Sonntag, 16. Dezember 2018

Tanz der Gesellschaft

Die Vernichtung der Biosphäre infolge menschlicher Dummheit und Habgier schreitet unaufhaltsam voran. Schon lange hat die Menschheit den Scheideweg erreicht wo sie sich entscheiden muss ob sie so weitermacht oder ob sie endlich anfängt zu kapieren das sie dabei ist den Planeten restlos zu zerstören. Der Mensch als geistiges Wesen müsste zwischen gut und böse unterscheiden können (kann er aber nicht), er müsste wissen was gut für die Erde ist. Doch die Gier macht ihn blind, er ist unfähig eine Wahl zu treffen. Wir erleben an diesem Punkt unserer Geschichte den absoluten, geistig verwirrten und bewusstlosen Tanz dieser Gesellschaft um das goldene Kalb. Es ist der Mehrheit nicht möglich einen Gemeinsinn auszuüben wie es sich für eine menschliche Gesellschaft gehören würde.
hukwa

Samstag, 15. Dezember 2018

Das poetische Tun

Das Schreiben von Gedichten ist poetisches Tun. Während dieser Arbeit steht der Dichter auf einem Berggipfel und erfühlt die Landschaft unter sich. Der Dichter ist abwesend weil er anwesend sein muss in seinem Gedicht. Mehr noch, der Dichter ist sein Gedicht in solchen Momenten. es ist eine lyrische Alchemie die den Dichter während seines poetischen Tuns durchdringt.
hukwa

Freitag, 14. Dezember 2018

Eine besondere Zeit

Jetzt
da ich sie festhalte
Stunde eines graniteren Morgens
spricht zu mir der Tag
Stein Baum Vogel
die Krähe im Garten
versteckt sich vor den Geräuschen brüllender Motoren
voller Tautropfen
die Schwarzerle
der Morgen ist eine besondere Zeit.
hukwa   

Dienstag, 11. Dezember 2018

Mondnacht

Wenn die Wälder sich verdunkeln
flackert meine Seele auf
wenn die ersten Sterne funkeln
flieht die Gewöhnlichkeit von mir
und im düsteren Mondschein Walde
stehe ich überwältigt da.
hukwa

Dichtersatz

Es war Stefan George der über die Dichtung von Mallarme schrieb: "Jeden wahren Künstler hat einmal die Sehnsucht befallen, in einer Sprache sich auszudrücken, deren die Unheilige Menge sich nie bedienen würde, oder seine Worte so zu stellen, das nur der Eingeweihte ihre hehre Bestimmung erkenne...". Es ist die Klangvolle Dunkelheit in der sich der hermetische Dichter äußert. Solche Dichtung ist immer esoterisch, geheimnisvoll. In ihr begegnet das Absolute, das Verborgene der Sprache und ringt um Ausdruck. Solche Lyrik ist nicht für Viele sondern für Wenige geschrieben. Solche Verse wollen die Zerstörung der Realität bewirken und dem Dichter eine Heimat bieten im Reich der Poesie.
hukwa

Sonntag, 9. Dezember 2018

Dichterwort

Stürmische Nächte und Tage, viel Regen. Gestern Vergil und Borges gelesen, mir gefallen besonders die Hirtengedichte von Vergil, also jene Arbeiten die vor der Aneis entstanden sind. Von Borges sind es die Essays die ich bevorzuge. Lesen ist das beste Schutzschild gegen die Infamitäten der Gesellschaft. Ja, und natürlich Gedichte schreiben:

Dichterwort 
Des Dichterswort 
aus tiefsten Gründen 
ruft immer fort 
bleibt in der Zeit das Zauberwort 
das zur Metapher wird 
zur Urvision 
kehrt es zurück 
umhaucht von Sternstaubigen Nebeln 
wirds Dichterwort. 
hukwa

Samstag, 8. Dezember 2018

Ataraxie

Früh am Morgen
ertrinkt der Wald
in den weißen Nebeln des Dezembers
vom Feld herüber dringt feuchter Geruch
ein einsamer Fuchs verschwindet im Schlehendickicht
aus der Ferne dringt Hunde bellen zu mir
die entblätterte Eiche am Wegrand
steht in stummer Ataraxie
wie einst ihre Schwester in Dodona
es scheint als stöhne sie
über die
Nichtigkeit
irdischen treibens.
hukwa

