Montag, 31. Oktober 2016

Muss oder Muße - Über augenblickliche Bedürfnisbefriedigung

Die Lebensform der Stille und Zurückgezogenheit ist für die Menschen der modernen Welt schon lange Vergangenheit. Vielleicht benötigen sie die Stille auch nicht mehr, ich möchte dies bezweifeln. Über Handy und Internet ist der Mensch Tag und Nacht erreichbar. Dass Problem liegt eigentlich daran dass wir nicht lernen wollen, mit den modernen Medien richtig umzugehen.
So hat die Industrie einen Daseinsapparat aufgebaut, in dem der Mensch als Konsumpionier lebt. Diese moderne Medien, falsch angewendet, dienen vor allem einem:
Der augenblicklichen Bedürfnissbefriedigung!
Was fehlt aber ist ein bleibender Wert!
Die Technik will uns einsuggerieren, dass sie eine vollendete Welt schafft, doch es ist eine Welt der Sinnentleerung.
Der moderne Mensch müsste sich Momente der Klausur schaffen. Solche Rückzugsgebiete sind eine Notwendigkeit der Zeit.
„Rückzug und Wiederkehr“, könnte eine Parole dieser Zeit heißen. Dies ist eine Möglichkeit nicht ganz der augenblicklichen Bedürfnisbefriedigung anheim zu fallen.
Ein richtig gelebtes Leben ist letztendlich ein Wachstumsprozess, ein Leben im Sein, nicht ein Leben im Nicht – Sein. Ein Leben dass nicht an dass Muss der modernen Apparatur geknüpft ist, sondern an die Fähigkeit, wenigstens einmal am Tag tätige Muße auszuüben.
Hukwa

Samstag, 29. Oktober 2016

Versuch

Solange
ein Mensch versucht
ein anderer zu sein
muss er sich zwangsläufig
minderwertig vorkommen.
hukwa

Freitag, 28. Oktober 2016

Marionetten

Du hast so lange gewartet
das du dich nun wunderst
weil die Hoffnung deinen Mund verlässt
täglich hast du die Marionetten beobachtet
und jetzt wunderst du dich wieder
weil dir klar wird
das sie aus Holz sind.
hukwa

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Abschied

Ein Morgen im November
das fallende Laub und der Nebel
immer unfassbarer wird die Landschaft
du läufst vorbei
ich schau dir nach
bist du im Nebel verschwindest.
hukwa

Dienstag, 25. Oktober 2016

Mythologie der Kindheit

Wenn man biographisch schreibt ist es vor allem der Komplex der Kindheit der in der Erinnerung immer wieder auftaucht. Ich glaube es gibt kaum eine Kindheit die nicht jene unverheilte Wunden zurückgelassen hat, die dann in späteren Jahren sich immer wieder mal schmerzhaft bemerkbar machen. Im Leben eines Dichters spielt die Erinnerung eine besonders wichtige Rolle. Und doch ordnet sie sich der Einbildungskraft unter.
So entsteht der Mythos der Kindheit.
Bereits in der Kindheit entwickelt der Künstler jenen klaffenden Riss der dazu führt dass das was er nach aussen hin darstellt im groben nicht damit identisch ist, was er in seinem tiefsten Innern ist. Dadurch kommt es zu einer Übereinstimmung von Objektivität und Phantasie und genau dies ist es was die Mythologie der Kindheit ausmacht.
hukwa

Ruf der Wildgans

Der Ruf der Wildgans
erzählt mir wann
ihre Reise begann.
hukwa

Montag, 24. Oktober 2016

Es hilft dir nicht...

Es hilft dir nicht
wenn du in den Nächten
nach Hilfe rufst
weil du am Tag
deine Stunden
mit dem Banalen ausfüllst
tief in dir öffnet sich etwas
doch der Vogel fliegt davon
und
du hast noch nicht einmal
seinem Lied gelauscht.
hukwa

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Es ist Zeit...

Es ist an der Zeit
sich aufzumachen
und
eine Vision zu Suchen
die ich bisher noch nicht gefunden habe.
hukwa

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Geistelastizität

Wenn auch der Körper altert
sorge dafür
das der Geist
reine Elastizität bleibt.
hukwa

Dienstag, 18. Oktober 2016

Montag, 17. Oktober 2016

Die schriftstellerische Schaffensfreude

Die schriftstellerische Schaffensfreude ist mir die Höchste Freude. Sie ist Ziel meines gesamten Strebens.
hukwa

