Freitag, 24. März 2017

Waldeinsamkeit

Die Krähe lauert stumm im Baum
die Schwalben kehren bald wieder
unter einer Birke
eine alte Kreuzotterhaut
wie Wächter um die Haut herum
ein Hexenring von Baumpilzen
ich bin ganz still
fast wie ein Strauch
im Dickicht bricht das Reh Altholz
der Häher schreit
Rotkehlchen weint
der Schwarzspecht schreit
Waldeinsamkeit.
hukwa

Mittwoch, 22. März 2017

Dienstag, 14. März 2017

Umherstreifen

Unterwegs sein kann für Menschen zu einem Lebensmodell werden. Ich meine nicht das Unterwegssein im Vergnügungsurlaub wie er Heute Gang und gebe ist. Ich spreche von jenem Unterwegssein in der Natur. Einmal am Tag muss ich Umherstreifen und alles hinter mir lassen.
hukwa

Freitag, 10. März 2017

Donnerstag, 9. März 2017

Grüner Gott geht durch den Wald

Graue Wolken spiegeln sich
in den Wellen des Waldweihers
Keilschrift über mir
Kranichzug
Tief im Dickicht
Zilp Zalp lockt
Kröte sich im Altholz duckt
träumendes Schauen
schlanke Buchenleiber raunen
Märzgeist ruht im alten Schilf
in der alten Weide
murmelt der Wind
grüner Gott geht durch den Wald.
hukwa

Mittwoch, 8. März 2017

Midas und Kunst

Ich schlafe am Abend mit Kunstgedanken ein und erwache am Morgen mit ihnen. Dies ist die Einheit von Kunst und Natur. Wenn man Jahrzehnte lang in der Kunst arbeitet wird dies zu einem inneren Vorgang. Es gibt die alte griechische Sage von König Midas, alles was dieser König berührte wurde zu Gold. Alles was der Künstler berührt sollte zu Kunst werden. Selbst in Zeiten da ich mich nicht mit Kunst praktisch betätige, geht sie in mir um, sie beherrscht meinen Geist und das innerliche Kunstwerk nimmt seine Form an. Das ist der Moment wo die Kunst sich auf eine neue Geburt vorbereitet.
hukwa

Montag, 6. März 2017

Märzgeist

In dieser Jahreszeit, dem Vorfrühling, können wir intensiv miterleben was sich unter der Erde vorbereitet. Jeden Tag sprießt ein Halm oder eine Blüte mehr aus dem Boden. Bald wird sich strotzendes Grün ausbreiten. Unter den Buchen warten schon die Buschwindröschen auf ihre erste Blüte. Nicht weit davon entfernt steht der Märzenbecher. Überall reges Vogelleben. Es ist der Märzgeist der jetzt durch die Wälder zieht und seinen Anhang die Wesen des Frühlings mit sich führt.
hukwa

Donnerstag, 2. März 2017

Künstlerdasein

Mit den Jahren wird das praktizierte künstlerische Schaffen für den Künstler zur Selbstbiographie,
er findet sich selbst in jedem seiner Werke wieder.
hukwa

Mittwoch, 1. März 2017

Gedanken am frühen Morgen

Ich unternehme weite Spaziergänge, denke viel und- Schweige.


In dem ich meine eigene Welt lebe, lebe ich auch meine eigene Mythologie.


Philosophische Gedanken und Ideen werden erst dann dein Eigentum wenn du sie mit den Erfahrungen deines Lebens verbinden kannst.

hukwa

Dienstag, 28. Februar 2017

Kunst und Paralellwelt

Nur an einem Kunstprojekt zu arbeiten ist mir zu Eindimensional, vor allem auch weil mein künstlerisches Schaffen eine recht lange Inkubationszeit braucht. Ich arbeite in der Regel an zwei oder mehreren Projekten, die Ergebnisse finden sich im Gesamtkunstwerkblog. Momentan ist  dass Hauptprojekt das "dritte Leben der Bäume", daneben entstehen noch Malereien und natürlich die ständigen Tagebucharbeiten. Meine Kunst führt mich dazu dass ich seit Jahren in Paralellwelten lebe und ich muss sagen ich fühle mich wohl dabei. Denn dies sorgt eben dafür dass man nicht Eindimensional wird.
hukwa

