Montag, 31. Dezember 2018

Gebrandmarktes Wort

Poesie ist die Pflege der Inneren Stille. 
Thoreich Geißenbauer 

Wort
kurzer Aufriss der Stille
Wagnis
eines Neuanfangs
Wort
von Urbeginn an
folgen dir die Fälscher
Zinker eines billigen Zaubers
klares kristallenes Symbol
Richtpunkt im Leben
Gebrandmarktes Wort.
hukwa

Sonntag, 30. Dezember 2018

Nachricht aus der Welt der kostbarsten und nutzlosesten Dinge

"Poesie ist angewiesen auf jene höhere Form der Deutung, die im Mißverstehen liegt. Wenn ein Gedicht niedergeschrieben ist, endet es wohl, hört aber nicht auf; es sucht ein anderes Gedicht in sich selbst, im Autor, im Leser, im Schweigen". 
P. Salinas   

Zeit gebannt im Stein des frühen Morgen
die Sätze wie Kiesel
hebt sie der Wind
das sie fliegen in das Echo ihrer Vergangenheit
Steinsprache
Verborgen im Keilflug der Kraniche
ruht der geist Orpheus
im harten Kiesel
dichterischen Urgrunds.
hukwa

Samstag, 29. Dezember 2018

Jahreslabyrinth

Einsames Ich am Abend
Wanderer
in kalten Dezemberwäldern
folgst du dem göttlichen Spinnennetz
eines inneren Labyrinths
es ruft schon der Waldkauz in der alten Weide
als Klage er das alte Jahr an.
hukwa

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Sag jetzt nichts

Schritt halten mit dem Atem des Winters
Sag jetzt nichts
der Flug der Krähen nimmt mich mit
die kahlen Felder schenken Harmonie
wie Sternenbilder
die Träume am Horizont
Sag jetzt nichts
die Tage sind gekommen
wo sich die Worte verlieren
um auf zu erstehen
in einem Gedicht.
hukwa

Dienstag, 25. Dezember 2018

Nebelwand

Eisreif und Kälte
am frühen Morgen
Kristallene Dezemberzeit
Schwarze Schwärme über weißem Land
Krähenschrei über dunkelm Feldsand
dämmrig bleibt der ganze Tag
nur ein Reh am einsamen Waldrand
sich verlierend in der weißen Nebelwand.
hukwa

Sonntag, 23. Dezember 2018

Poust und Joyce

Gestern viel gelesen, viel geschrieben, viel philosophiert. Ein in sich geschlossener künstlerischer ALLTAG. Am späten Abend Louis Pauwels gelesen. Bettlektüre: Rilke und Proust. Beides großartige Dichter. Proust stelle ich höher als Joyce. Für mich ist er ein träumerischer Realist der tief im romantischen verwurzelt war. Joyce war ein moderner Mythologe sein Ulyseus hat die Literatur verändert. Er war der wichtigste Erneuerer der Literatur und ein kalter Realist. Proust ist für mich der romantische Träumer der uns das ERINNERN wieder lehrte. Ich habe bei Shaw gelesen das Proust und Joyce einmal zusammentrafen, beide hatten sich nichts zu sagen, zu tief war die dichterische Kluft.
hukwa

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Unbegrenzter Raum

Die Welt des Dichters ist eine Welt in der Welt, kurzum der Dichter lebt in einer Sonderwelt, daher sind Dichter auch meistens Sonderlinge.
                                               H.W.  

Ein unbegrenzter Raum 
in dem das Schweigen der Nacht ruht 
in diesen Räumen gibt es kein Schäumen 
hier entfliehen 
die Flüchtigkeiten der Dinge 
und der Traum wird zur Realität. 
hukwa

Dienstag, 18. Dezember 2018

Wolkenspiegel

Im dunklen Traumgemach
die Nacht zog vorüber
Galeeren am Morgenhimmel
sind die gesammelten Gedanken der Nacht
die sich in den Wolken spiegeln
diese Stille
des jungfräulichen Morgen
dringt durch das verwaiste Fenster
ein Beben im fernen Nirgendwo
erweckt die Erinnerung.
hukwa

Sonntag, 16. Dezember 2018

Tanz der Gesellschaft

Die Vernichtung der Biosphäre infolge menschlicher Dummheit und Habgier schreitet unaufhaltsam voran. Schon lange hat die Menschheit den Scheideweg erreicht wo sie sich entscheiden muss ob sie so weitermacht oder ob sie endlich anfängt zu kapieren das sie dabei ist den Planeten restlos zu zerstören. Der Mensch als geistiges Wesen müsste zwischen gut und böse unterscheiden können (kann er aber nicht), er müsste wissen was gut für die Erde ist. Doch die Gier macht ihn blind, er ist unfähig eine Wahl zu treffen. Wir erleben an diesem Punkt unserer Geschichte den absoluten, geistig verwirrten und bewusstlosen Tanz dieser Gesellschaft um das goldene Kalb. Es ist der Mehrheit nicht möglich einen Gemeinsinn auszuüben wie es sich für eine menschliche Gesellschaft gehören würde.
hukwa

Samstag, 15. Dezember 2018

Das poetische Tun

Das Schreiben von Gedichten ist poetisches Tun. Während dieser Arbeit steht der Dichter auf einem Berggipfel und erfühlt die Landschaft unter sich. Der Dichter ist abwesend weil er anwesend sein muss in seinem Gedicht. Mehr noch, der Dichter ist sein Gedicht in solchen Momenten. es ist eine lyrische Alchemie die den Dichter während seines poetischen Tuns durchdringt.
hukwa

Freitag, 14. Dezember 2018

Eine besondere Zeit

Jetzt
da ich sie festhalte
Stunde eines graniteren Morgens
spricht zu mir der Tag
Stein Baum Vogel
die Krähe im Garten
versteckt sich vor den Geräuschen brüllender Motoren
voller Tautropfen
die Schwarzerle
der Morgen ist eine besondere Zeit.
hukwa   

Dienstag, 11. Dezember 2018

Mondnacht

Wenn die Wälder sich verdunkeln
flackert meine Seele auf
wenn die ersten Sterne funkeln
flieht die Gewöhnlichkeit von mir
und im düsteren Mondschein Walde
stehe ich überwältigt da.
hukwa

Dichtersatz

Es war Stefan George der über die Dichtung von Mallarme schrieb: "Jeden wahren Künstler hat einmal die Sehnsucht befallen, in einer Sprache sich auszudrücken, deren die Unheilige Menge sich nie bedienen würde, oder seine Worte so zu stellen, das nur der Eingeweihte ihre hehre Bestimmung erkenne...". Es ist die Klangvolle Dunkelheit in der sich der hermetische Dichter äußert. Solche Dichtung ist immer esoterisch, geheimnisvoll. In ihr begegnet das Absolute, das Verborgene der Sprache und ringt um Ausdruck. Solche Lyrik ist nicht für Viele sondern für Wenige geschrieben. Solche Verse wollen die Zerstörung der Realität bewirken und dem Dichter eine Heimat bieten im Reich der Poesie.
hukwa

Sonntag, 9. Dezember 2018

Dichterwort

Stürmische Nächte und Tage, viel Regen. Gestern Vergil und Borges gelesen, mir gefallen besonders die Hirtengedichte von Vergil, also jene Arbeiten die vor der Aneis entstanden sind. Von Borges sind es die Essays die ich bevorzuge. Lesen ist das beste Schutzschild gegen die Infamitäten der Gesellschaft. Ja, und natürlich Gedichte schreiben:

Dichterwort 
Des Dichterswort 
aus tiefsten Gründen 
ruft immer fort 
bleibt in der Zeit das Zauberwort 
das zur Metapher wird 
zur Urvision 
kehrt es zurück 
umhaucht von Sternstaubigen Nebeln 
wirds Dichterwort. 
hukwa

Samstag, 8. Dezember 2018

Ataraxie

Früh am Morgen
ertrinkt der Wald
in den weißen Nebeln des Dezembers
vom Feld herüber dringt feuchter Geruch
ein einsamer Fuchs verschwindet im Schlehendickicht
aus der Ferne dringt Hunde bellen zu mir
die entblätterte Eiche am Wegrand
steht in stummer Ataraxie
wie einst ihre Schwester in Dodona
es scheint als stöhne sie
über die
Nichtigkeit
irdischen treibens.
hukwa

Freitag, 7. Dezember 2018

Et in Arcadia ego

Wenn man bewusst ein Landleben führt, die Poesie der Landschaft in sich wirken lässt, dann kommt irgendwann der Moment das der Landstrich den man besonders liebt zu einem persönlichen Arkadien wird. Et in Arcadia ego- dieser Spruch sagt ja nichts anderes als das man der Gesellschaft den Rücken zu kehrt und sein Sein im Schoße der Natur sucht. Es ist ja auch eine Lebensregel die sich Epikur gab: Lebe im Verborgenen- denn: "Wer in sich selbst frei von Unruhe ist, schafft auch anderen keine Unruhe."
hukwa

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Unsere alte Gaia

Unsere alte Gaia, dieses Jahrmilliarden alte Lebewesen, wird weiterhin existieren auch wenn der Mensch aus diesem Planeten eine trostlose Wüste gemacht hat. Die Erde wird sich erholen und weiterexistieren. Nur die Menschen werden verschwunden sein. Und selbst wenn irgendwann die Erde absterben wird werden ihre Atome als Bestandteil der galaktischen Evolution weiterexistieren und womöglich auf anderen Planeten neues Leben bilden. Das ist der Prozess Gaias. Wenn die Menschheit es auch nicht wahrhaben will - diese Erde ist ein großes Lebewesen.
hukwa

Sonntag, 2. Dezember 2018

Nahe dem Urquell

Gedichte führen mich in eine chtonische Landschaft. 
H.W.   

Ein Augenzucken
ein Wimpernschlag
kurz ist die Dämmerung am frühen Morgen
jetzt da sich die Tür der Zeiten öffnet
bin ich selbst ein Tor
wodurch Gedanken fließen
das Öffnen der Schleusen am Morgen
ist Durchflug
nächtlicher Träume und Erinnerungen 
geheimnisvoll mündet
das erste Licht in den anbrechenden Tag
Welt Alter Winter
WELTENALTER
VERBORGEN
im Labyrinth des Geistes
Gedanken leicht wie eine Krähenfeder
naht der Moment
da ich weiß
das ich mich NIE
im TATSACHENglaube verliere
sondern weiter suchen werde
nach den INITATORISCHEN
BEDEUTUNGEN
nach den chtonischen Erkenntnissen
darauf achtend
das sich der Urquell nicht zersetzt
nämlich
das SYMBOLISCHE DENKEN.
hukwa

Samstag, 1. Dezember 2018

Albor

Morgenfrühe
Blätterfall
am letzten Tag des Novembers
das letzte Blatt von der Blutbuche
fiel
in der Morgenfrühe
Albor. El horizonte
viel mehr als Schein
ist das letzte Blatt des Novembers
in ihm geschrieben
die Poesie des Winters.
hukwa

Montag, 26. November 2018

Ich bin nur ein Durchgang...