Freitag, 7. Dezember 2018

Et in Arcadia ego

Wenn man bewusst ein Landleben führt, die Poesie der Landschaft in sich wirken lässt, dann kommt irgendwann der Moment das der Landstrich den man besonders liebt zu einem persönlichen Arkadien wird. Et in Arcadia ego- dieser Spruch sagt ja nichts anderes als das man der Gesellschaft den Rücken zu kehrt und sein Sein im Schoße der Natur sucht. Es ist ja auch eine Lebensregel die sich Epikur gab: Lebe im Verborgenen- denn: "Wer in sich selbst frei von Unruhe ist, schafft auch anderen keine Unruhe."
hukwa

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Unsere alte Gaia

Unsere alte Gaia, dieses Jahrmilliarden alte Lebewesen, wird weiterhin existieren auch wenn der Mensch aus diesem Planeten eine trostlose Wüste gemacht hat. Die Erde wird sich erholen und weiterexistieren. Nur die Menschen werden verschwunden sein. Und selbst wenn irgendwann die Erde absterben wird werden ihre Atome als Bestandteil der galaktischen Evolution weiterexistieren und womöglich auf anderen Planeten neues Leben bilden. Das ist der Prozess Gaias. Wenn die Menschheit es auch nicht wahrhaben will - diese Erde ist ein großes Lebewesen.
hukwa

Sonntag, 2. Dezember 2018

Nahe dem Urquell

Gedichte führen mich in eine chtonische Landschaft. 
H.W.   

Ein Augenzucken
ein Wimpernschlag
kurz ist die Dämmerung am frühen Morgen
jetzt da sich die Tür der Zeiten öffnet
bin ich selbst ein Tor
wodurch Gedanken fließen
das Öffnen der Schleusen am Morgen
ist Durchflug
nächtlicher Träume und Erinnerungen 
geheimnisvoll mündet
das erste Licht in den anbrechenden Tag
Welt Alter Winter
WELTENALTER
VERBORGEN
im Labyrinth des Geistes
Gedanken leicht wie eine Krähenfeder
naht der Moment
da ich weiß
das ich mich NIE
im TATSACHENglaube verliere
sondern weiter suchen werde
nach den INITATORISCHEN
BEDEUTUNGEN
nach den chtonischen Erkenntnissen
darauf achtend
das sich der Urquell nicht zersetzt
nämlich
das SYMBOLISCHE DENKEN.
hukwa

Samstag, 1. Dezember 2018

Albor

Morgenfrühe
Blätterfall
am letzten Tag des Novembers
das letzte Blatt von der Blutbuche
fiel
in der Morgenfrühe
Albor. El horizonte
viel mehr als Schein
ist das letzte Blatt des Novembers
in ihm geschrieben
die Poesie des Winters.
hukwa

Montag, 26. November 2018

Ich bin nur ein Durchgang...

Wenn man täglich Tagebuch schreibt, so wie ich das tue und dieses eben täglich, weil man Tagebücher halt täglich schreibt, wird man irgendwann Teil dieser Jahrelangen Niederschriften. Tagebuch schreiben ist für mich Handarbeit, ich schreibe nicht am PC sondern direkt ins Schreibbuch. Das schenkt mir Zufriedenheit.  Wenn ich dann in manchen Stunden meine Tagebücher betrachte, die nach Jahreszahlen geordnet im Regal stehen und einen Text vielleicht von 1988 lese, spüre ich oft, das ich nur eine Art Durchlauf für meine Texte bin. Sie kommen von irgendwoher, gehen durch mich durch und werden notiert. Es ist wie mit dem Gedichte machen, ich weiß nicht woher sie kommen, ich fange sie irgendwie ein. Es ist wie mit dem Denken, niemand weiß wo die Quelle unseres Denken ist, das ist auch gut so: Alles zu wissen, das wäre doch ein schrecklich langweiliges Leben.
hukwa

Samstag, 24. November 2018

Reise nach Dodona

Draußen herrscht grau-trübes Novemberwetter vor. Im Ofen flackert ein wärmendes Eichenholzfeuer. Die ideale Zeit und Umgebung eine Zeitreise zu unternehmen. heute will ich für einige Stunden in das alte Dodona verreisen. Einige alte Schriftstücke und meine Imagination dienen mir als Reiseführer.
In solchen Stunden wird die Welt zu einem geheimnisvollen Ort. Man muss seinen physischen Schatten hinter sich lassen und sich ganz auf die bevorstehende Astralreise konzentrieren.
hukwa
Reisen werde ich nach Dodona 
die alte Eiche besuchen 
die vom Blitz gespalten 
vom Sturm gebeugt 
wartet auf den Pilger 
wenn der Mondschein sich zu kosmischen Äther verwandelt 
im Kegel zwischen Erde und Mond  
und die Stimme des Zeus 
aus dem Stamme raunt 
will ich um tanzen 
mit meinen bacchantischen Schwestern 
vereint mit Dionysios 
den Zauberworten lauschen. 
hukwa