Donnerstag, 23. Februar 2017

Kleiner Seelenvogel

Der zarte Laut
des Rotkehlchens
enthält
die Tristesse des scheidenden Winters
kleiner Seelenvogel
einsam sitzend
im kahlen Schlehenbaum
sehnsüchtig erwartest du das Frühjahr.
hukwa

Dienstag, 21. Februar 2017

Jetzt ist die Zeit

Der laue Märzgeist weilt schon in den Wäldern. Jetzt ende Februar hat der Haselstrauch schon gestäubt. Sein ganzes Umfeld hat er mit seinem feinen, gelben Staub bedeckt. Er ist einer der ersten in dem der unaufhaltsame Trieb des Lenzing erwacht. Der aufmerksame Beobachter kann im fahlen Laub schon das erste Grün der Buschwindröschen und die keimenden Blätter des Aronstabs am Waldboden entdecken. Die Weißdornhecke füllt sich mit regem Vogelleben.
Jetzt ist die Zeit wo man des wunderns nie müde wird.
hukwa

Montag, 20. Februar 2017

Das Geheimnis zu erkunden

Jetzt- im ersten, kaum Schaubaren Aufkeimen der Pflanzenwelt, schaue ich das große Daseinsspiel des Lebens.
Im Garten bewunderte ich heute Morgen das feine, satte Grün des kurz vor der Blüte stehenden Schneeglöckchens.
Mein Herz wird unruhig beim Anblick dieses frühen Lebens am Jahresanfang.
Es zieht mich hinaus in die Wälder, mehr will ich Sehen, mehr will ich wahrnehmen, das Geheimnis der Frühlingshaften Zeit zu erkunden, dazu steht mir der Sinn.
hukwa

Samstag, 18. Februar 2017

An Tagen wie Heute..

An Tagen wie Heute möchte ich von niemanden gestört werden. Ich genieße die Gemeinschaft von Baum, Strauch und Tier. Sie sind für mich die große Gemeinschaft im Gegensatz zu den Ansammlungen und Versammlungsplätzen der Menschen. Mit dem richtigen Bezug zur Natur bist du nie allein.
hukwa

Freitag, 17. Februar 2017

Neue Horizonte

An manchen Tagen verstecke ich mich gerne hinter meinen Gedichten und Kunstwerken. Dann wandere ich lieber im Geiste als draußen. Dieses innere Wandern sorgt dafür das ich neue Horizonte ziehen kann.
hukwa 


Mittwoch, 15. Februar 2017

Zur Zeit..

Zur Zeit lebe ich eine große Meditation. Ein wärmender Kokon umgibt mich, hüllt mich ein wie eine Wärmeplastik. In den Nächten träume ich sehr farbig. Diese Nacht habe ich von einem farbigen Zimmer voller Malereien geträumt.
Als ich am Morgen erwachte dachte ich an einen Satz aus Robert Walsers Roman "die Geschwister Tanner":
"Ich bin nichts als ein Horchender und Wartender, als solcher allerdings vollendet, denn ich habe es gelernt, zu Träumen während ich warte".
hukwa

Montag, 13. Februar 2017

Bis zur nackten Existenz

Am Morgen erwache ich gegen fünf Uhr.
Dann beginnt das Geschäft des denkens.
Die Gedanken müssen tief greifen. Sie
müssen sich durcharbeiten bis zur nackten
Existenz.
hukwa

Morgengedanken

Langes Schweigen ist oft die
ehrlichste Antwort.
hukwa

Das schlimmste in der Gesellschaft ist die
Stumpfheit
Momentan hat sie Konjunktur.
hukwa 

Ich möchte jedem Tag auf der Spur bleiben
sein Datum soll mein Wappenschild schmücken
das ich es aufrichte gegen die Infamitäten die mir
täglich begegnen.
hukwa

Über Philosophie

Über Philosophie rede ich nicht
über Philosophie schreibe ich oder
schweige ich.
hukwa

