Samstag, 8. Oktober 2016

Identität

Als Menschen können wir die Gegenwart in der wir leben und den Weg in die Zukunft denn wir gehen müssen nur durch ein kritisches Verständnis der geschichtlichen Vergangenheit erkennen. Der Mensch muss seine Geschichtlichkeit vor Augen haben um eine eigene Identität zu finden.
hukwa

Freitag, 7. Oktober 2016

Betrachtungen und Meditationen

Ich habe heute mit der Niederschrift der Betrachtungen und Meditationen begonnen. Hierbei handelt es sich um Prosagedichte die in Erzählweise geschrieben sind. Letztendlich sind es Meditationen. Sie entstehen in Momenten da ich mich auf eine Sache konzentriere und mich von ihr fortragen lasse. Letztendlich sind es "lange Haikus".
Einige von diesen Texten habe ich auf Gedichteschreiber de schon veröffentlicht.
hukwa

Zwischen Herbst und Winter - Haiku

Des Herbstes dunkles Wesen
versteckt sich
im Flug der Krähen.
hukwa

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Wandern unter Herbststernen

Enthrone nicht die Poesie
Wandern werde ich an den
goldenen Ufern des Agrigent
ohne Schlaf lebst du deinen Traum
die Schwalben sind schon gezogen
unter Herbststernen wandernd
erscheint der Wandel.
hukwa

Dienstag, 4. Oktober 2016

Jahreszeit der Poesie

Nach Wochen wunderschönem Spätsommerwetter ist heute der Himmel grau und Wolkenverhangen. Solch dunkle Herbsttage sind mir genau so lieb wie die Schönwettertage. Es ist die hohe Zeit des Schreibens. Sind doch der Herbst und der Winter die fruchtbarste Zeit um Poesie zu schreiben.
Zu recht schrieb Novalis an Schiller: "Daher fühl ich mich auch nie so rein gestimmt und empfänglich für alle Eindrücke der Höheren heiligen Muse als im Herbst".
hukwa

Montag, 3. Oktober 2016

Fallendes Herbstlaub

Fallendes Herbstlaub
erinnert
an Träume aus der Vergangenheit.
hukwa

Sonntag, 2. Oktober 2016

Siegel

Nachts
sind die Träume des Tages
geknebelt in der Schlinge
der sich verirrenden Realität
ein Buch mit Versen
schwebt wie ein Segel
ins Meer des Unbewussten
steh auf und breche
das Siegel.
hukwa

Samstag, 1. Oktober 2016

Herbstabend kehrt wieder

Jetzt naht des Sommers Abend
schon müde streicht der Westwind
über das feuchte Gras
mit ihm fahren die Geräusche der Strasse aus dem Dorf hinaus
lang werden nun die Schatten
dehnen sich über bunte Wälder
Herbstvögel
fliegen in Keilschriftmuster
über das Land
sie flattern lautlos vorüber
Herbstabend kehrt wieder.
hukwa

Freitag, 30. September 2016

Eine geistige Heimat

In den letzten drei Wochen habe ich intensiv deutsche Literatur gelesen. Droste-Hülshoff, H.Hesse, Stifter, Novalis und Wilhelm Rabe. Es war mir eine Begegnung mit guten alten Bekannten. Ist mir die Literatur doch seit früher Kindheit Zuflucht und Heimatboden. Bei ihr habe ich immer das gefunden was ich in der Gesellschaft vermisste: Geistige Heimat!

                                                      Kalendertagebuch:

Gestern an der Erzählung die "Gasse mit den dunklen Fenstern" gearbeitet. Die Kürzestgeschichte "ich wohne gern in Geisterhäusern" fertiggestellt. 


                                               Gedanken beim beobachten der Herbstblätter

Ich sitze auf der Veranda und beobachte den herbstlichen Blätterfall im Garten. Es ist als würde ich mich mitten im Wald aufhalten. Das Tun der Menschen ist weit weg von mir.
Ist es nicht sinnvoller die Herbstblätter zu beobachten als sich mit Robotern abzugeben.
hukwa

Dienstag, 27. September 2016

Ich wohne gern in Geisterhäusern

Eine Kürzestgeschichte

Manchmal öffnet er die Tür
Schleicht sich in den Raum
Keiner hat ihn je gesehn
Morgens wird er wieder gehen
Nächtens aber sitzt er hier
Aus der Tür der Ewigkeit
Tritt er ein in unsere Zeit
Nachts ans Fenster klopft er an
Auch im Garten sieht man ihn dann
Geht durch ihn jahrhundertelang.