Wenn man täglich Tagebuch schreibt, so wie ich das tue und dieses eben täglich, weil man Tagebücher halt täglich schreibt, wird man irgendwann Teil dieser Jahrelangen Niederschriften. Tagebuch schreiben ist für mich Handarbeit, ich schreibe nicht am PC sondern direkt ins Schreibbuch. Das schenkt mir Zufriedenheit.  Wenn ich dann in manchen Stunden meine Tagebücher betrachte, die nach Jahreszahlen geordnet im Regal stehen und einen Text vielleicht von 1988 lese, spüre ich oft, das ich nur eine Art Durchlauf für meine Texte bin. Sie kommen von irgendwoher, gehen durch mich durch und werden notiert. Es ist wie mit dem Gedichte machen, ich weiß nicht woher sie kommen, ich fange sie irgendwie ein. Es ist wie mit dem Denken, niemand weiß wo die Quelle unseres Denken ist, das ist auch gut so: Alles zu wissen, das wäre doch ein schrecklich langweiliges Leben.
hukwa

Samstag, 24. November 2018

Reise nach Dodona

Draußen herrscht grau-trübes Novemberwetter vor. Im Ofen flackert ein wärmendes Eichenholzfeuer. Die ideale Zeit und Umgebung eine Zeitreise zu unternehmen. heute will ich für einige Stunden in das alte Dodona verreisen. Einige alte Schriftstücke und meine Imagination dienen mir als Reiseführer.
In solchen Stunden wird die Welt zu einem geheimnisvollen Ort. Man muss seinen physischen Schatten hinter sich lassen und sich ganz auf die bevorstehende Astralreise konzentrieren.
hukwa
Reisen werde ich nach Dodona 
die alte Eiche besuchen 
die vom Blitz gespalten 
vom Sturm gebeugt 
wartet auf den Pilger 
wenn der Mondschein sich zu kosmischen Äther verwandelt 
im Kegel zwischen Erde und Mond  
und die Stimme des Zeus 
aus dem Stamme raunt 
will ich um tanzen 
mit meinen bacchantischen Schwestern 
vereint mit Dionysios 
den Zauberworten lauschen. 
hukwa

Donnerstag, 22. November 2018

Der mit dem Sperberkopf

Am Wehr im vereisten Bach
ein Edelstein
der Eisvogel.
hukwa 

Mein Doppelgänger ist Jener 
der einen Sperberkopf trägt 
sieben Sterne beleuchten 
den göttlichen Honig 
der aufbewahrt ist 
in der unterweltlichen Klause 
wo das gefrorene Feuer 
das grüne Einhorn 
und den nackten Körper 
der Aphrodite erwärmt 
so das Eros sein Fieber 
in den Leib des Doppelgängers senkt 
und der Traum 
das Geheimnis vollendet. 
hukwa


Dienstag, 20. November 2018

Meine Gedichte kommen von weit her

Früh am Morgen soll man mit seinem Werk beginnen. Energeia- das am Werk sein, das ist mir der Morgen. Für mich hat der Morgen etwas plastisches an sich. Selbst beim Schreiben der hermetischen Gedichte, die so manchem Abstrakt vorkommen, denke und fühle ich plastisch. In seiner Wortwurzel bedeutet ja Poesie nichts anderes als: Machen! Und wenn ich etwas tue, mit meinen Händen forme oder wenn ich es schreibe wird es plastisch. Meine Gedichte kommen aus einem fernen Reich zu mir. Aus einem Land das für andere eine unbekannte Region ist. Wenn diese Lyrik Anderen Abstrakt erscheint dann weil sie diese nicht lesen können. Für mich selbst sind sie plastisch. Mit den hermetischen Gedichten ist es einfach so als würde ich eine fremde Sprache übersetzen. Es sind Worte die aus einem Reich zu mir kommen in das nicht jeder einen Zutritt hat.

Es ist die Stunde da die Nacht 
noch mit dem Tage kämpft 
noch herrscht die Dämmerung vor 
das grüne Einhorn schläft 
den Schlaf des Winters  
Altre bruca vano 
Warte 
bis die Silberfinger 
aus den Ästen der Weide sich zurückziehen  
irgendetwas 
Da te mi divide per sempre 
ist verborgen 
im Nebel. 
hukwa

Montag, 19. November 2018

Wirklichkeit

Ich würde mein spartanisches Leben niemals gegen den Luxus und seine Güter eintauschen. Es ist doch einfach so: Vom Standpunkt der relativen Wirklichkeit haben alle diese Dinge einen billigen Wert, aber vom Standpunkt der absoluten Wirklichkeit sind sie nicht nur unnötig, sondern unwirklich!

Versunken in die Ruhe eines kalten November Tages 
unter den Füßen knirscht der erste Schnee 
schaue ich hoch zum einsamen Birnbaum am Wegrand 
eine noch einsamere Krähe 
schaut in die weite Landschaft 
ich denke 
das ist absolute Wirklichkeit. 
hukwa

Der erste Schnee

Es gibt eine Entsprechung zwischen Dichtung und Magie. 
Hans Wagner 
Heute Morgen fiel der erste Schnee. Natürlich kam mir sofort der Satz, "der erste Schnee ist ein Magier", in den Sinn. Jenen Anfang des ersten Gedichtes das ich vor fast fünfzig Jahren niedergeschrieben habe. Damals fand ich langsam zum geschriebenen Wort, entfernte mich aus einer Sprachberaubten Umgebung. Ich begann mich, anfangs eher unbewusst, für Buchstabenzauber und Sprachmagie zu interessieren. Irgendwann stieß ich auf diesen Satz von Mallarme: "Es besteht zwischen den alten Praktiken und der in der Poesie wirkenden Zauberei eine Verwandtschaft; Dichten heißt daher: in ausdrücklich gewollten Dunkel die verschwiegenen Dinge beschwören..." 
hukwa

Sonntag, 18. November 2018

Novemberhaiku

Zweisamkeit im Garten
die Herbstaster
und ich.

Allein die Aster
weiß
um das Geheimnis des Novembers.

Im Licht des Mondes
die Birken
leuchtend wie Marmor.
hukwa

Samstag, 17. November 2018

Das doppelte Gold der Sonne

Für die alten Ägypter hatte die sonne zwei Aspekte: Einen körperlichen und einen geistigen. Letzterer ist nur durch seine Auswirkungen wahrnehmbar. Auch von Empedokles ist überliefert er habe an die Existenz von zwei Sonnen geglaubt. Die magischen Lehren kennen diese zwei Sonnen, sie unterscheiden zwischen einer hellen-Geist Sonne dem so genannten philosophischen Gold und der natürlichen Sonne, der das materielle Gold entspricht. Doch nur jene die diese Bedeutung in sich selbst Er-fahren haben, können mit diesem alchemistischen Dogma etwas anfangen. Es verhält sich mit der Sonne genau so wie mit der Erde: das organische Leben ist nichts anderes als die Äußerung einer höheren Intelligenz.
hukwa

Donnerstag, 15. November 2018

Inneres Gestirn

Meine Lebensführung beinhaltet auch immer die Nähe eines Gefühls das ich mit einer höheren Dimension in Verbindung stehe. In dem ich tief in mich hinein höre ist es mir oft zumute als erklinge in mir das Echo dieser höheren Dimension, eine Art Sphärenmusik, die man nicht mit dem Ohr sondern mit dem Gefühl wahrnimmt. In solchen Momenten kommuniziert mein Selbst mit dem Makrokosmos. Es ist das schöpferische Vermögen der Imagination das dem Menschen inhärent ist, sein "inneres Gestirn" wie Paracelsus dies nannte. Mit diesem in Verbindung zu treten bedarf Jahre der Übung und Erfahrung.
hukwa

Mittwoch, 14. November 2018

Selbstransformation

Ich spüre in mir oft ein Bestreben mir einen Willen und eine Individualität zu schaffen, die ein Instrument höherer kosmischer Energien ist. Ich achte darauf eine Transformation zu leben die in mir keinen Automatismus aufkommen lässt. Wenn man tiefer in die alten Gesetze von Alchemie und Magie vordringt, wird einem schnell bewusst das beide uns die Kunst der seelischen Verwandlung lehren. Man sollte allerdings darauf achten, dass man sich von jeglicher oberflächlicher Esoterik fernhält.
hukwa

Dienstag, 13. November 2018

Spiegelbild

Der ganze November
spiegelt sich
im grünen Wasser des Waldteichs 
das braune Schilf am Ufer
bewegt sich leise im Wind
die Wellen des Weihers
Spiegelbild der Seele.
hukwa

Samstag, 10. November 2018

Metaphysische Reflexion

Umgeben von der Stille des Waldes fallen die Gedanken tiefer ins Unbewusste und steigen gleichzeitig hoch ins Kosmische. Es sind die Momente wo man die Geheimnisse der Natur deuten kann. Wenn unser inneres Wesen im Austausch mit seinem schöpferischen Urgrund steht. Es sind die Momente wo Steine, Pflanzen und die Vögel in den Bäumen ihre Masken fallen lassen und zu uns sprechen. Wo wir einen tieferen Blick in die Urgründe des Seins werfen können. Was man in solchen Augenblicken der metaphysischen Reflexion wahrnimmt, dann wenn unser psychischer Automatismus ausgeschaltet ist, der Intellekt in den Hintergrund rückt ist geistig-seelisches Schauen.
hukwa

Freitag, 9. November 2018

Vielleicht stimmt es

Vielleicht stimmt es, dass der Boden auf dem eure Konzernkasernen stehen
euch gehört
doch die Wälder gehören nicht euch
sie gehören uns allen
auch die Erde gehört euch nicht
diese noch wunderschöne Erde
die ihr täglich ein Stückchen mehr tötet
dies ist die Erde auf der wir gehen
das Wunder des Lebens unter dem Asphalt ahnend
geben wir ihr unseren Segen
verabschiedet euch endlich von eurer Profitpolitik
lasst die Bäume stehen und die übrigen Pflanzen wachsen
steigt mit euren nackten Füssen in einen der Flüsse die ihr vergiftet habt
ihr werdet spüren und sehen
am nächsten Tag habt ihr einen Hautausschlag
nehmt keine Pilze mit nach Hause
sie sind belastet
wir fahren mit unseren Booten
auf einem Meer des Zorns
und von hier aus schauen wir hoch in den Himmel
und wir denken
vielleicht stimmt es und der Boden
auf dem eure Konzernkasernen stehen gehört euch
doch die Wälder gehören euch nicht
diese gehören uns allen.

