur. Lasse mich dadurch nicht so schnell überwältigen von den Infamitäten die überall lauern.Schreiben, Lesen und literarisch Formen ist das sich Einschalten in den Kreislauf der Literatur. Man ist Teil eines Gesamtkunstwerkes, blättert in der Literaturgeschichte und die Dichter und Denker egal welcher Zeiten manifestieren sich in meinen Tage- und Arbeitsbüchern. Wenn ich am frühen Morgen gegen fünf Uhr aus meinem nächtlichen Schlaf erwache und mit einem heißen Kaffee vor dem Schreibtisch sitze kommt das über mich was ich das zweite Erwachen nenne. Ich erwache nun aus meinem geistigen Schlaf. Wenn ich dann staunend über mein Dasein nachdenke, wenn mir alles vertraut und fremd zugleich ist, wenn der Stift über das Papier rast dann weiß ich dass Literatur mehr ist als trockenes Papier. Sie führt ihr eigenes Leben. Jeder kann das fühlen solange er nicht geistig abgestorben oder politisch ruhig gestellt ist. Jedem System ist die Literatur sobald sie ihre Saat in politische Felder legt ein Dorn im Auge. Die Literatur ist die überzeitliche Wahrheit die sich nur schwer verfälschen lässt. Sie ist Zeuge für nachfolgende Generationen solange sie mit der Tinte der Wahrheit geschrieben ist. Ein Dichter sagte einmal dass jede Nation mit Poesie beginnt und mit Algebra endet. Ich gebe ihm recht und schreibe weiter Poesie.
hukwa

Belladonna

Nachts fallen Blätter
wie silberne Tränen
in den goldenen Träumerhain
Dann sinkt der sanfte Mond
über schwarzglänzende Tollkirschenfrucht
und schläft im Träumerwald
im Busch der Belladonna tief.
O dunkle Frucht
erschauernd Busch und Baum
mit deinem behutsamen Duft
O dunkle Frucht
Königin der Nacht.
Wenn in den Weiden am Bach
das Lied des Morgen erklingt
fast weinend es die Amsel singt
erscheint sie wie aus einem Schlaf erwacht
als hätte ein Gott sie müde gesungen
die ganze Nacht.
hukwa

Dichtung eine Innere Quelle

Ich erinnere mich das ich während einer Lesung über Poesie, tief in mir drinnen plötzlich Worte und Sätze fand die ich mündlich Vortrug und die Gedichte ergaben. Dies ist die Unberechenbarkeit von Dichtung, das Anzapfen der orphischen Quelle. Dies ist magische Sprache wo der Dichter zu einer Art lyrischen Priester wird. Eine innere Quelle öffnet sich, sprudelnd ergießt sich ein gewaltiger, poetischer Sprachschatz in die Welt. Die nenne ich eine Geburtsstunde absoluter Poesie.
hukwa

Montag, 7. November 2011

November

Jeden Abend
wenn sich die Dämmerung über das Tal legt
verlasse ich das Haus
noch einmal durch den Wald laufen
das Aufsteigen der Nebel beobachten
das Käuzschen lockt
eine Waldtaube fliegt klatschend auf
voller Unruhe die Stockente im Röhricht
den letzten Dämmerungssturz der wasseramsel in die Bach beobachtend
kehre ich reich nach Hause.
hukwa

Poesie als Lebensform

Ich betrachte das schreiben von Poesie nicht als einen Beruf, sondern als eine Lebensform. Ich lebe für die Poesie und aus der Poesie, für die Kunst überhaupt. Dies nahezu rund um die Uhr. Der Dichter ist ein Empfangender. Alles muss für ihn beschrieben werden auch das was sich ihm entgegenstellt. gerade die Widerstände, die Infamitäten und die Narrationen des Lebens öffnen dem Dichter die Möglichkeit zur Einkehr in die Wunderwelt der Poesie. Absolute Poesie und Dichtung ist eine Innere Wirklichkeit. Dinge die das menschliche Auge nicht sieht werden erkennbar, wenn wir mit unserem lyrischen Auge die Welt betrachten. So ist Dichtung schauen von Manifestationen die sich in der Vielfalt kristallisieren. Bevor der Poet das Haus erkennt schaut er das Sandkorn.Wahre Dichtung liegt jenseits des diskursiven Denkens. Sie kann nur Erfahren werden, als ein tiefes Inneres Gefühl, als eine unmittelbare Reflexion metaphysischer Erkenntnis und Ereignisse. Sie ist eine Innere Stimme, die orphische Stimme, die aktiv wird, die sich Werkzeug und Hörer verschafft. Die nicht allein Intelektuell, nicht allein Sinnlich, nicht allein Emotional genannt werden kann, sie ist eine Ganzheit, die ihre Bedeutung dadurch erhält dass sie in der letzten Wirklichkeit wurzelt.
hukwa

Sonntag, 6. November 2011

Zeitreisen

Die Achtsamkeit die ich meinem Tagesablauf entgegen bringe gründet vor allem darauf nicht in "der Trivialität des alltäglichen sich zu verlieren", so nannte es Heidegger und ich gebe ihm recht. Die Gefahr ins Eindimensionale abzusacken ist in unserer Gesellschaft immer vorhanden. Daher sollte man sich mit den unterschiedlichen Dimensionen des Lebens einlassen um zu lernen, dass Leben viel mehr ist als das was wir zu sehen glauben. In diesem Sinne und nur in diesem- sehe ich mich als ein Travelling Clairvoyance- was auf einfache Art ausgedrückt etwa "Reisender Hellseher" bedeutet. Dies hat weniger mit Esoterik als mit Tiefenpsychologie zu tun. Erst wenn man sich damit beschäftigt erkennt man den tieferen Sinn dieses etwas aufgebauschten Ausdrucks. Es ist nichts anderes als der Aufenthalt im Geist an einem fremden Ort. Wird diese Technik geschult und ausgearbeitet besteht die Möglichkeit von einer Dimension in eine andere über zu gehen. Solche Reisen finden nicht nur im irdischen Bereich sondern vor allem im kosmischen statt. Mit ein wenig Entschlossenheit sollte jedem Menschen eine solche "Zeitreise" möglich sein. Was bei solchen "Reisen" passiert ist das unser Unterbewusstsein mit unserem Alltagsbewusstsein in Kontakt tritt und die unbewussten Energien die Möglichkeit haben zu fließen.
hukwa

Samstag, 5. November 2011

Vom Kleinen ins Große

In dem wir uns den kleinen Dingen des Lebens zuwenden öffnet sich in uns ein Bereich der Größe. Ich meine ein Bereich geistiger Größe der die Eindimensonalität übersteigt. Wir haben in der Evolution nun den Punkt erreicht wo wir vom Groben zum Feinen übergehen müssen. Wir müssen uns mehr nach innen orientieren, uns den verborgenen Bereichen unseres Daseins zuwenden. Nämlich jenen kaum spürbaren und merkbaren Schwingungen die in unserem Alltag wenn sie auftreten so fein sind dass wir sie in der Regel überhaupt nicht bemerken. Wir müssen lernen den Schleier der Trivalität, den uns unsere materialistische Gegenwart überhängt zu öffnen wenn wir das Ganze erblicken wollen. Der Mensch erkennt noch weniger als die Hälfte jener geheimnisvollen Bedeutungen die ihn umgeben. Wir glauben zu sehen doch wir sind vom wirklichen sehen noch weit entfernt.
hukwa

Freitag, 4. November 2011

Panische Begegnung

Durch bunte Herbstlaubfülle
lief tief in mich versunken
in die Waldesstille
in den Zauberwald hinein
Da
an einem dunklen Teiche
wo das Schilfrohr stand schon in der Bleiche
klang aus grünlich braunem Dickicht
eine Syrinx sehr leise
Sanfte Töne schwingend aufgegangen
blies sie hauchend in die Röhre
bog sich Gras und Schilf ganz leicht
Hier im Röhricht und im Busche
sah ich zierlich ihn umherhuschen
in den Teich hinein ihn starren
sah das kurze Hörnerpaar
hör ihn mit den Hufen scharren
Wind weht auf
die Äste knarren
wie ein Spuk war er gekommen
wie ein Geist ist er gegangen
und verzaubert war die Zeit
was wisst ihr den von den Geistern
von den ruhelosen Leibern
die hier leben die hier wirken
Geisterstunde kehre wieder.
hukwa

Owendstimmung im Karlsdal - in Pfälzer Mundart

Do dringt kä Laut aus de Stadt her
si dief im Wald so Menscheleer
un bernschtefarbe färbt de Mond
es Wolkemeer.

