Montag, 13. August 2018

Kosmischer Reigen

Die Natur ist die große Offenbarung für das menschliche Sein. Wer sich ihr hingibt dem öffnet sich die Allseele. Sie lehrt uns das Materie und Geist eingebunden sind in den großen kosmischen Reigen.
hukwa

Dienstag, 7. August 2018

Trennung der Welten

Im Garten herrscht das dunkle Grün eines heißen Sommers vor. Noch ist die Dämmerung nicht ganz verschwunden. Die Mystik eines frühen Morgens ist eine ganz andere als die vom restlichen Tag. Noch ruht der Stumpf- und Wahnsinn der Konsumgesellschaft. Jetzt ist am der Trennung der Welten sehr nahe.
hukwa

Montag, 6. August 2018

Schöpferisches Denken

"Man lasse sich von denen,
die in der Gegenwart
nichts schöpferisches sehen
keine Märchen aufbinden.
Otto Flake.

Sonntag, 5. August 2018

Herbstahnung

Am Morgen ist es jetzt noch kühl. Waldgang unternommen. Jetzt im August bekommen die Früchte des schwarzen Holunders ihre Rotfärbung. Ein Zeichen das der Herbst nicht mehr fern ist.
hukwa

Mittwoch, 1. August 2018

Wahrnehmung - ist mir der frühe Morgen

5.30 Uhr in der Frühe. Ein wunderschöner Augustmorgen. Am Morgen die kühle Luft, am Mittag die Gluthitze. Gurren der Tauben. Sanftes Vogelgezwitscher. Im Garten betrachte ich die Blätter des Knöterichs. Sie sind groß, fest und zart, fühlen sich in meinen Händen an wie ein Zeichenblatt. Intensiv nehme ich die verschiedene Grüntöne auf.
Wahrnehmung- das ist mir der frühe Morgen.
hukwa

Donnerstag, 12. Juli 2018

Bewusstsein

Vor langer Zeit habe ich mein persönliches Bewusstsein
gegen ein kosmisches Bewusstsein eingetauscht.
hukwa

Samstag, 7. Juli 2018

Freitag, 6. Juli 2018

Gedanke

Wenn ich über mein Werk nachdenke
spüre ich sehr deutlich
das immer erst die Natur kommt
dann die Kunst
dazwischen
sehr nebelhaft
bewegt sich der Mensch.
hukwa

Donnerstag, 28. Juni 2018

Morgenzeit der Seele

Früher Morgen. Die Vögel singen ihr Sommerlied. Vom Garten herauf dringt die klare, frische Luft eines kühlen Junimorgens. Meditative Stunde. Denke ich zurück an den Winter erscheint mir die Winterzeit als eine Verpuppung. Was sich in dieser Zeit ansammelt an geistigen und seelischen Gut will sich im Sommer entfalten.
Junimorgen. Morgenzeit der Seele.
hukwa

Sonntag, 24. Juni 2018

Jeder Tag und jede Stunde

Jeder Tag ist unwiederbringlich. Denn an jedem Tag geschehen seltsame Dinge die es zu ergründen gilt weil jede Stunde ihre Geheimnisse hat: Deswegen - lebe die Tage nicht oberflächlich.
hukwa

Mittwoch, 20. Juni 2018

Im Schattengarten

Fotos©UteKW



Gartenelfe - Foto©UteKW


Fotos©UteKW


 hukwa














Vogellied

Heute Morgen erwachte ich gegen 4.Uhr in der Frühe vom zärtlichen Gesang die eine Vogelstimme sang. Sie drang aus den Laubgewölben des Gartens in mein Zimmer herein. Das Vogellied erfüllte mich mit einer tiefen Harmonie. Etwa eine Stunde lang ging dieses Morgenkonzert. Als die ersten Autogeräusche zu hören waren beendete der Vogel sein Lied. Bestimmt flog er tiefer in den Wald um sein Lied weiter zu Singen.
hukwa

Dienstag, 19. Juni 2018

Näher als der Mensch

Das Wesen des Tieres ist mir näher als das Menschenwesen. Ersteres ist weder verlogen, noch hinterhältig, noch böse. Es ist einfach nur Tier. 
hukwa