hukwa

Mittwoch, 7. November 2018

Ich liebe Novembernächte
wie einen Frühlingstag
im Neblung wirken Mächte
die ich sehr mag
ich suche die dunklen Monde
den Nebelgrauen Tag
so verträume ich gelassen
den profanen Alltag.
hukwa

Dienstag, 6. November 2018

Labyrinth gewordene Zeit

Auch in dieser Nacht
bin ich wieder gezogen
durch vergessen geglaubte Zeiten
der Traum ist der Weg
der aus der Labyrinth gewordenen Zeit
uns aus den Verliesen der Sinne entführt
in eine noch tiefere Nacht hinein
wo Ariadne
die Fäden für uns spannt
die uns aus dem Labyrinth herausführen.
hukwa

Montag, 5. November 2018

Im materialistischen Labyrinth

"Unser Intellekt hat ungeheures geleistet, derweilen ist unser geistiges Haus zerfallen", so lautet ein Satz von C.G.Jung, dem ich beistimme. In seinem großen Werk über das Unbewusste beschreibt er die mythischen Urerfahrungen des Menschen und übersetzt sie uns ins Psychologische. Jungs Lehre wurzelt im Labyrinthtischen, weil das Leben nun einmal Labyrinth ist. In unserer heutigen Zeit mit der selbstverschuldeten Katastrophe die von der materialistisch denkenden Masse eingeleitet wurde muss das Leben ja Labyrinthtisch erscheinen. Ein Kampf zwischen dunklen und lichten Wesen. in den berühmten Irrgärten des 19.Jahrhundert stand in der Mitte ein Baum, ein Lebensbaum. In den heutigen Labyrinthen durch den sich die Menschen bewegen wächst schon lange kein Baum mehr, ihr Mittelpunkt ist das Geld und die Gier danach. es ist nicht unsere Aufgabe mehr in den Mittelpunkt solcher materialistischer Labyrinthe zu gelangen, wir sollten versuchen daraus herauszukommen.
hukwa

Sonntag, 4. November 2018

Lebenslabyrinth

Wenn ich am frühen Morgen beim Kaffee sitze und die Gedanken schweifen lasse tauchen sie irgendwann in die Tiefen der Erinnerung unter. Sich-Erinnern ist mir zu einer Übung geworden, wie das stellen der Seinsfrage einmal am Tag. Das Sich-Erinnern ist das Eintauchen in ein Labyrinth des Lebens. Ich weiß dass in jedem Labyrinth auch ein Minotaurus steckt, sonst wäre das Labyrinth nicht perfekt, verkörpert es doch das Dunkle in unserem Leben. Dieser Minotaurus in uns will überwunden werden. Entkommen gibt es bei ihm nicht. Wir müssen zu einem Theseus werden um eine neue Stufe im Lebenslabyrinth empor zu steigen. Dies ist der Sinn des Labyrinths.
Eines der frühesden Erwähnungen in der europäischen Literaturgeschichte finden wir in Shakespeares "Sommernachtstraum":
"Verschlämmt vom Leime liegt die Kegelbahn:
Unkennbar sind die artgen Labyrinthe
in muntern Grün, weil niemand sie betritt".
hukwa

Montag, 29. Oktober 2018

Der Faun und die Nymphe oder aus der Welt meiner phantastischen Geschichten

Aus einer abgelegenen Welt
die umgeben ist von einem dunklen Wald
aus den Unermesslichkeiten
des Universums
der düsteren Heimat
des Fauns und der Nymphe
kam jene Wolke
aus der schwarzer Regen fiel
er prasselte nieder
auf die Erde
in ihm eine Saat
er wurde immer stärker
und seine Fluten rissen jene mit
denen die Falschheit ins Gesicht geschrieben war
der Fischer zog seine Netze ein
und ein einsames Scheinwerferlicht
erlosch auf der großen Bühne
aus den Büchern fielen die Wörter
die Computer standen still
in jener Nacht
da der Faun und die Nymphe
aus ihrer entlegenen Welt
das Diesseits aufsuchten.
hukwa 

Ich arbeite wieder an den "phantastischen Geschichten". Der Herbst und der Winter sind die Zeit um an solchen Erzählungen zu arbeiten. Es handelt sich ja letztendlich nicht um erdachte Geschichten sondern sie entstehen aus einem Netz von Tag und Nachtträumen, geistigen Reisen in eine Anderswelt und vor allem aus dem großen Pott den mir mein Unterbewusstsein zur Verfügung stellt. Sie sind inspiriert von Marcel Schwob, Poe und Lovecraft. Letztendlich sind sie geistig durchlebte Tatsachen. Sie existieren in ihrer Echtheit auf einer anderen Bewusstseinsebene.
hukwa

Freitag, 26. Oktober 2018

Geheimnisvoller Herbst oder ein Urklang des Seins

Alle Fotos©UteKW



Es ist das wundervolle Licht dieses berauschenden Herbsttages, das mich heute morgen in eine besonders geistig – sinnliche Stimmung versetzt. Eine leichte Wehmut liegt über der spätsommerlichen Landschaft die wie ein ätherischer Strahl in meine Seele eindringt. An solch einem Morgen darf man keine profanen Gedanken aufkommen lassen. Ich fühle eine wunderbare Ausgewogenheit von kreatürlichem und geistigem Dasein. Eine innere Stimmung ist in mir zuhause wie sie nur der Zauber des Herbstes hervorrufen kann. Eine Mischung von Melancholie und Daseinsfreude, eine mythische Atmosphäre ist das Geheimnis dieser Jahreszeit.
Es ist die Zeit da die Kraniche ziehen und das Laub sich färbt. Meistens bin ich gerade im Garten oder beim Holzhacken wenn in den Abendstunden die Kraniche über mich hinwegziehen. Ein Zug dieser Vögel zu beobachten und sie zu hören bleibt ein unvergessliches Ereignis.
Es ist ein Urgesang den sie anstimmen, Laute die vom Ohr aufgenommen, direkt in die Seele übergehen. Es ist eine Art „Gesang“ der, wenn ich ihn höre, etwas heimisches in mir aufkommen lässt. Ich spüre dann sehr deutlich, dass auch ich Teil dieser großen Natursinfonie bin. Für einige Zeit fliegen dann die Gedanken mit in die Ferne, hinein in das große Mysterium, in das Geheimnis der Natur.
Die Wanderung dieser Vögel, die ja etwas realistisches ist, verzaubert mich immer wieder so, dass ich mich in eine Traum-Wirklichkeit hinein versetzt fühle. Die Laute die diese Vögel auf ihrer großen Wanderung von sich geben sind in der menschlichen Seele tief eingelagert. Es ist als erklinge der alte Mythos der Ursprungs- und Naturharmonie in der menschlichen Seele. Der Ruf der Kraniche ist ein Urklang des Seins.
hukwa

SelbstSein

Jeden Morgen stelle ich mir die Seinsfrage: Bin ich oder bin ich nicht? Ich meine damit einfach bin ich ganz bei mir? In meinem persönlichen Sein. Bin ich es nicht dann hat mein Leben zu viel Oberfläche, zu viel schmutziges Fahrwasser der Gesellschaft. Der frühe Morgen ist mir die Zeit da man dem Sein am nächsten ist. Es ist die Übung des "ganz bei sich selbst-Seins". Nur in dem ich das Sein in mir erkenne, bin ich auch meinem Selbst nahe. Das Selbst ist ja nicht der Intellekt (der ist nur Werkzeug), es ist etwas viel tieferes, eine Ebene im Menschen die ihn über alles Gewöhnliche erhaben machen kann. In solch frühen Morgenstunden verbinden sich Selbst und Sein und es entsteht ein "Bei-sich-selbst-sein", das die ganze Existenz erfasst. Dieses Selbstsein ist die Überwindung der "Seinsvergessenheit". Die Aufgabe die ich mir am frühen Morgen stelle ist, das Selbstsein den Tag über bei zu behalten, es von den Fahrwassern der Gesellschaft nicht verschmutzen zu lassen.
hukwa

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Selbsttranszendierung

Das Denken und Handeln der meisten Menschen ist das Ergebnis von Bedingungen, die der Einzelne von der Gesellschaft übernimmt. Er übernimmt sie aus seinem Umfeld weil er sich seiner Selbst kaum bewusst ist. Ein solches Dasein bewegt sich in einem ständigen Kreis der für denjenigen der sich darin aufhält schnell zum Labyrinth wird. Doch wir können wählen zwischen dem Dasein im Kreis und einem Sein das schöpferisch ist. Gegenüber dem Leben im Kreis möchte ich ein Leben in der Spirale, des Wandels setzen. Leben ist Prozess, ist ständiger Wandel. So muss uns bewusst sein das wir in einem ständigen Wandlungsprozess leben. Wenn wir diesen Prozess der Wandlung erkennen beginnt in uns die Selbsttranszendierung zu wirken. Ein weg der uns zu einem tieferen Sein führt. Ein Sein das nicht befleckt ist von negativen gesellschaftlichen Einflüssen.
hukwa

Dienstag, 23. Oktober 2018

Garantieschein für die Zukunft

Das stille Rauschen der Herbstbäume 
kündet 
den nahenden Winter. 
hukwa  

Wir haben vor allem äusseren Fortschrittsglauben unseren inneren Fortschritt vernachlässigt. Erst wenn der Mensch ein alternatives und nachhaltiges Verhältnis zu Konsum und Technik gefunden hat, besitzt er so etwas wie einen Garantieschein für die Zukunft. Nur wenn wir eine neue, ökologische Beziehung zur erde aufbauen können wir die von uns allen verursachte Umweltkrise meistern.
hukwa

Sonntag, 21. Oktober 2018

Gilbhart

Loslassen 
spricht der Herbst  
mit dem bunten Fallen seiner Blätter. 
hukwa 

 Als ich heute Morgen um 4.30 Uhr aus dem Haus ging empfing mich endlich ein kalter Morgen wie es sich für den Oktober gehört. Gilbhart nannten die Alten diesen Monat. Das Gilb steht für die gelb-braune Verfärbung der Blätter das Hart steht für Haardt - Gebirge - Höhenzug. Ein wahres Laubfeuerwerk zeigen jetzt die Ahornbäume. Kurz vor dem Winter verwöhnt uns Mutter Natur noch einmal mit ihrer Farbenpracht.
hukwa

Freitag, 19. Oktober 2018

Einheit

Foto©UteKW



Von Anfang an war das Schicksal der
Menschen durch ein so enges und starkes Band
mit dem der Bäume verknüpft, dass man sich fragen muss,
wie es einer Menschheit ergehen wird, die dieses Band
brutal zerrissen hat.
Wir täten gut daran,
wenn wir überleben wollen,
das wiederherzustellen, was wir zerstört haben:
eine Weltordnung, in der Mensch und Natur eine harmonische
Einheit bilden.
Jacques Brossse

Oktober Haiku

Der Duft von Fichtenharz
weht mir entgegen
wenn ich das Fenster öffne im Oktober.
hukwa

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Amanita unter Tannen

Fotos©UteKW

hukwa

Es wundert mich...