Ich bin allä mit moim Gedonkemeer
hör nur a leises dunkles rausche
moi innres Meer
in den Wolkefetze ohn ich es Götterheer.

Silvernevel stehn im Dal
Sun leischt uff de Höh
majestätisch schwebt de Reiher
änsam dursch es Dal.

Om Bachuver die Kätzjer bliehn
neichen sich im silvernen schweige
als warten se uf es nächtliche Feereige
in den Johreskräs mit oi
a letschter Schrei vum Habicht om Himmel
a grinni Wiss do druf a änsomie Birk
Stille im Dal,
hukwa

Donnerstag, 3. November 2011

Wir Sternenkinder

Sternenkinder die wir sind
Strahlen eines göttlichen Bewusstseins
Bruchstücke des Geistes von Brahman
sind wir die Kinder
Krishnas und Shivas
Töchter und Söhne der Kali und Gaia
Wir verharren im Dornröschenschlaf
Bis uns der Prinzenkuß der
Erleuchtung erreicht
so dass wir uns wieder Erinnern
unseres uranfänglichen Seins
aus der alle kosmische Energie fließt
wir baden im Fluss des Heraklit
reiten auf seiner Welle
wohnend in einer fensterlosen Monade
zu unserem kosmischen Ursprung zurück.
hukwa

An der Kehre des Seins

Ich bin ein funkelnder Stern
an der Kehre des Seins
Zuhause in den
Äonen der Planetensysteme
Heute schlafe ich den irdischen Schlaf
Morgen erwache ich zu kosmischen Bewusstsein
so lebe ich mein Leben in
irdischem Ringen
erklettere den Pipal Baum
um Erkenntnis zu erringen
meine wirkliche Gestalt kann ich
hier nicht erkennen
dafür kann ich meinen Geist benennen
der ein funkelnder Stern ist
an der Kehre des Seins.
hukwa

Mittwoch, 2. November 2011

Winter Ahnung

Weich versinken deine Füße
in das bunte Laub der Wälder
dir wird bange vor der Stille
die aus Baumeswipfeln fällt.

Kraut und Farn Blüte so ferne
Eberesche ist verblasst
Aus dem Moor dringt Kräuterfäulnis
Eiche geizt mit ihrem Saft.

Noch einmal träumst du vom Sommer
sehnest dich nach Sonnenkraft
letzter Blätterfall im Dämmern
und der Herbst ist auch vollbracht.
hukwa

Dienstag, 1. November 2011

Kelten - Im Landkreis Kaiserslautern

Als ich noch ein kleiner Junge war fiel mir ein Kalender mit einem Artikel über Kelten und Druiden in die Hände. Mit großem Interesse habe ich diesen damals gelesen. Seit dieser Zeit beschäftigte ich mich immer wieder mit den Kelten und vor allem mit ihren „Philosophen“

(wie……sie nannte) den Druiden. Ich bin niemals irgendeiner „Keltomanie“ verfallen doch das „Volk das aus dem Dunkeln kam“ ließ mich auch nicht mehr los. Mich interessierte vor allem die Mythologie dieses Volkes.

Kurz nach dem ich damals in jenem alten Kalender gelesen hatte erfuhr ich das wenige Meter von meinem Geburtshaus entfernt in den 1930zigern Jahren Ausgrabungen gemacht wurden und man Eisenbarren und Bronzestücke aus der Keltenzeit fand. Mein Geburtshaus stand also förmlich auf „keltischem Boden“, ich denke das hat mich schon ein wenig geprägt. Dann erfuhr ich noch dass gerade einmal zwölf Kilometer von meinem Geburtsort entfernt um 1874 eines der besterhaltensten keltischen „Fürstengräber“ Deutschlands entdeckt wurde. Seit damals habe ich immer wieder die Zeit gefunden meine nähere Heimat zu durchwandern Spurensuche nach den Kelten.

Das Waldgebiet das wir Heute als Pfälzerwald bezeichnen hieß zur Zeit der römischen Besiedelung „vosagus“. In ihrer ursprünglichen Ausdehnung reichten die Vogesen vom Südelsass bis in den Hunsrück hinein. Dieser Landstrich wurde in Teilen von den Kelten besiedelt, diese nannten das Land „Wassichin“, was etwa mit „Auerochsengebirge“ zu übersetzt wäre.

In der Vorderpfalz siedelten germanische Stämme im Bereich der Westpfalz siedelte vor 2000 Jahren, denn Donnersberg mit eingeschlossen, der keltische Stamm der Treverer, im Bereich Kaiserslautern und der Sickinger Höhe die Mediomatriker, ebenfalls Kelten.

Vom Bliestal her lief eine uralte Handelsstrasse, die sich an der Stelle, wo heute die Stiftskirche in Kaiserslautern steht, mit einer anderen Straße, die am Nordrand des“Landstuhler Bruchs“ gegen Westen führt traf. Dieser Straßenzug zog sich über die „Wormser Höhe“, südlich am Donnersberg vorbei, in den Bereich Worms. Dieser Straßenbereich führte durch die „Kaiserslauterer Senke“, die eine Passregion ist. (1.)

Die ersten Siedler in der Westpfalz, im sogenannten Reichsland, waren also keltische Stämme. Etwa 100 v. Ch. Wurden diese von den Römern in ihr Reich mit eingegliedert.

Im Bereich der erwähnten Verkehrs- und Handelsstrassen finden sich eine Reihe kelto-römischer, ehemaliger Siedlungen, im Landkreis Kaiserslautern vor allem auf dem „großen Berg“ in Kindsbach weiterhin in Kaiserslautern, bei Otterbach, in Landstuhl, Queidersbach, Rodenbach und Weilerbach, hier wurde 1874 dass berühmte „Rodenbacher Fürstengrab“ entdeckt.

Schauen wir ein wenig über den Landkreis von Kaiserlautern hinaus finden wir in nächster Nähe weitere Besiedelungsräume der Kelten, so die Heidelsburg bei Waldfischbach, dass oppidium auf dem Donnersberg, die Heidenburg bei Kreimbach und weitere einstige Siedlungen in Bad Dürkheim.

Als einer der ältesten keltischen und gallorömischen Siedlungen dürfte der „Große Berg“ bei Kindsbach, im Landkreis Kaiserslautern gelten. Die Hochfläche der Sickinger Höhe gehörte in römischer Zeit zur sogenannten „Provincia Gallia Belgica“. Die keltische Bevölkerung die hier lebte gehörte dem Stamm der Mediomatriker an, dessen Siedlungsraum sich zwischen der Maas im Westen und dem Westrand des damals waldreichen Pfälzer Berglandes im Osten mit den Flusstälern der Steinalb und der Lauter deckte. Divodurum, das heutige Metz war die zentrale Burg der Gottheit, der Druiden und des obersten Stammesfürsten. Oft hatte ein „keltischer König“ beide Ämter inne, dass des Druiden und des Stammesführers.

