Mystische Glut des Mondes
fällt in den Garten
wandelt da
"Sebastian im Traum"
in dieser Nacht
wo sich das Schweigen aus den Steinen löst
das es steigt in die Kronen der Bäume und
der Kauz den stummen Schrei
in die Wälder trägt
um sich zu verbinden mit dem Sein der Bäume
deren harzige Tränen
wie Bernstein im Mondlicht funkeln.
hukwa
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Donnerstag, 12. November 2015
Novembermystik
Fahles Licht eines in sich geborgenen
Novembermorgens
es lässt erzittern die Wälder eisiger
Novemberwind
Schatten greifen wie Geisterhände nach den
Novembernebel
dunkle Geister durcheilen die
Novemberwälder
ein König im rotweißen Mantel durchbricht den
Novemberboden
Geheimnisvoller
November.
hukwa
Novembermorgens
es lässt erzittern die Wälder eisiger
Novemberwind
Schatten greifen wie Geisterhände nach den
Novembernebel
dunkle Geister durcheilen die
Novemberwälder
ein König im rotweißen Mantel durchbricht den
Novemberboden
Geheimnisvoller
November.
hukwa
Dienstag, 10. November 2015
Herbst Haiku
Letzte Windenblüte
benennnt
denn alten herbst.
hukwa
benennnt
denn alten herbst.
hukwa
Montag, 9. November 2015
Ich bin ein Kind der Wälder
Am Wochenende bin ich mal wieder hoch zum Scharderkopf gewandert. Mehrmals im Jahr suche ich diesen mystischen Kraftort auf. Seine Felsformationen üben eine eine magische Wirkung auf mich aus. ich brachte der Herbstsonne meine Verehrung dar. Immer wenn ich hier sitze werde ich zu einem Teil der mich umgebenden Natur. Ich fühle keinen Unterschied zu den Pflanzen und Tieren die hier leben. Hier bin ich ganz Kind der Wälder.
hukwa
hukwa
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Zauber der Natur
Bei meinem heutigen Morgen Spaziergang hörte ich immer wieder den Ruf des Grünspechts. Ich spürte dass er mir folgte. Spechtrufe haben für mich etwas mystisches. Mir ist dann als hörte ich einen Gesang der Erde. Dieser Ruf ist mir jedes mal wieder eine neue Wiederverzauberung mit der Natur.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Dienstag, 20. Oktober 2015
Unendlichkeit der Nächte
In der Durchsichtigkeit grüner Wälder
erfährt der Geist
die Wollust der Natur
die sich spiegelt
in den unsterblichen Wolken
die Blendung der Tatsachen
wiegt schwer
in dem einzigen Raum der uns bleibt
darinnen
das Lachen Gottes wie ein Echo
in der Unendlichkeit der Nächte
solang bis der Morgen betaut
dein Antlitz
in ihm verborgen
die gefangenen Stimmen jener
die versuchen zurückzukehren.
hukwa
erfährt der Geist
die Wollust der Natur
die sich spiegelt
in den unsterblichen Wolken
die Blendung der Tatsachen
wiegt schwer
in dem einzigen Raum der uns bleibt
darinnen
das Lachen Gottes wie ein Echo
in der Unendlichkeit der Nächte
solang bis der Morgen betaut
dein Antlitz
in ihm verborgen
die gefangenen Stimmen jener
die versuchen zurückzukehren.
hukwa
Montag, 19. Oktober 2015
Gestutzte Flügel
Irgendwann in deinem Leben
bleibt dir nur noch die Poesie
als einziger Lichtpunkt
im Schatten deines Seelenlabyrinths
die Flamme erlischt
und das Dustere ummantelt das Sein
so das es zum Nichtsein wird
es ist Oktober
die letzten Zugvögel auf den Überlandsleitungen
sind bereit ihre Reise nach Süden zu unternehmen
doch du kannst nicht mitfliegen
man hat dir die
Flügel gestutzt.
hukwa
bleibt dir nur noch die Poesie
als einziger Lichtpunkt
im Schatten deines Seelenlabyrinths
die Flamme erlischt
und das Dustere ummantelt das Sein
so das es zum Nichtsein wird
es ist Oktober
die letzten Zugvögel auf den Überlandsleitungen
sind bereit ihre Reise nach Süden zu unternehmen
doch du kannst nicht mitfliegen
man hat dir die
Flügel gestutzt.
hukwa
Dienstag, 6. Oktober 2015
Der Dichter spricht
Und lebst auf einer Insel fern
Und hast mit der Welt nichts mehr gemeinsam
Als jenes Schreiben das dich am Leben hält
Wort
Das Eiland geworden ist
Das einst als Los
Ein Gott auf dich geworfen hat
O Poesie
Du Weltenfremde
Dies macht dich groß und fremd
Dichter Dasein heißt
Augenblicke und Ewigkeiten leben.
hukwa
Und hast mit der Welt nichts mehr gemeinsam
Als jenes Schreiben das dich am Leben hält
Wort
Das Eiland geworden ist
Das einst als Los
Ein Gott auf dich geworfen hat
O Poesie
Du Weltenfremde
Dies macht dich groß und fremd
Dichter Dasein heißt
Augenblicke und Ewigkeiten leben.
hukwa
Freitag, 18. September 2015
Auf eine Birke
Sie steht nicht im spießigen Vorhausgarten
umkränzt von Krokus und Tulpe
sie wächst am Steilhang zwischen Felsen
trägt Sturmnarben und darbt allein
sie reckt sich willensstark aus Geröll empor
sehnt sich den Mai hervor
gesteinigt
vom Sturm gepeinigt
der höchsten Natur Fülle
ist ihr Wesen
Stille.
hukwa
umkränzt von Krokus und Tulpe
sie wächst am Steilhang zwischen Felsen
trägt Sturmnarben und darbt allein
sie reckt sich willensstark aus Geröll empor
sehnt sich den Mai hervor
gesteinigt
vom Sturm gepeinigt
der höchsten Natur Fülle
ist ihr Wesen
Stille.
hukwa
Dienstag, 1. September 2015
Beweglichkeit des Bewusstseins
Es gibt Menschen die eignen sich eine größere Beweglichkeit des Bewusstseins an als andere. Das Resultat von solchen Bewusstseinserweiterungen ist dann dass Menschen mit einem erweiterten Bewusstsein oder gar mit einem Satori Bewusstsein in ganz andere Sphären vordringen können als Menschen mit einem eingeschränkten Bewusstsein.
