Samstag, 20. Januar 2018

Computerisierung der Existenz

Wer mit Autobahntempo durchs leben rast, muss die Welt zwangsläufig mit anderen Augen sehen als jener der in seinem Leben nach meditativen Ruhepunkten sucht. Doppeldeutig ausgedrückt sind die meisten Menschen mehr "Autofahrer" als "Fußgänger". Es ist ja so dass viele ihr eigenes Lebenstempo nicht mehr selbst bestimmen sondern es von der Gesellschaft bestimmen lassen.
Durch die Macht der Medien ist lang schon eine Computerisierung in die Existenz der Menschen eingetreten.
Wenn wir das ganze einmal aus der Geschichte heraus betrachten, erkennen wir schnell wie sich die Menschen im Lauf der Jahrhunderte zu immer schnelleren "Lebensläufern" entwickelt haben. 

Lauft weiter! ich sitze am Wegrand und beobachte euch.
hukwa

Dienstag, 16. Januar 2018

Taogedicht 2.

Der halbe Mond am Himmel
die Kälte
das leichte Licht erinnert
mich an einen bestimmten Weiher
in den Wäldern
die Erinnerung an ihn
Spiegel meiner Seele.
hukwa

Montag, 15. Januar 2018

Taogedicht 1.

Fünf Uhr am Morgen 
die Kaffeemaschine surrt
der klare Sternenhimmel
der Halbmond
die Kälte wirft glitzernde Eisblumen
ans Fenster
in mir die kleine Freude
mich der Morgenmeditation hinzugeben.
hukwa

Donnerstag, 11. Januar 2018

Am Abend sang die Amsel

Gestern als die Abenddämmerung heraufzog sang tatsächlich eine Amsel ihr Abendlied. Das erste mal das ich sie so früh hörte. Es ist sehr mild und frühlingshaft, eine alte Bauernweisheit sagt:
"Kommt der Frost im Januar nicht,
zeigt er im Frühjahr sein Gesicht".
Im vergangenen Jahr war es ebenso, im April kam noch einmal richtige Kälte, an solchen milden Wintertagen beginnt das Warten aufs Frühjahr.

Das Lied der Amsel
im Januar
singt den Frühling herbei.
hukwa

Dienstag, 9. Januar 2018

Denkspuren

Wenn wir uns schreibend erkunden, schalten wir uns ein in jenen Kreislauf und Prozess der
philosophia perennis der existiert seit es eine Schrift gibt.
hukwa

Schreibend die Welt Erkunden
heißt sich denkend vorantasten
und die Früchte im geschriebenen Wort
fassbar machen.
hukwa

Montag, 8. Januar 2018

Menhir, Thoreau, Zeitreise - Moder der Vergangenheit

Gestern Abend Bd.II. von Thoreaus Tagebüchern zu lesen begonnen. Recht gute Übersetzung. Ich habe Jahrzehnte auf diese Tagebücher gewartet. Der dritte Band erscheint im März.
Gestern noch einen neuen Text über den Menhir von Bann geschrieben.
In der Nacht auf Zeitreise in der Antike. 

Im Wald empfing mich heute Morgen jene Stille die ich besonders liebe. Nach dem vielen Regen, der milden Temperatur herrscht heute Morgen trockene Temperatur vor. 

Im Labyrinth der Lebensringe

Eine Erzählerin ist die Erinnerung
verinnerlichte Mauer
die Einsamkeiten umfriedet
wer ihr lauscht
der ist befreit vom Moder
der Vergangenheit.
hukwa.


Sonntag, 7. Januar 2018

Lesen im Baumkalender

Heute bin ich mal wieder zum alten Menhir gewandert. Seit Tagen regnet es durchgehend, der Waldboden ist aufgeweicht überall Wasserpfützen und sehr mildes Wetter. Der Januar ist normalerweise der stillste Monat in den Wäldern. Doch durch das milde Klima herrscht reges Leben in den Wäldern. Die Vögel führen sich auf wie im März. Ich studiere an zwei gefällten Buchen die Jahresringe, sie sind die wahren Naturkalender. Man kann daran nicht nur das Alter des Baumes erkennen, sondern über den jeweiligen Jahresringzuwachs auch Rückschlüsse auf Klimabedingungen und andere Einwirkungen ziehen. Jene die im Buche der Natur lesen können wird es in den Wäldern nie langweilig.
hukwa

