Mittwoch, 31. Dezember 2014

Das Jahr neigt sich seinem Ende zu

Ein Jahresring hat sich geschlossen
ich wünsche euch ALLEN
ein FROHES HARMONISCHES NEUES JAHR
draußen fliegen noch die Krähen und Elstern
Stare und Rotkehlchen sehen wir auch noch
und durch die heimischen Wälder schleicht versteckt
hier und dort noch eine Wildkatze
einmal schaute ich in den Gartenteich da sah ich Kaulquappen
die haben eine Ähnlichkeit mit Walen finde ich
Du glaubst nicht das Kaulquappen eine Ähnlichkeit mit Walen haben
Dann hast du nie genau hingeschaut
Ich sag dir noch was – ich habe gestern eine Forelle gegessen
natürlich selbst gefangen mit meiner Hand
ich habe ein Feuer entfacht und sie in der Glut von Buchenholz geräuchert
allein im Wald mit einem kleinen Feuer und einer Forelle das ist schon was besonderes
Als ich an den Horizont schaute dachte ich jetzt beobachten sie mich vielleicht mit einem
Satelliten
die Forelle hat wunderbar geschmeckt
Ich weiß nicht wann ich mal wieder eine selbst gefangene Forelle essen kann
das ist nichts ALLTÄGLICHES nein es ist eine fast heilige Handlung
ja die Satelliten
Heute sagte mir einer der noch verrückter ist als ich diese Satelliten seien
doch tatsächlich die
Augen des
Techno- – Gottes
ich lächelte über diesen Schwachsinn und dachte an den
Forellenkopf
den habe ich für den Fuchs liegen lassen
Forellen haben harmonische Augen
in ihnen spiegelt sich der Glanz der Waldelfen
natürlich wünsche ich auch den Elfen
ein frohes neues Jahr. 

hukwa

In der Gasse mit den dunklen Fenstern

Kehrt ihr wieder
verdunkelte Gesichte
worinn sich spiegeln
die Lebenslinien
lang schon vermoderten
Häuten und Gebeinen
Schatztruhen blinken
versiegelte Sterne
schaut Lederstrumpf
im Pfälzerwald
Weiher mit Birken
vermoostes Gestein
erinnert an Rübezahl
an kindliche Gedanken
die durchdrangen den dunklen Wald
Wald nannte ich Heimat
gab er weite der Enge
Fliegenpilz
Spinnweben
durchsilberte Herbste
Abflug der Schwalben
Erstarrung des Innern Geschauten.
hukwa

Tagesspruch von John Elsas

Mein ganzes Leben war ein Fehler,
da wurde ich Künstler und Erzähler.
John Elsas

Beim Lesen von Stephane Mallarme

Gestern Abend in den Gedichten von Stephane Mallarme gelesen. Ich liebe diese dunklen Verse die eigentlich undeutbar sind. Doch sie weisen eine tiefe Symbolik auf. Mallarme ist zweifelsohne der "Vater der modernen Dichtung". Apollinaire, Valery und viele andere wären in ihren Dichtungen, ganz andere Wege gegangen, wäre nicht das Vorbild Mallarme gewesen. Man kann sagen an seinem Namen ist die ganze Entwicklung der modernen Dichtung ablesbar.
hukwa

Dienstag, 30. Dezember 2014

Montag, 29. Dezember 2014

Labyrinth - Literatour

An jenem Tag
vor vielen Jahren
da ich das erste mal bewusst
ein Gedicht niederschrieb 
als ich ein leises Zittern
in meinen Fingern spürte
als hielt ich keinen Schreibstift
sondern einen magischen Stab
und ich bemerkte
das Wörter
zusammengesetzt
Beschwörungsformeln ergaben
stieg ich ein
in das
Labyrint - Literatour
damals
nichtwissend
das der einzige Weg
wieder herauszufinden
jener ist
es schreibend zu tun.
hukwa

Literatour

Um 4.30. heute Morgen aufgestanden. Die Nacht hatten wir starken Frost und am frühen Morgen blühen Eisblumen am Fenster. Den gestrigen Tag mit Schreiben verbracht. An der "Gasse mit den dunklen Fenstern" gearbeitet. Am Nachmittag für diese Erzählung Buchilustrationen gezeichnet.
So gehe ich schreibend und lesend auf Selbsterkundung. Versuche über das Wort das Mysterium des Lebens zu enträtseln. Als Landkarte in diese innere und äussere Landschaften dient mir die Literatur, sie ist mein Kompass.
hukwa

Sonntag, 28. Dezember 2014

Die Mystik der Frühe

Lange bevor der Tag erwacht, bin ich schon wach, sitze am Arbeitstisch, male, zeichne oder schreibe. Wenn man als Künstler auf dem Land arbeitet ist die Zeit zwischen drei Uhr nachts und sechs Uhr früh, die wichtigste. jetzt herrscht absolute Ruhe vor, jetzt muss man seine werke schaffen. Draußen herrscht wildes Schneetreiben, überall begegnet man in der Frühe dem mystischen.
hukwa

Der Schrei

Und wieder ging ich einmal durch die
Zeiten
meines Lebens.
Lauschend einer
Stimme
die vor tausend Jahren rief
doch
deren Echo
jetzt erst angekommen ist
Der Schrei 
der Jugend
bricht sich an den Wolken
Nun naht das Tageslicht.
hukwa

Schnee und Zeit

Als ich Gestern Morgen gegen vier Uhr erwachte und aus dem Fenster schaute sah ich eine wunderschöne Schneelandschaft. Die ganze Nacht ist Schnee gefallen. Und jetzt ist die Gegend wie verzaubert. Ich liebe die Magie die der Schnee ausstrahlt. Man geht in eine andere Bewusstseinssphäre über. Jedenfalls ist es auf dem Land so. Wenn die alten Sandsteinmauern und der Efeu der daran klettert in weiß getaucht sind, ist man schnell in eine andere Zeitdimension versetzt. Schnee ladet dazu ein auf Zeitreisen zu gehen.
hukwa

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Meine Welt - zwischen Traum und Wirklichkeit

Es gehört zum Wesen meiner Dichtung und Prosa dass sie das Geschehen nicht restlos aufklärt, sondern mit Symbolen umhüllt und somit die Phantasie des Lesers weckt, über das Gelesene nachzusinnen. Dieses Nachsinnen über Phantasie und Hermetik führt ja letztendlich zum Geheimnisvollen das sich in der realistischen Welt versteckt.
hukwa

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Golem, Hoffmann

Gestern die Erzählung begonnen:"Mein Weg nach Shambhala", aus meinem tibetischen Reisetagebuch. Am Nachmittag den "Golem" des Rabi Löw gelesen. Am Abend E.T.A. Hoffmanns "Sandmann" einmal wieder gelesen. Die Weihnachtszeit ist ideal für klassische phantastische Literatur, zu lesen und zu schreiben.
hukwa

Dienstag, 23. Dezember 2014

Schneewaldhaiku

Im Schneewald
Auge in Auge
die einsame Krähe und ich.

Versunken in Winterruhe
die alte Krähe
auf dem vereisten Baumstumpf.