Schon viele Jahre wohne ich in diesem alten Haus am Waldrand. Es hat Augen und Ohren und in seinen uralten Mauern muss schon viel seltsames passiert sein, das sich regelrecht in den Wänden, der Decke und dem Fußboden festgesetzt hatte. Es ist mir oft unheimlich in diesem Haus dennoch möchte ich nicht in einem anderen leben. Die alten, vom Holzwurm angefressenen Möbel, das Knarren der Dielen, das Klopfen der Poltergeister möchte ich nicht missen. Was ist schon ein Haus das keine Geheimnisse hat? In solchen Häusern wohnen nur uninteressante Menschen, eben, Herr und Frau Niemand. Kein Gespenst kommt dich besuchen, geschweige denn Geister oder Dämonen. Ich wohne jetzt 15. Jahre in diesem Haus aber davor habe ich schon in anderen Gespensterhäusern gewohnt. Wahrscheinlich ist es mein Schicksal, dass ich mein Leben in solch okkulten Anwesen verbringe, die anderen Furcht einflößen.
Es ist gewöhnungsbedürftig sich in solchen Gebäuden zurecht zu finden, die Geister treiben allerlei Schabernack mit einem. In den Nächten wird man manchmal wach durch ein Flüstern, durch schlürfende Geräusche oder man erwacht weil man den eiskalten Hauch eines Geistes neben sich im Bett spürt.
Auch ist es mir schon passiert, dass Bewohner aus einem früheren Jahrhundert zurückgekehrt sind, natürlich in ihrem Geistergewand. Meistens sehe ich sie in den Herbstnächten, wenn sie sich im Garten während des Vollmondes unter der alten Weide aufhalten.
Vor dem Schlafen gehen, lese ich regelmäßig Blackwood, Lovecraft oder einen anderen phantastischen Autor, das ist die beste Stimuli um Geister anzulocken. Aber sie kommen auch so.
Die Wesen von „drüben“ mögen keinen Beton, sie stehen auf Holz und Sandstein. Einmal habe ich in einem Haus gewohnt das auf einem ehemaligen Friedhof stand. Doch das war mir zuviel, da habe ich überhaupt keine Ruhe mehr gefunden. An Schlafen war da nicht zu denken. Da gaben sich in jeder Nacht gleich zehn Geister ein Stelldichein.
Ein guter Hausgeist ist wie ein guter Hund oder eine liebe Katze, man gewöhnt sich an sie, das Wichtigste ist, dass man mit ihnen kommuniziert. 
hukwa

Herbstkind

Verliere deine Seele nicht im Herbst
die Winde würden sie fortwehen
bleiben wird ein kalter Hauch
es tröstet dich der Blätterfall
die Einsamkeit des Herbstes
ist die Mutter der Schwermut
sie spiegelt sich in seinen diamantenen Sternen
schau tief hinein in den nächtlichen Himmel
und wenn der Sternenstaub auf dich rieselt
spürst du es deutlich
du bist ein Herbstkind.
hukwa

Sonntag, 25. September 2016

Stille - Haiku

Die Schlehe
ummantelt vom Raureif
Geist der Stille.
hukwa

Freitag, 23. September 2016

Die Stunde des Dichters

Mein mystischer Pfad in die andere Realität

Vieles habe ich versäumt, manches nur erträumt.