Es wundert mich immer wieder wie es vielen Wildtieren gelingt in dieser Welt zu überleben. Irgendwie habe ich das Gefühl dass ihr Leid zum Himmel schreit, wie das Leid der Bäume. In dieser Zeit laufen zu viele Seelenlose durch die Gegend, die keine Tiere und Bäume mögen. Obwohl doch diese dass gleiche Anrecht auf ein Leben auf diesem Planeten haben, vielleicht ein noch viel größeres als wir Menschen.
hukwa

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Gaias Tanz

Für den Geomanten ist die spirituelle Metapher eine wissenschaftliche Realität. Unsere lebendige Erde ist ein Beweis dafür. Gaia ist ein lebendiges Wesen. Die moderne Wissenschaft ist heute dem vorsokratischen Philosoph Anaximander näher gerückt als Platon oder Aristoteles. Anaximander sagte: „Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben,dahin geht auch ihr Vergehen nach der Notwendigkeit. Denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Ordnung der Zeit“.
Anaximander ging davon aus dass alles was wir der Natur entnehmen auch wieder zurückgegeben werden muss. Nur so kann immer wieder neues Leben entstehen. Er setzte als Urprinzip des Seins, das Unbegrenzte, das Unendliche, das Unbestimmte. Aus diesem Apeiron entstehen die Gegensätze in unendlicher Bewegung. Nachdem die Welt/Natur aus einem Schöpfungsprozeß herausgetreten ist, gelangte sie schrittweise dazu sich selbst zu regeln. Diesen Schöpfungsprozess können wir mit dem Mythos des „Tanz der Gaia“ vergleichen.
Gaia die in weiße Nebelschleier durch die Dunkelheit tanzt. Als sie sichtbar wird formt sich ihr Körper zu Bergen und Tälern. Aus ihrem Schweiß entstehen die Ozeane und den Himmel (Kosmos) legt sie als Schutzhülle(Biosphäre) um sich. Heute wissen wir dass Parallelen existieren zwischen moderner Wissenschaft, Entstehungsgeschichte der Erde und dem uralten Schöpfungsmythos von Gaias Tanz.
hukwa

Haiku

Der Winter versteckt sich schon 
im Gefieder des Rotkehlchens.
hukwa

Der Kranichzug
schreibt an den Himmel
den Namen des Winters.
hukwa

Haiku

Im dichten Schilf
ruht heute Nacht
die einsame Wildgans.
hukwa

Sonntag, 14. Oktober 2018

Selbstbeobachtung

Gestern Nachmittag verweilte ich einige Zeit am Ufer eines Waldbaches. In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Leben spielt sich im Unterirdischen ab. In seinem riesigen Wurzelgeflecht. Für mich eine Allegorie zur menschlichen Seele. Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Hauptteil unseres Lebens ab? Über die Selbstbeobachtung spüre ich sehr deutlich dass es noch weitaus tiefere Dimensionen in uns gibt, als jene die wir nur erahnen können.
hukwa

Samstag, 13. Oktober 2018

Erde

"Die Erde ist ein Lebewesen, 
ausgestattet mit einem Körper, 
denn die Menschen sehen können 
und einer Intelligenz, 
die die Menschen nicht sehen können. 
                                               frei nach Hermes Trismegistos 

Freitag, 12. Oktober 2018

Gang in den Morgen

Sanft der Wald im Mondschein ruht
aus bemoosten Fichten
schimmert Sternenflimmern
hell wie Glut
Regen rieselt
Buchen knarren
Orakelhaft des Waldkauz Ruf
vor dem Mond nun Wolkenschatten
spiegeln sich in der Moosalb sanfter Flut
dann nach langem Laufen
lieblich aus dem Leib der Nacht
tönt nun sanft und leise
kündet an des Morgens junge Pracht
und aus Silbergrauer Weide
tönt das Lied der Amsel in die Weite.
hukwa

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Für einen Moment

Die alten Parkbäume atmen Zeit
die Sandsteinblöcke an der Mauer
erscheinen wie gehauene Buddhaköpfe
zwischen mächtigen Kiefern und Eichen
schweifen die Gedanken
für einen Moment
ins Unendliche.
hukwa

Dienstag, 9. Oktober 2018

Erdmutter

Die Hagebutte am Wegrand
benetzt von Raureif
kündet sie den Winter.
hukwa 

Auf ätherischen Pfaden
wandere ich durch die Nacht
wie Engelflügel zart
die Erdmutter erwacht
ich spüre ihre Dunkelheit und Macht
und wieder wird enthüllt
die Nacht in voller Fülle
geheimnisvolle Nächte
verheißungsvolle Mächte.
hukwa

Sonntag, 7. Oktober 2018

Ihre Gier ist unersättlich

Die Stille des frühen Sonntagmorgen auf dem Land ist bemerkenswert. Bis etwa 8.Uhr am morgen herrscht absolute Stille an den Sonntagen vor. Stille- das ist doch etwas dass wir heute suchen müssen. Es werden Generationen kommen für die das Wort Stille überhaupt nicht mehr existiert. Die Stille wird übertönt werden vom Lärm. Sie wird verschwinden wie die Restnatur verschwinden wird, weil eine Horde profitgieriger Turbokapitalisten diesen Planeten bis aufs Blut der Erde ausbeuten wird. Den letzten Baum werden sie der Erde entreißen, das letzte Gänseblümchen werden sie zertreten, die letzten Wildtiere ausrotten. Das ist der Mensch in seiner unermesslichen Gier nach Rohstoffen. Eine Horde von Geistesgestörten hat das sagen auf diesem Planeten. Und keiner wird sagen können - sie wussten nicht was sie tun - sie wussten und wissen es sehr gut, doch in ihrer unermesslichen Gier nach materiellem Wohlstand und Reichtum machen sie aus dieser erde eine Wüste. Sie haben damit begonnen wie Kronos ihre eigenen Kinder aufzufressen!
hukwa

Samstag, 6. Oktober 2018

Unterwegs

Fotos©UteKW
hukwa

Vom Raubbau und von Geisteskranken

Was die Profite und Produktionen des RWE Konzern angeht speziell den Raubbau im Hambacher Wald handelt es sich inzwischen um einen belanglosen Industriezweig weil der Kohleausstieg längstens beschlossen ist. Was die RWE durchsetzen will ist die Macht über Menschen, Märkte und ein Stück Land. Nicht belanglos indessen ist die Vernichtung eines Waldes, der Biotop und Psychotop für Mensch und Tier ist. In dem der Hambacher Wald gerettet wird, setzen Naturschützer und Aktivisten gleichzeitig ein Modell das zeigt wie man die Wälder des Planeten Erde schützen und retten kann. Das sinnlose Roden des Hambacher Waldes und das vieler Wälder weltweit ist dass
"Symptom für eine Geisteskrankheit" (Joan Mcintry), nämlich der Wahnsinnsglaube an die Unerschöpflichkeit der Rohstoffe unseres Planeten.
hukwa

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Gedanken über den Hambacher Wald

Es erscheint mir dass nichts mehr wachsen soll, außer dem wirtschaftlichen Wachstum. Gier und Ausbeutung des Planeten schreiten voran. "Ganz gleich auf wenn und was da lebt, die geben erst Ruhe bis sie den letzten Baum aus der erde gerissen haben(Leonardo da Vinci)".
Im Hambacher Wald werden Menschen die gegen die Vernichtung unserer Mitwelt kämpfen systematisch gedemütigt. Ich frage mich auch warum machen die Polizisten da einfach mit? Was muss in diesem Land eigentlich noch Geschehen um der Schöpfung wieder Vorrang vor Ausbeutung und Profit zu geben?
In diesem Wald ist eine Bande skrupelloser Unternehmer und wahnsinniger Politiker am Werk.
hukwa

Dienstag, 2. Oktober 2018

Herbstkapital

Die Zeit die ein Mensch für sich selbst hat ist sein größtes Kapital. 
hukwa 

Die Natur sollte dem Menschen ein "Gegenstand"  der Anbetung und nicht der Ausbeutung sein. 
hukwa

Sonntag, 30. September 2018

Zeit für Gedichte und Lyrik

Der letzte Septembertag in diesem Jahr zeigt sich schon als Goldener Oktober. An solchen Tagen reise ich gerne nach Phantasia gemeinsam mit den Immerwiederkehrenden. Der Herbst schenkt ruhige musische Tage, das Gedröhne des Sommers ist nun vorbei. Es ist die Zeit für Gedichte und Lyrik.

Immer in der Wandlung leben, dennoch der Gleiche bleibend
ist es im Leben meistens so
das die einzige Salbe
die manche wunde heilt
die Offenbarungen sind
die ich in den Wäldern finde.
hukwa

Mittwoch, 26. September 2018

Signatur der Natur

Ich erkenne in den unergründlichen Offenbarungen der Natur eine Signatur des grünen Gottes. Wir sollten die Äussere Natur so aufnehmen dass sie uns hilft unsere Innere Natur wieder zu entdecken.
hukwa

Sonntag, 23. September 2018

Brunnen und Buche

Der Vollmond steht still über mir
Stumm ist die Nacht
nur das Rauschen der Blutbuche
und das Wassergeräusch des Dorfbrunnens
dringen zu mir
Nacht
meiner Gezeiten
der Brunnen und die Buche
erzählen mir eine Geschichte.
hukwa

Samstag, 22. September 2018

Der Sommer war sehr groß

Täglich beobachte ich die Färbung der Blätter. Jeden Tag verändern sich nun diese Farben. Im Garten fallen die Blätter von Ahorn,Erle und Holunder. Der Geruch von Herbst durchzieht die Landschaft. Mit Rilke kann man nun sprechen: "Herr der Sommer war sehr groß!"
hukwa

Freitag, 21. September 2018

Herbstanfang

Foto©UteKW
Herbstanfang

Leise
fast unbemerkt
fallen nun die Blätter
der Herbst
ist da
die alten Bäume im Park
atmen und warten
Verfall und Entsagung
ist das Versteinerte Gesicht des Herbst
die trauervolle Pracht bunter Blättter
von letzter Herbstsonne bewacht
sie treiben in bunter Fülle
vom Winde getrieben
wie wehende Vorhänge fallen sie zu Boden
dort liegen sie
wie ein vergilbendes Buch.
hukwa

Donnerstag, 20. September 2018

Herbstreigen

Wald versinkt in weißen Nebelschwaden
Letzte Gladiolen im welken Garten
Alles sehnt sich nun nach Schweigen
Langsam naht
Herbstes Reigen.
hukwa

Freitag, 14. September 2018

Verbundenheit

Foto©UteKW
hukwa

Ich weigere mich täglich aufs Neue...