hukwa
hukwa
Sonntag, 16. August 2015
Waldgängergedanken
Die Mauersegler sind schon fortgezogen und die Schwalben bereiten sich auf ihre Reise nach Süden vor. Auch der Kuckuck reist jetzt. Ein Schimmer von Altweibersommer liegt nun schon über der Landschaft. Der erste Tau taucht am frühen Morgen auf den Pflanzen auf. Langsam ahnt nun der Waldgänger, dass der Herbst gar nicht mehr so fern ist.
hukwa
hukwa
Montag, 10. August 2015
Die tiefste aller Weisheiten
Der Mensch sollte sich keine komplizierte Lebensphilosophie machen. Das Einfache ist das Erhabene. Nur im Einfachen steckt eine Sinnfindung. Draußen in der Natur finden wir unseren wahren Geist. Schon als Kind hat es mir besser getan in den Wald zu gehen als in die Kirche. Der Waldgott war mir lieber als der Kirchengott und von den Bäumen und Pflanzen lernte ich mehr als von Lehrern oder Priestern. Die Weisheit die ich in den Wäldern finde ist mir die Tiefste aller Weisheiten.
hukwa
hukwa
Donnerstag, 23. Juli 2015
Schattengarten Haiku
Im Schattengarten
die blühenden Winden
Spiegelbild des Universums.
hukwa
die blühenden Winden
Spiegelbild des Universums.
hukwa
Mittwoch, 22. Juli 2015
Sommmernachthaiku
Im Blitzstrahl der Nacht
die wilden Rosen
leuchten wie Blut.
hukwa
die wilden Rosen
leuchten wie Blut.
hukwa
Montag, 20. Juli 2015
Akelei Haiku
Die Samen der Akelei
kurz vorm Aufspringen
Vergänglichkeit des Sommers.
hukwa
kurz vorm Aufspringen
Vergänglichkeit des Sommers.
hukwa
Sonntag, 19. Juli 2015
Winden Haiku
Harmonisch ging auf
an diesem Sommermorgen
die Windenblüte.
hukwa
an diesem Sommermorgen
die Windenblüte.
hukwa
Freitag, 17. Juli 2015
Tiergewordenes Ich
Ich lausche dem Krähengeflüster
im Kleid der Libelle leb Ich
lauf durch meinen Schattengarten
betaut vom sommerlichen Licht
so sitze ich bei der Wurzel der Weide
zufrieden mit meinem
Tiergewordenen Ich.
hukwa
im Kleid der Libelle leb Ich
lauf durch meinen Schattengarten
betaut vom sommerlichen Licht
so sitze ich bei der Wurzel der Weide
zufrieden mit meinem
Tiergewordenen Ich.
hukwa
Mittwoch, 15. Juli 2015
Wann hast du das letzte mal etwas selbst von die gehört
Ich kenne Menschen die schreiben sich den ganzen Tag E - Mails ohne zu bemerken dass sie von sich selbst schon lange nichts mehr gehört haben.
hukwa
hukwa
Freitag, 19. Juni 2015
Lebensumwege
Unser Leben birgt viele Umwege
in sich. Die Kunst besteht darin,
dabei die Landschaft zu bewundern.
Aus dem Zen-Buddhismus
in sich. Die Kunst besteht darin,
dabei die Landschaft zu bewundern.
Aus dem Zen-Buddhismus
Donnerstag, 18. Juni 2015
Die Abwässer der Geselllschaft
Wer sich den ganzen Tag mit dieser Gesellschaft und ihren Abwässern beschäftigt findet niemals zu sich selbst. Geh in die Wälder oder in deinen Garten dort findest du zu dir selbst.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 17. Juni 2015
Juni Gedanken aus meinem Schattengarten
Aus der Ferne dringt das kreischen der Krähen in den Garten. Ich sitze unter dem alten Holunderbusch und erfreue mich am süßen Duft seiner steinigen Dolden. Manchmal kommt die Krähe Kra angeflogen. Ich füttere sie und spreche mit ihr. Die zeit zieht vorüber und treibt wie Wasser. Mir ist als sei ich eins mit den Zweigen des Holunders. Ich kehre in mich ein und erfreue mich der einfachen Dingen des Daseins.
So soll der Sommer sein - ein großes Rätsel.
hukwa
So soll der Sommer sein - ein großes Rätsel.
hukwa
Montag, 13. April 2015
Sonntag, 12. April 2015
Der Schlüssel zum Universum oder die kosmische Bestimmung des Menschen
Aus Indien wird uns eine uralte Legende
überliefert: Vor Anbeginn der Welt war nur Gott. Das war für ihn
wohl recht langweilig. Aufgrund seiner Allmacht schuf er deswegen die
Welt aus sich selbst heraus, um damit spielen zu können. Die ersten
Wesen aber die er dabei geschaffen hatte, kannten ihre Herkunft und
fanden die Welt nicht so interessant und wussten den Weg zurück zu
Gott immer wieder zu finden. Der war damit bald wieder in der
gleichen Situation als zu Anfang. Also berief er eine Konferenz aller
Götter ein, die er dazu gezeugt hatte das sie ihm beim regieren der
Welt ein wenig zur Hand gingen. Diese schlugen ihm nun hinsichtlich
seiner Probleme vor, den Himmel doch einfach abzuschließen und den
Schlüssel zu verstecken. Aber wo? Viele Vorschläge wurden gemacht,
ohne das man sich hätte einigen können. Die menschlichen Wesen, die
nun die Erde bevölkerten, waren sehr intelligent und würden ihn
sicher überall suchen, selbst in den Tiefen der Meere und Ozeane, ja
selbst im Universum, wenn sie einst die Möglichkeit dazu haben.
Niemals aber werden die Menschen nur
einen Schritt in sich selbst hineintun, meinte Gott, daher werde ich
denn Schlüssel zum Universum im Menschen selbst verstecken. In der
Tiefe des menschlichen Unbewussten also versteckte Gott den
geheimnisvollen Schlüssel.
Was könnte der Schlüssel wohl
darstellen, denn Gott Tief in uns versteckt hatte? Vielleicht ist der
Schlüssel ein Symbol für etwas das mit unserer verbindjung zum
Kosmos zu tun haben könnte? Vielleicht ist es dass was die alten
Taoisten Chi nannten? Jene Ur-Einheit aus der die universellen
Gegensätze von Ying und Yang hervorgehen, die durch ihr Wechselspiel
denn Grundstein für die Vielfältigkeit unserer sichtbaren Welt
legen. Das gleiche wiederholt sich bei den Hindus in dem
Sanskritbegriff Mulaprakriti, einer Urquelle, aus der durch
Involution und anschließende Evolution alle Dinge entspringen. Das
chinesische Tao hat die gleiche Bedeutung. Die Upanishaden sprechen
von der "Mutter aller Dinge", die Brahman ist.
