Sonntag, 23. Juli 2017

Es leuchtet auf der Wiese
der Sommerthymian
Wind weht seinen Duft heran
ein Seelenschlag
aus Kindheitstagen
klagt an
ein Junge der über eine Wiese geht
am blauen Himmel der Turmfalke steht
ein leichter Windzug
die alte Feldulme bebt
in fliehenden Erwarten
der Ginster am Wegrand steht.
hukwa

Samstag, 22. Juli 2017

Welt der Träume - Tagesspruch

Wenn nämlich die Welt der Traum eines Jemand ist,
wenn es Jemanden gibt,
der uns in diesem Augenblick träumt und der die Geschichte der Welten träumt,
dann hat die Vernichtung der Religionen und der Künste,
dann hat die allgemeine Verbrennung der Bibliotheken
nicht viel mehr zu bedeuten als die
Verbrennung der Einrichtungsgegenstände eines Traumes.
Der Geist, der sie einmal geträumt hat,
wird sie abermals träumen.
und solange dieser Geist zu träumen fortfährt,
ist nichts verloren.
Jorge Luis Borges

Mittwoch, 19. Juli 2017

Natur

Die Natur bleibt das große Geheimnis.
Das was wir von ihr Sehen ist nur ein
Widerschein dieses Geheimnisses.
hukwa

Montag, 17. Juli 2017

Beifuß

Unterwegs zur Quelle des Kaltenborn kam ich beim alten Birnebaum vorbei. Ganz in seiner Nähe wächst ein besonders wohlriechender Beifuß. Jedes Jahr schneide ich mir hier ein paar Pflanzen die ich zum trocknen mitnehme. Im Mittelalter wurden die Blüten dieser Pflanze als Gewürze verwendet. Man glaubte auch die Pflanze in den Schuhen getragen vertreibe Müdigkeit. Der wohlriechende Geruch des Beifuß vermischt sich mit dem Duft des Labkrautes - Hochsommer!
hukwa

Sonntag, 16. Juli 2017

Pioniere unseres Selbst

Wir sollten immer Pioniere unseres Selbst sein. Immer in der Versuchung leben in uns die Fähigkeit zu suchen das wir im Sandkorn die ganze Welt erblicken, wie William Blake dies ausdrückte. Wir finden die Farben des Regenbogens im Regentropfen und zugleich ist in diesem Tropfen ein ganzer Ozean verborgen. Wenn wir solches erkennen leben wir die ursprüngliche Harmonie die in uns immer vorhanden ist aber vom Schleier der Wirklichkeit verdeckt wird.
hukwa

Dienstag, 11. Juli 2017

Entzauberung der Natur

In einer von der Stadtkultur geprägten Landschaft sind die sinnlichen und geistig geprägten Verbindungen des Menschen zu seiner Umwelt nicht mehr so positiv vorhanden wie in einer Landschaft, die mehr dörflich strukturell geprägt ist. Was auch nachvollziehbar ist, denn mit der Stadtkultur beginnt die "Entzauberung der Natur".
hukwa

Montag, 10. Juli 2017

Stille ist Kraft in einer Lärmverseuchten Welt

Nach der Hitzewelle der letzten Tage herrschte heute Morgen eine angenehme Sommerfrische vor. Die Luft ist klar und abgekühlt. Auf der Veranda streicht der Kater umher der mich manchmal besucht. Gestern und heute noch ist Kirmes im Ort. Ich mag solche Lärmüberfüllten Feste nicht.Jetzt am frühen Morgen herrscht Stille vor. Ich beobachte das kleine Leben im Garten das in seiner Vielfalt großartig ist. Hier herrscht meditatives Leben vor. Ich lass es in mich eindringen und nehme Dinge wahr die den oberflächlichen Menschen verborgen bleiben. Um in die Geheimnisse der Natur vorzudringen benötigt man vor allem Stille. Die Stille ist ein Rückzugsgebiet, ein Ort der Kraft in einer Lärmverseuchten Welt.
hukwa