Freitag, 5. Januar 2018

Seele ist Wirklichkeit

Das die Seele ein Fakt also Realität ist hat C.G.Jung sehr ausführlich beschrieben. Die Seele ist wirklich. Jung weist darauf hin, das jeden Erfahrung "psychisch" ist. Alle Sinnesempfindungen, die ganze auf dem Sinneswege auf uns wirkende Welt ist ja nur durch die Abbildbarkeit der Objekte der uns umgebenden Welt erfahrbar. Somit wird Psyche zu einem Fakt des Weltinnenraums als auch des Weltaussenraums. Sobald sich der Bereich des Traums und der Imagination für den Menschen auftut wird Seele Wirklichkeit.
hukwa

Donnerstag, 4. Januar 2018

Weltinnenraum

Dort wo die wirkliche Welt mit der "nichtwirklichen" Welt zusammentrifft ist der Nabel der Welt. Kommen wir dort an betreten wir den Weltinnenraum, jene zeitlose Landschaft wo die Archetypen zu Hause sind. Wie im Weltaussenraum finden auch im Weltinnenraum Begegnungen statt. Hier leben auch die Immerwiederkehrenden. Um in dieses Reich zu gelangen bedarf es der Imagination als Stütze.
Der Weltinnenraum Reisende weiß das die Welt noch lange nicht entzaubert ist.
hukwa

Sonntag, 31. Dezember 2017

Silvester Spaziergang

Steinhart der Boden
unter meinem Fuss
Silvestersonne steht zum Gruß
ich laufe durch den Wald
wandere durch die Flur
gemeinsam mit Merlin und Koridwanimur
wer meint der Mythos lebe nicht mehr
denkt falsch
er schaut das Unsichtbare nicht mehr
im Nebel blinkt Excalibur
die Elster im Dickicht wacht
ich weiß das sie meine Gedanken bewacht
noch tiefer ziehts mich in den Wald hinein
Landschaft und Mythos sind wieder vereint.
hukwa

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Die Rauhnächte beginnen

Weihnachten ist vorbei und der Werktag kehrt zurück. Zwischen dem 25.Dezember und dem 6. Januar liegen die zwölf Rauhnächte, auch Losnächte genannt. Gestern Abend zog starker Wind auf. Wenn in diesen Tagen die Stürme über das Land brausen reitet die Wilde Jagd durch die Lüfte. Wotans Heer zieht ruhelos umher und will sich an den Abtrünnigen des alten heidnischen Glaubens rächen. Die ganze Nacht hat es geregnet und es wehte ein starker Wind der durch die Äste der dicken Buche vor der kath. Kirche Pfiff. Als ich heute Morgen gegen 6.Uhr aus dem Fenster sah lag eine seltsame Stimmung über der Landschaft. Eine Stimmung wie man sie nur in diesen Tagen spüren kann.
hukwa

Dienstag, 26. Dezember 2017

Jetzt öffne die Tür

Es ist eine Reise ins Nichts
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag zu mir spricht
aus alten vergangenen Zeiten
erst ist da Nichts
dann erscheint ein Licht
und ich darf in der Akasha-Chronik lesen.
hukwa

Meine Heimat ist der Geist oder das Reich des Geistes. Ich habe kein Bedürfnis zu verreisen um etwas "anderes zu sehen", wie das viele meiner Bekannten regelmäßig tun. Wahrscheinlich hängt dies damit zusammen, das ich einfach tiefer denke als die Andern. Während meiner Waldgänge öffnet sich mir nicht nur ein großer Makrokosmos sondern auch ein unendlicher Mikrokosmos. Die kleinen Erscheinungen in den Wäldern lassen mich die wahren Geheimnisse Schauen.

