Montag, 4. Juli 2011

Die Welt ein transzendenter Organismus

Manchmal frage ich mich wie kann man im höchsten Sein leben und dennoch offen sein für alles Weltliche? Wir müssen uns ja offen halten sonst verkümmern die humanistischen Werte die das Fundament unserer Demokratie bilden und wir gehen in ein esoterisches Gefängnis ein. Man muss lernen dass die beiden Ordnungen der uns umgebenden Wirklichkeit, nämlich das empirische und das transzendale in Beziehung zueinander stehen. Zweifelsohne geht ethisches Handeln auf metaphysische Schau zurück, wie schon Platon wusste. Im Timaios spricht Platon folgendes aus: "In betreff der vollkommenen Art von Seele in uns muss man nun aber urteilen das Gott sie einem jeden als einen Schutzgeist verliehen hat: Ich meine nämlich jene von der wir angaben, das sie in dem obersten Teile unseres Körpers wohne und uns über die Erde zu unserer Verwandtschaft mit den Gestirnen erhebe, die nicht Irdisch sondern Überirdischen Ursprungs sind".
Die Wirklichkeit ist ja beides zusammen, eben das empirische und das transzendente. Dies sagen auch die Orphiker. Auf der Tafel von Petelia können wir lesen:"Ich bin das Kind der Erde und des gestirnten Himmels - aber des Himmels allein ist mein Geschlecht". woraus wir schließen können: Die Welt ist ein lebendiger mit dem höchsten verknüpfter Organismus.
hukwa

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