Um 5.Uhr früh aufgewacht. Die Stille des Morgens auf mich einwirken gelassen. Gedanke und Geist schweben frei. Das Denken ist ein Werkzeug des Geistes. Der Geist an für sich ist etwas Allumfassendes. Mit der Wirklichkeit von Geist und Seele tun sich die Menschen schwer. Geist und Seele sind reduziert in unserer Gesellschaft, sie werden in den Bereich der Neurologie gezwängt, an die Wirklichkeit der Seele glaubt niemand mehr. Das menschliche Sein wirkt in einem Klumpen Fleisch, in einer biologischen Masse.
Dies soll der Mensch sein?
Ich weigere mich solches zu glauben!
Diese Gesellschaft hat sich die Zwangsjacke der Digitalisierung angezogen. Techno Errungenschaften sind die neuen Götter. Ich weigere mich täglich aufs Neue vor euren Technoaltar zu treten, eure Statussymbole anzuerkennen, in eurer Spaßgesellschaft Friede, Freude und Eierkuchen zu spielen, ich will euren Wahnsinn nicht mitgestalten.
hukwa

Donnerstag, 13. September 2018

Alltag

Heute Morgen, gegen 5.Uhr herrscht angenehme Kühle und Morgenfrische vor. Ich benötige diese klare Stille eines neuen Tages, schenkt sie mir doch die Energie nach geistig Neuem Ausschau zu halten. Nach einem neuen Gedicht, einem Text, einer Zeichnung, einer Vision, Dinge die meinen Alltag verfeinern. Die Uhr schlägt sechs, jetzt flackert im Ofen ein Buchenholzfeuer. In der Stille lausche ich dem Knistern das aus dem Ofen dringt. Beginne mit der Niederschrift eines Gedichts.
hukwa

Dienstag, 11. September 2018

Das Leben selbst ist das Gesamtkunstwerk

Ein früher Herbstmorgen. Vor 4.Uhr aufgewacht. Klarer Sternenhimmel. Kühle, angenehme Nachtluft. Nach dem Aufstehen und der Tagebucharbeit mit dem Zeichnen begonnen. Gedicht in Gesamtkunstwerkblog eingetragen. Beuys sagte einmal "mit seinen Zeichnungen, ziele er auf etwas". Ich hole meine Zeichnungen tief aus mir herauf. Die Ähnlichkeit meiner Zeichnungen mit den hermetischen Gedichten ist groß.
Die Mythologie, die Geschichte, tägliche Erlebnisse, meine Traumwelt, ja, die Gesamtexistenz meines Lebens sind die Akteure meines künstlerischen Schaffens.
Meine Skulpturen, Zeichnungen, Gedichte und Texte sind das Ureigene meiner Kunst.
Das Leben selbst ist das Gesamtkunstwerk.
hukwa

Mittwoch, 5. September 2018

Götzendienst

"Wir verehren heute das, was vom Menschen gemacht ist.
Das ist der eigentliche Götzendienst.
hukwa

Dienstag, 4. September 2018

Innere Heimat

Die wirkliche Heimat eines Menschen ist wohl die "Innere Heimat", eine Heimat, die man sich selbst erschaffen muss. Von dieser Innerlichkeit aus, die ein Fundament, jenseits von Heuchelei, Dummheit und anderen negativen Einflüssen ist, sollte man die Welt betrachten und versuchen Wirklichkeit und Realität zu durchbrechen um die uns umgebende Welt positiv beeinflussen zu können.
hukwa

Mittwoch, 29. August 2018

Montag, 27. August 2018

Nutze diesen Morgen

Es ist immer der Morgen der herausfordert zum Schreiben. Das Gras wird schon gelb und der Altweibersommer schickt erste Grüsse. Die Luft ist ein Gemisch aus Duftinseln, erdig und fruchtig.
Wohl an, nutze diesen Tag!

Die Nacht
die dunkle Nacht
schickt den Vollmond
das er die Pfade erhellt
die verworrrenen Pfade
führen ins Dickicht
der wirklichen Träume
zugewachsen der alte Weg
schmal ist die Brücke
die ans andere Ufer führt.
hukwa

Sonntag, 26. August 2018

Illusionen Fantasien Träume

Illusionen Fantasien Träume
auch sie gehören
zum Fundament
eines gelebten Lebens
wie sonst sollte man
die
Absage an die Routine
Verwirklichen?
hukwa

Mittwoch, 22. August 2018

Spätsommermorgen

Es ist Spätsommer, langsam naht der Herbst. Die schwarzen Früchte des Holunders locken die Vögel in den Garten. Rot und schwer hängen die Früchte der Eberesche an den Ästen. Es ist die Zeit des Beobachten. Am frühen Morgen hat die Sonne schon den goldenen Schimmer des Altweibersommers. Es ist die Zeit des Denkens, des Träumens, des Dichtens. Eine Zeit da das Geistige mit dem Realen verschmilzt.
hukwa 

Tagebuch schreiben ist in einem gewissen Sinn auch ein Hang zu einer Art von unablässiger Selbstprüfung.
hukwa

Dienstag, 21. August 2018

Zeit innerer Einkehr

Zeit der Reife
mit neuer Bilderschrift
mit Bäumen die schon leicht
die Sonne bräunte
jetzt ist die Zeit
unter Linden zu sitzen
das Licht zu beobachten
und dem Vogelflug nachzusinnen
Jetzt naht die Zeit
innerer Einkehr
Zeit der Reife.
hukwa

Montag, 20. August 2018

Zeit wohin fließest du

Nimm das grüne Blatt einer Buche
lege eine Feder des Dompfaff dazu
schau auf zu den uralten Reiher Heerstrassen
Hieroglyphen von Weissagung und Mythologie
Zeit wohin fließest du
lausche dem Scharren der Amsel im Laube
schickt der Waldweiher dir Nebel zu
lese die Krähenschrift unter den Wolken
lass den Tag für heute ruhen.
hukwa

Montag, 13. August 2018

Kosmischer Reigen

Die Natur ist die große Offenbarung für das menschliche Sein. Wer sich ihr hingibt dem öffnet sich die Allseele. Sie lehrt uns das Materie und Geist eingebunden sind in den großen kosmischen Reigen.
hukwa

Dienstag, 7. August 2018

Trennung der Welten

Im Garten herrscht das dunkle Grün eines heißen Sommers vor. Noch ist die Dämmerung nicht ganz verschwunden. Die Mystik eines frühen Morgens ist eine ganz andere als die vom restlichen Tag. Noch ruht der Stumpf- und Wahnsinn der Konsumgesellschaft. Jetzt ist am der Trennung der Welten sehr nahe.
hukwa

Montag, 6. August 2018

Schöpferisches Denken

"Man lasse sich von denen,
die in der Gegenwart
nichts schöpferisches sehen
keine Märchen aufbinden.
Otto Flake.

Sonntag, 5. August 2018

Herbstahnung

Am Morgen ist es jetzt noch kühl. Waldgang unternommen. Jetzt im August bekommen die Früchte des schwarzen Holunders ihre Rotfärbung. Ein Zeichen das der Herbst nicht mehr fern ist.
hukwa

Mittwoch, 1. August 2018

Wahrnehmung - ist mir der frühe Morgen

5.30 Uhr in der Frühe. Ein wunderschöner Augustmorgen. Am Morgen die kühle Luft, am Mittag die Gluthitze. Gurren der Tauben. Sanftes Vogelgezwitscher. Im Garten betrachte ich die Blätter des Knöterichs. Sie sind groß, fest und zart, fühlen sich in meinen Händen an wie ein Zeichenblatt. Intensiv nehme ich die verschiedene Grüntöne auf.
Wahrnehmung- das ist mir der frühe Morgen.
hukwa

Donnerstag, 12. Juli 2018

Bewusstsein

Vor langer Zeit habe ich mein persönliches Bewusstsein
gegen ein kosmisches Bewusstsein eingetauscht.
hukwa

Samstag, 7. Juli 2018

Freitag, 6. Juli 2018

Gedanke

Wenn ich über mein Werk nachdenke
spüre ich sehr deutlich
das immer erst die Natur kommt
dann die Kunst
dazwischen
sehr nebelhaft
bewegt sich der Mensch.
hukwa

Donnerstag, 28. Juni 2018

Morgenzeit der Seele

Früher Morgen. Die Vögel singen ihr Sommerlied. Vom Garten herauf dringt die klare, frische Luft eines kühlen Junimorgens. Meditative Stunde. Denke ich zurück an den Winter erscheint mir die Winterzeit als eine Verpuppung. Was sich in dieser Zeit ansammelt an geistigen und seelischen Gut will sich im Sommer entfalten.
Junimorgen. Morgenzeit der Seele.
hukwa

Sonntag, 24. Juni 2018

Jeder Tag und jede Stunde

Jeder Tag ist unwiederbringlich. Denn an jedem Tag geschehen seltsame Dinge die es zu ergründen gilt weil jede Stunde ihre Geheimnisse hat: Deswegen - lebe die Tage nicht oberflächlich.
hukwa

Mittwoch, 20. Juni 2018

Im Schattengarten

Fotos©UteKW



Gartenelfe - Foto©UteKW


Fotos©UteKW


 hukwa














Vogellied

Heute Morgen erwachte ich gegen 4.Uhr in der Frühe vom zärtlichen Gesang die eine Vogelstimme sang. Sie drang aus den Laubgewölben des Gartens in mein Zimmer herein. Das Vogellied erfüllte mich mit einer tiefen Harmonie. Etwa eine Stunde lang ging dieses Morgenkonzert. Als die ersten Autogeräusche zu hören waren beendete der Vogel sein Lied. Bestimmt flog er tiefer in den Wald um sein Lied weiter zu Singen.
hukwa