Die dunklen Wälder im Dezember
atmen die Wehmut
verlorener Tage
der alte Waldpfad
Weg der Erinnerung
Jetzt öffne die Tür
und lass das Unbekannte herein.
hukwa

Montag, 25. Dezember 2017

Denksatz

Als Gott die Gehirne schuf
hat er sich damit in gar keiner Weise
verpflichtet
für deren Leistungen
eine generelle Garantie zu übernehmen.
Montesquie

Samstag, 23. Dezember 2017

Heidnisches Weihnachtsgedicht

Ahnend die Sprache der Nacht
lausche ich dem Flüstern der Bäume
Schrei einer einsamen Krähe
Klage der alten Unke
wie Hexenkörper die Weide am Bach
noch eine kurze Weile
und die Bäume werden Engel sein.
hukwa

Dienstag, 19. Dezember 2017

Ein Elixier des Lebens

Ich glaube die meisten Menschen spüren in sich manchmal eine Art Berufung. Doch sie hören nicht auf diesen "Ruf". Ihre Arbeit und Freizeit ist ihr Zeitvertreib und ihre  Berufung verkümmert jämmerlich. Die Berufung ist mehr als bloßer Schein und Zeitvertreib sie ist ein Elixier des Lebens.
hukwa

Als ich Heute Morgen um 5.Uhr aus dem Fenster sah schien die Welt vereist, der Schnee war gefroren und der Mondschein verzauberte die Landschaft. Als der Tag langsam aufging zog es mich hinaus zu einem Morgenmeditationsgang im Wald angekommen ging mir ein Gedicht von W. Wordsworth durch den Sinn:

"Jede natürliche Form, Fels, Frucht oder Blume
sogar den losen Steinen auf der Landstrasse
gab ich geistiges Leben:
Ich sah das sie fühlten
        ...und alles
was ich sah, atmete inneres Leben.
hukwa

Montag, 18. Dezember 2017

Schneemorgen

Die freie unabhängige Philosophenexistenz würde ich nicht gegen alles Geld der Welt eintauschen.
hukwa

Als ich heute Morgen um 5.Uhr aus dem Fenster sah, war die Landschaft weiß. Die ganze Nacht fiel Schnee. Noch im Morgengrauen zog es mich hinaus. Die verzauberte Schneelandschaft ist ein Gedicht der Natur.

Schneemorgen
Die ganze Nacht ist Schnee gefallen
am frühen Morgen zieht es mich hinaus
die Erde ist festgefroren
der harte Frost befreit den Geist von unnötigen Gedanken
die Bäume sind erstarrt
Stille eines winterlichen Schneemorgen
Zeit innerer Reife.
hukwa

Freitag, 15. Dezember 2017

Tierwesen

Wenn ich vom Fenster aus die Vögel im Garten beobachte Amsel, Dompfaff, Meisen, Elster, Krähen und andere denke ich oft an jene bekannten die meinen sie kennen alle unsere heimischen Vogelarten. Möglich, einige kennen sie mit ihrem Namen vom Wesen des Tieres verstehen sie aber gar nichts.
hukwa

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Hektik

Wenn man zu hastig lebt kehrt eine Sinnlosigkeit in unser Dasein ein. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit bemerke ich bei meinen Mitmenschen eine fast andauernde Hektik. Doch gerade jetzt ist doch eine Zeit der Muse und des Innehalten angesagt.
hukwa

Montag, 11. Dezember 2017

Wildäpfel

Ich vermisse den Geschmack eines guten Wildapfels, in diesem Jahr sind die Blüten des Wildapfelbaums von dem ich im Herbst die Früchte nach Hause trage verfroren. So hat er keine Äpfel getragen. Ich liebe den Geschmack des Wildapfels, einmal muss der Frost über seine Frucht ziehen, dann bekommt er seinen typischen Geschmack. Seit vielen Jahren trage ich Wildäpfel im Herbst vom gleichen Baum nach Hause. Ich hoffe das er im nächsten Jahr wieder viele Früchte tragen wird.
hukwa

Samstag, 9. Dezember 2017

Eins-Sein

Wenn ich alleine durch die Wälder streife kommt irgendwann der Augenblick in dem ich versuche eins mit der Natur zu sein. Dies ist ein besonderer Seinszustand. Wer ihn nicht kennt kann auch nicht mitreden. es ist die Sorglosigkeit der Freiheit die dann über mich kommt. In den Wäldern soll man sich in Demut üben dies stärkt die Persönlichkeit.
hukwa