Montag, 18. Juni 2018

Mit Goethe durchs Jahr

Ein kleines Reclam Büchlein "Mit Goethe durchs Jahr" ist mir in die Hände gefallen.
Ich lächele beim lesen des Titels. Ist es doch so dass ich ständig mit Goethe durchs Jahr gehe. Von allen Dichtern und Schriftstellern lese ich Goethe am häufigsten. Selbst in der Wiederholung gelesen, wird sein Genius nie langweilig: Im Gegenteil er wird immer interessanter.
hukwa

Donnerstag, 14. Juni 2018

Gott-Natur

Was kann der Mensch im Leben mehr erreichen
als das sich Gott-Natur ihm öffnet
wie ein Zeichen
wo er erkennt
das Ursymbol darin verborgen ist
der Götter Weise
tief in uns drinnen
liegt das Geheimnis
denn Schlüssel findest du in der Natur
stehe auf
Streif durch die Wälder und
Suche ihn nur.
hukwa

Mittwoch, 30. Mai 2018

Heute Morgen

Heute Morgen gegen 5.Uhr aufgewacht. Beim Kaffee philosophische Gedanken gewälzt. Ich achte darauf das mein Morgen mit Philosophie beginnt bevor ich mich mit dem ALL - Tag beschäftige. Mindestens einmal am Tag muss ich mich mit dem Wohin- Woher- Warum beschäftigen. Tue ich das nicht fühle ich ein Versäumnis in mir.
hukwa

Sonntag, 20. Mai 2018

Über das Schreiben

Das Schreiben führt mich zu jenem Prozess in dem ich erfahre
das mein Ich Teil einer Metamorphose ist.
hukwa.

Sonntag, 13. Mai 2018

Seelenschlag

Gelb leuchtet die Wiese
der Löwenzahn glüht
Wind weht seinen Duft heran
ein Seelenschlag
mir aus der Kindheit herüber weht
ein Junge der über eine Wiese geht
am blauen Himmel der Bussard steht
in flehender Erwartung
der Ginster am Wegrand blüht.
hukwa

Freitag, 11. Mai 2018

Diana vom Karlstal

In dein Moosgrünes Haar geschrieben
sind dir die Zeichen der Nacht
in kalten Fels getrieben
die Konturen deiner Macht
umrahmt von Fichten und Eichen
am steilen Abhang
dein Bildnis
verborgen in Morgennebel
noch scheint der Mond
auf dein steinernes Bildnis.
hukwa

Montag, 30. April 2018

Holunderhaiku

Vom Frühlingsregen gebeugt
wie ein altersgrauer Mann
der alte Holunder im Garten.
hukwa

Mittwoch, 25. April 2018

Zufrieden sein

Der Mond erhellt die alte Buche 
in seinen Ästen 
das Erwachen des Frühlings. 

Ich beobachte die Wildbiene die ihr Nest auf meiner Veranda errichtet. Die Krähe die mich täglich besuchen kommt, die blühenden Sträucher im Garten und denke dabei -
ist das nicht Grund genug zufrieden zu sein?
hukwa

Dienstag, 24. April 2018

Warum man Philosophie betreibt

Warum man Philosophie betreibt?
Damit Vernunft und Wahrheit in der Welt eine Heimstätte haben.

Gewiss, die Philosophie kann Fragen beantworten aber der Sinn von Philosophie ist letztendlich Fragen zu stellen.
hukwa

Montag, 23. April 2018

Waldnotizen

Die Wälder sind wieder grün. Überall liegt der Duft des Frühlings in der Luft. Die Zugvögel sind zurückgekehrt und am frühen Morgen weckt mich ein liebliches Vogelkonzert. Ich sitze im kühlen Schatten eines Waldbrunnens fern dem lauten Motor des gefräßigen Leviathans Großstadt und meine Gedanken sind philosophisch. Also ziehe ich den Notizblock und schreibe einige Gedankensprünge auf:

Was ich sehe sind keine Menschen sondern Roboter und Maschinen.

Ein morgen in frühlingshafter Natur genießen umgeben vom Grün der Pflanzen, von Vogelsang und Frühlingsdüften, dies aufzunehmen, könnt ihr das noch?

Das Eigensein der Natur und der Ruin des menschlichen Denkens kämpfen täglich gegeneinander.
Hukwa

Montag, 16. April 2018

Merlins Tisch

Foto©UteKnieriemen-Wagner

Frühlingskraft

Sonniger Frühlingstag. Im Garten wird es nun sehr schnell grün. Der Holunder grünt schon sehr stark auch die wilden Rosen. Erle und Birke folgen. Vogelsang. Die Elstern brüten im Fichtendickicht.
Der Lenz zeigt sein Gesicht.