Haiku

Im sanften Windhauch
die Distelsamen fliegen
zum nächsten Sommer.
hukwa 

So selbstvergessen
in der Gluthitze des Mittags
der alte Weidepfosten.
hukwa

Samstag, 8. Juli 2017

Im Schattengarten - Haikus

Im Schattengarten
lockt nun der Dompfaff
den ganzen Tag.
hukwa 

Der Dompfaff ist
wenn er in der Erle singt
die Stimme der Erle.
hukwa


Vom Sommerregen gebeugt
wie ein alter Mensch
der alte Holunder.
hukwa

Freitag, 7. Juli 2017

Sommmerhaikus

Im sommerlichen Wildbach
steht einsam die Forelle
gegen die Strömung.
hukwa

Gewitterblitz in der Sommernacht
im Garten erkenne ich
das glänzende Fell des Marders.
hukwa

Im Schattengarten
die blühende Winde
Spiegelbild des Universums.
hukwa

Achtsamkeit

Achte auf den Moment des Augenblicks
denn in ihm ist die Ewigkeit verborgen.
hukwa

Donnerstag, 6. Juli 2017

Mittwoch, 5. Juli 2017

Sommmerliche Laute

Ich gebe mich hin der
roten Fackel
der frühen Morgensonne
Taubengurren
wo rinnen der Sommer
sich kündet
Häherschrei
mir zum Gruß
Hornissentanz
im hohlen Baum
Sommerliche Laute
Sphärenklang.
hukwa

Dienstag, 4. Juli 2017

Von Elstern und Sperlingen

Im Garten schimpfen die Elstern. Ihre Jungvögel sind ausgeflogen und suchen nun Futter. Jeden Morgen bekommen sie von mir einen Teller Haferflocken. So kann ich sie für einige Zeit beobachten und mir über ihr Verhalten Notizen machen. Das Futter lockt auch Scharren von Sperlingen an. Es sind mehrere Paare die regelmäßig am Haus brüten. Der Haussperling ist in Trippstadt gut vertreten. Nur der Feldsperling wird immer seltener.
hukwa

Sonntag, 2. Juli 2017

Philosophenwetter

Heute herrscht graues, düsteres Regenwetter vor. Für mich persönlich ein wahres Bilderbuchwetter. Es hat die ganze Nacht durch geregnet und die Natur trinkt nun das kühle Nass in tiefen Zügen. Man fühlt und spürt wie sich die Wesen der Natur nach dem Regen gesehnt haben. Die Wildvögel fühlen sich besonders wohl. Der ganze Garten wimmelt von gefiederten Sängern. Nur die Menschen schimpfen. Es sind dumpfe Menschen fern von jedem Gefühl für die Natur. heute morgen lief ich eine Stunde lang durch den Landregen, ließ ihn ganz auf mich einwirken- nutze die Stunden wie sie fallen- je dunkler und grauer die Wolken sind desto tiefer kannst du deine Gedanken schicken. Solche Tage bezeichne ich als Philosophenwetter.
hukwa

Samstag, 1. Juli 2017

Eine perfekte Gütergemeinschaft

Ich begrüße den blutjungen Tag, jeder neue Tag ist ein junger Tag, egal wie alt wir selbst sind. Ich erfreue mich daran meine Tage in Frieden beginnen zu dürfen. In vielen Ländern herrscht Mord und Totschlag, Krieg und Verderben vor, so das es eine gewährte Gnade der Götter ist dass wir in Frieden leben dürfen. Der Frieden ist der Preis einer gesunden Demokratie und diese ist das höchste gut dass eine Gesellschaft besitzen kann. Während ich hier schreibe beobachte ich die Vögel im Garten und erfreue mich an dieser guten Nachbarschaft. Mehrmals am Tage bringe ich ihnen Futter, dafür halten sie im Garten die Blattläuse kurz. Wir sind eine perfekte Gütergemeinschaft, die Vögel und ich. Wir lieben den Frieden in der gemeinsamen Hoffnung dass auch andere Menschen ihn bald genießen dürfen.
hukwa