"Brahman dehnt sich aus; aus ihm
ist die Materie hervorgegangen, und aus der Materie das Leben, der
Geist, die Wahrheit und die Unsterblichkeit...(Mundaka, Upanishaden,
Vers8).
In seinem Essay, Kosmos, Geburt und
Wiedergeburt einer Vision, schreibt Ervin Laszlo:" Die Vision,
die in den neuesten Kosmologientheorien wieder auftaucht, drückt
sich vielleicht am deutlichsten im Raja-Yoga aus; "der
königliche Weg", wird in Pantanjalis-Yoga – Sutra
dargestellt, und östliche Gelehrte halten ihn für die
wirkungsvollste Möglichkeit die Einheit zwischen dem Menschlichen
und dem Göttlichen zu erlangen. Yogi Swami Vivekananda beschreibt
die Kosmologie des Raja – Yoga anhand zweier Grundelemente: Akasha
und Prana. Akasha ist die Substanz, die allem, was existiert,
zugrunde liegt, während Prana die Urenergie ist, die auf alles
einwirkt und alles formt. Am Anfang gab es nur Akasha, und am Ende
wird es wieder nur Akasha geben. Akasha wird zur Sonne, zur Erde, zum
Mond, zu Sternen und zu Kometen; aus ihm wird der tierische und der
menschliche Körper, die Pflanzen, und alles was existiert. Prana
hingegen ist die unendliche und allgegenwärtige Kraft, die auf
Akasha einwirkt. Prana ist Bewegung, Gravitation und Magnetismus; es
ist gegenwärtig in den Handlungen der Menschen, in den Nervenströmen
des Körpers und sogar in der Kraft der Gedanken. Am Ende einer
kosmischen Phase lösen sich alle Kräfte wieder in Prana auf, so wie
alle Dinge in Akasha vergehen. Und Akasha ist nicht passiv: Als
legendäre
"Akasha Chronik" bewahrt es
die Spuren von allem auf, das im Kosmos stattfindet".
Leider ist der Mensch von heute zu
rational eingestellt als dass er in dieser
Das Göttliche wohnt im innersten
Wesenskern des Menschen und kann nicht ausgelöscht werden. Es ist
das innere Licht, der Schlüssel zum Universum, die kosmische
Bestimmung des Menschen.
Gleiche Ansichten finden wir bei
Platon, bei Spinoza und Leibnitz. In Platons Ideenlehre sind die
Ideen objektiv und göttlichen Ursprungs, sie gehen auf das Eine
zurück. In einem jenseitigen Raum hinter der sichtbaren materiellen
Welt sind sie das Ziel allen menschlichen Strebens. Das
irdisch-materielle ist nur ein Schatten (Maya?), denn die eigentliche
Wirklichkeit beginnt außerhalb des stofflichen Lebens, in einer
anderen zeitlichen Dimension.
Nach Spinoza gibt es drei Gattungen von
Erkenntnis. Die Sinneswahrnehmung, das rationale Denken und die
intuitive Erkenntnis: "Die rationale Erkenntnis geht diskursiv
vor, während die intuitive Erkenntnis mit einem Blick in die
ontologische Tiefe dringt. Sie erfasst die Modi als Ableitungen aus
der Substanz, sie sieht in ihnen die Substanz selbst und ihre
Notwenigkeiten. In der Wissenschaft, in der rationalen Erkenntnis,
verbinden wir einen Modus mit einem anderen Modus in der Kette der
Ursachen. In der intuitiven Erkenntnis dagegen verknüpfen wir nicht
mehr Modus mit Modus, sondern wir verbinden die Modi mit ihrer
kausalen Notwendigkeit mit der ontologischen Notwendigkeit der
Substanz". (Jean Hersch). Also, nicht Modus an Modus, sondern
Modus an Substanz. Zu dem Begriff Modi schreibt Spinoza:"...unter
Modus verstehe ich die Affektionen (vorübergehende
Zuständlichkeiten) der Substanz". Modi sind alle endlichen,
unselbstständigen Einzeldinge, Einzelheiten, die in den zwei
gänzlich getrennten Reichen des Räumlichen und des Denkens als
vorübergehende Formen der unterschiedlichen Substanz existieren.
Man kann also sagen: Die Substanz ist
in jenem jenseitigen platonischen Raum der Ideen zu Hause. Über die
Modi erreichen uns sozusagen "Wellen" der Substanz. Der
Mystiker würde sagen: Uns erreichen schwache Lichtstrahlen des
göttlichen Lichtes.
Leibnitz erklärt uns das ähnlich in
seiner Mondalogie: Die wahren Substanzen sind selbsttätige,
kraftbegabte, seelische Einheiten, Monaden, deren Wesen vorstellen
ist. Jede Monade ist ein Spiegel des Universums. Die Monaden bilden
eine Stufenfolge von der untersten schlummernden Monade, deren
Seelenleben noch unbewusst ist, bis zur göttlichen Monade, der
Monade der Monaden.
Dies ist Philosophia perennis, die
ewige Philosophie, mit ihren immer und ewig geltenden Wahrheiten, die
zusammen das höchste, aufgerichtete Wissen verkörpern.
hukwa
Sonntag, 22. März 2015
Beim Beobachten des Sonnenaufgangs
Auferstanden aus den Wirren
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.
In der frühen Morgenstunde
scheinst du uns in voller Pracht
und in deinem roten Scheine
eine neue Welt erwacht.
hukwa
einer Traum durchtränkten Nacht
will der Morgen uns versöhnen
mit dem Schattenland der Nacht.
In der frühen Morgenstunde
scheinst du uns in voller Pracht
und in deinem roten Scheine
eine neue Welt erwacht.
hukwa
Wanderer unterm Silbermond
Still liegt der Teich
im graugrünem Erlenbruche
er schweigt sich aus
nur der Bergbach murmelt leise
manchmal ein Laut
wenn der Wind in den Erlen knistert
der Silbermond steht bleich über den Fichten
der Waldkauz schweigt
am Himmel die Sterne zittern
ich bin allein
im nächtlichen Forste
bin eingehüllt
vom kalten Frühlingsfroste
dennoch schenkt er Geborgenheit.
hukwa
im graugrünem Erlenbruche
er schweigt sich aus
nur der Bergbach murmelt leise
manchmal ein Laut
wenn der Wind in den Erlen knistert
der Silbermond steht bleich über den Fichten
der Waldkauz schweigt
am Himmel die Sterne zittern
ich bin allein
im nächtlichen Forste
bin eingehüllt
vom kalten Frühlingsfroste
dennoch schenkt er Geborgenheit.
hukwa
Meine Beziehung zum Buddhismus
Ich bin kein Buddhist aber ich bin der Meinung das der philosophische Buddhismus eine Menge Antworten parat hat auf Fragen die mir andere geistige Systeme nicht beantworten können.
