Freitag, 21. Februar 2020

Jeden Tag...

Jeden Tag
ein Gedicht
eine Malerei
die Embryologie einer Zeichnung
die Geburt einer Skulptur
jeden Tag.
hukwa

Donnerstag, 20. Februar 2020

Morgen im Wald

Ein milder dusterer Februarmorgen. Draussen ist es mild und es regnet. Es ist die Alchemie der Nacht die am frühen Morgen ihre Wirkungen entfaltet. Schon am Kaffeetisch fange ich sie ein, in einem Gedich,t in einer Zeichnung.

Früher Morgen
blattlos noch die Bäume
die Eichen wirken wie Kentauren
Wurzelstöcke wie Gorgonenhaupt
Medusa schaut aus Felsgestein
erzählen von der Signatur der Natur
der Häher rief zweimal
nichts vergeht wirklich
nichts ist wirklich Gegenwart.
hukwa

Mittwoch, 19. Februar 2020

Leben

Es ist ein Suchen
selten ein Finden
es ist ein Niemals
sich Ergründen.
hukwa

Dienstag, 18. Februar 2020

Montag, 17. Februar 2020

Sonntag, 16. Februar 2020

Kleine Birke

Im kahlen Garten biegt sich
die Birke sanft im Wind
und unter ihr glänzt lieblich
der Krokus zart und lind.
hukwa

Samstag, 15. Februar 2020

Vorfrühling - Haiku

Weidenschatten am Waldweiher
darinnen
das Spiegelbild des Frühlings.
hukwa   

Am eiskalten Waldbach
früh am Morgen
die Blüte der Weidenkätzchen.
hukwa

Donnerstag, 13. Februar 2020

Geburt der Zeichen

Das Traumrätsel
ins Bild gefasst
Höllenwinde und Geisterfahnen
zeigen sich auf weißem Papier
Kunst oder Schein
geritzt in Holz und Stein
es waltet die Kreativität 
drint aus der Nacht ans Tageslicht
die Schleier fallen
Geburt der Zeichen.
hukwa

Samstag, 8. Februar 2020

Reise

Die Schatten der Nacht
am frühen Morgen
gegen vier Uhr
erzählen mir
von der Reise durchs Unbewusste
der Abglanz aus uralten Zeiten
durchzieht wie ein Gemälde
meine Erinnerung
jene Formen und Farben
die man nicht abruft
die aber immmer vorhanden sind.
hukwa

Mittwoch, 5. Februar 2020

Untergehender Planet

Es ist ein Wandern durch die Zeit
der Welt fehlt die Geborgenheit
ein Plastik Gehäuse ist der Planet
der Wohlstand macht euch blöd
was interessiert es euch
wie s den Pflanzen und Tieren geht
gesättigt von der Zeiten Dinge
merkt ihr nicht das der Planet untergeht.
hukwa

Montag, 3. Februar 2020

Beim grünen Einhorn

In den uralten Wäldern
bei den sinnenden Bäumen
in der Heimat von Nymphen
wo der Faun haust
dort wo das grüne Einhorn
im dichten Gestrüpp sich versteckt
in dieser Einsamkeit
wartet auf mich
mein wahres Ich.
hukwa

Unter leuchtenden Sternen

Es ist die Urharmonie und der Urzwiespalt der allen tieferen Künsten gemein ist, der zum künstlerischen Schaffen anregt. Eines der letzten Geheimnisse in einer entzauberten Welt. Das Gedicht ist eine Phänomenelogische Verbindung von Meditation und eigenem Erlebnis, es fordert jeden Tag heraus geschrieben zu werden.
In den dunklen Winternächten 
erzählt mir die Einsamkeit Geschichten 
Melancholie leuchtet aus den Sternen 
zwischen Mond und Venus 
irren meine Gedanken umher. 
hukwa