Den Frühling kündet der Zilp Zalp
auf dem
Zaunpfosten.

Des Frühlingserwachen
Verborgen
Im frühen Lied der Amsel.

Der Mond erhellt die alte Buche
in ihm spiegelt sich
des Frühlings Angesicht.
Hukwa

Montag, 9. April 2018

Der Trost des Waldes

Gedanken eines Waldgängers
Wer in den Wäldern lebt sieht den Wald anders als jemand der in der Großstadt lebt. Es gibt ihn den Unterschied zwischen dem Stadtmenschen und dem Naturmenschen und so gibt es auch verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen.
Der Mensch der die Natur liebt dem wird sie zu einem letzten Reservat eines romantischen Gefühls. Ihm öffnen die Wälder nicht nur die Sinne, sie schenken seinem Leben auch Sinn. Vor allem jetzt, in der dunklen Jahreszeit hat der Wald dem Wanderer besonderes zu bieten. Er fordert seinen Geist und seine Phantasie heraus. Dass rau
es Wetter das Denken fördert, ist in der Philosophie allgemein bekannt . Wenn Regen und Schnee die äußere Sicht einschränken, wendet der Blick sich nach innen.
In den Wäldern können wir eine Freiheit spüren, die es uns erlaubt, mit dem Wesentlichen des Lebens in Kontakt zu treten. Es ist die Stille des Winterwaldes, die uns eine bisher nicht gekannte, schweigende Aufmerksamkeit schenkt. Viel intensiver spüren wir nun die Beziehungen zum Wechsel der Jahreszeiten. Fern dem unbarmherzig ewig geräuschvoll laufenden Motor der Großstadt finden wir im winterlichen Wald nun eine ganz andere psychologische Dimension der inneren Einkehr und Ruhe vor. In einer Zeit der entfesselten Märkte, der ökonomischen Unsicherheiten wird uns der Wald zu einer Insel der Ruhe und Erholung.
Der Wald mit seinen großartigen Naturerscheinungen hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort parat. Wenn wir in die Tiefen der Wälder eindringen, wenn überkommt da nicht Respekt, wenn er unter alten Baumriesen wandert die hier und da noch zu finden sind. Und so kann es passieren, dass wir uns plötzlich in einer romantischen Welt wiederfinden, dass wir im Wald einen friedvoll in sich ruhenden Erdentag genießen und ihn als eine mütterliche Hülle des Lebens erahnen, als Spiegelung unserer eigenen Empfindungen und Gefühle, als unberührte Natur, die uns den ewigen Rhythmus des „Werden und Vergehen“ erzählt.
In den Wäldern erhalten wir jenen Zuspruch der uns in unserem Alltagsleben so oft versagt bleibt. Wenn wir uns in ihnen aufhalten bemerken wir alsbald das hier noch etwas existiert was sich im Alltagsleben nur noch schwer finden lässt: Sein. In einer von Ellenbogenmentalität geprägten Gesellschaft, kann der Wald zu einem Refugium des Seins werden. Schon lange hat sich das Misstrauen gegen eine Welt die eigentlich nur noch ökonomisch zu funktionieren scheint zu einem Krankheitssymptom unserer Zeit ausgewachsen und alle Werte ins Schwanken gebracht. Doch eine Wanderung durch den Wald kann uns wieder jenen Werten nahe bringen, die wir als die menschlichen bezeichnen.
Wir können den Wald als ein einziges Gleichnis betrachten. Manchmal erscheint er uns wie ein Labyrinth, wir wandern durch dunklen Fichtentann und wissen irgendwo wartet eine sonnige Lichtung auf uns. Unser Alltagsleben ist oft stressig, wir werden gereizt durch Lärm, tragen uneingestandene Wünsche mit uns herum unser Leben besteht oft nur aus Sorgen, Ängsten und Phantasien die wir natürlich Verdrängen. Dies sind alles Symptome die unseren Körper und Geist in eine ständige Alarmbereitschaft versetzen. Im Alltagleben werden wir vor allem vom Stress gejagt unter dem natürlich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen leiden. Von Stresssituationen zum Dauerstress ist es nur eine kurze Wegstrecke und schon haben uns die Infamitäten des Alltags fest im Griff und wir denken manchmal es gibt kein Entrinnen daraus. Unser Alltag wird zu einem Gewirr von Eindrücken, Forderungen, negativen Gedanken und unliebsamen Verpflichtungen. Wir sind ständig in der Gefahr die Einheit unseres Lebens zu verlieren. Wir leben fern von uns selbst, also fern von unserer wirklichen Existenz. Unruhe, unbeantwortete Fragen und Zweifel sind zur geistigen Heimat des Menschen geworden. Der Wald hingegen schenkt uns Sinngebung, er hat einen meditativen Einfluss auf uns. Jeder Mensch spürt irgendwann in seinem Leben ein Bedürfnis nach Natur, Stille und erholsamer Umgebung. Er weiß unbewusst in den Wäldern findet er eine innere Balance, seinen eigenen Mittelpunkt, denn die Menschen meistens verloren haben.
Der Philosoph Ernst Bloch schreib einmal: „Der Mensch bewegt sich in der Natur wie im Feindesland“, nun da muss er eben wieder lernen, den Wald als eine Offenbarung zu sehen, als eine Arznei für seine Seele. Es liegt in der Natur des Menschen das er zu Eingrenzungen und Vereinnahmungen neigt. Für den einen ist der Wald ein romantischer Ort, aber es gibt auch jene die hier nur eine Menge Bretter „wachsen“ sehen. Aber jene die sich in der Kunst des meditativen Wanderns üben werden im Wald das finden was sie suchen, einen Zuspruch.
hukwa