In seiner einfachen Auslegung ist der Buddhismus eine Religion. In seiner höheren Deutung ist er ein philosophisches System.
hukwa
In seiner einfachen Auslegung ist der Buddhismus eine Religion. In seiner höheren Deutung ist er ein philosophisches System.
hukwa
Samstag, 21. März 2015
Brücke zur Harmonie
Das Herz und die
Seele
werden immer wieder
Schmerzen spüren
Das Herz und die
Seele
werden immer wieder Freude spüren
dennoch
die goldene Brücke zur Harmonie
ist das gelebte Leben.
hukwa
Seele
werden immer wieder
Schmerzen spüren
Das Herz und die
Seele
werden immer wieder Freude spüren
dennoch
die goldene Brücke zur Harmonie
ist das gelebte Leben.
hukwa
Montag, 9. März 2015
Mystische Aussicht aus meinem Atelier
Freitag, 6. März 2015
Donnerstag, 5. März 2015
Vollmond
Die ganze Nacht schien der Vollmond in mein Zimmer und hat mich immer wieder einmal geweckt. Dann verlasse ich das Bett, laufe zum Fenster und schaue in den Garten. Das Mondlicht verwandelt ihn in eine mystische Landschaft. Jetzt können sogar die Gedanken einen Teil der Ewigkeit berühren.
hukwa
hukwa
Dienstag, 3. März 2015
Höhere Geschichte
Um den Weg zu einer wahren Lebensführung zu finden, hat das menschliche Bewusstsein in seiner ganzen höheren Geschichte immer wieder gerungen. Aus dem Ethos des Humanismus kamen jene Sonnenstrahlen die die Existenz und das Dasein des Menschen erhellen.
hukwa
hukwa
Montag, 2. März 2015
Geschichte oder Geschehen
Sind wir Geschichte oder sind wir Geschehen? immer wenn ich an diesem Punkt meines philosophischen Denkens ankomme, lese ich in der Bhavagadgita.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 25. Februar 2015
Mysterien
Es bedarf um die Stimme der Natur bewusst zu hören, um ihre Sprache zu verstehen einer besonderen Atmosphäre und bei dem Suchenden einer gewissen Sensibilität. Ist dies vorhanden, ist es möglich in das Mysterium der Natur einzudringen.
hukwa
hukwa
Dienstag, 24. Februar 2015
Innere Harmonie
Innere Harmonie ist das wichtigste nach dem wir
Streben sollten,
die Freuden des Daseins warten auf uns
in den kleinen Dingen des Lebens.
hukwa
Streben sollten,
die Freuden des Daseins warten auf uns
in den kleinen Dingen des Lebens.
hukwa
Montag, 23. Februar 2015
Zeit
Es gibt nur eine Zeit
in der es wesentlich ist,
aufzuwachen -
diese Zeit ist
Jetzt.
Gautama Buddha
in der es wesentlich ist,
aufzuwachen -
diese Zeit ist
Jetzt.
Gautama Buddha
Sonntag, 22. Februar 2015
Heimat - Versuch einer Annäherung. „Weltkunde ist immer nur Heimatkunde" Siegfried Lenz – Heimatmuseum.
Für mich war Heimat immer der Ort wo
ich geboren wurde, wo ich aufwuchs, wo ich denn Geschichten der Alten
lauschte.
In einem kleinen Waldort im Pfälzerwald
verbrachte ich meine Kindheit. Früh übte ich mich darinnen der
Stimme der Landschaft zu lauschen, bemerkte alsbald dass es auch eine
„Landschaft der Verkörperungen“ gibt. Ich meine damit eine
Landschaft in der der Geist unserer Ahnen weiterlebt uns etwas
hinterlässt. Eine „Lichtung“
Während meiner Grundschulzeit gab es
noch das Fach Heimatkunde. Die Stunden in denen ich in der Schulbank
oder auf Exkursionen das wichtigste über meine Heimat erfuhr zählen
zu den schönsten meiner Schulzeit.
Letztendlich ist Heimatkunde viel mehr
als nur die „Kunde von der Heimat“. Sie ist eine
Gesamtwissenschaft.
Schließlich berührt die Heimatkunde
durch die Erfassung des Menschen zu seiner Mitwelt, seinem Lebensraum
eine große Anzahl von Einzelwissenschaften:
Geschichte, Volkskunde, Biologie,
Geologie, Geografie, Botanik, Zoologie u.v.m.
Denn das was wir Heimatkunde nennen ist
schließlich ein unteilbares Ganzes.
Schon sehr früh spürte ich dieses
„große Ganze“. Eine innere Verbundenheit mit der Tier- und
Pflanzenwelt, mit der Heimatgeschichte, mit alten Gebäuden und noch
älteren Grenzsteinen und Ruinen die einsam in den Wäldern darauf
warten das jemand ihre Geschichte erforscht und sie weitergibt.
Die alten Dinge haben ihre eigene
Geschichte, wenn nicht sogar ihr eigenes Sein. Durch Entfremdung von
der Heimat kann es schnell passieren das der Mensch in einer
„Seinsverlorenheit“ landet. Ohne Heimatgefühl müsste ich den
Weg der Selbstentfremdung gehen und davor ist mir Angst.
Dieses Gefühl hat sehr viel mit der
„Muttersprache“ zu tun, bei mir eben mit dem „Pfälzischen“.
Denn Heimat ist natürlich auch immer sehr subjektiv. So schrieb Carl
Zuckmayer zu recht über die Pfalz...“Das Land am Rhein war schon
immer eine große Völkermühle, die Kelter Europas“.
Und Heinrich von Riehl einer der ersten
pfälzischen Volkskundler machte die Pfalz international:
„...ziehen wir die Summe unserer
pfälzischen Völkertafel, so ist der erste Eindruck ein verwirrendes
Gemisch: Kelten, Vangionen, Nemeter, Burgunder, Römer, Juden – der
verwüstend durchstreifenden Alanen, Hunnen u.s.w. Gar nicht zu
gedenken -, Alemanen, zweierlei Franken, Slawen, Friesen, Franzosen,
Holländer, Zigeuner und so fort“.