Montag, 22. Dezember 2014

Mein phantastischer Realismus

Für mich beginnt der Morgen immer sehr realistisch und wirklichkeitsnah. Im laufe des Tages bewege ich mich dann langsam in die Imagination hinein. Wie ein Buddhist seine geistigen Übungen zelebriert, so übe ich mich in der Technik der Imagination. Bis ich die Verbindung von Phantasie und Realität erreicht habe. Dann beginnt für mich mein phantastischer Realismus. Durch die Art des realistischen denkens am frühen Morgen, sorge ich dafür das mir die Kontrolle über die Realität nicht verloren geht. Es ist mir wichtig ein Grenzgänger zu sein der von einer Welt in die andere Wandern kann.
hukwa

Sonntag, 21. Dezember 2014

Dezemberfrostgerüche

Ein süßer Traum
eilt durch die Nacht der Wohlgerüche
uralte schattenhafte Wonne
entstrahlt der alten Weide
heim kehrt die Zeit
flieht hin zur Insel der Kindheitserinnerungen
wo Einsamkeit sich flüchtet in Melancholie
dort wo die Träume sich von selber dichten
wie in einem Spiegel der Erinnerungen sich lichten
dem braunen Schilf entströmen Dezemberfrostgerüche
O Traumesnacht
der Wohlgerüche.
hukwa

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Verweile nicht...

Verweile nicht
Lauf zu
das Leben ist ein
Weg
der ruft
mit vielen Abschiedskreuzungen
das flüchtige Wort
der ausgehauchte Atem
der Satz
kaum ausgesprochen
schon sind wir umgeben von Geschichte
verweile nicht
Lauf zu
das Leben ist ein Weg
mit vielen dichten und Gesichten
und jede
Abschiedskreuzung
eine Stufe die uns ruft.
hukwa

Sonntag, 14. Dezember 2014

Gongora - Keats

Den gestrigen Tag mit dem Studium der spanischen Lyrik verbracht. Vor allem mit Gongora. Am Morgen einen ausgedehnten Spaziergang unternommen. Am Abend intensiv John Keats gelesen. Von allen englischen Dichtern steht mir Keats am nächsten. Für mich war er der bedeutendste englische Romantiker. Seine Oden, vor allem die an die Melancholie, sind mir das Schönste was mir die englische Dichtung hervorgebracht hat.
hukwa

Samstag, 13. Dezember 2014

Poetik Zitat

Die Heimat der Poesie ist die Sprache und der Traum
nicht aber die Welt.
hukwa

Erkundung

Die Seele klagt
sucht den verlorenen Traum
so lange schlief sie
in den dunklen Wassern
jetzt im Dezember
entsprang sie in die Weite
sich suchend selbst
erkundet sie die Welt.
hukwa

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Woodcraft

In der Natur herrscht eine Kraft vor die alle Wesen und Dinge erfüllt. Auch der Mensch ist eine Form dieser Kraft. Sie wirkt in uns, in den Pflanzen, in den Mineralien. Durch seine Entfremdung von der Natur, hat sich der Mensch auch von dieser Kraft entfernt. Wir täten gut daran uns ihr wieder zu nähern.
hukwa

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Dienstag, 9. Dezember 2014

Ich möchte kein Dasein ohne Mythos leben

Das Leben das die meisten Menschen die ich kenne führen ist nichts für mich. Ihr angeblich kritischer Verstand ist einfach nur ein Anpassungsverstand. Sie sind Jäger des Kommerz und können überhaupt nicht mehr fabulieren. Ein solches Leben wäre mir zu einseitig. Ist es doch ein Dasein ohne Mythos.
hukwa

Haiku

Der Schnee auf den Bäumen
erzählt mir
vom Werden und vergehen.

Montag, 8. Dezember 2014

Mein Fluchtweg in die Wälder

Von dem Haus aus das ich bewohne sind es gerade einmal 8 Minuten Fußweg und ich stehe im Wald oder in der Feldmark. Von hier aus bin ich in kürzester Zeit an einem Platz wo mir keine Menschenseele begegnet. Dies sehe ich als großen Reichtum an. Selbst wenn ich mich im Haus aufhalte, wenn ich male oder an meinen Manuskripten arbeite, weiß ich in jeder Sekunde um diesen großartigen Vorteil. Mein kurzer weg in die Natur ist mir vor allem der Fluchtweg vor den Oberflächlichen und banalen Gesprächen, die von den meisten Mitgliedern unserer Komerzgesellschaft geführt werden und in die sie einem oft versuchen hineinzuziehen.
hukwa

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wenn die Landschaft in Meditation versinkt

Jetzt in der vorweihnachtlichen Zeit reisen meine Gedanken oft in die Vergangenheit. Ich habe die Erfahrung machen können dass gerade in den Adventszeit der Bezug zum Unbewussten besonders intensiv ist. Dies hat gewiss mit Erinnerung zu tun. Vor allem wenn es draußen sehr Stille ist. Es liegt eine seltsame Melancholie in den Adventssonntagen. Eine Aura der Abgeschiedenheit. Selbst die Krähen die ich jeden Abend beobachte, sie sammeln sich auf der alten Blutbuche vor meinem Arbeitszimmer, scheinen dies zu spüren. Ich schreibe intensiv Gedichte und male viel, derzeit an meinen Künstlerbüchern. Mit dem Verfassen von Gedichten und dem Malen schaffe ich mir meine eigene Welt- ja, mein eigenes Universum. Es scheint als sei die Landschaft in Meditation versunken, die ideale zeit für das Schaffen eines Künstlers.
hukwa

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Alter Winter

Wie in die Wolken hinein tätowiert
das Gesicht des alten Winters
fürchtet ihn nicht
sein Mantel ist die Welt des Schweigens 
weit weg von euch
wo sein Echo verklingt
hat er in gefrorener Erde
sein Kind verborgen
das wartet
auf die ersten lauen Lüfte
der Märzwinde.
hukwa

Dienstag, 2. Dezember 2014

Dezemberwälder

Die dunklen Wälder
im Dezember
atmen die Wehmut
vergangener Tage
der alte Waldpfad
Weg der Erinnerungen
Jetzt öffne die Tür
und lass die Harmonie herein.
hukwa

Spiegel der Erinnerungen

In den uralten Wäldern
wo der Traumschlaf herrscht
wirst du zum Wächter deiner Tagträume
Nachtwächter das Gedicht
hermetisch versiegelt die Zeilen
wartend auf das erste hell
eines jungfräulichen Tages
noch sammeln sich die Schatten
in einem magischen Spiegel
Schau nicht hinein.
hukwa

Montag, 1. Dezember 2014

Mythische Phantasie

Mythische Phantasie zu besitzen ist etwas besonderes. Es ist eine Art Heimatgefühl in einer Zeit wo der Glaube an die Kraft der Mythen in einem Meer von Kommerz versinkt. Ich habe immer an die Mythologie geglaubt, an den "mythischen Heros" der in "tausend Gestalten" weltweit auftritt.
hukwa

Samstag, 29. November 2014

Natursignatur

In den Wäldern begegnet man überall den Signaturen der Natur. In diesem Schöpfungsalphabet muss der Waldgänger lesen um in die Geheimnisse des Waldes einzudringen. Die Rinden der Bäume , die Adern des Laubes, der sich verfärbende Farn, sie alle tragen das große Geheimnis der Wälder in sich.
hukwa

Samstag, 22. November 2014

Die Sprache der Wälder

In den Wäldern begegnet man überall der Signatur der Natur. In diesem Schöpfungsalphabeth muss der Waldgänger lesen um in das Geheimnis des Waldes einzudringen. Die Rinden der Bäume, die Adern des Laubes, der sich im Herbst braun färbende Farn, sie alle tragen das große Geheimnis der Wälder in sich. Einmal mindestens am Tag unternehme ich einen solchen Lesespaziergang in die Natur.
hukwa

Samstag, 15. November 2014

Allverbundenheit

Auf meinen Wanderungen durch den Novemberwald spüre ich sehr deutlich das Mysterium der Natur. In solchen Momenten bin ich beseelt von der großen Allverbundenheit des Kosmos und der Natur. Ich spüre deutlich die Verwandtschaft mit ihren Wesen. Hier in den Wäldern kann ich mich auf das Wesentliche des Lebens konzentrieren.
hukwa