Donnerstag, 22. November 2018

Der mit dem Sperberkopf

Am Wehr im vereisten Bach
ein Edelstein
der Eisvogel.
hukwa 

Mein Doppelgänger ist Jener 
der einen Sperberkopf trägt 
sieben Sterne beleuchten 
den göttlichen Honig 
der aufbewahrt ist 
in der unterweltlichen Klause 
wo das gefrorene Feuer 
das grüne Einhorn 
und den nackten Körper 
der Aphrodite erwärmt 
so das Eros sein Fieber 
in den Leib des Doppelgängers senkt 
und der Traum 
das Geheimnis vollendet. 
hukwa


Dienstag, 20. November 2018

Meine Gedichte kommen von weit her

Früh am Morgen soll man mit seinem Werk beginnen. Energeia- das am Werk sein, das ist mir der Morgen. Für mich hat der Morgen etwas plastisches an sich. Selbst beim Schreiben der hermetischen Gedichte, die so manchem Abstrakt vorkommen, denke und fühle ich plastisch. In seiner Wortwurzel bedeutet ja Poesie nichts anderes als: Machen! Und wenn ich etwas tue, mit meinen Händen forme oder wenn ich es schreibe wird es plastisch. Meine Gedichte kommen aus einem fernen Reich zu mir. Aus einem Land das für andere eine unbekannte Region ist. Wenn diese Lyrik Anderen Abstrakt erscheint dann weil sie diese nicht lesen können. Für mich selbst sind sie plastisch. Mit den hermetischen Gedichten ist es einfach so als würde ich eine fremde Sprache übersetzen. Es sind Worte die aus einem Reich zu mir kommen in das nicht jeder einen Zutritt hat.

Es ist die Stunde da die Nacht 
noch mit dem Tage kämpft 
noch herrscht die Dämmerung vor 
das grüne Einhorn schläft 
den Schlaf des Winters  
Altre bruca vano 
Warte 
bis die Silberfinger 
aus den Ästen der Weide sich zurückziehen  
irgendetwas 
Da te mi divide per sempre 
ist verborgen 
im Nebel. 
hukwa

Montag, 19. November 2018

Wirklichkeit

Ich würde mein spartanisches Leben niemals gegen den Luxus und seine Güter eintauschen. Es ist doch einfach so: Vom Standpunkt der relativen Wirklichkeit haben alle diese Dinge einen billigen Wert, aber vom Standpunkt der absoluten Wirklichkeit sind sie nicht nur unnötig, sondern unwirklich!

Versunken in die Ruhe eines kalten November Tages 
unter den Füßen knirscht der erste Schnee 
schaue ich hoch zum einsamen Birnbaum am Wegrand 
eine noch einsamere Krähe 
schaut in die weite Landschaft 
ich denke 
das ist absolute Wirklichkeit. 
hukwa

Der erste Schnee

Es gibt eine Entsprechung zwischen Dichtung und Magie. 
Hans Wagner 
Heute Morgen fiel der erste Schnee. Natürlich kam mir sofort der Satz, "der erste Schnee ist ein Magier", in den Sinn. Jenen Anfang des ersten Gedichtes das ich vor fast fünfzig Jahren niedergeschrieben habe. Damals fand ich langsam zum geschriebenen Wort, entfernte mich aus einer Sprachberaubten Umgebung. Ich begann mich, anfangs eher unbewusst, für Buchstabenzauber und Sprachmagie zu interessieren. Irgendwann stieß ich auf diesen Satz von Mallarme: "Es besteht zwischen den alten Praktiken und der in der Poesie wirkenden Zauberei eine Verwandtschaft; Dichten heißt daher: in ausdrücklich gewollten Dunkel die verschwiegenen Dinge beschwören..." 
hukwa

Sonntag, 18. November 2018

Novemberhaiku

Zweisamkeit im Garten
die Herbstaster
und ich.

Allein die Aster
weiß
um das Geheimnis des Novembers.

Im Licht des Mondes
die Birken
leuchtend wie Marmor.
hukwa

Samstag, 17. November 2018

Das doppelte Gold der Sonne

Für die alten Ägypter hatte die sonne zwei Aspekte: Einen körperlichen und einen geistigen. Letzterer ist nur durch seine Auswirkungen wahrnehmbar. Auch von Empedokles ist überliefert er habe an die Existenz von zwei Sonnen geglaubt. Die magischen Lehren kennen diese zwei Sonnen, sie unterscheiden zwischen einer hellen-Geist Sonne dem so genannten philosophischen Gold und der natürlichen Sonne, der das materielle Gold entspricht. Doch nur jene die diese Bedeutung in sich selbst Er-fahren haben, können mit diesem alchemistischen Dogma etwas anfangen. Es verhält sich mit der Sonne genau so wie mit der Erde: das organische Leben ist nichts anderes als die Äußerung einer höheren Intelligenz.
hukwa