Mittwoch, 8. Februar 2017

Wenn meine Stimme nicht mehr singen kann

Wenn meine Stimme nicht mehr Singen kann
das Anbrechen des Tages
sich nicht mehr mit einem Gedicht beginnen lässt
dann fliege mein Schmetterling
zu der Waldwiese
wo die Blumen blühen
auch sie sind der Vergänglichkeit unterworfen
wie die Sterne da oben
ihr herrlichen Gestirne
mit euch wird einmal meine Seele ziehen 
diese von Welt zerrissene Monade
weiß
das sie selbst ein Stern ist.
hukwa

Samstag, 28. Januar 2017

Reiher am Abend

Den Flug des Reihers
beobachte ich schon lange
wie er jeden Abend
ins Tal schwebt
hinter ihm
versenkt sich glutrot die Sonne
vor ihm
die Abenddämmerung.
hukwa

Mittwoch, 25. Januar 2017

Callar, callar

Sie schlafen ohne es zu wissen
weil sie durch einen willenlosen Traum wandern
angekommen an einer stählernen Wand
empfängt sie ein schwarzes Graffiti
Callar, callar. No callo porque quiero.
hukwa

Montag, 23. Januar 2017

Vom Alll-Tag

Man muss die Natur von Jahr zu Jahr mit neuen Augen betrachten, vor allem jetzt im Winter. Heute Nacht hatten wir 18.Grad minus. So muss der Winter sein. Ich hörte den Steinmarder als er auf der Veranda Rumorte. Zweimal am Tag füttere ich das Amselvolk, das dieses Jahr besonders zahlreich den Garten bevölkert. Es scheint dass sich alle Amseln der Umgebung in meinem Garten verabredet haben. Mehrmals am Tag bekommen die Krähen ihr Stück Speck. Jetzt sitze ich am Schreibtisch und schreibe. Ich muss meine Themen nicht von weit herholen. Brauche keine Sensationen über die ich berichte. Das Alltägliche des Daseins ist es mir wert das ich darüber erzähle.
So wird der Alltag zum All-Tag.
hukwa

Samstag, 21. Januar 2017

Das Schweigen der alten Buche

Die silberne Sichel des Mondes
reißt den frühen Morgen
in zwei Teile
geschnitten wie mit einem Messer
zwei schwarze Wolken die sich belauern
gegen sechs Uhr
beginnt der
gewöhnliche Lärm der Straße 
nur die mächtige alte Buche
im Kirchhof
verharrt im Jahrhunderte altem Schweigen.
hukwa

Freitag, 20. Januar 2017

Ich habe nie...

Ich habe nie versucht eine philosophische Lehre aufzustellen, ich versuche nur die Ganzheit der Philosophie zu erfassen und für mein persönliches Leben eine philosophische Grundlage aufzubauen.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Nimm dich in acht vor der Versteinerung

Wenn ich durch die Wälder laufe oder wenn ich im Garten bin erkenne und spüre ich etwas: Wachstum und Veränderung. Auch der Mensch sollte im Wachstum und der Veränderung leben. Ansonsten wird das Leben schnell zur Stagnation. Wachstum und Veränderung dass sind die wirklichen Mysterien des Lebens. Also lebe dein Leben doch "versteinere" nicht. Sonst wirst du zum Zombie.
hukwa

Freitag, 13. Januar 2017

Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt

"Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt,
ein Bettler wenn er nachdenkt," 
schrieb Friedrich Hölderlin. Er sprach wohl den "vollendenden Menschen" den Dante meinte an. Ich selbst glaube ähnlich, für mich ist der Mensch im tiefsten seines Inneren ein Seelenwanderer, wenn er die mythische Ebene in seinen Träumen erreichen kann ohne sich dabei in ein esoterisches Gefängnis einzuschließen. Der Mythos ist die ewig wiederkehrende Anamnesis von der Platon sprach.
hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Schreiben ist ein Moment im Leben