Montag, 10. November 2014

Schreibend seine Dämonen bannen

Im Herbst und Winter ist die Intuition stärker als im Sommer. Das Schreiben wird intensiver. Ständiges Schreiben ist letztendlich ja nichts anderes als Therapie, Selbsterfahrung und Erinnerung. Es ist das Lesen in den Inneren Landkarten. Festhalten in Gedicht, Essay und Tagebuch. Schreiben bedeutet auch seine Dämonen bannen.
hukwa

Sonntag, 9. November 2014

Jenseits des Profanen

Der Morgen ist mir die Zeit Dichtung zu schreiben und zu Philosopheren. Im Gedicht und der Philosophie liegt eine verborgene Realität die ich zu ergründen suche. Dieses "Verborgene" haftet auch dem frühen Morgen an. Wahrscheinlich weil diese tageszeit für viele jenseits des Profanen siedelt.
hukwa

Freitag, 7. November 2014

Spirale oder Tretmühle

Der Mensch ist ein Prozess und es liegt allein an ihm ober er aus seinem Leben eine Tretmühle macht und ein Leben wie ein Hamster in einem Käfig führt oder ob er aus seinem Dasein eine Spirale macht die ihn zu immer höheren Sphären führt.
Unser ganzes Denken und Handeln ist einfach das Ergebnis unserer Erziehung und Umwelt unserer Abhängigkeit von Ökonomie und sozialen Bedingungen. Um dieser Tretmühle zu entgehen müssen wir unser Dasein mit schöpferischer Kraft füllen. Wir müssen also eine Entscheidung fällen zwischen der aufwärtsstrebenden Spirale oder der sich endlos drehenden Tretmühle.
hukwa

Donnerstag, 6. November 2014

Nacht im Birkenwald

Einsamer Mond
in stiller dunkler Nacht
wie Spinnensilberfinger
die Äste der Birke
bewegen sich sacht
der Wald schläft tief
nur unter nassen grünen Steinen
die schwarze Unke wacht
ein einzelner Stern
gesellt sich zu dem Mond
schenkt neue Kraft
dem einsamen Wanderer in der Mondnacht.
hukwa

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Mondschein und Elf

Durch stille Wälder leuchtet
Das Mondlicht wunderbar
Die Welt ist noch verdunkelt
Bald graut der neue Tag.

Ein Wolkenvorhang schiebt sich
Nun vor den Silbermond
Und dunkelt sanft und mystisch
Nun Weg und Bäume ein.

Auf einer Wiese hüpfet
Im Mondlicht ein kleiner Elf
Und dann
Verschwindet er plötzlich im grünen dichten Tann.
hukwa

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die tanzenden Kraniche von Trippstadt

Zwei mal im Jahr ziehen die Kraniche durch unseren Ort. Ihr Geschrei höre ich schon, wenn sie noch weit entfernt sind. Es ist immer später Abend wenn sie keilförmig über das Dorf ziehen. Sie gehören schon zu den regelmäßig wiederkehrenden Frühjahrs- und Herbstbildern in unserem Teil des Pfälzerwaldes. Sie reisen innerhalb eines schmalen Korridors, der durch Deutschland verläuft. Auf einer Waldwiese außerhalb unseres Ortes befindet sich eine Ihrer traditionellen Rastplätze. Eine tiefer im Wald liegende Wiese, wo schon Generationen von Kranichen gerastet und „getanzt“ haben. Wegen ihrer lebenslangen Einehe, gelten diese Vögel als Sinnbild der Liebe und Treue. Es sind stille Winkel, die diese scheuen Vögel aufsuchen und man sollte davon absehen, sie zu fotografieren, oder sonst wie an ihren Plätzen zu stören.
Im vergangenen Jahr durfte ich ihren „Tanz“ beobachten. Durch Zufall befand ich mich in der Nähe jener Waldwiese. Aus einiger Entfernung konnte ich mit dem Fernglas das erste Mal in meinem Leben „tanzende Kraniche“ beobachten. Es stimmt nicht, dass die großen Vögel nur zur Balzzeit tanzen. Am häufigsten tanzen sie vor und nach dieser Zeit. Der Tanz muss also nicht unbedingt mit der Paarungszeit zu tun haben, sondern er scheint einen Erregungszustand auszudrücken, vielleicht auch pure Lebensfreude! Es ist ein erhabener Moment den Tieren dabei zuzusehen: vollkommen still stehen die beiden Großvögel voreinander und beobachten sich einige Zeit, bis das Männchen die Flügel öffnet als wolle es das Weibchen umarmen. Es scheint so als würde das Weibchen ihm ausweichen, lässig und geschmeidig stellt das Männchen ihm nach. Dann stehen sich beide wieder unbeweglich Auge in Auge gegenüber. Nun beginnt das Männchen damit Verbeugungen nach allen Seiten zu machen und bewegt sich feierlich im Tanzschritt nach rechts und links, läuft in einer Art Achterschleife, dreht sich um sich selbst und schüttelt seine Schwingen, dass es raschelt wie in einem Laubbaum und springt mit flatternden Flügeln meterhoch. Dazu trompetet es laut. Immer wieder hebt es zwischendurch Stängel und Grasbüschel auf und zeigt sie dem Weibschen. Dann wirft das Männchen die Grasbüschel in die Luft, fängt sie auf und wirft sie wieder hoch. So geht der Tanz noch einige Zeit weiter.
Nur die wenigsten Wanderer werden solch ein Naturschauspiel einmal persönlich erleben. Doch wer es erleben durfte wird es nicht wieder vergessen.



Wenn Wildgänse ziehen
Wie die Kraniche ziehen auch die Graugänse zweimal im Jahr durch unser Dorf. Wer einmal in einer mondhellen Oktober oder Novembernacht den Flug dieser Wildgänse geobachtet hat, dem wir dieses fast unwirkliche Erlebnis als mystischer Augenblick seines Lebens, als ewige Naturerinnerung erhalten bleiben. Wenn die wilden Gänse mit ihrem Ruf die Nacht durchtönen und unter sturmgepeitschten Wolken südwärts ziehen, spürt der Beobachter das Ungebändigte und Wilde das diese Vögel ausstrahlen. Mit einem Mal richtet das Phantastische und die Realität seine Hochzeit aus und man spürt die Sehnsucht in sich einmal Nils Holgerson zu sein! Der Frühjahrszug erreicht im März/April seinen Höhepunkt. Nur einmal habe ich einen „unzeitigen Grauganszug“ im Juni Beobachtet. Dabei handelt es sich um nicht brütende Tiere oder um Gänse die bereits gebrütet haben. Den Zug dieser Vögel zu beobachten, ist immer wieder ein wunderschöner Moment in meinem Leben
hukwa

Baum der Bäume

Baum der Bäume
Göttersitz
Eiche
Vater des Waldes
Wie lange noch?
hukwa

Freitag, 17. Oktober 2014

Mutter alles Werdenden

Ich rufe dich
Mutter alles Werdenden
Die dem Falken die Kunst des Fliegens schenkt
Denn Pflanzen Heilkraft gibt
Den Steinen Weisheit
Dich rufe ich Mutter alles Werdenden
Du gibst mir Antwort
Im Rauschen der Bäume
Im Lied der Vögel
Lass mich Einkehr halten in deinen Wäldern
Fülle mich mit Stärke und Kraft
Mutter alles werdenden.
hukwa