Dienstag, 19. Juni 2018

Näher als der Mensch

Das Wesen des Tieres ist mir näher als das Menschenwesen. Ersteres ist weder verlogen, noch hinterhältig, noch böse. Es ist einfach nur Tier. 
hukwa

Montag, 18. Juni 2018

Mit Goethe durchs Jahr

Ein kleines Reclam Büchlein "Mit Goethe durchs Jahr" ist mir in die Hände gefallen.
Ich lächele beim lesen des Titels. Ist es doch so dass ich ständig mit Goethe durchs Jahr gehe. Von allen Dichtern und Schriftstellern lese ich Goethe am häufigsten. Selbst in der Wiederholung gelesen, wird sein Genius nie langweilig: Im Gegenteil er wird immer interessanter.
hukwa

Donnerstag, 14. Juni 2018

Gott-Natur

Was kann der Mensch im Leben mehr erreichen
als das sich Gott-Natur ihm öffnet
wie ein Zeichen
wo er erkennt
das Ursymbol darin verborgen ist
der Götter Weise
tief in uns drinnen
liegt das Geheimnis
denn Schlüssel findest du in der Natur
stehe auf
Streif durch die Wälder und
Suche ihn nur.
hukwa

Mittwoch, 30. Mai 2018

Heute Morgen

Heute Morgen gegen 5.Uhr aufgewacht. Beim Kaffee philosophische Gedanken gewälzt. Ich achte darauf das mein Morgen mit Philosophie beginnt bevor ich mich mit dem ALL - Tag beschäftige. Mindestens einmal am Tag muss ich mich mit dem Wohin- Woher- Warum beschäftigen. Tue ich das nicht fühle ich ein Versäumnis in mir.
hukwa

Sonntag, 20. Mai 2018

Über das Schreiben

Das Schreiben führt mich zu jenem Prozess in dem ich erfahre
das mein Ich Teil einer Metamorphose ist.
hukwa.

Sonntag, 13. Mai 2018

Seelenschlag

Gelb leuchtet die Wiese
der Löwenzahn glüht
Wind weht seinen Duft heran
ein Seelenschlag
mir aus der Kindheit herüber weht
ein Junge der über eine Wiese geht
am blauen Himmel der Bussard steht
in flehender Erwartung
der Ginster am Wegrand blüht.
hukwa

Freitag, 11. Mai 2018

Diana vom Karlstal

In dein Moosgrünes Haar geschrieben
sind dir die Zeichen der Nacht
in kalten Fels getrieben
die Konturen deiner Macht
umrahmt von Fichten und Eichen
am steilen Abhang
dein Bildnis
verborgen in Morgennebel
noch scheint der Mond
auf dein steinernes Bildnis.
hukwa

Montag, 30. April 2018

Holunderhaiku

Vom Frühlingsregen gebeugt
wie ein altersgrauer Mann
der alte Holunder im Garten.
hukwa

Mittwoch, 25. April 2018

Zufrieden sein

Der Mond erhellt die alte Buche 
in seinen Ästen 
das Erwachen des Frühlings. 

Ich beobachte die Wildbiene die ihr Nest auf meiner Veranda errichtet. Die Krähe die mich täglich besuchen kommt, die blühenden Sträucher im Garten und denke dabei -
ist das nicht Grund genug zufrieden zu sein?
hukwa

Dienstag, 24. April 2018

Warum man Philosophie betreibt

Warum man Philosophie betreibt?
Damit Vernunft und Wahrheit in der Welt eine Heimstätte haben.

Gewiss, die Philosophie kann Fragen beantworten aber der Sinn von Philosophie ist letztendlich Fragen zu stellen.
hukwa

Montag, 23. April 2018

Waldnotizen

Die Wälder sind wieder grün. Überall liegt der Duft des Frühlings in der Luft. Die Zugvögel sind zurückgekehrt und am frühen Morgen weckt mich ein liebliches Vogelkonzert. Ich sitze im kühlen Schatten eines Waldbrunnens fern dem lauten Motor des gefräßigen Leviathans Großstadt und meine Gedanken sind philosophisch. Also ziehe ich den Notizblock und schreibe einige Gedankensprünge auf:

Was ich sehe sind keine Menschen sondern Roboter und Maschinen.

Ein morgen in frühlingshafter Natur genießen umgeben vom Grün der Pflanzen, von Vogelsang und Frühlingsdüften, dies aufzunehmen, könnt ihr das noch?

Das Eigensein der Natur und der Ruin des menschlichen Denkens kämpfen täglich gegeneinander.
Hukwa

Montag, 16. April 2018

Merlins Tisch

Foto©UteKnieriemen-Wagner

Frühlingskraft

Sonniger Frühlingstag. Im Garten wird es nun sehr schnell grün. Der Holunder grünt schon sehr stark auch die wilden Rosen. Erle und Birke folgen. Vogelsang. Die Elstern brüten im Fichtendickicht.
Der Lenz zeigt sein Gesicht.

Den Frühling kündet der Zilp Zalp
auf dem
Zaunpfosten.

Des Frühlingserwachen
Verborgen
Im frühen Lied der Amsel.

Der Mond erhellt die alte Buche
in ihm spiegelt sich
des Frühlings Angesicht.
Hukwa

Montag, 9. April 2018

Der Trost des Waldes

Gedanken eines Waldgängers
Wer in den Wäldern lebt sieht den Wald anders als jemand der in der Großstadt lebt. Es gibt ihn den Unterschied zwischen dem Stadtmenschen und dem Naturmenschen und so gibt es auch verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen.
Der Mensch der die Natur liebt dem wird sie zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühls. Ihm öffnen die Wälder nicht nur die Sinne, sie schenken seinem Leben auch Sinn. Vor allem jetzt, in der dunklen Jahreszeit hat der Wald dem Wanderer besonderes zu bieten. Er fordert seinen Geist und seine Phantasie heraus. Dass rau
es Wetter das Denken fördert, ist in der Philosophie allgemein bekannt . Wenn Regen und Schnee die äußere Sicht einschränken, wendet der Blick sich nach innen.
In den Wäldern können wir eine Freiheit spüren, die es uns erlaubt, mit dem Wesentlichen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille des Winterwaldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende Aufmerksamkeit schenkt. Viel intensiver spüren wir nun die Beziehungen zum Wechsel der Jahreszeiten. Fern dem unbarmherzig ewig geräuschvoll laufenden Motor der Großstadt finden wir im winterlichen Wald nun eine ganz andere psychologische Dimension der inneren Einkehr und Ruhe vor. In einer Zeit der entfesselten Märkte, der ökonomischen Unsicherheiten wird uns der Wald zu einer Insel der Ruhe und Erholung.
Der Wald mit seinen großartigen Naturerscheinungen hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort parat. Wenn wir in die Tiefen der Wälder eindringen, wenn überkommt da nicht Respekt, wenn er unter alten Baumriesen wandert die hier und da noch zu finden sind. Und so kann es passieren, dass wir uns plötzlich in einer romantischen Welt wiederfinden, dass wir im Wald einen friedvoll in sich ruhenden Erdentag genießen und ihn als eine mütterliche Hülle des Lebens erahnen, als Spiegelung unserer eigenen Empfindungen und Gefühle, als unberührte Natur, die uns den ewigen Rhythmus des „Werden und Vergehen“ erzählt.
In den Wäldern erhalten wir jenen Zuspruch der uns in unserem Alltagsleben so oft versagt bleibt. Wenn wir uns in ihnen aufhalten bemerken wir alsbald das hier noch etwas existiert was sich im Alltagsleben nur noch schwer finden lässt: Sein. In einer von Ellenbogenmentalität geprägten Gesellschaft, kann der Wald zu einem Refugium des Seins werden. Schon lange hat sich das Misstrauen gegen eine Welt die eigentlich nur noch ökonomisch zu funktionieren scheint zu einem Krankheitssymptom unserer Zeit ausgewachsen und alle Werte ins Schwanken gebracht. Doch eine Wanderung durch den Wald kann uns wieder jenen Werten nahe bringen, die wir als die menschlichen bezeichnen.
Wir können den Wald als ein einziges Gleichnis betrachten. Manchmal erscheint er uns wie ein Labyrinth, wir wandern durch dunklen Fichtentann und wissen irgendwo wartet eine sonnige Lichtung auf uns. Unser Alltagsleben ist oft stressig, wir werden gereizt durch Lärm, tragen uneingestandene Wünsche mit uns herum unser Leben besteht oft nur aus Sorgen, Ängsten und Phantasien die wir natürlich Verdrängen. Dies sind alles Symptome die unseren Körper und Geist in eine ständige Alarmbereitschaft versetzen. Im Alltagleben werden wir vor allem vom Stress gejagt unter dem natürlich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen leiden. Von Stresssituationen zum Dauerstress ist es nur eine kurze Wegstrecke und schon haben uns die Infamitäten des Alltags fest im Griff und wir denken manchmal es gibt kein Entrinnen daraus. Unser Alltag wird zu einem Gewirr von Eindrücken, Forderungen, negativen Gedanken und unliebsamen Verpflichtungen. Wir sind ständig in der Gefahr die Einheit unseres Lebens zu verlieren. Wir leben fern von uns selbst, also fern von unserer wirklichen Existenz. Unruhe, unbeantwortete Fragen und Zweifel sind zur geistigen Heimat des Menschen geworden. Der Wald hingegen schenkt uns Sinngebung, er hat einen meditativen Einfluss auf uns. Jeder Mensch spürt irgendwann in seinem Leben ein Bedürfnis nach Natur, Stille und erholsamer Umgebung. Er weiß unbewusst in den Wäldern findet er eine innere Balance, seinen eigenen Mittelpunkt, denn die Menschen meistens verloren haben.
Der Philosoph Ernst Bloch schreib einmal: „Der Mensch bewegt sich in der Natur wie im Feindesland“, nun da muss er eben wieder lernen, den Wald als eine Offenbarung zu sehen, als eine Arznei für seine Seele. Es liegt in der Natur des Menschen das er zu Eingrenzungen und Vereinnahmungen neigt. Für den einen ist der Wald ein romantischer Ort, aber es gibt auch jene die hier nur eine Menge Bretter „wachsen“ sehen. Aber jene die sich in der Kunst des meditativen Wanderns üben werden im Wald das finden was sie suchen, einen Zuspruch.
hukwa

Mittwoch, 4. April 2018

Die ursprüngliche schöpferische Kraft

In der Dunkelheit des Gedichts 
verbirgt sich des Dichters 
wahres Angesicht. 
hukwa