Samstag, 25. Januar 2020

Im Halbdunkel

Das ich mit der Gesellschaft immer in Gegensatz lebe hängt vor allem damit zusammen, das ich tiefer Denke als meine Mitmenschen. Die meisten von ihnen hören mit dem Denken auf wenn es an die Tiefe geht, für mich fängt das Denken hier erst an. 
Im Halbdunkel 
dieses Wintermorgens 
die Kerze erhellt den Raum 
draußen das kalte Neonlicht der Straßenlaterne 
dringt leicht ins Arbeitszimmer ein 
aber schon suchen die Vögel nach Futter 
der Tag bleibt wohl düster  
also schüre ich das Feuer dass meine Seele zum Leuchten bringt. 
hukwa

Donnerstag, 23. Januar 2020

Bewegung

Ich bewege mich durch das Labyrinth meiner Bibliothek. Hier ist die Heimat meines spähenden und suchenden Geistes. Hier wo, Schriften aus Jahrhunderten gestapelt sind  wird Vergangenheit und Zukunft zur Gegenwart.
Früher Morgen 
draußen herrscht noch Dunkelheit 
Eis und Reif bedecken die Landschaft 
das Gestern und das Heute 
ein Zusammenfluss 
Vergangen wie Stunden 
die Jahrzehnte 
dazwischen Seiltänzerisch 
Erfahrungen und Erinnerungen. 
hukwa
 

Mittwoch, 22. Januar 2020

Innere Ruhe

In der Zeit liegt ein vergänglicher Schimmer, sich täuschend in zerbrochenen Spiegeln, doch in der Achtsamkeit dieses Januarmorgen der überfüllt ist mit Reif und Eis, da die Vögel hungrig das Futterhaus aufsuchen, liegt auch eine bestimmte Klarheit, man muss sie nur finden.
Oft sitze ich an entlegenen Orten
in dicht gewachsenen Wäldern
wo Farn und Brombeersträucher
mich liebevoll umranken
die Meisen auf den Zweigen
mich neugierig beobachten
und aus der Ferne
des Schwarzspechts Ruf zu mir tönt
hier verweile ich oft
am stillen Ort
in innerer Ruhe.
hukwa

Dienstag, 21. Januar 2020

Bleibt fern

Die Wälder bleiben still
in fester Meditation
noch sind sie da
bleibt in euren stickigen Städten
die Bäume mögen euch nicht
euer Betonbewusstsein
und eure verfinsterte Herzen
haben hier nichts verloren.
hukwa

Montag, 20. Januar 2020

Zeitlosigkeit

Zeit
geborgen in den Schichten des Steins
umklammert von Wurzeln der alten Fichte
frostiger Morgen
Wälderstille
angekommen
in der Zeitlosigkeit der Zeit.
hukwa

Samstag, 18. Januar 2020

Beleuchtung

Meine Dichtung dringt ein in vergangene Welten, streift aber auch die Gegenwart.

Das Dunkel der Kerzenflamme
an einem Wintertag
wie Heute
beleuchtet sanft
die Phänomenologie des Geistes
jenseits des nihilistischen Existenzialismus
zünde ich eine weitere Kerze
für Platon.
hukwa

Freitag, 17. Januar 2020

Aufgabe der Poesie

In Rettungloser Einsamkeit
wandelt das Ich durch die Welt
Worte mit Wille gesprochen
gesammelt in Zeitgedichten
flüstern sie im Exil der Jahre
zwischen Ich und Existenz
das Sein suchend
ist eine Aufgabe der Poesie.
hukwa

Donnerstag, 16. Januar 2020

Philosophieren

Ein stiller Nachmittag im Januar. Manchmal ist es sogar für Minuten absolut still. In solchen Stunden denkt es in mir. Es ist die Zeit des Philosophierens. Die Philosophie will eine andere Stimmung als die Dichtung. Tiefe Philosophie verwirklicht sich in der Stille der Zeit. Denn philosophieren ist mir kein Nur-Denken sondern tranzendentes Denken. Der Geist muss im Denken mitschwingen. Im Geiste zu hause zu sein und gleichzeitig Denken das ist Philosophieren.
hukwa

Dienstag, 14. Januar 2020

Vergessener Traum

Ein dunkler Januarmorgen, trüb und regnerisch, 
an dem sich die Stille schließt und einkehrt. Es sind 
die magischen Seelenkräfte die sich nun entbinden im 
Dichterwort. 
            hukwa    