Montag, 13. Oktober 2014

Gespräche mit Bäumen

Ist es nicht sinnvoller einen ganzen Herbsttag in den Wäldern zu verbringen, die Wandlungen des Laubes und der Bäume zu beobachten, als sinnlos, oberflächlichen gesellschaftlichen Pflichten nachzugehen? Die Gespräche die meine Mitbürger oft mit mir führen tun meinen Ohren weh. Da bevorzuge ich lieber die Gesellschaft der Bäume.
hukwa

Samstag, 11. Oktober 2014

Behauste Zeit

Zeit
mir Wohnung und Gegenwart
Erwache ich in der
Nacht
Sehend
verschlüsselte Botschaften
längst vorbeigezogener Jahre
der nahende Winter
bringt wieder
die Erinnerung.
hukwa

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Meine Fluchtwege

Als Mensch muss man sich Fluchtwege aus der Realität suchen, sonst erdrückt uns die Enge eines materialistischen Daseins. Ist man dieser Enge ständig ausgesetzt dann ist es nur noch eine Frage von Zeit bis unsere Sinne ganz abgestumpft sind. Kunst, Philosophie doch vor allem die Natur sind meine Fluchtwege.
hukwa

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die Poesie des Herbstes - gefunden bei einer Wanderung



Fotos Ute Knieriemen-Wagner

Zeitkokon

Die Schonwetterperiode hat uns Heute verlassen. Graues Regenwetter herrscht vor, ich mag solches Wetter. Solche Tage haben ihre ganz besondere Stimmung. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Bei solchem Wetter komme ich mir manchmal vor als lebe ich in einer Art von Kokon. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich bei solch trübem Wetter intensiver.
hukwa

Sonntag, 21. September 2014

Alchemystik

Einmal am Tag benötige ich einige Stunden der inneren Ruhe um das im tiefsten Innern Geschaute zu verarbeiten. Ich habe meinen äußeren Werdegang nie für so wichtig gehalten wie meinen Inneren. Wenn mein Leben von der Verinnerlichung abweicht, komme ich den Schmutzwässern dieser Gesellschaft zu nahe.
Unsere Seele lebt im Exil der Materie.
hukwa

Samstag, 20. September 2014

Heute ist Morgen

Die Poesie
Die du Heute schreibst
Ist vielleicht das Märchen
Das du Morgen lebst.
hukwa

Freitag, 19. September 2014

Blut der Phantasie

Dort wo sich Tod und Leben
wie Sterne gleichen
dort wo
die Schleier fallen
wirst du erkennen die Zeichen
dort
wo wir das Blut der Phantasie
aus goldenen Kelchen trinken
zum reinen Leuchten
unserer Seele
weichen die Fesseln
die dich an die Dinge binden
jetzt erkennst du
der Dinge Ewigkeiten.
hukwa

Sonntag, 14. September 2014

Schimmel der Zeit

Das war eine Zeit
der Inneren Reife
des Erwachens und sich selbst entdecken
eine Zeit die schon Erinnerung ist
eine Zeile
ein Gedicht
auf chinesischem Blütenpapier
ein Hauch von Zen
nicht mehr
Zuhause im Hier und Jetzt
zwei Gläser die klirrten
bis eines zerbrach
zwei Türen vernagelt
dahinter das Leben
in einem morschen Sarg
zurückschauen
in die Zeit
ist hartes Brot
Vergehen
Liebe und Tod
die Hoffnung auf neues
der Schimmel der Zeit
Geh oder bleib ich
Reife Zeit reif.
hukwa

Samstag, 13. September 2014

Die Gesichter der Vergangenheit

Unter der alten Fichte
vom sauren Regen braun gefärbt
setze ich mich nieder
zur Meditation
male ein Mandala
in die abgestorbenen Fichtennadeln
und warte vergeblich
auf das grüne Einhorn
ich blicke nicht hinter mich
sonst erstarre ich
vor den Gesichtern der Vergangenheit.
hukwa

Die Flüchtigkeit der Dinge

Ich weiß wohl um die
Flüchtigkeit der Dinge
Habe acht
das ich nicht das Seiende
mit dem Sein vertausche
Heute Morgen grüßte mich der Vollmond
Durch das Geäst der großen Blutbuche
in deren Ästen ich auch an diesem Morgen
die Erinnerungen an meine Kindheit wieder finde
für einen Moment
erleuchtet
das Mondlicht
die Nabelschnur
die mich mit dem Baum verbindet.
hukwa

Mittwoch, 13. August 2014

Spiegelbild meiner Seele

Der ganze Sommer
spiegelt sich
im grünen Wasser des Waldteichs
das Schilf am Ufer
bewegt sich leise im Wind
die Wellen des Weihers
Spiegelbild meiner Seele.
hukwa

Dienstag, 12. August 2014

Rückkehr in den Elfenbeinturm

Jedes mal wenn ich einige Zeit mich des Schreibens enthalten habe, fühle ich wenn ich wieder schreibe eine Art Heimkehr. In den Sommermonaten halte ich regelmäßig Vorträge und muss deswegen das schreiben einschränken. Doch ab August kehre ich dann um so harmonischer wieder zurück in den Turm Poesie.
hukwa

Tagesspruch

Halte dich nur im stillen rein
und lass es um die Wettern
Je mehr du fühlst ein Mensch zu sein
Desto ähnlicher bist du den Göttern.
Goethe

Montag, 11. August 2014

Nahender Herbst

Die große Blütenpracht des Sommers neigt sich ihrem Ende zu. Die Früchte des Herbstes bereiten sich nun vor den Wanderer zu verwöhnen. Bald stehen die klaren Herbststerne am nächtlichen Himmelszelt. Der nächste Vollmond wird schon ein Herbstvollmond sein. Jetzt naht die Zeit da man sich Gedanken über die Vergänglichkeit machen sollte.
hukwa

Geborgen in den Wäldern

Still liegt der Teich
im grauen Erlenbruche
er schweigt sich aus
nur der Bergbach murmelt leise
manchmal einen Laut
wenn der Wind in den Weiden knistert 
steht der Silbermond ganz bleich
der Waldkauz schweigt
hier in den Wäldern
findet man noch Geborgenheit.
hukwa

Sonntag, 20. Juli 2014

Die tanzenden Kraniche von Trippstadt

Zwei mal im Jahr ziehen die Kraniche durch unseren Ort. Ihr Geschrei höre ich schon, wenn sie noch weit entfernt sind. Es ist immer später Abend wenn sie keilförmig über das Dorf ziehen. Sie gehören schon zu den regelmäßig wiederkehrenden Frühjahrs- und Herbstbildern in unserem Teil des Pfälzerwaldes. Sie reisen innerhalb eines schmalen Korridors, der durch Deutschland verläuft. Auf einer Waldwiese außerhalb unseres Ortes befindet sich eine Ihrer traditionellen Rastplätze. Eine tiefer im Wald liegende Wiese, wo schon Generationen von Kranichen gerastet und „getanzt“ haben. Wegen ihrer lebendlangen Einehe, gelten diese Vögel als Sinnbild der Liebe und Treue. Es sind stille Winkel, die diese scheuen Vögel aufsuchen und man sollte davon absehen, sie zu fotografieren, oder sonst wie an ihren Plätzen zu stören.
Im vergangenen Jahr durfte ich ihren „Tanz“ beobachten. Durch Zufall befand ich mich in der Nähe jener Waldwiese. Aus einiger Entfernung konnte ich mit dem Fernglas das erste Mal in meinem Leben „tanzende Kraniche“ beobachten. Es stimmt nicht, dass die großen Vögel nur zur Balzzeit tanzen. Am häufigsten tanzen sie vor und nach dieser Zeit. Der tanz muss also nicht unbedingt mit der Paarungszeit zu tun haben, sondern er scheint einen Erregungszustand auszudrücken, vielleicht auch pure Lebensfreude! Es ist ein erhabener Moment den Tieren dabei zuzusehen: vollkommen still stehen die beiden Großvögel voreinander und beobachten sich einige Zeit, bis das Männchen die Flügel öffnet als wolle es das Weibchen umarmen. Es scheint so als würde das Weibchen ihm ausweichen, lässig und geschmeidig stellt das Männchen ihm nach. Dann stehen sich beide wieder unbeweglich Auge in Auge gegenüber. Nun beginnt das Männchen damit Verbeugungen nach allen Seiten zu machen und bewegt sich feierlich im Tanzschritt nach rechts und links, läuft in einer Art Achterschleife, dreht sich um sich selbst und schüttelt seine Schwingen, dass es raschelt wie in einem Laubbaum und springt mit flatternden Flügeln meterhoch. Dazu trompetet es laut. Immer wieder hebt es zwischendurch Stängel und Grasbüschel auf und zeigt sie dem Weibschen. Dann wirft das Männchen die Grasbüschel in die Luft, fängt sie auf und wirft sie wieder hoch. So geht der Tanz noch einige Zeit weiter.
Nur die wenigsten Wanderer werden solch ein Naturschauspiel einmal persönlich erleben. Doch wer es erleben durfte wird es nicht wieder vergessen.
hukwa