All diese Völker die hier durchzogen
hinterließen etwas dass in unsere Muttersprache einfloss.
Und dieser Durchzug der Völker ist ja
lang noch nicht beendet.
„Im Jahr 2013 wurde für mehr als
eine Million Zuwanderer Deutschland zur neuen Heimat. Inzwischen hat
ein Viertel der bundesdeutschen Bevölkerung einen
Migrationshintergrund. Die Zugezogenen arbeiten in Deutschland,
gründen Familien. Viele wurden hier schon geboren. Deutschland ist
ihre Heimat. Doch noch immer werden sie von der deutschen
Mehrheitsbevölkerung nicht als gleichberechtigt akzeptiert...“
(Deutschlandfunk – Sendung – über die Schwierigkeiten ein
Deutscher zu sein, 4.10. 2014)
Gewiss ist der Heimatbegriff eines
Menschen der in der Großstadt lebt etwas anders als der des Menschen
der in der kleinen Dorfgemeinschaft lebt - Heimat aber kennen beide.
Der amerikanische Schriftsteller und
Philosoph Henry David Thoreau der fast nie seine engere Heimat um das
Städtchen Conncord verließ und der sich mit der Landschaft in der
er lebte ganz identifizierte behauptete er betreibe nicht Heimatkunde
sondern Kosmologie. Für ihn waren einfach die unermesslichen Wunder
des gesamten Kosmos in der kleinsten Naturerscheinung präsent.
Heimatgefühl sollte nicht in Romantik
enden – Heimat verpflichtet auch!
Nämlich jenen die ankommen, die aus
ihrem eigenen Land vertrieben und verjagt wurden, eine Tür zu öffnen
und ihnen dabei zu helfen eine neue Heimat, wenn vielleicht auch nur
für eine gewisse Zeit zu finden. Vor allem wir Deutsche mit unseren
blutigen, braunen Flecken in Geschichte und Heimatgeschichte stehen
hier in besonderer Verantwortung.
Heimatgefühl darf also keine Türen
verschließen sondern muss sie öffnen.
Heute erklären wir den Begriff Heimat
gerne mit „regionaler Identität“ oder „Bioregionalismus“.
Ich selbst finde an dem Wort Heimat nichts altmodisches oder
„hanebüchenes“.
Der Historiker Wilhelm Jannsen sagte
einmal: „Heimat definiert sich zu einem guten Teil über ihre
Geschichte“. Und Enzo Bunz schrieb: „Heimatgeschichte ist nicht
nur die Geschichte derer die anscheinend schon immer da waren,
sondern auch jener die neu hinzukommen“.
Heimat das ist immer ein Doppelbild des
Gestern und Heute, ein Dokument aus Gegenwart und Vergangenheit.
Als Menschen können wir die Gegenwart,
die Realität in der wir leben und den oft dunklen Weg in die Zukunft
denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches Verständnis unserer
geschichtlichen Vergangenheit erkennen und begreifen. Wir müssen
unsere Geschichtlichkeit, die wir ja alle haben, immer vor Augen
haben, denn nur so erlangen wir eine Identität. Gerade diese
Geschichtlichkeit in die wir eingebunden sind gehört zum notwendigen
Wissen über die Wirklichkeit und Realität in der wir ja täglich
Leben. Die geschichtlichen Fakten sind zwar oft ungewiss, bedürfen
der Nachforschungen aber sie sind doch realistischer als unsere
Einbildungskraft. So wird für den der sich mit Heimatgeschichte
beschäftigt diese zu einem Fundus aus dem er sich nehmen kann was er
fürs Leben benötigt: erlebte Erfahrung!
In den Worten Goethes ausgedrückt: „Es
gibt kein Vergangenes, das man zurücksehnen dürfte, es gibt nur ein
ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen des Vergangenen
gestaltet...“
Heimat dass ist auch eine „innere
Landschaft“.
Das Wissen von der Heimatgeschichte
macht den Begriff Heimat zu etwas Ganzheitlichem, in der sich die
Welt von Gestern in eine „innere Landschaft“ verwandelt. Und jene
die Heimat haben kennen auch diese „inneren Bilder“. Es ist ein
Reichtum an Gefühlen, Gedanken und Empfindungen die diese „Bilder“
in uns hervorrufen. Daher darf Heimat nie zur Nebensache werden, denn
für jene die sich aufmachen müssen eine neue Heimat zu suchen, ist
sie Hauptsache.
Heimat wird von vielen Menschen in
ihren Tagträumen gesucht und diese Suche darf keine Vision bleiben.
Daher muss es eine Solidarität geben zwischen dem Heimatbesitzenden
und dem Heimatsuchenden.
Vergessen wir also jene nicht die hier
schon lange angekommen sind, denen wir es aber schwer machen hier
Wurzeln zu schlagen.
Heimat dass soll auch Hoffnung heißen
– Hoffnung auf mehr Menschlichkeit. Ganz im Sinne des „Prinzips
Hoffnung“ von Ernst Bloch, der am Schluss seines 1600 seitigen
Hauptwerkes schrieb:
„Die Wurzel der Geschichte aber ist
der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und
überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne
Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so
entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und
worinnen noch niemand war: Heimat.“
hukwa
Lit. Hinweise:
Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung.
H.D.Thoreau: Walden oder Leben in den
Wäldern.
J.W.Goethe: Gespräche mit Eckermann.
Martin Heidegger: Sein und Zeit.
Heinrich von Riehl: Die Pfälzer, 1857.
Carl Zuckmayer: Gesammelte Werke.
Deutschlandfunk: Über die
Schwierigkeiten ein Deutscher zu sein.
Rainer Schlundt: Sagen aus Rheinland –
Pfalz
Philosophie als Heilkunde
Wenn
wir uns in die Werke der großen Philosophen vertiefen, stoßen wir
immer wieder auf das gleiche Bild:
der
eigentliche Wert liegt nicht in den Gütern, die ja nur eine Zierde
des Vergänglichen darstellen, sondern der wirkliche Wert ist jener
den sich Seele und Geist selbst am Stoff des Daseins erkämpfen.
Philosophisches Denken ist neben der Suche nach fruchtbaren Gründen
auch immer Kampf. Goethe beschrieb in seinen Faust die Irrfahrt des
ewig nach den Genüsslichkeiten des Lebens Strebenden, der aber
zuletzt nichts anderes nach Hause bringt, außer seiner geläuterten
Seele. Kant ging schon sehr viel weiter, wenn auch trockener als
Goethe, er suchte den Sinn der Sittlichkeit und Moral in keinem
weltlichen Tun, sondern in der Reinheit des Willens, der das Gute um
des guten willen sucht.