Donnerstag, 15. November 2018

Inneres Gestirn

Meine Lebensführung beinhaltet auch immer die Nähe eines Gefühls das ich mit einer höheren Dimension in Verbindung stehe. In dem ich tief in mich hinein höre ist es mir oft zumute als erklinge in mir das Echo dieser höheren Dimension, eine Art Sphärenmusik, die man nicht mit dem Ohr sondern mit dem Gefühl wahrnimmt. In solchen Momenten kommuniziert mein Selbst mit dem Makrokosmos. Es ist das schöpferische Vermögen der Imagination das dem Menschen inhärent ist, sein "inneres Gestirn" wie Paracelsus dies nannte. Mit diesem in Verbindung zu treten bedarf Jahre der Übung und Erfahrung.
hukwa

Mittwoch, 14. November 2018

Selbstransformation

Ich spüre in mir oft ein Bestreben mir einen Willen und eine Individualität zu schaffen, die ein Instrument höherer kosmischer Energien ist. Ich achte darauf eine Transformation zu leben die in mir keinen Automatismus aufkommen lässt. Wenn man tiefer in die alten Gesetze von Alchemie und Magie vordringt, wird einem schnell bewusst das beide uns die Kunst der seelischen Verwandlung lehren. Man sollte allerdings darauf achten, dass man sich von jeglicher oberflächlicher Esoterik fernhält.
hukwa

Dienstag, 13. November 2018

Spiegelbild

Der ganze November
spiegelt sich
im grünen Wasser des Waldteichs 
das braune Schilf am Ufer
bewegt sich leise im Wind
die Wellen des Weihers
Spiegelbild der Seele.
hukwa

Samstag, 10. November 2018

Metaphysische Reflexion

Umgeben von der Stille des Waldes fallen die Gedanken tiefer ins Unbewusste und steigen gleichzeitig hoch ins Kosmische. Es sind die Momente wo man die Geheimnisse der Natur deuten kann. Wenn unser inneres Wesen im Austausch mit seinem schöpferischen Urgrund steht. Es sind die Momente wo Steine, Pflanzen und die Vögel in den Bäumen ihre Masken fallen lassen und zu uns sprechen. Wo wir einen tieferen Blick in die Urgründe des Seins werfen können. Was man in solchen Augenblicken der metaphysischen Reflexion wahrnimmt, dann wenn unser psychischer Automatismus ausgeschaltet ist, der Intellekt in den Hintergrund rückt ist geistig-seelisches Schauen.
hukwa

Freitag, 9. November 2018

Vielleicht stimmt es

Vielleicht stimmt es, dass der Boden auf dem eure Konzernkasernen stehen
euch gehört
doch die Wälder gehören nicht euch
sie gehören uns allen
auch die Erde gehört euch nicht
diese noch wunderschöne Erde
die ihr täglich ein Stückchen mehr tötet
dies ist die Erde auf der wir gehen
das Wunder des Lebens unter dem Asphalt ahnend
geben wir ihr unseren Segen
verabschiedet euch endlich von eurer Profitpolitik
lasst die Bäume stehen und die übrigen Pflanzen wachsen
steigt mit euren nackten Füssen in einen der Flüsse die ihr vergiftet habt
ihr werdet spüren und sehen
am nächsten Tag habt ihr einen Hautausschlag
nehmt keine Pilze mit nach Hause
sie sind belastet
wir fahren mit unseren Booten
auf einem Meer des Zorns
und von hier aus schauen wir hoch in den Himmel
und wir denken
vielleicht stimmt es und der Boden
auf dem eure Konzernkasernen stehen gehört euch
doch die Wälder gehören euch nicht
diese gehören uns allen.

hukwa

Mittwoch, 7. November 2018

Ich liebe Novembernächte
wie einen Frühlingstag
im Neblung wirken Mächte
die ich sehr mag
ich suche die dunklen Monde
den Nebelgrauen Tag
so verträume ich gelassen
den profanen Alltag.
hukwa

Dienstag, 6. November 2018

Labyrinth gewordene Zeit

Auch in dieser Nacht
bin ich wieder gezogen
durch vergessen geglaubte Zeiten
der Traum ist der Weg
der aus der Labyrinth gewordenen Zeit
uns aus den Verliesen der Sinne entführt
in eine noch tiefere Nacht hinein
wo Ariadne
die Fäden für uns spannt
die uns aus dem Labyrinth herausführen.
hukwa