Dienstag, 22. April 2014

Bewusstseinsbeton

Die erste Stunde am frühen Morgen ist bei mir immer Meditation, ein inneres Sammeln. Es ist mir die wichtigste Stunde des Tages. Die Gedanken sind ganz philosophisch. Diese Stunde sorgt dafür dass der Bewusstseinsbeton sich nicht verhärtet. Das innere Sammeln führt zur inneren Schau und somit zur Möglichkeit kosmisches Bewusstsein zu erlangen.
hukwa

Montag, 21. April 2014

Atem der Erde

Rauscht der Bach mir jede Nacht
drohend
klagend
fröhlich flüsternd
in oft gefundener Harmonie
entführt er mich
zeigt mir neue Ufer
die Kunst ist es
auch
im Schlaf gegen den Strom zu schwimmen.
hukwa

Mittwoch, 2. April 2014

Baumspruch

Ohne gesunden Wald
kein gesundes Wasser,
kein gesundes Blut.
Victor Schauberger

Mittwoch, 26. März 2014

In Verbindung mit dem Universum

Solange Du mit dem Universum in Verbindung stehst ist dein Leben aufrichtig und wahr. Schäbig wird es erst wenn du zu eng mit der Gesellschaft zusammen bist. Die tiefen Wahrheiten können Dir nicht die Menschen erzählen. Wahrheit und Sinn findest du in der umgebenden Natur und im Universum.
hukwa

Dienstag, 25. März 2014

Kleiner Schmetterling

Ich schaue dich an
kleiner Schmetterling
Wesen aus Farbe und Licht
sitzt du an der Blüte
und
nichts profanes
soll uns stören
wir beide
Zwiesprache haltend auf der Wiese.
hukwa

Samstag, 22. März 2014

Bin wie ein Baum im tiefen Wald

Bin wie ein Baum im tiefen Wald
dem manches Laubwerk fehlt
und Blitze sprengten brennend stark
meinen Stamm
ihr sucht nach Geld
ich schreibe Gedichte
und lausche der Vögel Lieder
die durch des Lebens Sturmwind eilen.
hukwa

Mittwoch, 19. März 2014

Geheimnisvolle Steinstufen....

Fotos Hans Wagner

Gefunden bei einer Wanderung quer durch den Wald, wer diese Treppen wohl hier in den Stein gehauen hat und wozu............
Die Gedanken steigen, wie diese Treppenstufen immer etwas höher.....
hukwa

Freitag, 7. März 2014

Eine einfache Lebensphilosophie

Man sollte sich keine komplizierte Lebensphilosophie zu recht legen. Das Einfache ist das Erhabene. Nur im Einfachen finden wir eine Sinnfindung. Draußen in der Natur begegnen wir unserem wahren Geist. Die Weisheit die ich in den Wäldern finde ist die tiefste aller Weisheiten.
hukwa

Donnerstag, 6. März 2014

Was ist der Frühling doch so schön

Ach könnt ich wieder
mit den Elfen tanzen
durch grüngoldene Räume schweifen
mit Merlin durch die Wälder ziehen
und mit den wilden Gänsen reisen
will wieder unter Eichen schlafen
und mit den Zwergen nach Erzen graben
es singt der Wildbach sanft sein Lied
ich lausche und Staune
was ist der Frühling doch so schön
er schenkt mir die Innere Kraft
des Sehens.
hukwa

Mittwoch, 5. März 2014

Mit Nymphen Tollen im liebestrunkenen Tanz

Einst habe ich
Efeu und Weinlaub getragen
zum Bacchus Feste ward ich geladen
über ferne Horizonte schweift mein Auge
hinein in die Vergangenheit
die aus den weißen Nebel ragen
noch hinter der Nachtschlafenden Zeit
seh ich mich in meinem uralten Glanz
mit Nymphen Tollen im liebestrunkenen Tanz.
hukwa

Dienstag, 4. März 2014

Nacht im Birkenwald

Einsamer Mond
in stiller dunkler Nacht
wie Spinnensilberfinger
die Äste der Birke
bewegen sich sacht
der Wald schläft tief
nur unterm nassen grünen Stein
die schwarze Unke wacht
ein einzelner Stern
gesellt sich zum Mond
schenkt neue Kraft
der frühlingshaften Nacht.
hukwa

Montag, 3. März 2014

Stunden der Reife

Bevor ich am frühen Morgen mit der Arbeit an dem Projekt beginne an dem ich gerade arbeite, benötige ich eine Stunde in der ich mich ganz dem philosophischen Denken widme. Es sind dies Stunden der inneren Erholung, der Stille aber auch der Reife.
hukwa

Sonntag, 2. März 2014

Kranichzug

Auch in diesem Jahr sind genau am 27.2. die Kraniche über das Dorf gezogen. Als ich in meinem Tagebuch nachschlug konnte ich lesen dass sie im vergangenen Jahr ebenfalls an diesem Datum durch Trippstadt zogen. Auf die Kraniche kann man sich also noch verlassen.
hukwa

Über das Haiku

Das Haiku ist das Werk eines Augenblicks der inneren Erleuchtung die genau so vergänglich ist wie ein Tautropfen. Wenn ein Mensch alle Bedürfnisse und Wünsche ledig ist entsteht das Haiku. So ist das Haiku eine geistige schau in das eigene Innere als auch in das Wesen des Kosmos. Beides: Geist und Kosmos können miteinander verschmelzen.
hukwa

Über eigene Identität

Nur den wenigsten Menschen gelingt es von dem vorgeschriebenen Weg der ihnen von Familie und Gesellschaft aufgebürdet wird Abbzuspringen und sich auf die Suche nach einer eigenen Identität zu begeben. Staat und Gesellschaft bevorzugen natürlich Menschen ohne eigene Identität. Man kann sie besser Lenken und Nutzen. Doch der Lauf der Geschichte wurde immer nur von Menschen beeinflusst die sich aus dem Gefängnis der Massenhalluzination befreit haben und einen Weg abseits gesellschaftlicher Zwänge gesucht haben.
hukwa