Was
für den Philosophen als Suche nach den Urgründen des menschlichen
Geistes beginnt, wird in der praktischen Philosophie zur
Daseinsgestaltung. Aus den Geistesfrüchten die er findet gestaltet
er sein Leben. Eine solche Lebensgestaltung ist keineswegs leicht,
denn eine Horde von dümmlichen Geistern, von Robotern und
eindimensionalen Menschen, werden sich ihm immer wieder in den Weg
stellen. Diese Menschen bilden nun einmal die Mehrheit unserer
Gesellschaft und ihre Abwässer beschmutzen auch die Sinne, des nach
philosophischer Wahrheit strebenden. Diesen Schmutzwässern, begegnet
der praktische Philosoph, in dem er diesen einen Damm entgegensetzt:
er benutzt seine Philosophie als Heilmittel gegen die Infamitäten
des Lebens.
Die
Abwässer schlagen zwar wuchtig an die Mauern, aber sie finden keinen
Eingang in das Innerste, das Oratorium bleibt rein. Dieses "Innerste"
ist des Philosophen wahre Heimat. Und in diesem Innern bewahrt er
seine gesammelten Weisheiten des Lebens auf. Man kann sich Weisheiten
anlesen, doch erst wenn wir diese in unserem täglichen Leben
praktisch umsetzen können, werden sie uns zur weiterführenden
Erfahrung.
Nun
wenn der Mensch viele Weisheiten angesammelt hat, müsste er ja ein
"Weiser" sein? Ob dem so sei dies sei dahingestellt.
Weisheit in dem Sinne wie ich sie meine ist eigentlich nichts anderes
als Existenzerhellung. Ein Weg zur Existenzerhellung ist das Leben
der praktischen Philosophie, wenn sie sich mit der metaphysischen
Wesensart des Menschen beschäftigt. Dies findet seinen Ausdruck am
ersten in der Selbstbefragung, die sich in der Gewissensentscheidung
vollziehen wird und sich sowohl auf die Verantwortung für die
persönliche Welt, als auch auf die Gestaltungen der größeren
Daseinsordnungen erstreckt. In dem ich mein tiefstes Wesen befrage,
beginne ich mit der Gestaltung meines Daseins. Mit dieser
Selbstbefragung, beginnt auch die Freundschaft mit der Philosophie.
Die Hinwendung zum philosophischen Denken, zu einem philosophischen
Lebenswandel, beginnt immer mit der Befragung des eigenen Selbst. Wir
wissen von Plato das er seine "Wächter", nach dem sie ihm
die höchsten Schauungen gezeigt hatten, wieder dazu zwang in die
"Höhle" zurückzukehren, damit er sich wieder dem Druck
der irdischen Realität stellen konnte. Das ist praktische
Philosophie, die Welt nicht vergessen und doch seine
metaphysische
Heimat zu kennen. Durch eben diese Heimat, kann der Philosoph nie
Heimatlos werden, denn über diese Heimat ist seine Seele unlöslich
mit den Großen in der Kulturgeschichte hervortretenden Gestalten
verbunden.
Man
kann soviel Lesen wie man will, es hilft uns zweifelsohne bei der
Suche nach Erkenntnis, doch nur das was wir in uns selbst finden, ist
auf dem Erkenntnisweg verwertbar. Denn die Erkenntnis, die wir in uns
selbst finden
ist
für uns etwas wie ein wirklicher Beweis, ein Beweis das der suchende
Mensch immer ein "werdender" sein wird.
Ein
"werdender" im Sinne Goethes der den Menschen und sein
Leben als Metamorphose sah – werde der du bist-
Zeitlos
– Gedanken über ein Gedicht von 1780 oder
Nun
wollen wir "weitergehen"
von Hans Wagner geschrieben im
November 1994 Trippstadt am Sängerhain
Es
war im Spätsommer des Jahres 1780. Goethe war die Last des
geräuschvollen Hoflebens in Weimar unerträglich geworden. Wohin
sollte er sich wenden? Das war ihm jetzt fast gleichgültig. Nur fort
von den Stätten, an denen er keine Ruhe und Frieden finden konnte!
Fort von den Menschen die ihn nicht verstanden!
Mit
zerrissener Seele kam er nach Ilmenau im Thüringer Walde. Aber auch
hier wo er sonst so gerne weilte, sich immer wohl gefühlt hatte,
fand er die gesuchte Ruhe nicht. Unstet – friedlos irrte er durch
die Gegend von Ilmenau.
An
einem Spätnachmittag führte ihn der Weg nach einem nah gelegenen
Berge – dem Kickelhahn.
Oben
auf dem stillen, schön bewaldeten Berg hatte Herzog Karl August ein
einfaches Jagdhäuschen bauen lassen, von dessen obersten Stockwerk
aus man eine herrliche Aussicht genoss. Goethe weilte acht Tage in
diesem Waldhäuschen, das später von Rottannen überragt wurde. Es
war in diesen Tagen, an einem unvergesslich schönen Abend, als der
Dichter, wieder durch das geöffnete Fenster hinausschaute, weit über
den schweigsamen Wald hinweg blickend. Ja, hier war Ruhe und Frieden.
Wie er die Stille genoss! Lange stand er dort, das Haupt sinnend
gegen das Fensterkreuz gelehnt. Wie Goethe so sann, formte sich in
seiner Seele ein Gedicht, ruhig und doch wieder leicht bewegt wie die
Abendluft, die über dem schweigenden Wald Herbstwald wallte.
Allmählich glätteten wohl sich die finsteren Falten in seinem
Gesicht.
Dann
nahm er einen Bleistift zur Hand, und während der Dichter das Lied
leise sprach, schrieb er es an eine Stelle der Holzwand neben dem
Fenster des Jagdhäuschens. "Ein Gleiches". Hoch oben
steht der Dichter, auf ragender Bergeskuppe, ringsherum so weit das
Auge im Dämmerlichte schweifen kann, erheben sich sanft gerundete
Höhen. Sie schmiegen sich an ihre großen Brüder, als suchten sie
Schutz für die Nacht. Das Wort Zeit existiert nicht mehr, weder für
Berge, Busch noch für den Dichter. Vom Bilde des weiten Bergwaldes
gleitet der Blick auf einzelne, den Standort des Dichters umsäumende
Stämme. Sinnend haftet das Auge an Ästen und Blättern. Still,
halte den Atem an, damit du die Ruhe nicht störst! Es ist egal ob
wir das Jahr 1780, 1800, 1900 oder 2000 schreiben. Ruhe!