Montag, 5. November 2018

Im materialistischen Labyrinth

"Unser Intellekt hat ungeheures geleistet, derweilen ist unser geistiges Haus zerfallen", so lautet ein Satz von C.G.Jung, dem ich beistimme. In seinem großen Werk über das Unbewusste beschreibt er die mythischen Urerfahrungen des Menschen und übersetzt sie uns ins Psychologische. Jungs Lehre wurzelt im Labyrinthtischen, weil das Leben nun einmal Labyrinth ist. In unserer heutigen Zeit mit der selbstverschuldeten Katastrophe die von der materialistisch denkenden Masse eingeleitet wurde muss das Leben ja Labyrinthtisch erscheinen. Ein Kampf zwischen dunklen und lichten Wesen. in den berühmten Irrgärten des 19.Jahrhundert stand in der Mitte ein Baum, ein Lebensbaum. In den heutigen Labyrinthen durch den sich die Menschen bewegen wächst schon lange kein Baum mehr, ihr Mittelpunkt ist das Geld und die Gier danach. es ist nicht unsere Aufgabe mehr in den Mittelpunkt solcher materialistischer Labyrinthe zu gelangen, wir sollten versuchen daraus herauszukommen.
hukwa

Sonntag, 4. November 2018

Lebenslabyrinth

Wenn ich am frühen Morgen beim Kaffee sitze und die Gedanken schweifen lasse tauchen sie irgendwann in die Tiefen der Erinnerung unter. Sich-Erinnern ist mir zu einer Übung geworden, wie das stellen der Seinsfrage einmal am Tag. Das Sich-Erinnern ist das Eintauchen in ein Labyrinth des Lebens. Ich weiß dass in jedem Labyrinth auch ein Minotaurus steckt, sonst wäre das Labyrinth nicht perfekt, verkörpert es doch das Dunkle in unserem Leben. Dieser Minotaurus in uns will überwunden werden. Entkommen gibt es bei ihm nicht. Wir müssen zu einem Theseus werden um eine neue Stufe im Lebenslabyrinth empor zu steigen. Dies ist der Sinn des Labyrinths.
Eines der frühesden Erwähnungen in der europäischen Literaturgeschichte finden wir in Shakespeares "Sommernachtstraum":
"Verschlämmt vom Leime liegt die Kegelbahn:
Unkennbar sind die artgen Labyrinthe
in muntern Grün, weil niemand sie betritt".
hukwa

Montag, 29. Oktober 2018

Der Faun und die Nymphe oder aus der Welt meiner phantastischen Geschichten

Aus einer abgelegenen Welt
die umgeben ist von einem dunklen Wald
aus den Unermesslichkeiten
des Universums
der düsteren Heimat
des Fauns und der Nymphe
kam jene Wolke
aus der schwarzer Regen fiel
er prasselte nieder
auf die Erde
in ihm eine Saat
er wurde immer stärker
und seine Fluten rissen jene mit
denen die Falschheit ins Gesicht geschrieben war
der Fischer zog seine Netze ein
und ein einsames Scheinwerferlicht
erlosch auf der großen Bühne
aus den Büchern fielen die Wörter
die Computer standen still
in jener Nacht
da der Faun und die Nymphe
aus ihrer entlegenen Welt
das Diesseits aufsuchten.
hukwa 

Ich arbeite wieder an den "phantastischen Geschichten". Der Herbst und der Winter sind die Zeit um an solchen Erzählungen zu arbeiten. Es handelt sich ja letztendlich nicht um erdachte Geschichten sondern sie entstehen aus einem Netz von Tag und Nachtträumen, geistigen Reisen in eine Anderswelt und vor allem aus dem großen Pott den mir mein Unterbewusstsein zur Verfügung stellt. Sie sind inspiriert von Marcel Schwob, Poe und Lovecraft. Letztendlich sind sie geistig durchlebte Tatsachen. Sie existieren in ihrer Echtheit auf einer anderen Bewusstseinsebene.
hukwa