Freitag, 8. Dezember 2017

Kein Geschwätz

In den Wäldern finden wir immer etwas neues. Auch mit den Tieren und Geräuschen des Waldes verhält es sich so. Du musst nur richtig lauschen, irgendwann hörst du einen Ton, eine Vogelstimme ein knarrendes Baumgeräusch das du bisher noch nicht gehört hast. letzte Woche brachte ich ein Rehgehörn nach Hause, heute Morgen eine Vogelstimme die ich bisher so noch nie gehört habe. Dies sind die wahren Neuigkeiten die mich interessieren, nicht das Geschwätz der Menschen.
hukwa

Donnerstag, 30. November 2017

Schneemagie

Schnee am Morgen. Nach einem frühen Waldgang beobachte ich vom Arbeitstisch aus, die Vögel im Garten. Im Rosenstrauch sitzt einsam eine Amsel, am Futterhaus ist reges Leben. Ein Bild das mich an die Kindheit erinnert. Solche Momente sind Zeitreisen. Im Ofen knistert ein warmes Buchenholzfeuer. Die Magie von Neuschnee ist für mich etwas erhabenes.
hukwa

Illusionen

Einer der schädlichsten Illusionen, zu der wir uns verleiten lassen können, ist der Glaube, wir seien unteilbare, unveränderliche, total beständige Wesen.
Piero Ferrucci

Mittwoch, 29. November 2017

Es gibt ein Gemeinsames...

Es gibt ein gemeinsames Benennen,
ein gemeinsames Atmen,
alles steht miteinander im Einklang.
Hippokrates

Dienstag, 28. November 2017

Gedichteschreiben ist wie die Arbeit des Mistkäfers

Tagsüber versuche ich Eins zu sein
mit Vogel Baum Strauch und Stein
oft sitze ich mit verschränkten Beinen
stundenlang unter einem Baum
ich lebe wie der Reiher hier im Tal
bewundere Mondlicht und Sonnenschein
Gedichte schreiben ist 
wie die Arbeit des Mistkäfers
Gelebte Poesie.
hukwa

Sonntag, 26. November 2017

Weidengreisin

Wie eine Greisin
der alten Zeit
steht die knorrige Weide
Dunkel und Weise
der Wind saust vorbei
ruht einen Moment
im Geäst der Greisin
des uralten Baumes
brüchige Rinde
uralt
spricht hier die Greisin
der Geist der Weide
gedenke meiner
hier stand ich einst
in jungen Jahren
gertenschlank 
im Frühlingstanz.
hukwa

Erinnerungsarbeit

Das Bei-sich-selbst-sein ist mir eine sehr wichtige Bewusstseinsstufe, ein Geschenk der Götter. Was als Gefühl und Ahnung begann daraus wurde eine philosophische Technik. Über sie gelingt es mir jene Zonen meines Unbewussten und meines Geistes zu erreichen die sehr tief in mir verborgen sind. Man erreicht jene Stufe des Erinnerns in denen noch Reste und Inhalte aus längst vergangenen Zeiten enthalten sind.
hukwa

Dienstag, 21. November 2017

Unterwegs sein hört nie auf

Es sind die Tage wo die
Blinden uns sehen
die Stummen mit uns sprechen und die
Tauben uns zuhören
der Mond reist mit den Wellen unserer Gedanken
du weißt mit einem mal
Unterwegs sein hört nie auf
ein Tag folgt dem anderen
löst sich auf wie Nebel
mit dem deine Gedanken in die Vergangenheit reisen
das unaufhörliche prasseln des Regens gegen die Fenster
deine Worte in den Wind gesprochen
ähneln tibetischen Mantras
du greifst in den leeren Raum
doch die schöpfende Hand bleibt leer
der Sommer hat ausgeträumt
mit den grauen Herbsttagen
kommt die Gewöhnung an die Dunkelheit
die Nachtträume werden klar wie Kristalle
Tagträume verlieren sich so nebenbei
Unterwegs sein hört nie auf
sagte mir die Brieftaube
als ich sie in ihrem Heimatschlag besuchte.
hukwa

Dienstag, 14. November 2017

Das Unscheinbare

Ein wundersames Licht herrscht heute im Wald vor. Starke Nebel und zugleich starker Sonnenschein, so als ob Nebel und Sonne miteinander um die Vorherrschaft kämpften. Es sind meistens die kleinen Dinge auf die ich im Leben besonders achte weil sie es sind die unsere Existenz groß machen. Man muss auf das Unscheinbare achten um das Ganze zu erkennen.
hukwa