Die Stille des nun aufziehenden Herbstes und seines kalten Bruders des dunklen Winter ist die Zeit der Dichtung. Lyrik und Dichtung erfordert Stille, braucht Geduld und Bereitschaft für den Moment da die Quelle des Orpheus zu sprudeln beginnt.
Dieser Moment ist die Stunde des Dichters.
Wenn die innere Konzentration am tiefsten ist beginnt Orpheus seinen Gesang anzustimmen.
Dichtung ist oft innere Biographie in Metaphern und Symbolen versteckt.
Meine Gedichte beruhen auf Erfahrungen meines Lebens die von aussen nicht erkennbar sind. Sie kamen zu mir in den vielen Stunden mystischer Versenkung, jene Momente wo ich in den Wäldern eins zu sein schien mit der Allnatur. Erlebnisse in denen ich ganz mit der Zeit verschmolz. Es sind Momente eines inneren Sehertums wie Goethe es mich beim lesen seiner Mütter Episode des Faust II ahnen ließ.
Es ist der dunkle geheimnisvolle Glanz magisch – heidnischer Urerinnerung die mein Leben mitprägt.
Dieses Hinabtasten in die dunklen Labyrinthe der Seele sind die wirklichen Erfahrungen die meine Persönlichkeit bilden.
Hier wurzelt auch das geheimnisvolle – Dunkel meiner hermetischen Gedichte. In diesem geheimnisvollen Dämmerschein meines Unbewussten spielt sich mein wahres Leben ab.
Es ist ein inneres Land, das neben unserer gewöhnlichen Realität existiert, in das ich oft versinke.
Fern ab jeder Gewöhnlichkeiten existiert dieses Reich, das mir immer Zuflucht war.
Auch meine niedergeschriebenen „phantastischen und magischen Geschichten“ bringe ich von diesen Reisen mit.
Ich habe sie nicht nur geschrieben, ich habe sie erlebt!
Schon als kleiner Junge hatte ich das Gefühl, dass ich mehr sah als die Anderen. In meinem „Fliegenpilzerlebnis“ das ich als Knabe hatte, habe ich den Eintritt in eine solche Anderswelt beschrieben. Heute weiß ich, dass ich damals einen Blick in meine persönliche Zukunft getan hatte. Damals drang ich das erste Mal ins „Reich der Mütter“ vor.
Gewiß haben viele mehr erlebt als ich, doch wenige haben soviel „gesehen“ wie ich!
Der Bewusstseinsbeton brökelte sehr früh bei mir, dadurch öffnete sich mir ein mystischer Pfad in die andere Realität.
hukwa

Gefieder der Zeit

Stein am Ufer
Darinnen schläft
Das Lied des Dompfaffs
vom vergangenen Sommer
Bemalte Altäre beim Waldweiher
blinken in der Nacht
im Licht der silbernen Kometen
doch am Horizont
schwebt einsam
das Gedicht
hinein
in das Gefieder der Zeit.
hukwa

Donnerstag, 22. September 2016

Spinnwebenhaft

Das grüne Einhorn ist verschwunden
mit dem alten Sommer
Altweiberhaare funkeln
Spinnwebenhaft
im Licht der Goldrute
Die Krähen erzählen Geschichten
Jetzt kommt bald die dunkle Zeit
für Gedichte
ein inneres Wandern wird beginnen
Jetzt soll man neues vollbringen.
hukwa

Mittwoch, 21. September 2016

Fern von Lethargie und Stagnation

Wenn man in einem gewissen Alter ist sollte man darauf achten dass das Leben nicht zu einer Komödie wird. Es sollte Reifen wie die Eichel am Eichbaum. Wenn sich die Eichel vom Baum löst trägt sie in sich den Keim für ein neues Leben. So, denke ich, trägt auch der Mensch eine Kraft in sich für das Neue, dass immer auf uns wartet. Wenn wir diese Suche beenden erwartet uns nur Stagnation und Lethargie.
hukwa

Dienstag, 20. September 2016

Unwiederholbarkeit

Wenn wir lange schon den Kinderschuhen entwachsen sind tauchen sie mit äußerster Intensität auf, die Bilder aus einem alten Reich. Kindheit begleitet uns immer. Es ist auch ein Wissen um die eigene Unwiderholbarkeit was uns aus diesem Reich wie ein bunter selbstgebastelter Papierdrachen entgegenfliegt.
hukwa

Montag, 19. September 2016

Aus meinem Kalendertagebuch

Über das Wochenende intensiv Montaigne gelesen. Ein bemerkenswerter Schriftsteller realistisch und äusserst selbstkritisch.

Momentan lese ich viel deutsche Literatur. Droste-Hülshof, Storm, Rabe. Dichter die ich seit vielen Jahren nicht mehr gelesen habe. Auch Novalis, Benn und Hesse lese ich nun wieder öfters. 