Freitag, 26. Oktober 2018

Geheimnisvoller Herbst oder ein Urklang des Seins

Alle Fotos©UteKW



Es ist das wundervolle Licht dieses berauschenden Herbsttages, das mich heute morgen in eine besonders geistig – sinnliche Stimmung versetzt. Eine leichte Wehmut liegt über der spätsommerlichen Landschaft die wie ein ätherischer Strahl in meine Seele eindringt. An solch einem Morgen darf man keine profanen Gedanken aufkommen lassen. Ich fühle eine wunderbare Ausgewogenheit von kreatürlichem und geistigem Dasein. Eine innere Stimmung ist in mir zuhause wie sie nur der Zauber des Herbstes hervorrufen kann. Eine Mischung von Melancholie und Daseinsfreude, eine mythische Atmosphäre ist das Geheimnis dieser Jahreszeit.
Es ist die Zeit da die Kraniche ziehen und das Laub sich färbt. Meistens bin ich gerade im Garten oder beim Holzhacken wenn in den Abendstunden die Kraniche über mich hinwegziehen. Ein Zug dieser Vögel zu beobachten und sie zu hören bleibt ein unvergessliches Ereignis.
Es ist ein Urgesang den sie anstimmen, Laute die vom Ohr aufgenommen, direkt in die Seele übergehen. Es ist eine Art „Gesang“ der, wenn ich ihn höre, etwas heimisches in mir aufkommen lässt. Ich spüre dann sehr deutlich, dass auch ich Teil dieser großen Natursinfonie bin. Für einige Zeit fliegen dann die Gedanken mit in die Ferne, hinein in das große Mysterium, in das Geheimnis der Natur.
Die Wanderung dieser Vögel, die ja etwas realistisches ist, verzaubert mich immer wieder so, dass ich mich in eine Traum-Wirklichkeit hinein versetzt fühle. Die Laute die diese Vögel auf ihrer großen Wanderung von sich geben sind in der menschlichen Seele tief eingelagert. Es ist als erklinge der alte Mythos der Ursprungs- und Naturharmonie in der menschlichen Seele. Der Ruf der Kraniche ist ein Urklang des Seins.
hukwa

SelbstSein

Jeden Morgen stelle ich mir die Seinsfrage: Bin ich oder bin ich nicht? Ich meine damit einfach bin ich ganz bei mir? In meinem persönlichen Sein. Bin ich es nicht dann hat mein Leben zu viel Oberfläche, zu viel schmutziges Fahrwasser der Gesellschaft. Der frühe Morgen ist mir die Zeit da man dem Sein am nächsten ist. Es ist die Übung des "ganz bei sich selbst-Seins". Nur in dem ich das Sein in mir erkenne, bin ich auch meinem Selbst nahe. Das Selbst ist ja nicht der Intellekt (der ist nur Werkzeug), es ist etwas viel tieferes, eine Ebene im Menschen die ihn über alles Gewöhnliche erhaben machen kann. In solch frühen Morgenstunden verbinden sich Selbst und Sein und es entsteht ein "Bei-sich-selbst-sein", das die ganze Existenz erfasst. Dieses Selbstsein ist die Überwindung der "Seinsvergessenheit". Die Aufgabe die ich mir am frühen Morgen stelle ist, das Selbstsein den Tag über bei zu behalten, es von den Fahrwassern der Gesellschaft nicht verschmutzen zu lassen.
hukwa

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Selbsttranszendierung

Das Denken und Handeln der meisten Menschen ist das Ergebnis von Bedingungen, die der Einzelne von der Gesellschaft übernimmt. Er übernimmt sie aus seinem Umfeld weil er sich seiner Selbst kaum bewusst ist. Ein solches Dasein bewegt sich in einem ständigen Kreis der für denjenigen der sich darin aufhält schnell zum Labyrinth wird. Doch wir können wählen zwischen dem Dasein im Kreis und einem Sein das schöpferisch ist. Gegenüber dem Leben im Kreis möchte ich ein Leben in der Spirale, des Wandels setzen. Leben ist Prozess, ist ständiger Wandel. So muss uns bewusst sein das wir in einem ständigen Wandlungsprozess leben. Wenn wir diesen Prozess der Wandlung erkennen beginnt in uns die Selbsttranszendierung zu wirken. Ein weg der uns zu einem tieferen Sein führt. Ein Sein das nicht befleckt ist von negativen gesellschaftlichen Einflüssen.
hukwa

Dienstag, 23. Oktober 2018

Garantieschein für die Zukunft

Das stille Rauschen der Herbstbäume 
kündet 
den nahenden Winter. 
hukwa  

Wir haben vor allem äusseren Fortschrittsglauben unseren inneren Fortschritt vernachlässigt. Erst wenn der Mensch ein alternatives und nachhaltiges Verhältnis zu Konsum und Technik gefunden hat, besitzt er so etwas wie einen Garantieschein für die Zukunft. Nur wenn wir eine neue, ökologische Beziehung zur erde aufbauen können wir die von uns allen verursachte Umweltkrise meistern.
hukwa