In der Mondfülle der Nacht
am Ufer des Waldteichs
in der weichen Milde
des leichten Regens
flackert einsam im halben Dunkel
unter den alten Fichten
die Flamme aus Eis
genährt von einem vergessenen Traum
fern der künstlichen Welten
ein letztes antikes Paradies
gerahmt von tiefen Ahnungen.
hukwa

Montag, 13. Januar 2020

Jenseits der Gegenwart

"Poesie ist angewiesen auf jene höhere Form der Deutung, 
die im Missverstehen liegt. Wenn ein Gedicht niedergeschrieben ist, 
endet es wohl, hört aber nicht auf, es sucht sich ein anderes Gedicht 
in sich selber, einen Leser, eine Antwort. 
                                                                          P. Salinas  

Ein früher Morgen im Januar
Jenseits der Zeit
im Augenblick vor dem Wort
mit dem ein Gedicht beginnt
die Kälte des Tages streift das blühende Chaos
des bewegungslosen Augenblicks
der sich im Echo des Traumes
der vergangenen Nacht spiegelt.
hukwa  

Hermetische Dichtung ist eine Art Schutzschirm gegen die äußere Welt. 
Eine Verinnerlichung, ein Fluchtpunkt. 
hukwa

Sonntag, 12. Januar 2020

Winterliche Einsamkeit

Müde zog der Januar ins Land
Regen und Nebel
Kaltes Land
Götternebel
Januarmond
Die Elfen tanzen am Weiher
Winterliche Einsamkeit.
hukwa

Donnerstag, 9. Januar 2020

Mythos und Gedicht

"Die Welt hat ein Ausmaß an Vulgarität angenommen, dass die Verachtung des geistigen Menschen die Gewalt einer Leidenschaft erreicht". 
Baudelaire   

Das hermetische Gedicht ist dem ursprünglichen Mythos gleich. In ihm liegt etwas feierliches verborgen das den Leser und Dichter in eine höhere Sphäre eindringen lässt.
hukwa

Mittwoch, 8. Januar 2020

Mallarme

Gestern Abend noch einige zeit in den Gedichten von Mallarme gelesen.  In seinen frühen Gedichten spürt man die lyrische und romantische  Verwandtschaft mit Edgar Allan Poe. Die morbide, tiefgründige und psychologische Schreibweise von Poe widerspiegelt sich in diesen frühen Werken des Franzosen. Als hermetischer Dichter gefällt mir Mallarme besonders gut.
hukwa

Beim studieren alter Bücher

Lauschend lesen
hinein sich denken
das vergilbte Blatt
mit altem Wort
im geheimen Zirkel zu lesen
wälzend durch die Jahresringe der Jahrhunderte
fast verdorrte Wurzel
füllt sich mit neuem Leben.
hukwa

Freitag, 27. Dezember 2019

Sich Gedanken machen...

Unaufhaltsam schreitet die Vernichtung unserer Mitwelt voran. Noch könnte man die ökologische Katastrophe verhindern aber die Gier nach immer mehr wirtschaftlichen Wachstum, nach immer mehr Luxus und Komfort scheint das einzige zu sein was die Masse der Menschen interessiert. Es sind Wenige die sich dem Wahnsinn entgegenstellen, die Meisten scheren sich nicht darum wie es der Umwelt geht. Hauptsache ein bequemes angenehmes Leben! Gerade jetzt vor dem Beginn eines neuen Jahres, sollte man endlich damit beginnen sich auch einmal um die Um- und Mitwelt Gedanken zu machen.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Heiliger Abend im Wald

Im Fichtenhain - Foto©UteKW
Kindheit und Weihnachten das ist ein Schlüssel in eine vergangene Zeit, in unbekümmerte Jahre der Zufriedenheit. Und wenn wir uns als Erwachsene wieder zurückdenken in diese fast mythische Zeit erscheint sie uns wie verklärt, weil ihr eben ein besonderer Zauber innewohnt.

Als Erwachsener kann man diesem Zauber kaum mehr nachempfinden. Wir nennen diese Erinnerungen romantisch und misstrauen ihrer Wirklichkeitsnähe – war es so oder habe ich damals geträumt? Aber – es scheint tatsächlich so gewesen zu sein.