Goethe
verließ den Kickelhahn, vergaß das Gedicht. 51 Jahre später
besuchte der Lebensmüde Greis, einen Tag vor seinem 82. Geburtstag
mit dem Bergrat J.C.H. Mahr nochmals den Kickelhahn. Man berichtete
was Goethe unter anderem damals zu ihm sprach..." Ich habe in
früherer Zeit in dieser Stube mit meinem Bedienten im Sommer acht
Tage gewohnt und damals einen kleinen Vers hier an die Wand
geschrieben. Wohl möchte ich diesen Vers nochmals sehen, und wenn
der Tag darunter bemerkt ist, an welchem es geschehen, so haben sie
die Güte, mir solchen aufzuzeichnen." Sogleich führte ich an
das südliche Fenster der Stube, an welchem linke geschrieben steht:
Über
allen Gipfeln ist Ruh,
in
allen Wipfeln spürest du
kaum
einen Hauch;
Warte
nur balde
ruhest
du auch.
D.
7. September 1780 Goethe
Goethe
überlas diese wenigen Verse, und Tränen flossen über seine Wangen.
Ganz langsam zog er sein schneeweißes Taschentuch aus seinem
dunkelbraunen Tuchrock, trocknete sich die Tränen und sprach, in
sanften, wehmütigen Ton: "Ja warte nur balde ruhest du auch,"
schwieg eine halbe Minute, sah nochmals durch das Fenster in den
düsteren Fichtenwald und wendete sich darauf zu mir mit den Worten:
"Nun wollen wir wieder gehen!"
Dieses
nenne ich ein reales Weltgedicht und eine Metamorphose !
Abend
im Wald am Sängerhain
Hans
Wagner 1994
Ich
möchte die Tage nicht so dahin leben
ohne
ihnen ein kleines Geheimnis abzuringen
wachsam
will ich sein
wie
der Zaunkönig – dort –
auf
dem Sandstein
die
Heideröschen blühen wieder
Gott
schenkt sie uns als lebende Funken
ein
Tag im Wald
rauschende
Baumwipfel
ihr
Getöse vermengt sich mit dem Gezwitscher der Vögel
Stimmungen
zwischen den Sekunden
ich
schaue die wilde Rose an
der
ganze Busch
ein
gefallener Engel.
hukwa
Garten der Poesie
Kehr ein in die
Alphabete
der Phantasie
sie gedeihen im
Garten der Poesie
hier werfe deinen Wortsamen
in die fruchtbare Erde
das sie gedeihen wie Mutterkörner
im wogenden Feld
der weltlichen Poesie.
hukwa
Alphabete
der Phantasie
sie gedeihen im
Garten der Poesie
hier werfe deinen Wortsamen
in die fruchtbare Erde
das sie gedeihen wie Mutterkörner
im wogenden Feld
der weltlichen Poesie.
hukwa
Mittwoch, 18. Februar 2015
Geschichte als Existenzerhellung
Geschichte ist mir dabei behilflich dass sich das Dunkel meiner Existenz erhellt. Sie führt also zur Existenzerhellung.
hukwa
hukwa
Dienstag, 17. Februar 2015
Das Bedenkliche
Das Bedenkliche in unserer so bedenklichen Zeit ist einfach dass das wir nicht Denken.
Martin Heidegger
Martin Heidegger
Der Platz der Philosophie
Das Weltreich der Philosophie sollte keine Apotheke der billigen Rezepte sein. Auch kann Philosophie keine schlüssigen Lösungen anbieten. Der Philosophie ist man am nächsten wenn sie den Grenzpunkt zwischen Existenz und Transzendenz bewohnt.
hukwa
hukwa
Montag, 16. Februar 2015
Rosenmontagsstille
Heute Morgen herrscht eine wundersame Stille vor. Ich ging in den Garten um die Vögel und die Krähe Kra zu füttern, Kra kam sofort angeflogen, auch sie genießt die Stille. An solchen Tagen können die Gedanken weit reisen.
Thoreau schrieb einmal:
"Jeder melodische Klang ist der Verbündete der Stille - eine Hilfe, nicht ein Hinderniss für den Flug der Gedanken".
hukwa
Thoreau schrieb einmal:
"Jeder melodische Klang ist der Verbündete der Stille - eine Hilfe, nicht ein Hinderniss für den Flug der Gedanken".
hukwa
Eiskalte Sehnsucht
Es fallen weiße Rosen in das Feuer
das genährt wird von der Leidenschaft eures Trübsinns
geh über den Fluss zu den Gletschern
wo die ewigen Eisblumen blühen
wo kühlend die Höhle der Schneekönigin wartet
wo sie die Gefühle verwandelt
in einen Kristall aus Eis
dort wo die gefrorene Flamme
sich nährt von der ewigen Sehnsucht
wieder Seele zu sein.
hukwa
das genährt wird von der Leidenschaft eures Trübsinns
geh über den Fluss zu den Gletschern
wo die ewigen Eisblumen blühen
wo kühlend die Höhle der Schneekönigin wartet
wo sie die Gefühle verwandelt
in einen Kristall aus Eis
dort wo die gefrorene Flamme
sich nährt von der ewigen Sehnsucht
wieder Seele zu sein.
hukwa
Freitag, 13. Februar 2015
Vom wahren Reichtum
Ich bin überzeugt davon dass man erst dann wirklich Reich ist, wenn einem die täglichen kleinen Freuden, die man benötigt um im profanen Alltag zu Überleben, keinen Cent kosten.
hukwa
hukwa
Mittwoch, 11. Februar 2015
Die Krähe Kra
Jedes mal wenn ich im Garten irgendeine
Arbeit verrichte kommt die Krähe Kra angeflogen setzt sich auf den
Ast der Erle und wartet darauf das sie Futter von mir bekommt. Sie
kommt mindestens dreimal am Tag und wenn ich im Hause bin so das ich
sie nicht gleich bemerke folgt alsbald ihr kra, kra, kra. Dann gehe
ich auf die Veranda und wirf ihr einen Leckerbissen in den Garten.
Oft ist auch das Weibchen dabei dieses ist scheuer als ihr Ehegatte.
Sie mögen als Leckereien besonders
Walnüsse. Die sie sehr geschickt öffnen. Sie suchen sich einen
Stein im Garten, nehmen die Nuss in ihre Krallen und öffnen sie dann
mit ihrem Schnabel.