Wir wissen über die Kelten nur sehr wenig und über die Druiden fast gar nichts. Römische Überlieferungen sind mit Vorsicht zu behandeln.

In Kaiserslautern finden sich erste keltische Spuren um 800 vor Ch.. In der Kaiserslauterer Senke, am Rothenberg rodeten keltische Siedler den Wald, legten Felder an und bauten Holzblockhäuser. Sie verstanden sich darauf Brot zu backen, zu Spinnen, zu Weben und auf Töpferscheiben Gefäße zu formen. Auch beherrschten sie die Kunst Bronzeäxte zu schmieden. Der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit erfolgte westlich des Rheins mit erheblicher Verzögerung.

Der prächtigste Fund im Landkreis Kaiserslautern war das schon erwähnte „Rodenalber Fürstengrab“ ein Wagengrab, datiert um 500 v. Chr. Mit seinen eisernen Radreifen und prunkvollen Schmuckbeigaben erzählt uns dieser Fund einiges über die elitäre und politische Stellung „keltischer Könige und Fürsten“ (rigs). Von einem Adligen keltischen Lebensstil zeugen auch die ehemaligen „Fürstensitze“, die über den Landkreis Kaiserslautern hinaus zu finden sind. Diese „Fürstensitze“ müssen wir uns in der Regel als heraushebende Siedlungen vorstellen, die sich nahe der Fürstengräber befanden. Um 500 v.Chr. gab es auf dem „Linthberg“ (Limburg b. Bad Dürkheim) einen solchen Fürstensitz. Bei Rodenbach (KL) und Lammesheim (Bad Dürkheim) existierten wahrscheinlich nur Fürstengräber aber keine Fürstensitze; hier sprechen wir von Adelshöfen. Gräber von Druiden konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Die Druiden zelebrierten ihre Gottesdienste in heiligen Hainen da sie einen besonderen Baumkult pflegten, es ist daher anzunehmen dass sie in der Nähe solcher Haine in einfacher Erdbestattung ihre letzte Ruhe fanden. Eine Ausnahme bilden jene keltischen Fürsten oder Könige die Druide und Herrscher zugleich waren, diese hatten aber mehr eine „priesterliche Funktion“ und wir können sie nur indirekt als Druiden bezeichnen.

hukwa

Montag, 31. Oktober 2011

Tao und Heraklit

Hier in der Höhe
absoluter Leere
kreuzen sich die Pfade
von Tao und Tantra
welchen Pfad ich auch gehe
am ende führen sie zum gleichen Fluss.
hukwa

In der Nacht
hatte ich einen Traum
ein alter weiser Mann
ritt auf einem Ochsen in ein Gebirge
beim Frühstück entdeckte ich in der Zeitung
eine Vase
mit einem alten Mann der auf einem Ochsen ritt.
hukwa

Mein Haus steht an der Strasse
versunken in Meditation
mit dem Einen aus dem die
tausend Dinge fließen
höre ich nicht den Lärm der Autos
am Boden sitzend
eins mit dem Selbst sein
vor mir schläft mein Hund
sobald eine Mücke sich nähert schnappt er nach ihr
unsere Verbindung ist uraltes Karma.
hukwa

Sonntag, 30. Oktober 2011

Heimatkunde: Im Dunkel der Vergangenheit liegt der Weg in die Zukunft.

Zur Zeit forsche ich viel über meine Heimatstadt nach. Ich wälze alte Bücher, Urkunden und Folianten. Obwohl ich mit der Geschichte meines Geburtsortes als auch der Stadt Kaiserslautern sehr vertraut bin erscheinen während des studierens aus dem Dunkel der Geschichte immer wieder neue Tatsachen die ich bisher nicht kannte. Auch für meine Ahnenforschungen die ich betreibe tauchen so immer wieder Teile eines Puzzle auf. Meine älteste Ahnenlinie die ich zurückverfolgen kann geht ins Jahr 1648 zurück. Da viele meiner Vorfahren seit 1739 im selben Ort lebten ist es mir recht gut gelungen einige Linien der Familie eindeutig nachzuweisen. Die Heimatkunde und Heimatforschung ist mir auch eine Art der Orientierung im geschichtlich-politischen Bereich. Ich betreibe die Heimatforschung recht kritisch. Wenn ich über die vielen Kriege, Aufstände und Revolten lese die in der Pfalz statt gefunden haben, wird sehr deutlich das alles auf das Datum der französischen revolution hinauslaufen musste. Nur über die Geschichte kann man das Wort Demokratie in seiner Ganzheit erfassen.
hukwa

Freitag, 28. Oktober 2011

Die unsichtbare Nabelschnurr-Gedanken unter einem Baum

Schon als Knabe durchwanderte ich mit großer Leidenschaft die Umgebung meiner dörflichen Heimat. Dies ist auch heute noch eine meiner Hauptbeschäftigungen. Mag auch der eine oder andere hier von einer kleinen Welt sprechen, im Mikrokosmos unserer heimischen Flora und Fauna, entfaltet sich das Gesamtbild des Kosmos. Ist nicht der gesamte Sternenhimmel im winzigen Ei einer ameise enthalten?
Das Zwiegespräch mit Baum und Strauch, das beobachten der kleinsten Spinne, seine Zeit mit Libellen oder der Wasseramsel zu verbringen, gehört dies nicht zu den erhabensten Augenblicken menschlichen Daseins?
Ein Feuersalamander kann über fünfzig Jahre alt werden, würde er die menschliche Sprache sprechen, was könnte er uns nicht alles erzählen über seine nächtlichen Aktivitäten im geheimnisvollen Wald? Über Begegnungen und Erlebnisse.
Oft spüre ich das die Menschen denken wie kann man seine Zeit so unnütz verbringen? Nun ich habe in der Natur gelernt, dass es in ihr nichts Unnötiges gibt, sie ist einfach Inspiration.
Wenn ich das Haus verlasse und die alten Waldpfade betrete begrüßt mich die Eiche und der Feldahorn am Wegrand. Im Schlehendickicht, zeigt mir der Neuntöter stolz seine aufgespießten Trophäen. ewig wächst schon der Adlerfarn an gleicher Stelle und jeden Sommer erscheint immer wieder am gleichen Fleck Glockenblume und Sandrapunzel. Wenn ich dem Lauf der Moosalb folge singt sie mir ihr geheimnisvolles Lied. Ich brauche keine große Flüsse mir genügt dieser wundervolle Bachlauf dessen Ufer gefüllt ist mit leben. Hier wo die Libellen im Sommer schweben, wo der Dukatenfalter still auf der weißen Dolde des Baldrians verharrt zeigt mir die Natur ihren Überfluss, hier bin ich Beschenkter.
Aus einem alten Erlenbruch steigt plötzlich der Habicht auf. Hohltauben gurren, der Grünspecht hämmert, dazwischen der süße Ton des Dompfaffs. Ich bin inmitten eines großartigen Konzerts und ich bin allein die Musiker spielen nur für mich. Die alte Erdmutter trägt schon Sorge dafür das bei ihren Kindern keine Langeweile aufkommt.
Der naturbewusste Mensch sollte um jeden Baum denn er kennt, der ihm täglich bei seinen Wanderungen Kühle und Schatten bietet Sorge tragen. Er muss sich den Bäumen, Pflanzen und Tieren seiner Heimat verpflichtet fühlen.
In unserer so ökonomisch und von Sachzwängen regierten Welt spürt man die Willkür die gegenüber der Natur ausgeübt wird heutzutags besonders stark. Oft lasse ich mich nieder auf meinen Waldgängen, lehne mich an einen Baumriesen und halte Zwiesprache mit diesem. Der alte Baum und ich, der ich ja langsam auch die Gefilde jugendlicher Unbekümmertheit hinter mir lasse bilden dann eine Einheit, sind Verbrüdert. In seinen Wipfeln rauscht es dann bald auf und ich weiß der Baum möchte mit mir reden und das tun wir dann auch. Es kommt mir so vor als gäbe es da eine unsichtbare Nabelschnurr zur alten Erdmutter, die uns beide zu Anfang aller Zeiten als Geschwister in die Welt gedacht hat, ja so wird es gewesen sein und ich glaube es wäre gut wenn es immer noch so wäre.
hukwa