In letzter Zeit lese ich öfters in den älteren Tagebüchern. Man kann dabei die Expeditionen in die eigenen inneren Räume nachvollziehen. Es ist eine archäologische Arbeit an der eigenen Seele. Das Tagebuch wurde mir im Laufe vieler Jahre zum ständigen Begleiter. Zusammen mit den Gedichten die ich verfasst habe und verfasse sind es Chroniken des eigenen Selbst. Tagebuch schreiben ist manchmal etwas verrückt - Ver-rückt. Es gibt die Tage da schreibe ich wie ein Besessener an anderen Tagen wieder weniger. Wichtig ist das ständige schreiben. Schreibe ich einmal nicht habe ich ein schlechtes Gewissen. Schreiben das ist ein besonders bewusster Moment im Leben zu leben.
hukwa

Sonntag, 8. Januar 2017

Vom inneren Forschen

Wir sollten nicht mit dem Forschen aufhören,
und am Ende unseres Forschens,
werden wir dort ankommen
wo wir angefangen haben
und diesen Ort zum ersten mal sehen.
T.S. Eliot

Natur und All-Eins

Jedes Einzelding in der Natur ist vollkommen, weil es das Wesen der Ganzheit der Natur in sich trägt und Natur ist dem All-Einen entsprungen.
hukwa

Donnerstag, 5. Januar 2017

Werden

Mit deinen Gedichten hast du
die Quelle eingefangen
der Verse Laut
lagert im Wald
tief unter Schnee
du schaust dein Spiegelbild
im eisigen See
der Wind wird deine Gedichte tragen
es spricht zu dir
das Echo des Werdens
was du noch nicht bist
wirst du noch werden.
hukwa

Dienstag, 3. Januar 2017

Leise und sacht

Leise und sacht
fiel in der Nacht der Schnee
am frühen Morgen lag die Landschaft
wie verzaubert da
herabgeschneite Pracht
in kalter Winterstille
im Frostgebannten Wald
der einsame Laut einer Meise
von ferner Himmels Schwelle 
naht neuer Schnee
die Seele
fühlt sich
verjüngt und unbeschwert.
hukwa

Sonntag, 25. Dezember 2016

Winterhaiku

Ein Rotkehlchen folgt mir
auf meiner Wanderung
durch den Schneewald.
hukwa

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Träume im Dezembernebel

Schritt halten mit dem Atem des Windes
Der Flug der Krähe nimmt meinen Geist mit
Die kahlen Felder schenken Harmonie
Wie Sternenbilder
Die Träume am Horizont 
Sag jetzt nichts
Die Tage sind gekommen
Wo sich die Worte verlieren
In den grauen Dezembernebeln.
hukwa

Dienstag, 13. Dezember 2016

Montag, 12. Dezember 2016

Anamnesis und Zeitreise

Oft holt mich die Vergangenheit ein, das ist wohl "Menschlich-Allzumenschlich". Manchmal aber holt mich jene Vergangenheit ein, die ich als historisch bezeichnen möchte. Eine Erinnerung an vergangene Epochen. Nun kann man sagen dies sind Bruchstücke der Erinnerung aus Büchern und Filmen die man gelesen und gesehen hat. Zum einen ist dem bestimmt so, zum anderen aber sind manche dieser Erinnerungen so intensiv das ich genau weiß sie kommen aus den archaischen Tiefen meines Bewusstseins. Auch sind diese Erinnerungen meist an immer wiederkehrende Orte und Handlungen gebunden. Sie sind so intensiv dass ich weiß dass sie keine Täuschungen sind. Wohl sind solche Erinnerungen auch durch meine Geschichtestudien beeinflusst, doch diese Studien sind auch ein Teil des Auslösers einer solchen Anamnesis.
hukwa

Samstag, 10. Dezember 2016

Eine Zeit

Es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist,
aufzuwachen-
diese Zeit ist jetzt.
Gautama Buddha

Donnerstag, 17. November 2016

Sich selbst Gesellschaft leisten...