Samstag, 15. Oktober 2016

Vom wirklichen Träumen - das Tor zur Anderswelt

In der Regel bricht die Anderswelt in uns ein wenn wir uns zwischen Traum und Wachsein befinden. In dieser kurzen Zeit ist man der "anderen Realität" am nächsten. Wenn ich am Abend zu Bett gehe ist mir bewusst dass das Träumen bereits kurz vor dem Schlaf beginnt. Genau in dem Moment wo das Rationale unseres Bewusstseins langsam zerbröckelt. Man befindet sich also schon außerhalb des realen Bewusstseins. Wir haben in diesem Zustand bereits die Kontrolle über die Realität verloren, unser Gehirn speichert dennoch die Ereignisse die wir in diesem ersten leichten Traumzustand wahrnehmen. Durch Übung können wir sie abrufen. Reales und Irreales überlagern sich und öffnen uns das Reich des Unsichtbaren. Dieser kurze Moment vorm Einschlafen ist das Tor zur Anderswelt.
hukwa

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Haiku

Der Ruf der Wildgans höre ich deutlich
im Nachhall
fliegt die Einsamkeit mit.
hukwa

Dienstag, 11. Oktober 2016

Herbstlicher Greis

Goldener nahender Herbst
in dir verbirgt sich schon
das Antlitz des Winters
alter Greis
kommt aus den dunklen Wäldern
ummantelt vom Schatten der Bäume
im Schilfgürtel der Keiler schläft
zur Ruhe legt sich das Einhorn
die fallenden Blätter spenden Trost.
hukwa

Montag, 10. Oktober 2016

Novembernacht

Das fahle Licht des Novembers
sondert sich ab vom Jahr
Einsamkeit
Trost meiner Gezeiten
noch einmal rinnt in dir
das alte Jahr
November
Erwartungen
in der Nacht
am Tage Kräutertee
am Abend ein Glas blutroter Wein
so warte ich auf die
Novembernacht.
hukwa

Samstag, 8. Oktober 2016

Stimme des Herbstes - Haiku

Der Wind
raunt in den entlaubten Bäumen
Stimme des Herbstes.
hukwa

Identität

Als Menschen können wir die Gegenwart in der wir leben und den Weg in die Zukunft denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches Verständnis der geschichtlichen Vergangenheit erkennen. Der Mensch muss seine Geschichtlichkeit vor Augen haben um eine eigene Identität zu finden.
hukwa

Freitag, 7. Oktober 2016

Betrachtungen und Meditationen

Ich habe heute mit der Niederschrift der Betrachtungen und Meditationen begonnen. Hierbei handelt es sich um Prosagedichte die in Erzählweise geschrieben sind. Letztendlich sind es Meditationen. Sie entstehen in Momenten da ich mich auf eine Sache konzentriere und mich von ihr fortragen lasse. Letztendlich sind es "lange Haikus".
Einige von diesen Texten habe ich auf Gedichteschreiber de schon veröffentlicht.
hukwa

Zwischen Herbst und Winter - Haiku

Des Herbstes dunkles Wesen
versteckt sich
im Flug der Krähen.
hukwa

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Wandern unter Herbststernen

Enthrone nicht die Poesie
Wandern werde ich an den
goldenen Ufern des Agrigent
ohne Schlaf lebst du deinen Traum
die Schwalben sind schon gezogen
unter Herbststernen wandernd
erscheint der Wandel.
hukwa

Dienstag, 4. Oktober 2016

Jahreszeit der Poesie

Nach Wochen wunderschönem Spätsommerwetter ist heute der Himmel grau und Wolkenverhangen. Solch dunkle Herbsttage sind mir genau so lieb wie die Schönwettertage. Es ist die hohe Zeit des Schreibens. Sind doch der Herbst und der Winter die fruchtbarste Zeit um Poesie zu schreiben.
Zu recht schrieb Novalis an Schiller: "Daher fühl ich mich auch nie so rein gestimmt und empfänglich für alle Eindrücke der Höheren heiligen Muse als im Herbst".
hukwa

Montag, 3. Oktober 2016

Sonntag, 2. Oktober 2016

Siegel

Nachts
sind die Träume des Tages
geknebelt in der Schlinge
der sich verirrenden Realität
ein Buch mit Versen
schwebt wie ein Segel
ins Meer des Unbewussten
steh auf und breche
das Siegel.
hukwa

Samstag, 1. Oktober 2016

Herbstabend kehrt wieder

Jetzt naht des Sommers Abend
schon müde streicht der Westwind
über das feuchte Gras
mit ihm fahren die Geräusche der Strasse aus dem Dorf hinaus
lang werden nun die Schatten
dehnen sich über bunte Wälder
Herbstvögel
fliegen in Keilschriftmuster
über das Land
sie flattern lautlos vorüber
Herbstabend kehrt wieder.
hukwa