Es war ein Heiliger Abend in den 1960zigern Jahren. Am späten Nachmittag unternahm ich mit dem Großvater noch einen Waldspaziergang. Im Wald war es düster und vom Himmel fielen die ersten Schneeflocken. Die Landschaft schien wie verzaubert. Auf dem Boden breitete sich das Laub wie ein Teppich aus und ein tiefes Schweigen umfing uns. Zuhause wurde der Christbaum geschmückt doch auch hier in der Natur empfand ich ein Gefühl der Geborgenheit. Da sprengten Baumwurzeln den spröden Stein, im Dickicht piepste eine einsame Meise, hier ragten Wurzelwerk und Äste in den Himmel, in seiner Einsamkeit schien der Wald doch reges Leben zu entfalten. Von Minute zu Minute wuchs die Spannung, in wenigen Stunden war Weihnachten.Wir machten uns langsam auf den Heimweg und die Dunkelheit legte sich sanft über die Bäume. Der Großvater schlug einen schmalen, von Hecken bewachsenen Pfad ein. Der Schneefall war stärker geworden, wir zwängten uns durch den engen Weg an dessen Ende ich etwas leuchten sah. Je näher wir diesem Licht kamen desto geheimnisvoller erschien es mir. Dann stand ich davor, mitten im Wald, ganz einsam, stand eine kleine verkrüppelte Fichte, feierlich geschmückt und sogar eine Kerze brannte. Das war des Werk des Christkindes sagte der Großvater und ich glaubte ihm aufs Wort.
Aus der kleinen Fichte ist inzwischen ein mächtiger Baum geworden und am Heiligen Abend verlasse ich manchmal für eine Stunde das Haus und zünde an diesem Baum ein Kerzlein an und reise für kurze Zeit dorthin wo das Leben noch feierlich war – in die Kindheit. 

hukwa 

Montag, 23. Dezember 2019

Nahendes Julfest

Der Winter, vor allem die Weihnachtszeit ist nicht nur eine besinnliche sondern auch eine nachdenkliche Zeit. Für jene Menschen die sich viel mit dem Mythos und der Geschichte beschäftigen ist er auch die Erinnerung an heidnisches Brauchtum. Die Kirche hat es verstanden, die alten heidnischen Feste zu assimilieren aber bei vielen Menschen existiert die alte Zeit im kollektiven Unbewussten noch weiter. Das ist die Kraft des Mythos.
hukwa

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Hermeneutik

Meine Bibliothek fasst sehr viele Bücher, die auf zwei Räume verteilt sind. Dies ist meine geistige Heimat. Eine solche Bibliothek ist Heimstätte und Labyrinth zugleich. Doch ich irre nicht durch sie hindurch, ein unsichtbarer Ariadne Faden sorgt dafür das ich mich mit den niedergeschriebenen Gedanken von tausenden Geistern befreunde.
hukwa

Dienstag, 17. Dezember 2019

Philosophie

Philosophie hat immer zu tun mit dem Ganzen der Welt, in ihrer ewig polaren Stimmung zwischen Finsternis und Licht.
hukwa

Sonntag, 15. Dezember 2019

Mitphilosophieren

Heute Morgen sehr früh mit dem Philosophieren begonnen. In der Philosophiegeschichte gelesen und Mitphilosophiert. Nach Hegel arbeitet sich der Geist (souveränes Wissen) durch die ganze Weltgeschichte und all seine Bewusstseinsgestalten um schließlich als reiches Wissen zu sich selbst zu kommen. erst dann ist der Geist zu Hause - mit sich selbst versöhnt. Diese "Versöhnung" ist es die den Menschen zu etwas "Ganzem" werden lässt.
hukwa

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Seid mir willkommen

Seid Willkommen
Gedanken
die aus der Tiefe entspringen
wie eine Doppelsonne
erhellt sie meinen Kosmos
lebendige Offenbarungen
kosmischen Seins.
hukwa