Montag, 13. November 2017

Der alte Magier ging vorüber

Der erste Schnee
ist ein Magier
er beschwört die alte Kinderseele
sein Schlüssel öffnet das verborgene Reich
wo rinnen du die Kindheit weißt
ein kurzer Blick in tiefe Gründe
fühl nur die alten Frühlingswinde
dort wo der Lethe leise fließt
die Ahnin auf dem grünen Einhorn grüßt
ein sanftes Winken im Schneegestöber
der alte Magier ging vorüber.
hukwa

Sonntag, 12. November 2017

Illustrationen zu der Gasse mit den dunklen Fenstern


Foto und Malerei © hukwa
hukwa

Novembergedanke

Ein dunkler, regnerischer Novembertag haben wir Heute. An solchen Tagen fallen die Gedanken noch tiefer als sonst. Ich denke der November ist ein sehr spiritueller Monat. In dieser Jahreszeit habe ich oft das Gefühl als schwebe ich in einem Kokon. Eine Art Hülle die mich vor dem Profanen schützt.
hukwa

Samstag, 11. November 2017

Novembermächte

Ich liebe Novembernächte
wie einen Frühlingstag
im Neblung wirken Mächte
die ich sehr mag
ich lieb die dunklen Monde
den Nebelgrauen Tag
verträume ganz gelassen
den profanen Alltag
das sind Novembermächte
die ich so gerne mag.
hukwa

Dienstag, 7. November 2017

Alles hat sein Sein

Ich laufe durch die Wälder und beobachte aufmerksam meine Umgebung. Manchmal hebe ich einen Ast oder ein kleines Stück Holz auf und studiere es genau. Solch ein Holzstück erzählt seine eigene Geschichte. auch ein Stein oder eine Farnpflanze ist sehr Geschichtsträchtig. Ich übe mich darinnen auch die Sogenannten "Unnützen" Dinge aufmerksam zu beobachten, den alles in der Natur hat Sein.
hukwa

Sonntag, 5. November 2017

Die Realität der inneren Landschaft oder das Labyrinth der Halblinge

Die Erinnerung das ist die Welt von Gestern. Wenn man mit der Erinnerung arbeitet während des Schreibens oder Malens geschieht es bald das sich alles in eine große innere Landschaft verwandelt. der Traum, das Erlebte, die Erfahrung sie verschmelzen in der inneren Landschaft zu einer großen Leinwand auf die man das projiziert was man im Leben wirklich war. Nur in dem wir auch der inneren Landschaft eine Realität zu sprechen werden wir ein Ganzes und treten aus dem Labyrinth der Halblinge heraus.
hukwa

Samstag, 4. November 2017

Schatzkistze Wald

Immer wieder bin ich überrascht über die Wildheit und Schönheit der Wälder. Sobald ich etwas tiefer in den Wald eindringe hat er eine Überraschung für mich vorbereitet. Sei es ein besonders seltsam gewachsener Baum, ein Vogel denn man nicht täglich zu Gesicht bekommt oder eine der vielen geheimnisvollen Stimmen des Waldes. Eine Unausschöpfliche Schatzkiste ist der Wald. Man muss ihn nur achtsam aufsuchen.
hukwa

Freitag, 3. November 2017

Das Wahre

Es genügt mir in dem Kosmos zu leben der mich umgibt. Ich suche nicht nach Sensationen. Meine Inspiration entspringt jenen alltäglichen Dingen die mich umgeben. Der Anblick der Bäume die ich während meiner Waldgänge aufsuche sind mir mehr Wert als Status und Konsum. Das Wahre ist immer das Einfache.
hukwa

Donnerstag, 2. November 2017

Waldwesen

Fotos © hukwa

hukwa

Jetzt soll man Neues beginnen

Das grüne Einhorn ist verschwunden
mit dem alten Sommer
Herbsthaare funkeln
Spinnwebenhaft im Fichtenwald
die Krähen erzählen sich Geschichten
Es naht die dunkle Zeit
für Wein und Gedichte
Ein inneres Wandern soll beginnen
jetzt soll man Neues vollbringen.
hukwa

Sonntag, 29. Oktober 2017

Geheimnisvoller Herbst oder ein Urklang des Seins.