Donnerstag, 27. Oktober 2011

August Becker ein pfälzischer Uhland

Gestern Abend habe ich mal wieder lange Zeit in den Werken von August Becker gelesen. Der Altmeister der pfälzischen Volkskunde fasziniert mich immer wieder aufs Neue. August Becker ist einfach Poet und Romantiker und dabei auch noch sehr sozialkritisch. Kein anderer Schriftsteller hat das Wesen des pfälzers und der Pfalz so erkannt und detailiert beschrieben wie er. Die Pfälzer allerdings haben seine Schriften zu seinen Lebezeiten leider nicht zu würdigen gewusst und so musste August Becker sich in der Fremde sein Brot verdienen. Der große Sohn der Pfalz hatte sein Leben lang im Schatten des wissenschaftlichen Riehl gestanden. Heute kennt kaum noch jemand den Namen Riehl doch August Becker ist jedem Pfälzer bekannt. Seine Verbindung von Heimatgeschichte und Poesie hat seither kein Pfälzer Dichter und Schriftsteller mehr erreicht. Es sind vor allem seine sozialkritischen Einstellungen, seine klaren politischen aussagen ohne selbst politisch zu werden die mir August becker so sympathisch machen. Er hat über der "Weck, Woscht, Woi" Mentalität der ja heute noch so viele pfälzische Heimatschriftsteller anhängen hoch draüber gestanden. Er ging seinen einsamen Weg der Größe. Ein Weg der ihn dahin führte das er heute in der Pfalz nicht nur als begründer der pfälzischen Volkskunde angesehen ist sondern des heimatgeschichtlichen pfälzischen Schreibens überhaupt. Zu seinen Lebzeiten verglichen Kritiker ihn mit Ludwig Uhland, ein Vergleich der angemessen scheint.
hukwa

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Herbst Haiku

Am frühen Morgen
ich stehe am Fenster
die Stille
ihr Ton
ein einsamer Fuchs bellt
vom Felde her.
hukwa


Zur Amseldell
im Mondschein laufend
im Dickicht plötzlich
der Schrei des Rehbocks.
hukwa

Im Raureif die Wiese
wo sich der Mond
ein letztes mal spiegelt
in einer schmutzigen Pfütze.
hukwa

Montag, 24. Oktober 2011

Am Strassenrand beobachtet

Vor dem Haus sitzt ein Hund
vom Alter gebeugt
keinen Zahn mehr im Mund
von Rheuma und Gischt geplagt
denkt er nicht daran zu klagen
als wäre er Kern Gesund
Ein alter Mann hinkt nun vorbei
Zwei Krücken in der Hand
Ein falsches Gebiß im Mund
Schwer keuchend spricht er zum Herrn von dem Hund
Der Hund ist alt
der hund ist krank
du musst ihn Einschläfern lassen
so sprach der alte kranke Mann
über den alten Hund.
hukwa

Sonntag, 23. Oktober 2011

Selbsterzeugte Vision

Draußen tobt ein wilder Regen
Wind der sich an Dächern bricht
Alles hat sich schon zur Ruh begeben
Auch der Autolärm erlischt
Nur ich sitze in der Stube
Wartend auf das Licht der Nacht
Einsamkeit hat mich umgeben
Wenn ich meine Augen schließe
Leuchtet mir ein Sternenmeer
Es verführt mich
Es erweckt mich
Selbstgezeugte Vision in mir
Sei Willkommen
Sei mein Zustand
In mir
Bei mir
Über mir
Bricht Apollos Licht aus mir
Seid Willkommen Präexistenten
Laubgewölbte Göttertempel
Zeit existert nun anders hier
Orphische Nacht mich nun umgibt
Durch die uralten Gärten Hellas
bricht das alte Sonnenlicht
durch selbstgezeugte Vision in mich.
hukwa

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Ein stiller Freund

Jeden Morgen wenn ich aus dem Fenster schaue, fällt mein Blick auf einen alten, starken Nussbaum, der trotz seines hohen Alters sich immer höher in die Lüfte zu strecken scheint. In der Morgen- und der Abenddämmerung sitzen regelmäßig zwei Krähen im Geäst seiner Krone. Selten habe ich diesen Baum ohne seine Gäste die Beiden "Dämmerungskrähen", wie ich sie nenne gesehen. Still steht er da der Baum. Eigentlich hat er nichts von dem was nach gewöhnlichen Maßstäben als besonders schön bezeichnet wird. Ich habe in meinem Leben schon viel würdigere Bäume gesehen. Dennnoch ist in dieser allmorgendlichen Szene und am Abend etwas seltsam Bewegendes, dieser alte Baum strahlt eine eigenartige Atmosphäre der Verlassenheit aus. Ich fragte mich lange warum gerade dieser Baum so einen starken Eindruck auf mich macht. es ist wohl seine stille Aktivität, sein Baumgeist den er ausstrahlt. Ich erfahre von ihm etwas, das nicht allein Intelektuell, nicht allein sinnlich und emotional genannt werden kann. Es ist seine Ganzheit die sich frei und furchtlos in die Ganzheit des Universums zu strecken scheint. Dieser Baum ist mir Sinnbild für den kosmischen Menschen. Er ist Lebensbaum und Kraftbaum in Worten nicht erfahrbar und mitteilbar. Unser Alltagsleben ist ja mit Denken und Analysen beschäftigt, als das die meisten Menschen noch den Geist von Bäumen erfahren können, sie wollen es ja auch nicht. Dieser Baum hatt jeden Morgen eine Mitteilung für mich, die lautet: Halt inne und schaue! Es ist das Schauen des eigenen ursprünglichen Angesichts das ich in ihm zu erkennen glaube, als sei ich selbst einst ein Baumwesen gewesen. Dieser alte Baum mahnt mich das ich nicht unter der Oberfläche der Dinge versinke. Er ist mir ein sehr guter Freund, vor allem ein schweigsamer.
hukwa

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der alte Baum

Ich bin ein Baum im tiefen Wald
dem manches Laubwerk fehlt
und Blitze sprengten brennend stark
den Stamm
meine Rinde ist fast geschält
Ihr sucht nach Geld
ich schreibe Gedichte und weiß um
müde Vögel
die durch des Lebens Sturmwind eilen
Geld kann sie nicht heilen
doch im Geäste meiner Laubgedichte
mögen sie zur Ruhe sich verweilen.
hukwa

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das tägliche Wunder

Meistens sagen sie es ist nicht von Bedeutung
und suchen nach Wundern
Aber es ist von universeller Bedeutung
wenn der Schmetterling auffliegt
denn dies erfordert den ganzen Himmel
Wie wollt ihr das Gänseblümchen auf der Wiese begreifen
wenn ihr nicht die Sonne mit der Seele erfassen könnt
das universelle Drama
ist der neue Tag
der Jahrmillionen alte Kiesel im Bach
funkelt wie ein Diamant
Sie sagen
das ist nicht von Bedeutung
und suchen nach Wundern.
hukwa

Montag, 17. Oktober 2011

Die Eskalation des Turbokapitalismus

Es ist an der Zeit das die Menschen wieder zu Recht auf die Strasse gehen und gegen die Willkür der Finanzwelt demonstrieren. Natürlich muss das Gewaltlos geschehen. Was wir derzeit in der westlichen Welt erleben ist die Eskalation eines schrankenlosen Turbokapitalismus und seiner entfesselten Märkte. Lange schon, leider zu lange schon, schaut die Politik der wahnwitzigen Egozentrik derjenigen die über die Finanzwelt und Machtapparate verfügen tatenlos zu. Kein Wunder dass es zum Finanzkollaps kommen musste und wie dessen ende aussieht das werden wir wohl bald erfahren.