Dienstag, 10. Dezember 2019

Eine heidnische Zeit

Der Winter ist die Zeit in der sich die Erinnerungen an heidnische Überlieferungen, Kulte und Bräuche am besten erhalten hat. Vor allem in den ländlichen Regionen wo in der Landschaft noch viele mythologische Personifikationen erhalten sind. Eine Zeit für Mythologie und Poesie, Romantik und Märchenzeit. Jetzt kann man besonders gut in die Tiefen der Vergangenheit reisen, der Geist ist jetzt Ganzheitlich ganz dem Sein nahe. Die Trennwände in die Tiefere Geschichte sind jetzt besonders dünn.
hukwa

Sonntag, 8. Dezember 2019

Mythos und Sein

In einem romantischen Sinne ausgesprochen ist es die Urzeit vor der Geschichte wo der Mythos seinen Anfang haben muss. Diese Urzeit ist abgelagert in unserem kollektiven Unbewussten. In diesen Zeiten "vor den Zeiten" eine Geistes-geschichtliche Wanderung zu unternehmen ist die Aufgabe des Mythographen. Die Mythengeschichte ist zugleich der Anfang der Seinsgeschichte der Menschheit. Über die zerfallenen Ruinen des alten Griechenlands und Rom hinaus führt der Weg zur Erkundung der Seinsgeschichte.
hukwa

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Weltinnenraum

Wenn man den Mythos verstehen will muss man sich ein Gefühl für das Vergangene erschaffen. Von jener Urzeit da es noch keine Schrift gab und die Menschheit sich noch in einem Traumzustand bewegte. Der Mythos das ist die Zeit vor dem Logos. Er erzählt uns die "innere Geschichte" der Menschheit. Die Heimat des Mythos ist der WELTINNENRAUM:
Hier 
verweile ich den ganzen Morgen 
WELTINNENRAUM 
den jeder besitzt 
doch die wenigsten wissen es 
Hier 
wo die Zwischenwände aus Glas sind  
so das man tief in die Vergangenheit schauen kann 
in solchen Welten zu hause zu sein 
dies macht den Weltaußenraum erträglicher. 
hukwa
 

Sonntag, 1. Dezember 2019

Eingeschränkte Zeit

Jetzt da die Wälder
noch stiller und ruhiger werden 
spürt man den Atem der Erde besonders
man ist ihr sehr nahe
der Altmutter Gaia
einsam und eisig
der alte Apfelbaum am Feldrain
Frühe Luft
eines kalten Dezembermorgens
die festhält
die eingeschränkte Zeit.
hukwa

Samstag, 30. November 2019

Tragender Grund

Früh am morgen im Wald gewesen. Meditativ meine Umgebung aufgenommen. Es war noch dunkel und neblig. Um in die Natur einzudringen muss man schweigen können. Fern dem Geschwätz der Menschen erfahre ich die tiefen Geheimnisse der Natur.
hukwa 
Die Philosophie ist das tiefe Denken, das Suchen im Sein. Die Dichtung ist wie der Mythos in den Urgründen der menschlichen Seele zu hause.
hukwa 
Wenn Dichtung der "tragende Grund" der Geschichte ist, dann ist der Mythos der tragende Grund unseres Seins.
hukwa   

Am Morgen in der Frühe 
bin ich dem Noch-Nicht 
besonders nahe 
dieser kleinen abstrakten Existenz  
mit der ich mich in die Geworfenheit eines neuen Tages begebe 
auf der Suche nach einer Situation  
die mir dabei hilft 
die verlorene Utopie wieder zu finden. 
hukwa

Donnerstag, 28. November 2019

Dusterer Horizont

Vor dem dusteren Horizont der globalen Klimakatastrophe bleibt den Wenigen nichts anderes übrig als weiter zu kämpfen.
Mit diesem Gedanken bin ich heute Morgen aufgewacht. Es gibt immer Herausforderungen die man angehen muss. Dies ist einfach Teil unseres menschlichen Seins.
hukwa  

Der frühe Morgen das ist die Zeit der Philosophie für mich. Wenn die Gedanken klar und rational werden aber dennoch berührt werden vom nächtlichen Traumleben, von Mystik und Mythos, von den Traumgestalten der Nacht, beginnt für mich das Philosophieren. Es ist der Zusammenfall von subjektiven und objektiven Denken das hinführt zu Hegels absoluten Geist.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2019