Denken bedeutet ja auch sich mit sich selbst zu beschäftigen und sich selbst Gesellschaft leisten. Es zeigt dem Denkenden auch dass er noch "am Leben" ist. Schließlich ist das Denken nichts anderes als geistiges aktiv sein. "Wenn ich denke dann bin ich". Daher bin ich der Meinung dass wenn alle Menschen wenigstens einmal am Tag "gewissenhaft" Nachdenken es weit weniger Probleme auf der Welt gäbe, vorausgesetzt- man aktiviert mit dem denken auch sein Gewissen!  Das Denken fließt ja auch in unsere Sprache und somit in unser Erzählen ein. Die Sprache ist schließlich das Medium des denkens. Denken ist immer ein Auflösen und Erneuern. Es ist jene geistige Aktivität die unser Sein jung hält.
hukwa

Mittwoch, 16. November 2016

Könnt ihr noch Friedenstauben liefern...oder Syrien 2016...

Noch am Tag trinken sie
schluckweise die schwarze Galle
ihrer Alptraumhaften Nächte
der gierige Fresser sitzt
fern ihren Orten
der Unwirklichen Wirklichkeiten
des unsagbaren Leids
an runden Tischen
in gepolsterten Sesseln
man überlegt
bei Kaffee und Kuchen
wie man den Krieg noch kriegerischer machen kann
doch dort
an den Unwirklichen Orten
fliegen schon lange keine Tauben mehr
SAGT
könnt ihr noch Friedenstauben liefern???
Weiße Tauben
oder ist der Schlag schon leer
zerschossen und zerbombt
seht ihr nicht
ein Riß läuft durch die Schöpfung
wie wollt ihr ihn heilen
wenn ihr weiter bombt
es ist die blinde Rechnung
derer
die dem Hass nur dem Hass
die dem Bösen nur das Böse
entgegen setzen
Sagt
könnt ihr noch weiße Friedenstauben liefern.
hukwa

Dienstag, 15. November 2016

Ständig Unterwegs

Ich verreise so gut wie nie, weil ich ständig unterwegs bin. Zu entdecken gibt es heute nur noch etwas auf dem Gebiet des Geistes, hier befahre ich die unbekannten Meere, hier bin ich Geistreisender und Entdecker. Die Inseln der Kunst sind das Eiland das ich Suche.
hukwa

Sonntag, 13. November 2016

Mit jedem neuen Tag...

Wenn ich am frühen Morgen am Kaffeetisch sitze beginnt für mich der Prozess des Denkens. Zum ersten denke ich über alltägliche Dinge nach. Dann gehen die Gedanken immer tiefer bis ich schließlich beim philosophischen Denken angelangt bin. Dieses Ritual wiederholt sich jeden Morgen. Während des Denkens will ich allein sein, ziehe mich von der sinnlich-materiellen Welt zurück und verkehre nur mit mir selbst. Die Denkprozesse sind mir sehr wichtig. Ich denke sehr oft auch "zweck-los". Ich stelle mir etwas vor zu dem ich überhaupt keinen Bezug habe und denke darüber nach. Denken in seiner Ganzheitlichkeit ist ja auch etwas das wiederum dass Gewissen aktiviert. Denken ist auch immer ein Neuanfang. Mit jedem neuen Tag beginnt ein solch neuer, persönlicher Schöpfungsprozess.
hukwa

Mittwoch, 9. November 2016

"Wenn du die Wahrheit hören willst"

"Wenn du die Wahrheit hören willst", Holden Caufield hatte diesen Satz wohl schon eine Million mal in seinem Leben gesagt. Er konnte die Vorstellung einfach nicht ertragen selbst einmal ein Mitglied einer heuchlerischen Erwachsenenwelt zu werden.
Einer Welt die aus Lügen und Intrigen besteht. Früher wie Heute. Holden, der Held des Romans,"der Fänger im Roggen" beschreibt in einer Passage des Buches einen Traum in dem viele Kinder sich in einem Roggenfeld aufhalten und auf einen Abgrund zu laufen. Holden ist der "Fänger", der die Kinder fangen muss damit sie nicht in den Abgrund fallen. Es gibt einen "Verlust der Unschuld", ich meine jenen "Fall" der mit dem erwachsen werden einhergeht. Es geht einfach darum kindliche Unschuld und Reinheit zu schützen. Auch heute noch begeistert mich "der Fänger im Roggen" immer wieder aufs Neue. Und wenn DU die Wahrheit einmal hören willst dann lese einfach einmal "der Fänger im Roggen".
hukwa