Anscheinend gibt es Menschen auf diesem Planeten die nur aus Gier und Machtstreben heraus existieren. Es ist höchste Zeit diese gefährlichen Zeitgenossen in ihre Schranken zu verweisen.

Die Menschheit braucht eine neue soziale Weltwirtschaftsordnung allgegenwärtige Konkurrenz und das Spiel der wirtschaftlichen Mächte, die heute im Rahmen der Globalisierung äußerst gefährliche Formen angenommen haben müssen durch ein System von kooperativer Marktwirtschaft in dem es keine Verlierer mehr geben darf abgelöst werden. Dazu gehört auch ein globaler Lastenausgleich, mit dessen Hilfe Benachteiligungen, etwa durch ungünstige klimatische Bedingungen, Mangel an Rohstoffen oder Folgen von Naturkatastrophen, vermieden werden können um den Menschen auf dem ganzen Planeten annähernd gleiche Chancen zur Verwirklichung ihrer wichtigsten Lebensinteressen zu geben.

Um diese Gerechtigkeit zu erreichen, bedarf es einer Globalisierung der Gleichheitsrechte. Es geht darum, das Recht des Stärkeren durch die Stärkung des Rechts das allen Menschen zusteht zu überwinden und somit das Recht zu einem allgemeinen Instrument für alle Menschen zu machen.

Es kann ja nicht sein dass die Banken die Finanzwelt in immer tiefere Krisen stürzen und die Politik die Banken und Finanzinstitutionen auch noch dafür belohnt in dem sie diesen immer mehr Gelder zur Verfügung stellen die dann irgendwo in dunklen Kanälen versickern. Das ist das gleiche als wenn man einen Einbrecher nicht bestraft sondern ihm einfach die neuesten Werkzeuge schenkt damit er weiterhin seinem kriminellen Handwerk nachgehen kann.

Wir haben es hier mit einem Problem zu tun das sich wie ein gefährlicher Virus verbreitet. Die Rolle jener die dies verschuldet haben ist lange schon offengelegt, die Zahl der betroffenen wächst von Tag zu Tag. Es ist einfach an der Zeit das jene die das zu verantworten haben zur Rechenschaft gezogen werden.

hukwa

Des Lebens Ruf ist immer da

Der Ruf des Lebens er ist immer da
ein Suchen ist es ein Finden
ein sich verwirren selbst verbinden
der Psyche Knäuel entwickelt sich im Kinderland
wir wickeln noch in späten Jahren fest daran
ein Hoch ein Munter mitunter Trüb wenn wunderts
Im Kinderschattenland da thront im Kind ein Gott
der mit ihm spricht
jene Stimme die durch Erziehung erlischt
hören wir hinein in diesen Knäuel
entledigt unserer Echsenhaut
und der vergessenen Kindheit beraubt
erklingt so rein und klar eine Stimme
als lebt in uns wieder ein neues Kind
klar formen sich die Worte
des Lebens Ruf an uns ist immer da.
hukwa

Sonntag, 16. Oktober 2011

Der Dichter

Und lebst auf einer Insel fern
Und hast mit der Welt nichts mehr gemein
Als jenes Schreiben das deinen Willen stählt
Das Wort dir Eiland geworden ist
Das wie ein Los
Orpheus auf dich geworfen hat
O poesie so Weltenfern
In dir gewachsen wie ein Stamm
Es macht dich Still und groß
O Dichter sein heißt Augenblicke von
Ewigkeiten leben.
hukwa

Dichterwort oder der praktizierende Dichter

Höre was der Dichter spricht
Dein wirklich Wesen existiert nur im Gedicht
Für dich Verbannter gibt es diese Realität nicht
Denn deine Seele ist ein Wort
In Gottes ewigen Gedicht
Schaudere nicht dich loszulösen
Als gesprochenes Wort im Schöpfergeist zu leben
Nie warst du Erdensohn oder Weltenknecht
Dein schwer bezahlter Preis war Dichterrecht.
hukwa

Wahre Dichtung bedeutet immer Opfer, im existenziellen Sinn als auch im Sinn des Schöpfergeistes. Der wirkliche Dichter, jener dem Dichtung Weltbegegnung und Welterlebnis ist der legt ein Gelübde der Armut ab oft bevor es ihm bewusst ist. Die Arbeit am dichterischen Wort ist eine Arbeit für eine kleine Gemeinde, verstreut im poetischen Blätterwald. Manchmal denke ich das der wirkliche Dichter nicht weiß was Dichtung ist so stark ist er im Reich der Poesie gefangen. Nach jahrzehnte langer Arbeit als praktizierender Dichter glaube ich das es kein Entrinnen aus dem Elfenbeinturm gibt. Wie oft bin ich geflüchtet, ließ den Wörtern Weltflügel wachsen und dennoch: Wie ein reuevoller Sünder kehrte ich zurück in die Verliese des Elfenbeinturms, der mir manchmal auch zum Kerker wurde. Für den Dichter ist das Dichterwort immer Lebensinhalt.
hukwa

Freitag, 14. Oktober 2011

Über heimatkundliches Bewusstsein

In einer Zeit da der Verfall ethischer Werte rasender als jemals voranschreitet braucht der Mensch etwas Wurzelhaftes, etwas woran er glauben kann und was ihm eine Heimat bietet. Die Beschäftigung mit Heimat kann so etwas sein. Über die Geschichte lernen wir Werte kennen schließlich sind wir ja selbst Teil dieser Geschichte und nur über sie ist auch eine Selbstfindung möglich. Die Heimatgeschichte nun ist eine lebendige geschichte in dem Sinn das wir überall ihre Zeugnisse finden können. Indem wir uns mit diesen Beschäftigen begeben wir uns ja nicht nur auf das Gebiet des historischen sondern auch der Philosophie, der Biologie und vieler anderer sogenannter Einzelwissenschaften.
hukwa

Die Ganzheit des Kindes

Ich glaube wenn ein neuer Erdenbürger das Licht dieser Welt erblickt, ist er "ganz", ich meine damit er ist ganzheitlich. Im Lauf seiner nächsten Lebensjahre wird er von seiner Ganzheitlichkeit abgetrennt. Dafür sorgen Erziehung, Institutionen und Gesellschaft vor allem aber der Staat. Man presst den kleinen Menschen in eine Uniform dieser Gesellschaft und versucht ihm alles was ihm eigen ist zu rauben um aus ihm ein ordentliches Mietglied unserer ökonomisch orientierten Gesellschaft zu machen. Bei den meisten Kindern gelingt das, der junge Mensch weiß ja nicht was ihm geschieht und später will er es dann nicht mehr wissen. Er lernt wie diese Gesellschaft funktioniert und nimmt dies in der Regel ohne wenn und aber an. Wenige nur können ab einem gewißen Alter das System das aus ihnen einen 0815 Menschen machte durchschauen. Doch jene in denen sich Widerstand regt haben die Möglichkeit zur alten Ganzheit zurückzukehren. Was eigentlich auch ein sinnvoller Lebensweg ist.
hukwa