Mittwoch, 4. April 2018

Die ursprüngliche schöpferische Kraft

In der Dunkelheit des Gedichts 
verbirgt sich des Dichters 
wahres Angesicht. 
hukwa

Heute Morgen las ich in einem Buch über Taoismus diesen interessanten Text: "Von der Verwirrung durch äußere Bedingungen frei zu sein, die Zweifel des Lebens hinter sich gelassen zu haben, ganz aufgeladen zu sein mit der ursprünglichen schöpferischen Kraft, dass heißt Tao verwirklicht zu haben".
hukwa


Dienstag, 3. April 2018

Verwundeter Planet

Die Wunden der Geschichte haben auf dem Antlitz des Planeten eiternde Narben hinterlassen. Diese Wunden sorgen dafür das die Erde unter ständigen Stress steht. Wann endlich sorgen wir dafür das sich der Planet wieder erholen kann
hukwa

Montag, 2. April 2018

Im Tal

Der Himmel glüht wie eine Purpur Nelke
die Buchen ragen Blattlos steil empor
im Dickicht rascheln
am Bachufer zittert die alte Pappel
der Wind gleitet prüfend durch die Binsen
Dämmerung kehrt ein ins Tal
bemoostes Urgestein
umwuchert von Farn und Brombeer Ranken
uralte Wurzel
Fäulnis
Hirschdung
der Dachs zog in der Nacht vorbei 
der Schlag der Drossel
Gott sieht man überall
Wurzelgestalt
die stimmen im Moos der Steine
ich lausche ihnen lange schon.
14.4.1996
hukwa

Sonntag, 1. April 2018

Vollmond am Waldteich - Einheit des Lebens

Der Vollmond spiegelt sich im Waldweiher
ein leichter Wind schenkt dem Wasser Bewegung
langsam fallen einige Tropfen
Landregen
es ist richtig
die Dämmerung ist die
Trennung zwischen den Welten
Wolken schieben sich vor den Mond
der Wechsel von Mondlicht und Dämmerung
verzaubert den Wald
ein leichter Nebel steigt vom Weiher auf
hier spürt man das es so etwas gibt wie
eine
Einheit des Lebens.
hukwa

Freitag, 30. März 2018

Blätter vom Lebensbaum

Von 1985 bis ins Jahr 2000 schrieb ich zahlreiche Texte für kleinere Zeitschriften. Beim Durchblättern dieser älteren weit über 200 Exemplaren kam mir der Gedanke diese in meinen Blogs zu veröffentlichen. ihr findet sie unter dem Label "Blätter von Lebensbäumen".
Lebensbaum hieß eine kleine Zeitschrift für die ich damals schrieb. 