Heute Morgen las ich in einem Buch über Taoismus diesen interessanten Text: "Von der Verwirrung durch äußere Bedingungen frei zu sein, die Zweifel des Lebens hinter sich gelassen zu haben, ganz aufgeladen zu sein mit der ursprünglichen schöpferischen Kraft, dass heißt Tao verwirklicht zu haben".
hukwa


Dienstag, 3. April 2018

Verwundeter Planet

Die Wunden der Geschichte haben auf dem Antlitz des Planeten eiternde Narben hinterlassen. Diese Wunden sorgen dafür das die Erde unter ständigen Stress steht. Wann endlich sorgen wir dafür das sich der Planet wieder erholen kann
hukwa

Montag, 2. April 2018

Im Tal

Der Himmel glüht wie eine Purpur Nelke
die Buchen ragen Blattlos steil empor
im Dickicht rascheln
am Bachufer zittert die alte Pappel
der Wind gleitet prüfend durch die Binsen
Dämmerung kehrt ein ins Tal
bemoostes Urgestein
umwuchert von Farn und Brombeer Ranken
uralte Wurzel
Fäulnis
Hirschdung
der Dachs zog in der Nacht vorbei 
der Schlag der Drossel
Gott sieht man überall
Wurzelgestalt
die stimmen im Moos der Steine
ich lausche ihnen lange schon.
14.4.1996
hukwa

Sonntag, 1. April 2018

Vollmond am Waldteich - Einheit des Lebens

Der Vollmond spiegelt sich im Waldweiher
ein leichter Wind schenkt dem Wasser Bewegung
langsam fallen einige Tropfen
Landregen
es ist richtig
die Dämmerung ist die
Trennung zwischen den Welten
Wolken schieben sich vor den Mond
der Wechsel von Mondlicht und Dämmerung
verzaubert den Wald
ein leichter Nebel steigt vom Weiher auf
hier spürt man das es so etwas gibt wie
eine
Einheit des Lebens.
hukwa

Freitag, 30. März 2018

Blätter vom Lebensbaum

Von 1985 bis ins Jahr 2000 schrieb ich zahlreiche Texte für kleinere Zeitschriften. Beim Durchblättern dieser älteren weit über 200 Exemplaren kam mir der Gedanke diese in meinen Blogs zu veröffentlichen. ihr findet sie unter dem Label "Blätter von Lebensbäumen".
Lebensbaum hieß eine kleine Zeitschrift für die ich damals schrieb. 

Abend im Wald 
Ich möchte die tage nicht so dahin leben 
ohne ihnen ein kleines Geheimnis abzuringen  
wachsam will ich sein 
wie der Zaunkönig  
dort 
auf dem Sandstein 
die Heideröschen blühen wieder  
Gott schenkt sie uns als lebende Funken 
ein Sommertag im Wald 
rauschende Baumwipfel 
Gezwitscher der Vögel 
Stimmungen zwischen Sekunden 
ich schaue die wilde Rose an 
der ganze Busch 
ein gefallener Engel. 

hukwa ca. 1988

Donnerstag, 29. März 2018

Es naht der Lenz so sacht

Es spricht so sacht
der Märzwind in der Nacht
erzählt vom Lenz der bald erwacht
die erste Amselstrophe
wir bald in den Morgen aufsteigen
bringt mir die Gewissheit
der Frühling naht ganz sacht
noch schlägt die Amsel leise
noch schweigt des Dompfaff Weise
in meiner Seele erwacht ein Sehnen
ich will endlich wieder Frühling leben.
hukwa

Mittwoch, 28. März 2018

Verbinden

Wir haben das Leben uniformiert und es seiner Ursprünglichen Vielheit beraubt. der Mensch interessiert sich nicht mehr für das Ganze sondern nur für einen Teilausschnitt. Er ahnt eine Innenwelt doch er flüchtet in die Aussenwelt anstatt die Welten zu verbinden. Eben die tiefere Wesenseinheit im Alltag zu finden.
hukwa

Dienstag, 27. März 2018

Ein Kunstwerk zu erkennen

Ein Kunstwerk zu erkennen
es zu identifizieren
also seinen Aussagesinn zu verstehen
heißt einfach
die eigene Wahrnehmung zu Schulen.
hukwa

Montag, 26. März 2018

Der Märzgeist ist da

Als ich heute Morgen in aller Frühe auf die Veranda ging, trug der Wind ein herrliches Amselkonzert zu mir. Nun da die letzte Woche des März beginnt erwacht mit etwas Verspätung endlich der Märzgeist. Es ist eine andere Art von Energie die nun antreibt. Demeter lauert schon, wartet auf den ersten warmen Frühlingsregen um ihre Kinder zum Blühen an zu treiben. Am deutlichsten spürt man das Frühjahr wenn man die Tiere beobachtet. Ihr ganzes Wesen wird nun unruhig. Die Vögel fliegen suchend umher, Elstern und Krähen sind mit dem Nestbau beschäftigt. Es ist die Zeit in die Wälder aufzubrechen und Erkundungen zu unternehmen.
hukwa

Samstag, 24. März 2018

Der Walnussbaum

Der Walnussbaum – Juglans regia wurde 2007 zum Baum des Jahres gewählt. "Wegen fehlender Nachpflanzungen gingen die Walnussbestände in Deutschland sehr stark zurück", so das Kuratorium Baum des Jahres. "Wir sollten uns mehr um diesen typischen Hausbaum, unseren guten alten Freund kümmern", so der Vorsitzende des Kuratoriums.
In einigen Trippstadter Gärten finden wir noch wunderschön gepflegte alte Nussbäume.
Die ursprüngliche Heimat des Walnussbaum ist Mittelasien. Über die Griechen lernten die Römer den Baum kennen, führten ihn ein und kultivierten ihn in ihren Gärten. Die Mythologie des Walnussbaum ist sehr reichhaltig. In Griechenland war der Walnussbaum Karya, einer Tochter des Königs Dion, geweiht die von dem Gott Dionysos wegen verschmähter Liebe in einen Walnussbaum verwandelt wurde. So wurde der Walnussbaum auch oft Karya genannt. Aus der selben Wurzel leitet sich im Griechischen das Wort Kara,der Kopf“, aber auch „der Baumwipfel“ ab; im Lateinischen wurde daraus cerebellum,das Hirn“. Nun erinnert in allen Überlieferungen der essbare Teil der Walnuss mit seiner Doppelgestalt, genau an die beiden Hirnhälften mit ihren Windungen, die im Französischen wie zufällig als cermaux, „unreife Nüsse“, bezeichnet werden; möglicherweise geht auch das deutsche Wort „Kern“ auf diese Wurzel zurück.
Um 800 n.Z. wurde der Baum auch nördlich der Alpen bekannt und populär, besonders nach dem er von Karl dem Großen, zum Anbau empfohlen und angeordnet wurde. „Welchen“ oder „Walcher“ wurden damals die Bewohner Galliens und Italiens genannt. Die zweite Bedeutung dieses Wortes war „fremd, andersartig“. Da der Walnussbaum über Frankreich, nach Deutschland eingeführt wurde, belegte man ihn mit dem Namen „Walchbaum“ oder „Welchbaum“. Ab dem 18. Jahrhundert ist der daraus entstandene Name Walnussbaum bezeugt.
In der Literatur ist der Baum oft erwähnt, die bekannteste Erwähnung hinterließ uns Goethe in seinem Werther. Werther, als er hörte, dass die beiden hohen Wallnussbäume des Pfarrhofs auf Befehl der neuen Pfarrerin abgehauen wurden waren, konnte sich nicht fassen. „Abgehauen“! Ich möchte toll werden, ich könnte den Hund ermorden, der den ersten Hieb daran tat…“ 
 
Und der Dichter Maximilian Dauthendey schrieb:

Der große Nussbaum

Ein großer Nussbaum stand wie eine grüne Laube, Der
Ein Weg ging drunter hin im Staube,
Fern lag ein Dorf, ein Fluss mit Berggeländen.
Der große Baum hielt in den grünen Blätterhänden
Landschaften gleich wie farbige Gedanken,
Die bald voll Wolken standen, bald im Licht versanken.
Und du und ich, wir lehnten in dem Schatten
Und teilten mit dem Baum, was wir im Herzen hatten.

hukwa

Donnerstag, 22. März 2018

Über die Skulptur

Im Gespräch mit Brassai hat Picasso einmal klipp und klar ausgedrückt was er unter Plastik und Skulptur versteht: "Mir, Picasso, beibringen zu wollen, was eine Skulptur, und was keine ist! So eine Unverschämtheit! Ich weiß davon vielleicht mehr als er... was ist eine Plastik? Was ist Malerei? Immer klammert man sich an altmodische Ideen, an überlebte Definitionen, als ob es nicht gerade die Aufgabe des Künstlers wäre, neues zu finden..."
Die Hauptaussage liegt hier für mich in der Aussage das der Künstler immer Neues entdecken sollte. Nicht bei einem Stil stehen  bleiben das ist es was Kunst interessant macht.
hukwa

Mittwoch, 21. März 2018

Über Kunst

Ich glaube die Kunst ist die
einzige Tätigkeitform
durch die sich der Mensch
als wahres Individuum
manifestieren kann.
Marcel Duchamp

Freitag, 16. März 2018

Steingewordene Zeit

Auch in dieser Nacht
bin ich wieder gegangen
durch lang schon vergessen geglaubte
Zeiten meines Lebens
der Traum ist der Weg
der aus der Steingewordenen Zeit
aus den Verliesen der Zeit entlässt
der entführt durch Dunkelheit
in noch tiefere Zeiten hinein.
hukwa

Montag, 12. März 2018

Amselschlag

Des Frühlings Nahen
ist verborgen
im Schlag der Amsel am Abend.
hukwa

Märzwind
verfängt sich in der alten Weide
dem Wildbach lauschend.
hukwa

Dienstag, 27. Februar 2018

Daheim-Sein

Den intensivsten Umgang pflege ich mit meinen Büchern und der Natur. Mit meinen Büchern pflege ich täglich einen intensiven Kontakt. Sie sind mein "geistiges-gegenüber" im Alltag. Ich setze mich ungern mit Menschen auseinander. In der Regel unterhalte ich mich in "Floskeln" mit ihnen, mit den meisten, natürlich gibt es auch Ausnahmen.
Ein Raum mit vielen Büchern erscheint mir wie ein Wald mit schönen alten Bäumen.
hukwa