Dienstag, 11. Oktober 2011

Ihr verkauft die Zukunft eurer Kinder

Als "Gesellschaft", schrieb der Amerikaner Davis Wals, "opfern wir Amerikaner des späten 20. Jahrhunderts unsere Kinder auf dem Altar des Profits", dem möchte ich zufügen, wir europäer auch. Ein griechischer Philosoph sagte einmal: eine Kultur blüht, wenn Menschen Bäume pflanzen, in dessen Schatten sie niemals sitzen werden. Von der Weisheit dieses Spruches haben wir uns weit entfernt, so weit dass das Gegenteil der Fall ist. Wir sind dabei dafür zu sorgen dass unsere Kinder vielleicht niemals den Schatten von Bäumen genießen können. Das sie den Himmel niemals so blau sehen werden wie wir ihn noch sehen konnten und heute ist er ja schon sehr Trübe. Das sie in den Flüssen vor lauter Dreck und Gift keine Fische mehr erkennen können. Unsere Kinder lernen im Geschichtsunterricht das Geschichte letzlich ein Streben nach Humanität ist. So begreife jedenfalls ich Geschichte. Wir lernen aus der Geschichte das wir nicht mehr die gleichen Fehler machen dürfen, die schon gemacht worden sind. Doch die Realität ist eine ganz andere wir sind aber nicht bereit neue Denkhaltungen anzunehmen weil eben das ganze Denken der Menschen sich am Profit orientiert. Ja, es scheint im Moment so das wir überhaupt keine weiterentwickelte Gesellschaft mehr sind. Wir leben nur noch auf der Basis des Intellekts und alles geistig-seelische leugnen wir. Warum sollen wir auch daran glauben? Wir, die wir uns eine Welt geschaffen haben in der nur der Profit und das ökonomische Wachstum angebetet wird. Die Gebrauchsanweisungen die wir unseren Kindern in die berühmte Wiege legen sind die des Egoismus, der Ellenbogenmentalität und der Rücksichtslosigkeit.
hukwa

Montag, 10. Oktober 2011

Gedanken am Morgen

Ich bin heute Morgen sehr früh aufgewacht, so gegen 4.Uhr früh. Noch im Bett liegend und meine Gedanken sammelnd, fragte ich mich, gibt es einen Weltenplan? Hat die Weltgeschichte in ihrer Entwicklung ein Ziel? Wenn ja wo soll dieses Ziel enden? In einer Zeit des sich selbst zerfleischenden Turbokapitalismus stehen wir da wie am Anfang der Geschichte bei den primitivsten Trieben. Der entfesselte Markt der nur den Gesetzen der Ökonomie folgt lässt uns nur eines Erkennen: Chaos! Wenn es also so etwas wie einen Weltenplan gibt so treibt dieser die Menschheit anscheinend einem Abgrund entgegen. Wenn dem so ist dann ist das eben das Ziel der Geschichte der Menschheit und wir haben aus der Geschichte nichts gelernt, denn dafür ist sie ja da. Es liegt alles in der Hand des Menschengeschlechtes wie die Geschichte verlaufen wird. das Bewusstsein der Freiheit und Selbstbestimmung verkümmert von Tag zu Tag, das ist unser großes Problem.
hukwa

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Einmal am Tag sollte man sich die Seinsfrage stellen

Ich erwache am Morgen regelmäßig spätestens gegen 5.Uhr früh. Während ich meinen Kaffee trinke beginne ich mit dem Philosophieren. Dies ist ein jahrelanges eingeübtes Ritual. Der frühe Morgen ist die idealste Zeit für mich um tiefe Gedanken zu wälzen, schließlich ist es die Aufgabe des Philosophen über den Sinn des Daseins nachzudenken. Diese erste frühe Philosophiestunde ist mir das wichtigste Tun am Tag. Sich einmal am Tag die Seinsfrage zu stellen hält den Geist jung und man trägt Sorge dafür das dass Leben nicht von Eintönigkeiten überrollt wird.
hukwa

Montag, 3. Oktober 2011

Herbstlied

Ich bin ein Bewunderer der Wälder. Was schert mich die Stadt! Mit schnellen Schritten suche ich die Wälder auf.Laufe und staune über die Vielfalt die mir hier begegnet. Eine innere Sinfonie das ist mir das Lied des Herbstes. Goldbraune Wälder durchstreife ich auch Heute, gebe mich hin der geballten Kraft der Natur. Erstaune mich über jedes einzelne Blatt. Der Herbst ist die Zeit wo den Wanderer nichts mehr hält. Er will schauen und aufnehmen. Der ganze Herbst eine einzige Sinfonie.
hukwa

Samstag, 1. Oktober 2011

Verkehrte Welt

Ich laufe durch die Wälder und bewundere ihre Schönheiten. Die wundersamen Geschöpfe die hier leben. sei es der Mistkäfer, der Regenwurm, die Schnecke, der schlaue Fuchs oder die erhabenen Eichen. Meine Hauptbeschäftigung liegt nicht im Geld verdienen sondern im Bewundern der Schöpfung die der Mensch dieses verruchte Wesen täglich schändet. Menschen die einen Lebenswandel führen wie ich ihn führe werden gerne als seltsam oder Waldschrate bezeichnet. jene die nur Materielles ansammeln, die nur die Erde ausbeuten und die Vorräte ihrer Kinder und Nachkommen verprassen werden als große Persönlichkeiten angesehen. Das ist schon mehr als lächerlich.
hukwa

Freitag, 30. September 2011

Vom eigenständigen Denken

Im Leben sollte man immer eigenständiges Denken suchen. Also philosophisches Denken das den eigenen inneren Gründen entstammt und nicht manipuliert ist. Der Schulpsychologie habe ich ein Leben lang mißtraut, ihre Aufgabe ist es den Menschen in das Joch der Gesellschaft zu treiben. Die Aufgabe der praktischen Philosophie hingegen ist es den Menschen aus diesem Joch zu befreien und ihn zum eigenen Denken zu führen. Zum Selber - Denken und somit den Weg zu seinem Selbst zu ebnen.
hukwa

Dienstag, 27. September 2011

Über Selbstentfremdung

Der Mensch entfernt sich mit rasender Geschwindigkeit von der Natur. Da er ja selbst Natur ist es aber nicht wahrhaben will oder kann arbeitet er mit an der Zerstörung der Erde. Er ist ein Fremder im eigenen Haus. Diese Selbstentfremdung, dieser Rückzug von der eigenen Natur ist eines der schlimmsten Übel unserer Zeit. Der Mensch täte gut daran wieder zusammen zu bringen was zusammen gehört: Natur und alltägliches Leben.
hukwa

Sonntag, 25. September 2011

Gedanken unter einer Kastanie

Heute saß ich einige Zeit unter einer Esskastanie am Waldrand. Ein Baum der gar nicht so oft vorkommt in diesem Teil des Pfälzerwaldes. Man findet ihn in größeren Beständen vor allem im südlicheren Pfälzerwald. Zur Zeit der Römer ist die Esskastanie bei uns eingewandert. Hildegard von Bingen hebt die hervorragende Wirkung der Blätter, Fruchthüllen und Samen der Kastanie bei Gischt, Leber, Milz und Magenleiden hervor. Und sie war von der heilsamen Wirkung des Kastanienholzes überzeugt wenn man es als Spazierstock benutzt. Also nehme ich mir einen dicken Ast der vor mir liegt und wahrscheinlich vor einige Wochen bei einem Sturm gebrochen ist mit nach Hause um mir einen Wanderstenz zu schnitzen. Mein angestammter Wanderstab ist aus Eibenholz. In den nächsten Tagen werde ich dann einen Kastanienstock auf meinen Wanderungen mitführen. Bin gespannt was die heilige Hildegard meinte als sie die Kastanie als ideales Holz für Wanderstäbe empfahl?
hukwa

Freitag, 23. September 2011

Tanz der Leminge

Die Menschen glauben tatsächlich sie seien die Krone der Schöpfung dabei sind sie nur ihr schwächstes Glied. Sie schneiden den Ast ab auf dem sie sitzen und ihren Kindern hinterlassen sie eine ausgebeutete Erde. Sie verprassen die Vorräte von denen ihre Nachkommen einmal zehren müssten. Was sind das für Wesen die ihre eigene Brut ins Verderben stürzt? Was ich sehe ist ein Tanz des Egoismus und der Gier.
hukwa