Abend im Wald 
Ich möchte die tage nicht so dahin leben 
ohne ihnen ein kleines Geheimnis abzuringen  
wachsam will ich sein 
wie der Zaunkönig  
dort 
auf dem Sandstein 
die Heideröschen blühen wieder  
Gott schenkt sie uns als lebende Funken 
ein Sommertag im Wald 
rauschende Baumwipfel 
Gezwitscher der Vögel 
Stimmungen zwischen Sekunden 
ich schaue die wilde Rose an 
der ganze Busch 
ein gefallener Engel. 

hukwa ca. 1988

Donnerstag, 29. März 2018

Es naht der Lenz so sacht

Es spricht so sacht
der Märzwind in der Nacht
erzählt vom Lenz der bald erwacht
die erste Amselstrophe
wir bald in den Morgen aufsteigen
bringt mir die Gewissheit
der Frühling naht ganz sacht
noch schlägt die Amsel leise
noch schweigt des Dompfaff Weise
in meiner Seele erwacht ein Sehnen
ich will endlich wieder Frühling leben.
hukwa

Mittwoch, 28. März 2018

Verbinden

Wir haben das Leben uniformiert und es seiner Ursprünglichen Vielheit beraubt. der Mensch interessiert sich nicht mehr für das Ganze sondern nur für einen Teilausschnitt. Er ahnt eine Innenwelt doch er flüchtet in die Aussenwelt anstatt die Welten zu verbinden. Eben die tiefere Wesenseinheit im Alltag zu finden.
hukwa

Dienstag, 27. März 2018

Ein Kunstwerk zu erkennen

Ein Kunstwerk zu erkennen
es zu identifizieren
also seinen Aussagesinn zu verstehen
heißt einfach
die eigene Wahrnehmung zu Schulen.
hukwa

Montag, 26. März 2018

Der Märzgeist ist da

Als ich heute Morgen in aller Frühe auf die Veranda ging, trug der Wind ein herrliches Amselkonzert zu mir. Nun da die letzte Woche des März beginnt erwacht mit etwas Verspätung endlich der Märzgeist. Es ist eine andere Art von Energie die nun antreibt. Demeter lauert schon, wartet auf den ersten warmen Frühlingsregen um ihre Kinder zum Blühen an zu treiben. Am deutlichsten spürt man das Frühjahr wenn man die Tiere beobachtet. Ihr ganzes Wesen wird nun unruhig. Die Vögel fliegen suchend umher, Elstern und Krähen sind mit dem Nestbau beschäftigt. Es ist die Zeit in die Wälder aufzubrechen und Erkundungen zu unternehmen.
hukwa

Samstag, 24. März 2018

Der Walnussbaum

Der Walnussbaum – Juglans regia wurde 2007 zum Baum des Jahres gewählt. "Wegen fehlender Nachpflanzungen gingen die Walnussbestände in Deutschland sehr stark zurück", so das Kuratorium Baum des Jahres. "Wir sollten uns mehr um diesen typischen Hausbaum, unseren guten alten Freund kümmern", so der Vorsitzende des Kuratoriums.
In einigen Trippstadter Gärten finden wir noch wunderschön gepflegte alte Nussbäume.
Die ursprüngliche Heimat des Walnussbaum ist Mittelasien. Über die Griechen lernten die Römer den Baum kennen, führten ihn ein und kultivierten ihn in ihren Gärten. Die Mythologie des Walnussbaum ist sehr reichhaltig. In Griechenland war der Walnussbaum Karya, einer Tochter des Königs Dion, geweiht die von dem Gott Dionysos wegen verschmähter Liebe in einen Walnussbaum verwandelt wurde. So wurde der Walnussbaum auch oft Karya genannt. Aus der selben Wurzel leitet sich im Griechischen das Wort Kara,der Kopf“, aber auch „der Baumwipfel“ ab; im Lateinischen wurde daraus cerebellum,das Hirn“. Nun erinnert in allen Überlieferungen der essbare Teil der Walnuss mit seiner Doppelgestalt, genau an die beiden Hirnhälften mit ihren Windungen, die im Französischen wie zufällig als cermaux, „unreife Nüsse“, bezeichnet werden; möglicherweise geht auch das deutsche Wort „Kern“ auf diese Wurzel zurück.
Um 800 n.Z. wurde der Baum auch nördlich der Alpen bekannt und populär, besonders nach dem er von Karl dem Großen, zum Anbau empfohlen und angeordnet wurde. „Welchen“ oder „Walcher“ wurden damals die Bewohner Galliens und Italiens genannt. Die zweite Bedeutung dieses Wortes war „fremd, andersartig“. Da der Walnussbaum über Frankreich, nach Deutschland eingeführt wurde, belegte man ihn mit dem Namen „Walchbaum“ oder „Welchbaum“. Ab dem 18. Jahrhundert ist der daraus entstandene Name Walnussbaum bezeugt.
In der Literatur ist der Baum oft erwähnt, die bekannteste Erwähnung hinterließ uns Goethe in seinem Werther. Werther, als er hörte, dass die beiden hohen Wallnussbäume des Pfarrhofs auf Befehl der neuen Pfarrerin abgehauen wurden waren, konnte sich nicht fassen. „Abgehauen“! Ich möchte toll werden, ich könnte den Hund ermorden, der den ersten Hieb daran tat…“ 
 