Montag, 26. Februar 2018

Das fundamentale in der Zeichnung

Die Zeichnung hat für mich etwas existenzielles, sie bewegt sich weg von Romantik und Sentimentalität. Zeichnung bedeutet mir mich auch mit meiner Existenz zu beschäftigen. Wenn ich male ist es manchmal als würde ich komponieren. Bei der Zeichnung ist das ganz anders. Die Zeichnung das ist wie Beuys einmal sagte, "ein Zielen auf etwas". bei mir liegt die Zeichnung zwischen meinen Texten, meiner Malerei und der Skulptur oder der Assemblage. Die Zeichnung ist mir etwas fundamentales.
hukwa

Sonntag, 25. Februar 2018

ALL-TAG

Der Morgen dämmerte als ich den Wald erreichte. Heute Morgen sind es 8.Grad Minus. Eine leichte Schneedecke liegt über der Landschaft. Alles ist Knochenhart gefroren. Kristallene Klarheit liegt über den Wäldern. ich bekomme heute keinen Vogel zu sehen außer einigen hungrigen Krähen. Tiefe Abgeschiedenheit umgibt mich. Altvater Winter hat alles fest in seinen Händen. Etwa eine Stunde laufe ich durch den Wald.  Dann kehre ich Heim zum warmen Holzofen ins Atelier zu meinen Bildern und Skulpturen. Es lässt sich gut arbeiten wenn draußen die Kälte klirrt.
Als Mitbringsel habe ich mir ein Gedicht aus dem Wald mitgebracht:
Espera luz 
Rein wie das fließende Wasser 
des Wildbachs ist meine Seele nun 
Kristallen klar und hart wie ein Kristall 
so eile ich dem Licht entgegen 
Espera luz. 
hukwa

 

Freitag, 23. Februar 2018

Der Zustand der Erwartung in der Kunst

Es gibt einen "Unruhezustand" in der Kunst. Ich kenne diesen Zustand des Wartens, eigentlich des Erwartens, sehr gut. Picasso beschrieb ihn so:
"Man wirft mir vor, das ich nicht arbeite... aber das sieht nur so aus. Es sieht wirklich nur so aus. Ich lese die Zeitung; ich sitze herum; ich plaudere; ich spaziere; Aber das alles ist nur äußeres Geschehen. In Wirklichkeit arbeite ich. Oder besser: irgendetwas geht in mir um, und ich warte nur darauf, es zu packen und zu gestalten zu können." 
Ich kenne diesen Unruhezustand sehr gut. Nach einer Zeit der Er-Wartung bricht es schließlich aus einem heraus und man kann ans Werk gehen.
hukwa

Mittwoch, 21. Februar 2018

Atelier, Schmiede und Holzwerkstatt

Wenn ich am frühen Morgen das Atelier oder die Werkstatt aufsuche, schläft das Dorf noch. Dies ist meine Zeit um ans Werk zu gehen.
In der Stille der Werkstatt, mit den Gedanken bei meinem Werk das sind die Stunden die ich bevorzuge. Die Arbeit am Holz bedarf der Stille und Zurückgezogenheit. Anders ist es wenn ich in der Schmiede arbeite. Das Hämmern lockt die Leute an vor allem das Schmiedefeuer zieht magisch an. Doch im Atelier und der Holzwerkstatt achte ich darauf das Stille vorherrscht. Hier hat außer mir niemand etwas verloren.
In Atelier, Holzwerkstatt und Schmiede spielt sich mein Tun ab.
hukwa

Montag, 19. Februar 2018

Früh am Morgen

Heute Morgen war ich um 4.30 bereits in der Holzwerkstatt und habe mit der Schnitzerei begonnen. es war eiskalt und der Geruch von Holz der die Werkstatt durchzog war besonders angenehm. Danach, als es hell wurde ging ich in den Wald um mir ein besonderes Stück Eichenholz zu holen. ich brachte gleich ein Gedicht mit nach Hause:

Dompfaff im Schnee
Wie in den Neuschnee hinein tätowiert
die Spur des Fuchses
der vor Stunden hier vorüber ging
in Schneewehen sich die Eiche biegt
Krähen überm Feld
ich befrage ihren Flug
im Wald empfängt mich Stille
nur manchmal unterbrochen
von einem leisen Vogellaut
das rote Kleid des Dompfaff in der Birke
soll mich daran Erinnern
das der Märzgeist nicht mehr fern ist.
hukwa

Sonntag, 18. Februar 2018

Zurück zu den Anfängen

Vor einigen Tagen habe ich wieder mit der Arbeit am Holz begonnen. Ich habe nun zwei Jahre lang keine Skulptur geschaffen, nur geschrieben und gemalt und jede Menge Vorträge gehalten. Jetzt möchte ich mal wieder eine Serie von Skulpturen schaffen. Es ist mir eine Freude mal wieder mit Schlegel und Meißel zu arbeiten. Ein "Zurück zu den Anfängen", so soll auch die Skulpturenreihe heißen. Während des Arbeitaktes fühle ich, das jene freudige und heitere Gelassenheit wieder über mich kommt die ich vor Jahren während des bildnerischen Prozesses bei der Skulptur spüre. Während der Arbeit geht mir oft ein Vers Goethes durch den Sinn.

Halte dich nur im stillen rein
Und lass es um dich wettern,
Je mehr du fühlst ein Mensch zu sein
Desto ähnlicher bist du den Göttern.

Und wenn ich an einen Gott denke in dieser Zeit so ist es der Gott von Delphi, der alte Gott der Künste und der Schönheit: Apollo!
Ihm opfere ich während des Schaffensprozess auf dem Altar der Kunst.
hukwa

Dienstag, 13. Februar 2018

Utopische Minderheit

Ich bin davon überzeugt das man den größten Reichtum erreicht, wenn man seine Bedürfnisse einschränkt. Überlegen wir mal: Wenn der Großteil der Menschen damit beginnen würde ihre Gier nach Konsum einzuschränken und wir unser Geld nicht mehr den Bankexperten anvertrauen würden, die mit diesem Geld, die Zerstörung und Ausbeutung unserer Erde vorantreiben, wäre die Wirtschaft ganz schnell am ende und müsste sich auf Alternativen besinnen. In diesem Sinne lebe ich mein Leben radikal und kompromisslos. Wenn die Masse ihre eigene Existenzgrundlage zerstört, will ich nicht zur Masse gehören sondern zur utopischen Minderheit.
hukwa

Sonntag, 11. Februar 2018

Im Garten der Poesie

Wir sollten nicht mit dem Forschen aufhören 
und am Ende allunseres Forschens 
werden wir dort ankommen 
wo wir angefangen haben 
und diesen Ort zum ersten mal kennen. 
                             T.S.Eliot 

Kehr ein in die Alphabete der Phantasie
sie Gedeihen im Garten der Poesie
hier werfe deine Wortsamen
in die fruchtbare Erde
das sie Gedeihen wie Mutterkörner
im wogenden Feld der weltlichen Poesie.
hukwa

Dienstag, 6. Februar 2018

Sich im Schreiben selbst Erinnern

Sich schreibend Erinnern ist der Versuch sich selbst anzunehmen wie man nun einmal ist. Die persönliche Natur ist untrennbar mit unserer Erfahrung verbunden. Diese Erfahrungen haben uns "komponiert". Meine Erachtens ist der Mensch eine Komposition aus seinen bewussten und unbewussten Erfahrungen.
hukwa

Montag, 5. Februar 2018

Wandeln im Garten Ur

Der Mond ist hinabgesunken 
Hinab in die Pleyaden, Mittte 
Der Nacht und vorbei die Stunde 
Ich liege allein im Dunkel. 
             Sappho 

Vor dem Einschlafen ging mir ein Gedicht von Sappho durch den Sinn. Als ich dann Einschlafen konnte wandelte ich durch die Frühzeit des archaischen Griechenlands. Ich roch den Duft von Salbei und Thymian. Es sind Berge von Zeiten die man durchqueren muss um in jenes Traumland zu gelangen das am Anfang der Zeiten existiert. Wenn wir uns dem Geist der alten Zeit öffnen gelangen wir zu jenen Gefilden wo die Seele des Menschen noch jung und rein ist.
Die Geschichte wandelte sich mit dem Menschen zum Alptraum doch am Anfang stand der große unbefleckte Urgarten, jenes Reich in uns danach wir uns sehnen.

In einem alten römischen Gedicht heißt es:
Es fliegt der Vogel ohne Ziel, 
Wohin der Seher und Prophet 
Nicht folgen kann. 

Hukwa

Sonntag, 4. Februar 2018

Schneeidylle

Früh am Morgen begann es zu schneien. Langsam färbt sich die Landschaft weiß. Der Schnee wird stärker, ist nicht mehr mit Regen untermischt. Die Dämmerung kehrt ein. die letzten Vögel holen sich noch ein paar Körner am Futterhaus dann suchen sie ihre Schlafplätze auf. Die mächtige Buche die ich von meinem Schreibtisch aus betrachte zeigt sich in ihrer ganzen Majestät.
Die Gedanken fallen tief. Mit der Dunkelheit kehrt ein Satz Senecas in mein Bewusstsein ein:
Animus est, qui divites facit-
"der Geist ist es der reich macht!"

Immer wieder betörend das alte Lied das die Wälder singen
kannst du es hören?
hukwa

Samstag, 3. Februar 2018

Mein tägliches Schreiben

Gestern, am Nachmittag einen Text über E.A.Poe geschrieben. Heute Morgen um 5.Uhr mit dem Schreiben begonnen. Ich beginne immer mit dem Kalendertagebuch, dann gehe ich ans alltägliche Tagebuch. Sind diese Notizen niedergeschrieben, werden die Zeitschriftenartikel geschrieben falls welche vorliegen. Danach lasse ich mich einfach inspirieren, nutze den Brainstorming, lass den Fluss einfach fließen.
hukwa 

Ein kleines Gedicht gehört zum Tag dazu:

verschließe nicht dein Herz
denn der Pfeil ist unterwegs
er wird dich erreichen
egal wohin du entfliehst.
hukwa

Freitag, 2. Februar 2018

Innere Landschaft

Sed Omnia Praeclara Tam Diffeilia Quam Rara Sunt.
                                                                           Spinoza 

Gestern den ganzen Tag Heimatkunde betrieben. Heimatgeschichtliche Bilder/Fotos betrachtet. Drei schöne Fotos der alten Synagoge von Kaiserslautern gefunden. Meine Großmutter erzählte mir viel darüber. Es ist wichtig über das Nachzudenken was man in sich trägt. Über das Vorhandensein eines Fundus innerer Landschaft und Begebenheit. Es ist wichtig diese innere Landschaft zu erweitern, einen Weg, eine Verbindung zu suchen zu unseren Vorfahren, zu ihren Landschaften.
hukwa