Vom denken zum Sein

Das Werden ist der Weg der vom Denken ausgeht. Denken ist Sein und das Sein erfassen wir nur als Werdende. Es ist der Geist des Werdens der hinaus weist in jene Regionen die vom Schein zum Sein führen, seit sich der Logos aus dem Mythos herausschälte.
hukwa

Montag, 25. November 2019

Viele und Wenige

Es ist keine Schreiberei wenn ich nicht den Stift in der Hand habe und das Notizbuch vor mir. Am PC kann ich verarbeiten doch die Kreativität fließt durch den Schreibstift. Es ist mir wichtig das ich meine Texte in Tage und Notizbüchern gesammelt habe als sie nur in Dateien im Computer abzulagern. Außerdem schreibe ich nicht für die "Vielen" sondern für die "Wenigen".
hukwa

Samstag, 23. November 2019

Fährtensucher

Wenn man älter wird hat das Leben oft eine Ähnlichkeit mit dem eines Fährten oder Spurensuchers. Nur das man der Spur nicht nach vorne folgt sondern zurück in die Vergangenheit. In dem man Rückwärts schaut sieht man doch auch in die Gegenwart und Zukunft. Es gibt den Ort wo alles zusammen trifft. So ist es auch mit der Philosophie. Irgendwann treffen subjektiver und objektiver Geist zusammen. Dann bekommt man die erste Ahnung vom absoluten Geist.
hukwa

Donnerstag, 21. November 2019

Götternebel

Auch an diesem Morgen
ist die Welt vereist
Raureif und Kälte
Götternebel 
im Garten Vogelleben
in der Nacht und manchmal am Tag
schaut der Fuchs hier vorbei
hier
jenseits des Mollochs
der Städte
liegen
Vergangenheit und Gegenwart
eng bei einander.
hukwa

Montag, 18. November 2019

Wenn die Erde sich noch einmal Entbinden würde

Wenn die Erde nochmals Wesen entbinden würde
gäbe es ein Paradies ohne Dämonen
die Schrift wäre verdammt und es gäbe keine Mathematik
die Jenseitsrätsel würden entfallen
den die Erde wäre jung und frisch
ein Garten voller Blumen und Bäume
wo das Lamm neben dem Wolf schläft
wenn die Erde noch einmal jung wäre
gäbe es keine Menschen wie die Heutigen auf ihr
entlang der blühenden Pfaden wanderten keine Roboter
wenn die Erde sich noch einmal entbinden würde.
hukwa

Sonntag, 17. November 2019

Manchmal

Manchmal trifft man Einen. Denn man seit vierzig Jahren nicht gesehen hat. Eine Menge Wasser floß seit dieser Zeit den Fluss hinunter. Und als erstes fällt mir dann der Spruch des Heraklit ein: Du kannst nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen. Sucht man die Wahrheit findet man sie oft bei den alten Philosophen.
hukwa

Samstag, 16. November 2019

Eigenzeiten der Natur

Wir benötigen für eine ökologische Zukunft weniger Konsum und mehr "Langsamkeit". Politische Ökologie muss dafür sorgen, das die Eigenzeiten der Natur zum Maßstab für die Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt erhoben werden. Dies wäre ein "Leben mit der Natur" in der Gegenwart.
hukwa

Dienstag, 12. November 2019

Nur ein kleines Werk

Jeden Morgen versuche ich dem Tag ein kreatives Werk abzuringen. Und sei es nur das Werk eines Augenblickes. Wie ein Haiku. Es begleitet mich dann wie ein Wappenschild den ganzen Tag und hilft mir dabei die Infamitäten des Alltags abzuwehren.
hukwa

Sonntag, 10. November 2019

Mythos und Logos

Um 5.Uhr aufgewacht. Nach draußen gegangen.Eiskalte, klare Luft. Die Gedanken an solch einem Morgen sind wie Eiskristalle, die ideale Voraussetzung für philosophische Denken. Am Abend in den Vorsokratikern gelesen. Zeitreise. Versuch in jene Epoche einzutauchen wo sich Mythos und Logos getroffen haben - Klarheit und tiefe Dunkelheit.
hukwa