Und der Dichter Maximilian Dauthendey schrieb:

Der große Nussbaum

Ein großer Nussbaum stand wie eine grüne Laube, Der
Ein Weg ging drunter hin im Staube,
Fern lag ein Dorf, ein Fluss mit Berggeländen.
Der große Baum hielt in den grünen Blätterhänden
Landschaften gleich wie farbige Gedanken,
Die bald voll Wolken standen, bald im Licht versanken.
Und du und ich, wir lehnten in dem Schatten
Und teilten mit dem Baum, was wir im Herzen hatten.

hukwa

Donnerstag, 22. März 2018

Über die Skulptur

Im Gespräch mit Brassai hat Picasso einmal klipp und klar ausgedrückt was er unter Plastik und Skulptur versteht: "Mir, Picasso, beibringen zu wollen, was eine Skulptur, und was keine ist! So eine Unverschämtheit! Ich weiß davon vielleicht mehr als er... was ist eine Plastik? Was ist Malerei? Immer klammert man sich an altmodische Ideen, an überlebte Definitionen, als ob es nicht gerade die Aufgabe des Künstlers wäre, neues zu finden..."
Die Hauptaussage liegt hier für mich in der Aussage das der Künstler immer Neues entdecken sollte. Nicht bei einem Stil stehen  bleiben das ist es was Kunst interessant macht.
hukwa

Mittwoch, 21. März 2018

Über Kunst

Ich glaube die Kunst ist die
einzige Tätigkeitform
durch die sich der Mensch
als wahres Individuum
manifestieren kann.
Marcel Duchamp

Freitag, 16. März 2018

Steingewordene Zeit

Auch in dieser Nacht
bin ich wieder gegangen
durch lang schon vergessen geglaubte
Zeiten meines Lebens
der Traum ist der Weg
der aus der Steingewordenen Zeit
aus den Verliesen der Zeit entlässt
der entführt durch Dunkelheit
in noch tiefere Zeiten hinein.
hukwa

Montag, 12. März 2018

Amselschlag

Des Frühlings Nahen
ist verborgen
im Schlag der Amsel am Abend.
hukwa

Märzwind
verfängt sich in der alten Weide
dem Wildbach lauschend.
hukwa

Dienstag, 27. Februar 2018

Daheim-Sein

Den intensivsten Umgang pflege ich mit meinen Büchern und der Natur. Mit meinen Büchern pflege ich täglich einen intensiven Kontakt. Sie sind mein "geistiges-gegenüber" im Alltag. Ich setze mich ungern mit Menschen auseinander. In der Regel unterhalte ich mich in "Floskeln" mit ihnen, mit den meisten, natürlich gibt es auch Ausnahmen.
Ein Raum mit vielen Büchern erscheint mir wie ein Wald mit schönen alten Bäumen.
hukwa

Montag, 26. Februar 2018

Das fundamentale in der Zeichnung

Die Zeichnung hat für mich etwas existenzielles, sie bewegt sich weg von Romantik und Sentimentalität. Zeichnung bedeutet mir mich auch mit meiner Existenz zu beschäftigen. Wenn ich male ist es manchmal als würde ich komponieren. Bei der Zeichnung ist das ganz anders. Die Zeichnung das ist wie Beuys einmal sagte, "ein Zielen auf etwas". bei mir liegt die Zeichnung zwischen meinen Texten, meiner Malerei und der Skulptur oder der Assemblage. Die Zeichnung ist mir etwas fundamentales.
hukwa