Sonntag, 21. Oktober 2018

Gilbhart

Loslassen 
spricht der Herbst  
mit dem bunten Fallen seiner Blätter. 
hukwa 

 Als ich heute Morgen um 4.30 Uhr aus dem Haus ging empfing mich endlich ein kalter Morgen wie es sich für den Oktober gehört. Gilbhart nannten die Alten diesen Monat. Das Gilb steht für die gelb-braune Verfärbung der Blätter das Hart steht für Haardt - Gebirge - Höhenzug. Ein wahres Laubfeuerwerk zeigen jetzt die Ahornbäume. Kurz vor dem Winter verwöhnt uns Mutter Natur noch einmal mit ihrer Farbenpracht.
hukwa

Freitag, 19. Oktober 2018

Einheit

Foto©UteKW



Von Anfang an war das Schicksal der
Menschen durch ein so enges und starkes Band
mit dem der Bäume verknüpft, dass man sich fragen muss,
wie es einer Menschheit ergehen wird, die dieses Band
brutal zerrissen hat.
Wir täten gut daran,
wenn wir überleben wollen,
das wiederherzustellen, was wir zerstört haben:
eine Weltordnung, in der Mensch und Natur eine harmonische
Einheit bilden.
Jacques Brossse

Oktober Haiku

Der Duft von Fichtenharz
weht mir entgegen
wenn ich das Fenster öffne im Oktober.
hukwa

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Amanita unter Tannen

Fotos©UteKW

hukwa

Es wundert mich...

Es wundert mich immer wieder wie es vielen Wildtieren gelingt in dieser Welt zu überleben. Irgendwie habe ich das Gefühl dass ihr Leid zum Himmel schreit, wie das Leid der Bäume. In dieser Zeit laufen zu viele Seelenlose durch die Gegend, die keine Tiere und Bäume mögen. Obwohl doch diese dass gleiche Anrecht auf ein Leben auf diesem Planeten haben, vielleicht ein noch viel größeres als wir Menschen.
hukwa

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Gaias Tanz

Für den Geomanten ist die spirituelle Metapher eine wissenschaftliche Realität. Unsere lebendige Erde ist ein Beweis dafür. Gaia ist ein lebendiges Wesen. Die moderne Wissenschaft ist heute dem vorsokratischen Philosoph Anaximander näher gerückt als Platon oder Aristoteles. Anaximander sagte: „Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben,dahin geht auch ihr Vergehen nach der Notwendigkeit. Denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Ordnung der Zeit“.
Anaximander ging davon aus dass alles was wir der Natur entnehmen auch wieder zurückgegeben werden muss. Nur so kann immer wieder neues Leben entstehen. Er setzte als Urprinzip des Seins, das Unbegrenzte, das Unendliche, das Unbestimmte. Aus diesem Apeiron entstehen die Gegensätze in unendlicher Bewegung. Nachdem die Welt/Natur aus einem Schöpfungsprozeß herausgetreten ist, gelangte sie schrittweise dazu sich selbst zu regeln. Diesen Schöpfungsprozess können wir mit dem Mythos des „Tanz der Gaia“ vergleichen.
Gaia die in weiße Nebelschleier durch die Dunkelheit tanzt. Als sie sichtbar wird formt sich ihr Körper zu Bergen und Tälern. Aus ihrem Schweiß entstehen die Ozeane und den Himmel (Kosmos) legt sie als Schutzhülle(Biosphäre) um sich. Heute wissen wir dass Parallelen existieren zwischen moderner Wissenschaft, Entstehungsgeschichte der Erde und dem uralten Schöpfungsmythos von Gaias Tanz.
hukwa

Haiku

Der Winter versteckt sich schon 
im Gefieder des Rotkehlchens.
hukwa

Der Kranichzug
schreibt an den Himmel
den Namen des Winters.
hukwa

Haiku

Im dichten Schilf
ruht heute Nacht
die einsame Wildgans.
hukwa

Sonntag, 14. Oktober 2018

Selbstbeobachtung

Gestern Nachmittag verweilte ich einige Zeit am Ufer eines Waldbaches. In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich eine Ähnlichkeit mit dem Wesen der Pilze. Wenn wir einen Pilz betrachten schauen wir nur seinen Fruchtkörper, sein wirkliches Leben spielt sich im Unterirdischen ab. In seinem riesigen Wurzelgeflecht. Für mich eine Allegorie zur menschlichen Seele. Spielt sich in unserem Unbewussten nicht der Hauptteil unseres Lebens ab? Über die Selbstbeobachtung spüre ich sehr deutlich dass es noch weitaus tiefere Dimensionen in uns gibt, als jene die wir nur erahnen können.
hukwa

Samstag, 13. Oktober 2018

Erde

"Die Erde ist ein Lebewesen, 
ausgestattet mit einem Körper, 
denn die Menschen sehen können 
und einer Intelligenz, 
die die Menschen nicht sehen können. 
                                               frei nach Hermes Trismegistos 