Montag, 7. November 2016

NACKTES GEDICHT

In jedem Dichter steckt eine 
Biographie  
und die ist so wichtig für ihn 
das er sie ihn Gedichte kleidet. 
Hans Wagner 

Dies ist ein Gedicht
Mein Gedicht
Mein Ich
Ist in diesem Gedicht
Ich umkleide es nicht
Es ist ein nacktes Gedicht
Ich verliere mich nicht in diesem Gedicht
Ins lyrische Ich
Dennoch
Bin ich ein Teil
Von diesem Gedicht.
hukwa

Samstag, 5. November 2016

Unruhige nacht

Das mondlicht durchbrach mit voller macht
Die wirrniss einer dunklen nacht
Die lähmend kalte dunkelheit
Dringt ins urbild der seele ein
Der traum verrinnt im dusteren
Sein sinn ist nur auf sand gebaut
Durchs fenster bricht das sternenlicht
Des lebens lärm darinnen verlischt.
hukwa

Tagebuchnotiz: Phantastische Geschichten

Heute Morgen die Erzählung Diana geschrieben, eine phantastische Geschichte inzwischen sind weit über 60 solcher Erzählungen entstanden, nachzulesen bei "die Gedichteschreiber. de". Solche Novellen und Erzählungen entstehen vorwiegend im Herbst und Winter, wenn das Blut der Phantasie am stärksten wallt.
hukwa

Tagesspruch - Denken

"Wo sind wir, wenn wir Denken?"
fragte Hannah Arendt einmal.
Nun, ich bin der Meinung
das wenn wir intensiv Denken
wir in einer überzeitlichen Dimension sind.
hukwa

Dienstag, 1. November 2016

Morgenduft der Jugend

Es ist Herbst
die Sonne scheint
ihr Licht spiegelt sich in der
entblätterten Eiche
am Ufer des dunklen Waldweiher
die Sänger sind schon weggezogen
im Gebüsch zwitschern ein paar Meisen
aus dem schattenhaften Schilf
strömt der Morgenduft der Jugend
ich lausche auf die Geräusche
die aus dem Dickicht tönen
wie ein letzter Schrei aus der Kindheit
verklingt das Echo des Tages
in der
Dunkelheit der Seele.
hukwa

Montag, 31. Oktober 2016

Muss oder Muße - Über augenblickliche Bedürfnisbefriedigung

Die Lebensform der Stille und Zurückgezogenheit ist für die Menschen der modernen Welt schon lange Vergangenheit. Vielleicht benötigen sie die Stille auch nicht mehr, ich möchte dies bezweifeln. Über Handy und Internet ist der Mensch Tag und Nacht erreichbar. Dass Problem liegt eigentlich daran dass wir nicht lernen wollen, mit den modernen Medien richtig umzugehen.
So hat die Industrie einen Daseinsapparat aufgebaut, in dem der Mensch als Konsumpionier lebt. Diese moderne Medien, falsch angewendet, dienen vor allem einem:
Der augenblicklichen Bedürfnissbefriedigung!
Was fehlt aber ist ein bleibender Wert!
Die Technik will uns einsuggerieren, dass sie eine vollendete Welt schafft, doch es ist eine Welt der Sinnentleerung.
Der moderne Mensch müsste sich Momente der Klausur schaffen. Solche Rückzugsgebiete sind eine Notwendigkeit der Zeit.
„Rückzug und Wiederkehr“, könnte eine Parole dieser Zeit heißen. Dies ist eine Möglichkeit nicht ganz der augenblicklichen Bedürfnisbefriedigung anheim zu fallen.
Ein richtig gelebtes Leben ist letztendlich ein Wachstumsprozess, ein Leben im Sein, nicht ein Leben im Nicht – Sein. Ein Leben dass nicht an dass Muss der modernen Apparatur geknüpft ist, sondern an die Fähigkeit, wenigstens einmal am Tag tätige Muße auszuüben.
Hukwa

Samstag, 29. Oktober 2016

Versuch

Solange
ein Mensch versucht
ein anderer zu sein
muss er sich zwangsläufig
minderwertig vorkommen.
hukwa