Samstag, 1. März 2014

Der Wind in den Weiden

Vom Mondlicht verzaubert
das Schneeglöckchen
unter der alten Buche.
hukwa

Des Frühlings sanftes Lied
der Wind
in den Weiden.
hukwa

Das stille Rauschen der Bäume
kündet
den nahenden Frühling.
hukwa

Der alte bemooste Zaunpfosten
ganz Versunken
in Sein und Zeit.
hukwa

Das rote Kleid des Dompfaffs
in der Grauweide
ist es der Vogel Satori?
hukwa

Donnerstag, 27. Februar 2014

Bruder Wald

Alter Wald
Baum Erz Farn
Uralte Seele
des Menschen Zuflucht
die Einsamkeit der Tage
ist mir Willkommen
werfen mich an dein Gestade
alter Wald
ich kam
du hast auf mich gewartet
Fels Baum Strauch
Freunde guter Tage.
hukwa

Mittwoch, 26. Februar 2014

Kleiner Schmetterling

Ich schaue dich an
kleiner Schmetterling
Wesen aus Farbe und Licht
sitzt du bei der Blüte
nichts profanes soll uns stören
wir beide
auf der Wiese
Zwiesprache haltend.
hukwa

Sonntag, 23. Februar 2014

Märzgeist oder Arons Erwachen

Es naht der Lenz mit seiner Fülle
Märzgeist durchfließt die Waldesschluchten
Der Frühling kommt mit langsamen Schritten
Schenkt Trunkenheit auch ohne Wein
Märzblut lässt unsere Seele schäumen
Das Salz der Erde schmeckt man schon
Im Buchenwald erwacht Aron
Das Gezwitscher der Vögel kündet uns davon
Nur die Trübseligen bekommen nichts mit davon.
hukwa

Samstag, 22. Februar 2014

Frühlingstür

Noch dunkeln die Wälder
doch spürt man schon die Erwartung
bald verliert sich
die Wehmut vergangener Tage
der alte Waldpfad
ein Weg der Erinnerungen
gehe ihn jetzt
und öffne
die Tür
für die Harmonie.
hukwa

Dienstag, 18. Februar 2014

Von den Geschlechtern - Nachtspruch

Die Art und Weise, in der ein Mensch über die Beziehung der Geschlechter spricht, zeigt an, wie weit seine eigenen Beziehungen dieser Art heilig sind. Wer über diesen Gegenstand scherzen kann, den achten wir nicht.
Thoreau

Montag, 17. Februar 2014

Warten auf die Schlehenblüte

Sitze ich träumend tief im Walde
Äste flüstern über mir
sehne mich nach grünem Blättermeer
Bäume stehen neben mir
umklammert von Efeu Händen
Waldbach fließt durch Schlamm und Moor
Zilp Zalp kehrt bald wieder
grüner Leib des Spechts
glitzert in der Eiche
vermodert noch ist Dorn und Farn
dennoch ich spüre
Schlehe blüht bald wieder.
hukwa

Samstag, 15. Februar 2014

Entdecke deine Innere Natur

R.W.Emerson ging davon aus dass die Natur die "sprachliche Offenbarung der Allseele" ist. Ich nenne diese Offenbarungen die Signatur eines unergründlichen Gottes. Wir sollten die äußere Natur so in uns aufnehmen dass sie zur Wiederentdeckung der Inneren Natur führt.
hukwa

Tagesspruch - Wandlungen

"Ich habe so oft den Frühling, Sommer, Herbst und Winter durchlebt, als hätte ich nichts anderes zu tun, als zu leben. Ich hätte einen ganzen Herbst damit zubringen können, die sich wandelnde Färbung des Laubes zu beobachten".
hukwa

Freitag, 14. Februar 2014

Vom Wandel und vom Werden

Der Mensch der nicht alles kritiklos hinnimmt, wird sein Leben lang von dem Konflikt der Hinnahme des Lebens wie es ist und dem Drang es zu verändern begleitet werden. Nur in dem wir um den Wandel wissen, wird uns bewusst dass Leben "Werden" ist. Durch beides  "Wandel und Werden" muss der Mensch hindurch will er seine Ganzheit erreichen.
hukwa

Donnerstag, 13. Februar 2014

Dichtung und Reinkarnation

Hermetische Dichtung ist Empfängnis. In den Nachtstunden in denen keine unliebsamen Störungen von aussen in die Stille einbrechen blüht die Blume Poesie. In den Stunden zwischen Traum und Klartraum wird der Dichter zum Zeitreisenden. Solche Nachtstunden sind reine orphische Empfängnis. wenn Wissen Rückerinnerung ist also nach dem Axiom des Platon, so kann solche Dichtung Rückerinnerung an frühere Leben sein.
hukwa

Mittwoch, 12. Februar 2014

Im grünen Fleisch der Wälder

Ich laufe hinein in das grüne Fleisch des Waldes
lausche dem pochenden Herz der Bäume
tief drinnen im schattenbraun des Dickichts
wo noch einmal der kelchige Schierling
eine letzte Dolde entfaltet
erwartet mich wie immer
Unerwartetes
sich Erinnern bedeutet sich Wiederfinden
das ist dass Geheimnis des Waldes.
hukwa

Über das Tagebuch schreiben - H.D.Thoreau

"Muss der Dichter nicht seine eigene Biographie schreiben? Gibt es für ihn denn überhaupt ein anderes Werk als ein gutes Tagebuch? Wir möchten nicht wissen, wie sein imaginärer Held, sondern wie er, der wirkliche Held, lebte.
Thoreau

Montag, 10. Februar 2014

Das Wesen des Menschen ist metaphysisch

Das Wesen des Menschen ist metaphysisch. In einer geistlosen und von seelischer Entfremdung gezeichneten Welt ist das metaphysische der einzige Halt der uns vor dem Verlust seelischer Kräfte bewahrt.
hukwa

Samstag, 8. Februar 2014

GartenGedanken

Millionen von Tau- und Regentropfen durchfunkelten heute Morgen den Garten. Die Februarsonne lässt sie wie Diamanten blinken. Der ganze Garten scheint verglast zu sein. Solche Momente muss man zu nutzen wissen sind es doch Zeiten der Andacht und der Stille. Wem in solch einem Moment Banalitäten durch die Gedanken ziehen, dessen Leben ist gelebt, ihn wird die Ewigkeit in diesem Leben nicht mehr berühren. Mögen mich die Götter vor einem Leben in Dumpfheit bewahren.
hukwa

Maske

Kinder haben uns was großartiges Voraus, sie sind unverbildet. Im Gegenteil zu Erwachsenen, die ohne gesellschaftliche Maske überhaupt nicht existieren können.
hukwa

Montag, 3. Februar 2014

Erträumte Bilder

Die Bilder die wir uns erträumen
in den kupfernen Räumen
in dunklen Zimmern
wo die Dinge ihre Stille haben
Spärensang und Sterne flimmern 
dazwischen das Rauschen
der Bäume im Sturm
als singe eine Apollonische Leier
ihre Lieder
sanft in mein Zimmer.
hukwa

Mittwoch, 29. Januar 2014

Diana vom Karlstal

Sie lächelt sanft
hinein ins Fichtendickicht
ihre Lippen sind der Mythen Licht
gehauen in den Fels
versteckt sie sich im Schatten
sie glänzt wie Bernstein
in dem sich Lichtjahre spiegeln
vor ihr feiern Hornissen ihre Hochzeit
die Welt von Heute tut sie nicht vermissen
ihr Lächeln wird niemals verlöschen.
hukwa

Dienstag, 28. Januar 2014

Warten auf den April

Warten auf den April
auf die ersten lauen Frühjahrs Regenfälle
die alten Kiefern atmen Zeit
und die Walddrossel singt die alten Lieder
ein Gefühl
als kehre die Kindheit wieder.
hukwa