Kra ist eine Rabenkrähe die im
Gegensatz zu ihren Verwandten den Saatkrähen ein festes Revier
bewohnen und dieses auch gegen andere Krähen verteidigen.
Die Rabenkrähe beschränkt ihre
Verbreitung auf Westeuropa etwa bis zur Elbe – hier wird sie
sozusagen von der Nebelkrähe eine Unterart der Rabenkrähe abgelöst.
Krähen sind Allesfresser. Ihre Nahrung
suchen sie kräftig ausschreitend bei Fußmärchen auf dem Erdboden.
Dabei finden sie vor allem Insekten, Würmer und Schnecken, aber auch
Mäuse Eidechsen und Frösche, plündern Gelege bis zur Fasanengröße,
nehmen aber auch Getreide und Beeren, eben alles was die Jahreszeit
bietet. Auf den Straßen finden die Krähen überfahrene Tiere, am
Wasser angespülte tote Fische. Sie fressen Aas jeder Größe, daher
auch der Name Aaskrähe
Krähen können bis zu 70 Jahre alt
werden und in ihrem Leben eine Menge Erfahrungen sammeln.
hukwa
Dienstag, 10. Februar 2015
Erinnerung an den Sommer
Fingerhut
Zwergenhut
stehst so still am Wegesrand
Einsamkeit umgibt dich
Fingerhut
Zwergenhut
geflügelte Elfin bei dir wohnt
man sieht sie nur bei vollem Mond
wo sie im fahlen Licht
dich umschwärmen
im Nachtfalterflug
Fingerhut
Zwergenhut
dein Saft ist
reines Elfenblut
zarte Blätter
sanfte Blüte
möge dich die Elfin
immer gut behüten.
hukwa
Zwergenhut
stehst so still am Wegesrand
Einsamkeit umgibt dich
Fingerhut
Zwergenhut
geflügelte Elfin bei dir wohnt
man sieht sie nur bei vollem Mond
wo sie im fahlen Licht
dich umschwärmen
im Nachtfalterflug
Fingerhut
Zwergenhut
dein Saft ist
reines Elfenblut
zarte Blätter
sanfte Blüte
möge dich die Elfin
immer gut behüten.
hukwa
Dienstag, 3. Februar 2015
Alte Gemäuer an meinem Wege
Die bedeutendste Kaiserslauterer Mühle
war die Kaisermühle, die 1310 durch den Schmied Gottfried von
Lautern, mit Erlaubnis von Heinrich VII in Betrieb genommen wurde.
Man kann davon ausgehen das sie erst 200 Jahre später als
Getreidemühle genutzt wurde, warum auch sollte ein Schmied Getreide
mahlen? Wahrscheinlich wurde sie in den ersten 200 Jahren als
Schleifmühle genutzt.
Die Kaisermühle lag unterhalb des
Alberichsberges, in früheren Zeiten Elberichsberg genannt, ein Name
der als Kind meine Phantasie immer sehr beflügelte. Oft habe ich im
„Elberichsberger“ Wald gespielt. Zwar stand die Kaisermühle in
meiner Kindheit nicht mehr, doch das alte Kaisermühler Herrenhaus
kannte ich noch sehr gut. Zur Kaisermühle gehörte zeitweilig auch
die Papiermühle in Kaiserslautern, von der heute nur noch ein
Straßenname zeugt und eine weitere Mühle die dort gestanden haben
muss wo der heutige Volkspark ist.
Gerade mal 300 Meter von der
Kaisermühle entfernt, stand bis in die 1950ziger Jahre die Dammühle
die seit 1695 an diesem Platz bezeugt ist, diese war eine
Getreidemühle die von den Wassern des Eselsbach angetrieben wurde.
Ebenfalls in der nähe der alten Kaisermühle stand die im
16.Jahrhundert erbaute Neumühle, die nach dem 2.Weltkrieg abgerissen
wurde.
Etwa eine viertel Stunde Fußweg von
diesen Mühlen entfernt stand die Gallapmühle, hier wurden Galläpfel
zu Tinte verarbeitet.
Wenn ich auch einige dieser Gebäude
nicht mehr kannte, so spielte ich als Junge doch an den Plätzen wo
diese Gebäude einst standen und wo immer noch einige Mauerreste oder
Steine herumlagen.
Auf dem Weg von meinem Heimatdorf nach
Kaiserslautern, nach Morlautern oder nach Otterbach fanden sich
einige alte historische Gebäude.
Wie ein Märchenturm voller Romantik
und Geheimnisse, versteckt hinter Nussbäumen, Efeu und
Brombeerranken, lag der Meutheturm an einem Waldhang an der
Lauterstrasse, gleich neben dem Kröckelschen Steinbruch in dem meine
Großväter als Steinmetze und Schmiede gearbeitet hatten.
Der Meutheturm ist mir als wahrer
Zauberturm im Gedächtnis geblieben. So oft ich mich dort aufhielt,
ich war immer allein, kein Fuß fand in diese Idylle hinein, er hatte
lange Jahre die Aura des Unantastbaren für mich dieser alte
achteckige romantische Turm. Kein Mensch schien an dem im
Dornrösschen Schlaf liegenden Turm Interesse zu hegen. Oft wenn ich
in der Dämmerung dort spielte, war es mir, wenn ich dann noch das
Gekrächze der Krähen hörte, als würde gleich der alte Barbarossa
aus seiner Höhle heraustreten und ich würde wie ein Knappe mit ihm
über den Kaiserberg wandern. So wie ich jeden Baum und Strauch in
meinem Heimatwald kannte, so war mir auch der Kaiserberg bekannt und
ich war fest davon überzeugt das der alte Rotbart hier irgendwo in
einer Höhle seinen Geschichtsträchtigen Schlaf hielt.
Es lag ein romantischer Zauber über
diesen verwitterten in sich ruhenden Steinfassaden des alten Turms
der sich in diesem einstigen Park regelrecht versteckte.
Zu meiner Kinder- und Jugendzeit war
dieses ganze Gebiet um den Kaiserberg eine von Pflanzen und Bäumen
wunderschöne verwilderte Landschaft.
Der einst wohl prächtige Park wurde im
Osten vom Burggraben abgeschlossen und 500 Meter westlich vom
Steinbruch. Im Süden grenzte er an die Lauterstraße, wo einst auch
die Ohligmühle gestanden hatte. Nördlich des Parks dehnten sich die
weiten Felder bis zum Lindenhof hinauf wo meine Großmuter geboren
wurde. Der alte Turm ist mir als wirklicher Zauberturm der Kindheit
in Erinnerung geblieben.
hukwa
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