Es ist das wundervolle Licht dieses berauschenden Herbsttages, das mich heute morgen in eine besonders geistig – sinnliche Stimmung versetzt. Eine leichte Wehmut liegt über der spätsommerlichen Landschaft die wie ein ätherischer Strahl in meine Seele eindringt. An solch einem Morgen darf man keine profanen Gedanken aufkommen lassen. Ich fühle eine wunderbare Ausgewogenheit von kreatürlichem und geistigen Dasein. Eine innere Stimmung ist in mir zuhause wie sie nur der Zauber des Herbstes hervorrufen kann. Eine Mischung von Melancholie und Daseinsfreude, eine mythische Atmosphäre ist das Geheimnis dieser Jahreszeit.
Es ist die Zeit da die Kraniche ziehen und das Laub sich färbt. Meistens bin ich gerade im Garten oder beim holzhacken wenn, meistens in den Abendstunden, die Kraniche über mich hinwegziehen. Ein Zug dieser Vögel zu beobachten und sie zu hören bleibt ein unvergessliches Ereignis. Meistens ziehen sie in der Dämmerung, ich höre sie schon aus der Ferne.
Es ist ein Urgesang den sie anstimmen, Laute die vom Ohr aufgenommen, direkt in die Seele übergehen. Es ist eine Art „Gesang“ der, wenn man ihn hört, etwas heimisches in mir aufkommen lässt. Ich spüre dann sehr deutlich, dass auch ich Teil dieser großen Natursinfonie bin. Für einige Zeit fliegen dann die Gedanken mit in die Ferne, hinein in das große Mysterium, in das Geheimnis der Natur.
Die Wanderung dieser Vögel, die ja etwas realistisches ist, verzaubert mich immer wieder so, dass ich mich in eine Traum-Wirklichkeit hinein versetzt fühle. Die Laute die diese Vögel auf ihrer großen Wanderung von sich geben sind in der menschlichen Seele tief eingelagert. Es ist als erklinge der alte Mythos der Ursprungs- und Naturharmonie in der menschlichen Seele. Der Ruf der Kraniche ist ein Urklang des Seins.
hukwa
Foto © Ute Knieriemen-Wagner

Dornenfeuer

Poesie im Herbst
getragen von der Melancholie
abgeblätterter Bäume
geknebelt in der Schlinge
der sich verirrenden Realität
vom Sturmwind getragen
öffnet sich der neue Tag
wie ein Dornenfeuer.
hukwa

Freitag, 27. Oktober 2017

Als ich in die Augen Buddhas sah

Gehen im Wald
ganz tief in mich versunken
Gestern Abend
es war schon Dunkel
der Strahl der Taschenlampe
erschreckte den Fuchs
vor mir auf dem Weg
ein Feuersalamander
er sieht mich an
es sind die Augen Buddhas.
hukwa

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Herbstfarben

Es sind die berauschenden Farben des Herbst die mich täglich mehrmals in die Wälder ziehen. Mein Denken wird hier zum reinen meditieren. Am herbstlichen Blätterfall erkennt man wie schöpferisch und Formbildend die Natur noch in ihrem Vergehen ist. letztendlich ist ja dieses "Vergehen" nur eine neue Wiedergeburt.
hukwa

Sonntag, 22. Oktober 2017

Aufriß des Schweigens

Alles Heilige, das Heilig bleiben will, 
umringt sich mit dem Mysteriösen. 
Stephane Mallarme 

Das Gedicht
ein kurzes Aufreißen des Schweigens
versteckt im Ticken einer uralten Wanduhr
aus dem sich das Schweigen absondert
im Innern des Raumes
Erwartung des Unbekannten
als Abbild im halbblinden Spiegel
entwinde ich mich der digitalen Zeit
wie die Unke tastend sich bewegt
ins Reich der Vergangenheit.
hukwa

Freitag, 20. Oktober 2017

Eine Art inneres Licht

Es ist mir wichtig von Zeit zu Zeit zu spüren das ich dem Geist des Universums nahe bin. Dies zu wissen verleiht meiner Seele und meinem Geist so etwas wie Flügel. Kosmisches Denken löst die Schwere des Alltags von einem. Zum Geist des Universums unterwegs zu sein ist die Suche nach einer Art von Licht. Man findet es nicht einfach vor, man muss es in sich selbst anknipsen.
hukwa