Freitag, 12. Oktober 2018

Gang in den Morgen

Sanft der Wald im Mondschein ruht
aus bemoosten Fichten
schimmert Sternenflimmern
hell wie Glut
Regen rieselt
Buchen knarren
Orakelhaft des Waldkauz Ruf
vor dem Mond nun Wolkenschatten
spiegeln sich in der Moosalb sanfter Flut
dann nach langem Laufen
lieblich aus dem Leib der Nacht
tönt nun sanft und leise
kündet an des Morgens junge Pracht
und aus Silbergrauer Weide
tönt das Lied der Amsel in die Weite.
hukwa

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Für einen Moment

Die alten Parkbäume atmen Zeit
die Sandsteinblöcke an der Mauer
erscheinen wie gehauene Buddhaköpfe
zwischen mächtigen Kiefern und Eichen
schweifen die Gedanken
für einen Moment
ins Unendliche.
hukwa

Dienstag, 9. Oktober 2018

Erdmutter

Die Hagebutte am Wegrand
benetzt von Raureif
kündet sie den Winter.
hukwa 

Auf ätherischen Pfaden
wandere ich durch die Nacht
wie Engelflügel zart
die Erdmutter erwacht
ich spüre ihre Dunkelheit und Macht
und wieder wird enthüllt
die Nacht in voller Fülle
geheimnisvolle Nächte
verheißungsvolle Mächte.
hukwa

Sonntag, 7. Oktober 2018

Ihre Gier ist unersättlich

Die Stille des frühen Sonntagmorgen auf dem Land ist bemerkenswert. Bis etwa 8.Uhr am morgen herrscht absolute Stille an den Sonntagen vor. Stille- das ist doch etwas dass wir heute suchen müssen. Es werden Generationen kommen für die das Wort Stille überhaupt nicht mehr existiert. Die Stille wird übertönt werden vom Lärm. Sie wird verschwinden wie die Restnatur verschwinden wird, weil eine Horde profitgieriger Turbokapitalisten diesen Planeten bis aufs Blut der Erde ausbeuten wird. Den letzten Baum werden sie der Erde entreißen, das letzte Gänseblümchen werden sie zertreten, die letzten Wildtiere ausrotten. Das ist der Mensch in seiner unermesslichen Gier nach Rohstoffen. Eine Horde von Geistesgestörten hat das sagen auf diesem Planeten. Und keiner wird sagen können - sie wussten nicht was sie tun - sie wussten und wissen es sehr gut, doch in ihrer unermesslichen Gier nach materiellem Wohlstand und Reichtum machen sie aus dieser erde eine Wüste. Sie haben damit begonnen wie Kronos ihre eigenen Kinder aufzufressen!
hukwa

Samstag, 6. Oktober 2018

Unterwegs

Fotos©UteKW
hukwa

Vom Raubbau und von Geisteskranken

Was die Profite und Produktionen des RWE Konzern angeht speziell den Raubbau im Hambacher Wald handelt es sich inzwischen um einen belanglosen Industriezweig weil der Kohleausstieg längstens beschlossen ist. Was die RWE durchsetzen will ist die Macht über Menschen, Märkte und ein Stück Land. Nicht belanglos indessen ist die Vernichtung eines Waldes, der Biotop und Psychotop für Mensch und Tier ist. In dem der Hambacher Wald gerettet wird, setzen Naturschützer und Aktivisten gleichzeitig ein Modell das zeigt wie man die Wälder des Planeten Erde schützen und retten kann. Das sinnlose Roden des Hambacher Waldes und das vieler Wälder weltweit ist dass
"Symptom für eine Geisteskrankheit" (Joan Mcintry), nämlich der Wahnsinnsglaube an die Unerschöpflichkeit der Rohstoffe unseres Planeten.
hukwa

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Gedanken über den Hambacher Wald

Es erscheint mir dass nichts mehr wachsen soll, außer dem wirtschaftlichen Wachstum. Gier und Ausbeutung des Planeten schreiten voran. "Ganz gleich auf wenn und was da lebt, die geben erst Ruhe bis sie den letzten Baum aus der erde gerissen haben(Leonardo da Vinci)".
Im Hambacher Wald werden Menschen die gegen die Vernichtung unserer Mitwelt kämpfen systematisch gedemütigt. Ich frage mich auch warum machen die Polizisten da einfach mit? Was muss in diesem Land eigentlich noch Geschehen um der Schöpfung wieder Vorrang vor Ausbeutung und Profit zu geben?
In diesem Wald ist eine Bande skrupelloser Unternehmer und wahnsinniger Politiker am Werk.
hukwa