Donnerstag, 22. September 2011

Neue Antologie mit einem Beitrag von mir

Im Wieserverlag Klagenfurt ist die Antologie "Pfalz" erschienen. Mein Beitrag darinnen ist das Märchen "Blondel der treue Sänger". Das Buch findet ihr unter www.wieser-verlag.com
hukwa

Über meine Tagebücher

Gestern habe ich in meinen Tagebüchern geblättert. Seit 1978 sammle ich in diesen meine Gedanken. 33 Jahrgänge Tagebuch das sind über 70 Bände und jeder Band hat ca. 180 D4 Seiten. Wenn ich in diesen Bänden lese, dann lese ich über mein persönliches Wachstum. Mein erstes Tun am Morgen ist die Tagebuchnotizen niederzuschreiben. Dies geschieht in der Zeit zwischen fünf Uhr und sieben Uhr früh. Es sind vorwiegend philosophische Gedanken und Naturanschauungen die ich in diese Bücher eintrage. Essays und Abhandlungen schreibe ich in die Tagebücher dies sind inzwischen auch einige Dutzend. Daneben führe ich noch einge schreibbücher für meine Lyrik. Diese Arbeitsbücher sind zu einem wichtigen Bestandteil meines täglichen Tuns geworden in ihnen ist mein Gesamtkunstwerk dokumentiert.
hukwa

Mittwoch, 21. September 2011

Von der Selbstentfremdung

Der Mensch läuft immer tiefer hinein in die verschlungenen Pfade der Selbstentfremdung. Er läßt sich von ganz anderen Kräften leiten als von seinem transzendenten Ordnungsquell der sein Selbst ist. Der einzige Wertmaßstab den er anerkennt ist die der ausbeutenden und auf Naturzerstörung eingestellte Gesellschaft, deren falsche Moral er für die Richtige hält.
hukwa

Dienstag, 20. September 2011

Vom falschen Streben

Der Durchschnittsmensch in dieser Gesellschaft strebt nicht nach einem friedlichen Leben im Einklang mit anderen Menschen, sondern er strebt einfach nach Bequemlichkeiten.
hukwa

Montag, 19. September 2011

Mein Streben nach Seinsgewißheit

Man benötigt die Stille und das Schweigen um der Natur würdig begegnen zu können. Die Stille der Wälder ist die bewusste Zwiesprache mit der eigenen und der Allseele. Einmal am Tag muss ich mich dieser Stille ganz hingeben. Nur in der Stille der Natur kann ich mir selbst begegnen, kann meinem Selbst begegnen. Ich möchte kein Leben der Anpassung und der Routine, der Banalitäten und Oberflächlichkeiten, der Sachzwänge und des konsumierens führen. was ich benötige ist kein Ruhm und Geld sondern einfach nur Seinsgewißheit und diese finde ich in der Stille der Wälder.
hukwa

Über das Labyrinth oder der Weg zur eigenen Mitte

Ich denke das Labyrinth stellt das Unbewusste in uns da. Also jenen Teil in uns der uns ja überhaupt nicht bekannt ist. Angelegte und begehbare Labyrinthe wurden in früheren Zeiten dazu genutzt den Weg zu unserem innersten Wesen zu finden. Das Labyrinth hat symbolischen, mystischen und magischen Charakter. Somit ist das Labyrinth eine Hilfestellung um die verworrenen Pfade des Unbewussten zu erkunden. Das Labyrinth könnte man auch als eine westliche Form des Mandalas bezeichnen. Es ist so alt wie die Menschheit selbst. Das klassische Labyrinth ist nicht der Irrgarten (dieser ist nur eine Ableitung davon) mit vielerlei Abzweigungen, sondern der geschlossene, gewundene Weg. Wer ihn beschreitet wird in viele Um und Irrwege geleitet am Ende zu seiner eigenen Mitte finden. Erst wenn man das Labyrinth vollkommen abgeschritten hat, hat man auch die Erfahrung der eigenen Dimension gemacht. Den der Weg zur Ganzheit besteht aus Irr- und Umwegen. C.G. Jung nannte das Labyrinth "eine lange Strasse", die nicht einer geraden sondern einer Schlangenlinie folgt. Sie verbindet gegensätze "ein Pfad dessen labyrintische Verschlungenheit der Schrecken nicht entbehrt". Nur auf diesem Wege kommen jene Erfahrungen zustande, die ansonsten nur schwer zugänglich sind. Jung hat den Weg des Labyrints der zur eigenen Mitte führt als Individuationsprozess bezeichnet. Also, als die Suche des noch nicht manifestierten Menschen, des Menschen der sich selbst finden möchte.
hukwa

Sonntag, 18. September 2011

Schön sah ich heute die Erde

Schön sah ich heute die Erde
wie einer Trauminsel gleich
doch in ihren nicht mehr blauen Strömen
spürte ich auch der Fische Leid
Vögel sangen in den Bäumen
Jungvolk das nach Leben schreit
Rehe begegneten mir im Walde
doch aus ihren Augen schaute Leid
die freie Erde die ich liebe
die will nicht euren Müll und euer Gift
will keine Kriege spüren
sie will lieber ihre Geschöpfe lieben
die Erde ist ein Kind des All
schön sah ich heute die Erde.
hukwa

Samstag, 17. September 2011

Warum ich ein Schamane bin

So wie andere Menschen an Reinkarnation glauben, so bin ich davon überzeugt dass mein Sein in einer Verwandtschaft zu den wesen des Waldes steht, vor allem zu den Pilzen. Was man von mir sieht ist die Frucht von einem großen Wurzelgeflecht. Meine Seele, mein ganzes Unbewusstes gründet in diesen Wurzeln. Aus ihnen ging ich hervor, zu ihnen kehre ich zurück und aus ihnen werde ich wieder auferstehen. Dies ist die Basis meiner persönlichen Seinsphilosophie. Ich bin auch davon überzeugt das dieses Wurzelgeflecht mit den Wurzeln meiner Ahnen verbunden ist. In diesem Sinne und nur in diesem, bin ich ganz Schamane ein Gläubiger der ältesten Religion auf Erden. In den abgelegenen Pfälzerwaldgebieten begegnen mir immer wieder alte Menschen die mir über ihre Ahnen berichten und ich bin dann überrascht was sie über diese urahnen alles zu erzählen wissen. Ich glaube das ist unbewusster Schamanismus. Das was uns über modischen Pseudoschamanismus berichtet wird davon grenze ich mich ganz ab. Menschen die sich von selbst Schamanen nennen oder auch Druide finde ich lächerlich. Wahrscheinlich bin ich ein Schamane, doch nicht ich habe mir diesen Titel gegeben er wurde mir von den Menschen und den Medien auferlegt. Im modernen Sinne gesprochen ist dieser Titel also eine Berufung.
hukwa

Mittwoch, 14. September 2011

Kultplätze im Pfälzerwald

Eine Auflistung von Kulthöhlen, Kultplätzen, Hinkelsteinen und Menhiren im Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz und Landkreis Kaiserslautern

  • Quellheiligtum Wallenborn bei Heckenmünster

  • Quellheiligtum bei Hochscheid

  • Heideborn bei Trier
  • Quellheiligtum von Möhn

  • Bergheiligtum von Fell
  • Tempelbezirk auf dem Metzelberg bei Tawern (Trier)

  • Matronenheiligtum am Bellberg (Mayen)

  • Dianadenkmal und Faubillenkreuz beim Ferschweiler Plateau (Bitburg)

  • Mithrasheiligtum von Schwarzerden (Landstuhl – Kaiserslautern)
  • Viereckschanze auf dem Donnersberg (Nordpfalz)

  • Quellheiligtum Heidenfels bei Kindsbach (Kaiserslautern)

  • Waldheiligtum der Diana bei Hilst

  • Menhire im Landkreis Kaiserslautern

„Die von Menschenhand aufgerichteten Steinblöcke von meist schlanker spindelartiger Form haben ihre Bedeutung sicher im religiösen bereich, in der Verehrung von heiligen Steinen. So muss allen Menhiren ein Gedanke zu Grunde gelegen haben, der im Zusammenhang mit den Kultstätten der westeuropäischen Megalithkultur des 3. vorchristlichen Jahrtausends zu suchen ist.“ Gisela Graichen in Das Kultplatzbuch.