Montag, 27. Januar 2014

Das Unverstehbare

Bald zieht der alte Winter
in die Bitternis laubloser Wälder ein
trunken von feuchten grauen Nebeln
die einsame Krähe
in der Birke
bereit zum Abflug
in eine unsichtbare Seelenlandschaft
das Schweigen der Wolken
macht das Unverstehbare
verständlich.
hukwa

Samstag, 25. Januar 2014

Manchmal schreite ich durch die Zeittür

Der gegenwärtige Moment ist immer eine Tür, eine Zeittür, durch die wir hindurch gehen können um uns plötzlich in der Vergangenheit oder Zukunft wieder zu finden. Die Tür selbst steht im Hier und Jetzt. Marcel Proust beschrieb den Zustand der Zeitlosigkeit folgen: " Eine Stunde ist nicht nur eine Stunde, sie ist ein Krug, der mit Düften, Lauten, Vorhaben und Atmosphäre gefüllt ist. Was wir Realität nennen, ist ein gewisser Zusammenhang, zwischen diesen Empfindungen und den Erinnerungen, die uns gleichzeitig umgeben".
In unserer Innenwelt kann Zeit eine ganz andere Dimension bekommen, als in der Außenwelt. Nur in unserer Innenwelt finden wir diese Zeittür. Sie führt uns auf einer Zeitreise zu einer grenzenlosen Unendlichkeit.
hukwa

Tagesspruch - Einfachheit

Durch die Einfachheit, allgemein Armut genannt, gewinnt mein Leben, das vorher fahrig und knotig war, Sammlung und Ordnung - es wird ein Kosmos.
Thoreau

Dienstag, 21. Januar 2014

Tagesspruch - Thoreau

"Ich gedeihe am besten in der Einsamkeit" H.D. Thoreau.
Welch wahrer Spruch!!
hukwa

Sonntag, 19. Januar 2014

Vampirgesicht

In dunklen Nächten
lausche ich dem Vampirgeflüster
Seelenfunken in den Nächten
mein Zimmer erhellen
aus meinem Inneren Reich kommend
Steigen sie auf in die Höhen
draußen klirrt eiskalt
die Januarnacht
nur der Vampir wacht
in die schwarze Nacht
wirft der Mond ein Gedicht
zwischen den Wolken lächelt er
Vampirgesicht.
hukwa

Zu meinen Projekten

Jedes neue Projekt dass ich angehe ist mir auch immer ein neuer Lernprozess. egal wie stressig ein Projekt ist, wenn seine Inhalte mit der Philosophia perennis übereinstimmen ist es Wert dass man es angeht.
hukwa

Donnerstag, 16. Januar 2014

Fülle den Kelch

Das letzte Licht
getragen von einem jungen Wind
bringt dir die Offenbarung der Poesie
wenn das grüne Einhorn seinen Winterschlaf hält
sprudelt wieder die lyrische Quelle
Jetzt
fülle den Kelch.
hukwa

Dienstag, 14. Januar 2014

Der geheimnisvolle Gesichtsstein auf Burg Wilenstein - ein Relikt aus heidnischer Zeit


Fotos Ute Knieriemen-Wagner

Vom Zauber des Gehens - Lebenstempo und die Magie des Gehens.

Wer mit Autobahngeschwindigkeit durchs Leben rast, muss die Welt um sich herum zwangsläufig anders sehen als jener , der gemütliche Spaziergänge unternimmt.
In seinem Spaziergang nach Syracus im Jahre 1802 schreibt Johann Gottfried Seume: „ich halte den Gang für das ehrenvollste und selbstständigste im Menschen und bin der Meinung, dass alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge“.
Als ein alter Indianer das erste Mal in einem Auto mitfuhr sagte er nach einer viertel Stunde: „Warte einen Moment damit auch meine Seele mitkommt“.
Ich kann sie gut verstehen, den Indianer und den alten Seume, denke ich doch genau so! Bin ich doch der gleiche leidenschaftliche Spaziergänger!
Ein Spaziergang sollte immer eine Verschmelzung zwischen Gehen und Meditation sein. Die meisten Menschen rennen, auch wenn sie denken sie würden gehen. Oft meldet sich beim Gehen eine ganz andere Frage als die gerade ansteht. Im Wissen und Vertrauen darauf, dass sich bei einem Spaziergang alles ordnet, gibt man gerne dem Neuen den Vorrang. In der Regel findet sich eine Lösung und das ist Gehen als Meditation.
Wenn ich bewusst gehe, befinde ich mich in Kontemplation.
Am schönsten ist das absichtslose Gehen ES geht nenne ich solche Spaziergänge.
Wir sind heute alle mehr Autofahrer als Fußgänger. Durch die Schnelligkeit des Lebenstempos bleiben Gefühle und Ganzheitlichkeit auf der Strecke liegen. Das ist der Trend in unserer Kultur, eine immer schneller werdende Beschleunigung unseres Lebenstempos.
hukwa

Zeitreisender

Es ist keine Reise ins Nichts
es ist eine Reise ins Licht
wenn Geschichte beginnt zu leben
wenn in dunkler Nacht
der Tag erwacht
erst ist da ein Nichts
dann erscheint ein Licht
und ich darf in der Akasha Chronik lesen.
hukwa

Montag, 13. Januar 2014

Aus den Tiefen der Natur

Die größte Freude, die Wald und Flur uns bereiten, ist die Andeutung einer dunklen Beziehung zwischen Mensch und Pflanzenwelt. Ich bin nicht alleine und unerkannt, schrieb Emerson einmal. Die Pflanzen nicken mir zu und ich grüße zurück. Das Schwanken der Zweige im Sturm ist mir vertraut und unvertraut zugleich. Es überrascht mich und ist mir doch nicht unbekannt. Seine Wirkung ist wie die eines höheren Gedankens oder einer besseren Empfindung, die mich überkommt, wenn ich glaube, Rechtes zu Denken oder zu Tun. Der nach Erkenntnis strebende Mensch, der die Verbindung zur Natur sucht, muss von zeit zu Zeit Haus und Wohnung verlassen, sollte hingehen zum Schoße von Mutter Natur. Aus ihren Tiefen saugend, wir er zur Erkenntnis gelangen. Wir sollten den nächtlichen Sternenhimmel öfters betrachten, schauen was er uns erzählt. Die Lichtstrahlen, die von diesen fernen Welten in unser inneres dringen, werden uns für kurze Zeiten loslösen von allem, mit dem wir in der Verdunkelung unserer Existenz in Verbindung stehen. Die alten Taoisten nannten diesen Weg Wu Wie, er beruht auf tiefgründiger Philosophie, geistigem Streben, Poesie der Natur und Ehrfurcht vor der Heiligkeit aller Wesen und Dinge. In den tiefen Gründen der Natur, ihrer Stille erfahren wir eine Erweiterung unseres Selbst, nähern uns dem fließenden Sinn des Universums um in der Sprache Heraklits zu sprechen. In der Stille der uns umgebenden Natur, unter einem Baum sitzend, können wir wieder jenem Teil der Schöpfung näherkommen, dem wir einstmals entsprungen sind und in das wir einstmals wieder zurückkehren werden. Zu unserem Ursprung, hier liegt unser göttlicher Anteil verborgen, den wir vergessen haben. In den tiefen Gründen der Natur, wo wir dem rauschen der Baumwipfel lauschen, wo noch an manchen Stellen ein klares Bächlein plätschert, eine zauberhafte Quelle sprudelt, beginnt auch unsere innere quelle wieder neues Wasser zu schöpfen. Wo unser Auge im herbstlichen Sonnenschein die Bachforelle im eiskalten Wasser erblickt, als sei sie ein Blitzstrahl unserer Seele, die uns vor Zeiten verloren gegangen ist. Wo sich in wunderschönen Momenten plötzlich eine Weihe aus dem nahen Gebüsch erhebt um majestätisch ihre runden am blauen Himmel zu ziehen, hier sollte das Haus des Menschen sein. Im Wald zu stehen unter einer alten Kiefer, Eiche, oder Buche, mit dem Auge einem Schwarm Zugvögel folgend, die keilförmig nach Süden ziehen, in andächtiger, einsamer Versenkung, des Gefühls eins zu sein mit der alten Mutter Erde, ist das einzige reale Gebet das es wirklich gibt. Der Mensch sollte in der Natur beten, nicht in muffigen Kirchen, wo er nur haltlose Lehren angeboten bekommt. Alle predigten, Lehren, dümmliche Schulmeistereien, aller Neid, Hass und Zorn, verwehen in kürzester Zeit, wenn wir uns der Natur in Liebe preisgeben. Im Identifizieren mit Mutter Natur diesem einzigen, vollkommenen wirklichen Gedicht, erkennen wir, das wir Teil der Schöpfung sind und keine Sklaven des Mammon. Wir sind verwandt, verschwistert, verbrüdert mit der alten Erdmutter Gaia, mit ihren herrlichen tiefgründigen Erscheinungen. Würden wir uns öfters in die Natur zurückziehen, in ihr das suchen was uns Verloren gegangen ist, würde unser Sein wieder überflutet werden von jener gesunden Entzückung und Ekstase, die weit über allem Reichtum und Wohlstand, Gier und Neid, Fremdenhass und kriegerischen Gedanken erhaben ist. Dann erkennen wir das sie die Allmächtige, lebende Mutter Natur, weit mehr ist, als nur das was wir annehmen, als das was uns unsere läppische, bürgerliche Erziehung lehren möchte. Weg von der Sandalenphilosophie unserer Väter und Mütter und hinein in die Tiefen der Natur, mit ihr Denken und leben das bedeutet Mensch sein. Wir müssen wieder neu sehen lernen dann werden wir auch wieder tiefer Erkennen lernen. Das Natur in ihren Tiefen die sprachliche Offenbarung der Allseele ist. Diese herrliche äußere Natur sollen wir wieder als einen Weg ansehen, der es uns ermöglicht in unsere eigene innere Natur einzudringen. Erkennen wir wieder ihre Sprache, lernen wir wieder in ihr zu Lesen wie in einem großen Schöpfungsalphabet was sie ja auch ist. Wir stehen heute wie Analphabeten vor ihrem großen Werk, nicht in Wissenschaftlicher Sicht, die ist zu engstirnig, in philosophischer Sicht, müssen wir wieder lesen lernen. Nietzsche schrieb einmal: ein Buch ist wie ein Spiegel, wenn ein Affe hineinblickt, kann kein Prophet heraus schauen. So ist es auch mit dem Buche der
Natur, wir wollen verstehend in ihm Lesen. Voller Andacht möchten wir ergründen, die tiefe eines Waldsees, dies Augen der All- und Altmutter, sie können uns das neue Sehen lernen. Die Bäume an den Ufern des Waldsees, sind es nicht die Brauen und Wimpern unserer wirklichen Mutter, der Mutter aller Mütter? Das Rinnsal oder der fließende Bach der den Waldteich füllt, ist er nicht die Ader der Altmutter? Gönnen wir uns ruhig die Zeit bei der großen Schöpferin , ein wenig zu verweilen, dies ist wie ein Weihedienst.
Wir haben sie genug getreten, wir sollten ihr endlich wieder mit Respekt begegnen.
hukwa

Mein Weg

Es ist eine Zeit
sich selbst zu finden
das Innere Geschaute
zu ergreifen
kein Tag geht verloren
kein Wort ist überflüssig
dem der meidet
die kläffende Meute
so wird mir der Tag
zu einem lichten Sein
wenn ich geh auf meinen einsamen Pfaden.
hukwa

Samstag, 11. Januar 2014

Besuch aus der Anderswelt

Draußen reitet die Windsbraut durch die Lüfte. Es regnet und der Neumond verbirgt sich hinter den Wolken. Es ist vier Uhr Morgen. Ich sitze neben dem Ofen und lausche dem knistern des Holzes, öffne die Ofentür und schaue gebannt in die züngelnden Flammen. Bei einem wohlschmeckenden Kaffee und einer guten Pfeife lausche ich was mir der alte Ofen erzählt. Er führt mich tief in die Vergangenheit, in meine Jugend, meine Kindheit und noch weiter. Das knisternde Holz ist mir die Stimme des Waldes, die mir an diesem Novembermorgen Geschichten erzählt. Ein Klopfen an der Glastür die zur Veranda führt, weckt mich aus meinen Gedankenträumen. Eine kleine, seltsam gekleidete Gestalt steht draußen in der Dunkelheit und bietet um Einlass. Ich öffne dem geheimnisvollen Geschöpf die Tür, der Wind treibt ein paar Blätter in die Stube und das kleine Wesen huscht wie eine Katze zu mir in die warme Küche herein, setzt sich auf die Bank neben meinem Lehnstuhl am Ofen. Ich reiche ihm eine Tasse Kaffee, lege einen Scheit Buchenholz in den Herd, dann setze ich mich unbefangen zu ihm, ich bin seltsamen Besuch gewohnt. Ich betrachtete nun meinen Besuch etwas genauer. Es hatte Menschengestalt, war etwa einen halben Meter groß und sehr mager, fast dünn. Ein schwarzer Rauschebart hing ihm bis zur Brust, aus seinem Gesicht starrten mich glühend rote Augen an. Auf seinem Kopfe trug es wie eine Krone, eine großen harzigen Kieferzapfen. Sein Gesicht war ganz mit Haaren bewachsen und seine Jacke und Hose schienen aus Kieferborke gefertigt. Es erzählte mir dass sein Name Pinius sei und wohne in der großen alten Kiefer die gleich hinter meinem Garten steht. Agantina die Birkenfrau wäre eine gute Freundin von ihm und hätte viel von mir erzählt. Auch sagte Pinius zu mir das er sich oft in meinem Garten aufhalte und mich seit vielen Jahren beobachte. Da ich Zutritt habe zur Anderswelt ist ihm die Idee gekommen mich einfach mal zu besuchen. So saßen wir gemeinsam am alten Küchenherd und erzählten uns Geschichten. Ein würziger Herzgeruch durchzog die Stube und als der Morgen graute verabschiedete sich Pinius von mir. Ich ging in mein Atelier und zeichnete aus der Erinnerung heraus das Baumwesen. Geister und andere Wesen aus der Anderswelt lassen sich nicht fotografieren.
hukwa


Ob nicht Natur zuletzt sich doch ergründe...

Diese Worte Goethes schickte Schopenhauer seinem Hauptwerk voraus. Der Weg auf dem Schopenhauer in das Innere der Natur dringt ist die Mystik. Gestern Abend habe ich mal wieder ausgiebig in seinen Schriften gelesen. Brahman, Weltseele, Weltwille und Atman sind eins bei ihm. Was uns hindert dies zu erkennen, ist der Schleier der Maja, der Durst nach leben und materiellen Gütern. Vor allem in der heutigen Zeit kann Schopenhauer uns ganz viel geben.
hukwa

Sonntag, 5. Januar 2014

Rotkehlchen beim Schlehenbaum

Der zarte Laut des
Rotkehlchens
enthält
die ganze Traurigkeit des Winters
kleiner Seelenvogel
einsam im kahlen Schlehenbaum
sehnsüchtig erwartest du den Frühling.
hukwa