Neben Menhiren finden sich im Landkreis Kaiserslautern eine Reihe sogenannter Hinkelsteine, dass sind große, unbehauene, etwa dreieckig anzusehende Monolithsteine. Einer der bekanntesten ist der im Volksmund als „Kriemhildstein“ bezeichnete ca.2 Kilometer südlich von Schneckenhausen stehende Hinkelstein. Er steht an der Grenze des Otterberger Klosterwaldes nahe der alten Römerstrasse. Etwas weiter entfernt oberhalb des „Schallbrunnertales“ am Erlenbacher Rundweg, findet sich ein weiterer Hinkelstein. Weitere Hinkelsteine finden sich beim Bilchackerhof bei Landstuhl und in der Nähe von Bann. Auch in Frankenstein und Diemerstein finden wir Hinkelsteine. Beim Daubenbornerhof, in Rodenbach und Weilerbach finden sich ebenfalls einige Exemplare. Zu erwähnen ist auch der Hinkelstein oder halbe Menhir bei Stelzenberg – Breitenau, hier bedarf es noch genaueren Untersuchungen um welche Art von Kultstein es sich handelt.

hukwa

Montag, 12. September 2011

Nächte am Meiler

Derzeit komme ich wenig zum Schreiben, weil ich die Nächte in den Wäldern am Kohlenmeiler verbringe. Es sind wunderschöne einsame Nächte die ihre eigene Mystik entwickeln.
hukwa

Montag, 29. August 2011

In den Wäldern

Es ist der Bäume leises rauschen
des Waldgängers andächtiges lauschen
es ist der Fall von Fichtenzapfen
und das Gefühl Zeit zu durchdringen
es ist des Vogels leises Lied
darinnen man sich im Lauschen übt
es ist die Unvergänglichkeit der Natur
geschrieben im Schnee von des Hasens Spur
es ist sanftes Seelenerbeben
sich einsam durch die Wälder zu bewegen.
hukwa

Sonntag, 28. August 2011

Ein Kraftplatz im Trippstadter Wald.

Einmal mindestens im Monat unternehme ich eine Wanderung zum "Schaderkopf" um dort die "großen Steine" aufzusuchen. Es ist ein sehr spiritueller Platz, auf jeden Fall ein Kraftplatz. Ich habe auch schon öfters Wanderer dort hingeführt und alle waren von der Aura dieses Platzes fasziniert und wunderten sich das ein solch mystischer Platz hier zu finden ist. Es finden sich einige solcher Plätze im Wald von Trippstadt. Von den großen Steinen nicht weit entfernt liegt ja auch die Diana Höhle mit ihrem Steinrelief. Es hat schon seinen Grund das die heilige Diana gerade hier zu finden ist. Immer wenn ich hier wandere spüre ich das hier noch mehr verborgen sein muss, die Gegend hier um den Schaderkopf hat eine stark prähistorische Ausstrahlung. Es passiert mir eigentlich nie das ich diesen Platz verlasse ohne etwas Neues mitgenommen zu haben.
hukwa

Erde

Erde
aus dir bin ich hervorgegangen
wir gleichen uns
du bist nicht älter als ich
ich komme aus dir
ich kehre in dich zurück
und bin ich innerlich zerrissen
dann bete ich zu dir
sauge deinen Odem ein
lausche deinen Liedern
und weiß
ich gehöre als Vers hinein
Erde Kreis
Feuer Wasser
Kristall und Gestein
trächtiger Leib
trocken und feucht
bete ich zu dir
ätherner Geist.
hukwa

Sonntag, 21. August 2011

Vom Eibisch

Gestern habe ich eine große Menge Eibisch gesammelt. Die Anwendung des Eibisch als Heilpflanze wurde schon von Dioskurides erwähnt. Karl der Große ließ diese Pflanze als Heilkraut kultivieren, und Pfarrer Kneipp hat an sich selbst über längere Zeit die Wirkung des Tees bei Erkrankungen der Luft- und Harnwege erprobt. Man nutzt die Wurzeln und Blätter. ich habe diese Pflanze in der Pfalz nicht sehr oft vorgefunden. Eine Stelle, ein ehemaliger Garten, heute verwildert beliefert mich mit meinem Eibischvorrat.
hukwa

Montag, 15. August 2011

Keltenland - Kinderland

Die Landschaft in die ich hineingeboren wurde war eine reine Wald- und Wiesenlandschaft. Mein geburtshaus stand in einer abgelegenen Waldrandsiedlung des Kaiserslauterer Reichswaldes. Einem Landstrich der schon sehr früh von keltischen Stämmen besiedelt wurde. Etwa 20km von meinem Wohnort entfernt wurde das berühmte keltische Fürstengrab von Rodenbach gefunden mit besonders guterhaltenen Grabbeigaben aus Gold. Wenige Meter von meinem Geburtshaus entfernt entdeckten Archäologen in den 1930er Jahren das hier zur Keltenzeit nach Erz gegraben wurde. Ich hatte in meiner Kindheit in diesen Wäldern einige seltsame Erlebnisse die ich später als erwachsener Mensch und erfahrener Geomant mit meinen "keltischen Wurzeln" in Verbindung brachte. Mein gesamtes künstlerisches Schaffen, meine theoretischen und praktischen Studien über Schamanismus sind von den Eindrücken aus meiner Kindheit die ich in dieser Landschaft erhielt geprägt. Wenn ich Heute mein Kinderland bezeichne passiert es oft das ich das Wort- Keltenland- dafür nutze.
hukwa

Samstag, 13. August 2011

Gedichte sind oftmals Visionen

Gedichte sind nicht nur niedergeschriebene Gefühle und Empfindungen, sie sind oftmals auch Visionen. Ich habe in meinem Leben immer wieder solche Visionen gehabt. nie ist mir dabei der gedanken gekommen, dass es sich hierbei um eine Halluzination oder eine Verwirrung des Geistes handeln könnte. es ist ganz einfach so, dass Visionen, eine Sonderform von Träumen sind, die Eingang ins Wachbewusstsein gefunden haben. Eine Vision zu haben, ist genau so wenig eine geistige Verwirrung oder Halluzination, wie der entsprechende Vorgang, das sich reale Ereignisse über die Schlafgrenze hinweg in unsere Träume einfinden. Es ist unnötig sich zu fragen woher sie kommen, viel wichtiger ist es sie ins Leben hinein zu integrieren, zum Beispiel über die Kunst.
hukwa

Freitag, 12. August 2011

Collage



Tagebuchnotiz: Work is a love in action

Die letzten zwei Wochen habe ich fast ausschließlich mit arbeiten im Atelier zugebracht. Vorwiegend mit Inta Mora Zeichnungen und neuen Werken für die ex libris Reihe. Diese Arbeitsprozesse gingen mir gut von der Hand, das ganze Schaffen war ein: Work is a love in action. Auf meiner Künstlerseite bei Facebook habe ich nun 120 Gemälde gepostert. Diese Seite habe ich aufgebaut um einen Überblick über mein künstlerisches Werk zu schaffen.
hukwa