Die Literatur ist ein eigenes Weltreich. Eine Welt in der Welt. Man kann sich ganz in sie zurückziehen, dennoch hat sie Fenster nach aussen.

Mit dem Herbst der sich nun breit macht und die Landschaft in bunte Farben hüllt kehrt auch die Poesie zurück.

hukwa

Frohlockende Erinnnerung

Wenn auch der Körper altert, die Erinnerung an die Kindheit sorgt dafür das der Geist reine Elastizität bleibt. Die Kindheit ist ein Mysterium des Lebens, ist Faszination und frohlockende Erinnerung.
hukwa

Sonntag, 18. September 2016

Landschaft der Kindheit

Meine frühesden Erinnerungen hängen mit der Natur die mein Elternhaus gab zusammen. Wald, Tiere und Pflanzen prägten mich besonders. Aber auch die Literatur. Lesend eroberte ich mir die Welt. Natur und Literatur waren mir Wegweiser. In diese Reiche unternahm ich meine Streifzüge. Schaue ich Heute zurück so erkunde ich die Landschaft der Kindheit wie eine Innere Landkarte und oft denke ich dabei- ich bin immer noch nicht angekommen.
hukwa

Samstag, 17. September 2016

An meine Leser

Wenn die Leute sich darüber beklagen, dass ich zu viel
von mir spreche, so beklage ich mich darüber,
dass sie über sich selbst nicht nachdenken.

Michel de Montaigne
Von der Reue

Kindheit ein Zauberspiegel

Es gibt immer den Ort wo alles anfing- denn Ort der Kindheit, er begleitet uns ein Leben lang. Mir geht es jedenfalls so. Die Reise in die Kindheit wird mit den Jahren zu einer imaginären Wanderung des Geistes. Es ist verwunderlich wie man den Empfindungen und Ahnungen der Kinderzeit auf Jahrzehnte verbunden bleibt. Wenn man sich an seine Kindheit zurückerinnert, erscheint sie manchmal wie ein großes Rätsel. Blickt man zurück ist es als schaue man in einen Zauberspiegel in dem sich das Gestern und Heute spiegelt und was man schaut ist der persönliche Mythos.
hukwa

Freitag, 16. September 2016

Tue was du liebst

In der Stille eines sonnigen Septembermorgens können wir uns selbst begegnen und Zwiesprache mit unserer Seele halten. An einem solchen Morgen darf man sich nicht in die Betriebsamkeit der Menschen einschalten. Die Devise eines solchen Tages heißt:
Tue was du liebst!
hukwa

Meditation und Traum

Die Meditation ist eine Form des Geistes, 
in der Traum und Gedanke sich sehr nahe kommen-
wo sie sich völlig durchdringen,
können neue Welten entstehen.
Ernst Jünger

Sonntag, 11. September 2016

Gesang der Erde

Es ist der Gesang der Erde dem wir jetzt im Frühherbst noch einmal besonders intensiv lauschen sollten. Das Summen der Bienen und Hummeln, das Herbstgezwitscher der Vögel. Aber auch jene tiefe Ahnungen die wir in Wolkenformationen, in den Wellen eines Waldweihers und im Geäder der fallenden Blätter erkennen, stimmen uns auf das Lied des Herbstes ein.
hukwa

Freitag, 9. September 2016

Tagessspruch

Die Art und Weise, in der ein Mensch über die Beziehung der Geschlechter spricht, zeigt an, wie weit seine eigenen Beziehungen dieser Art heilig sind. Wer über diesen Gegenstand scherzen kann, den achten wir nicht.
Thoreau

Donnerstag, 8. September 2016

Schwätzt nicht von der Erde - Ihr entweiht sie nur!

Schwätzt weiter von euren Konsumartikeln,
ich bin einer der durch die Wälder streift
und seinen Durst mit klarem Quellwasser löscht.
Schwätzt weiter, ihr ahnt nicht
dass ihr die Erde entweiht.
hukwa

Mittwoch, 17. August 2016

Nahender Herbst

Goldene Augustsonne
in ihr versteckt
der nahende Herbst
noch blinken die Sonnenblumen
schwer hängen die schwarzen Holunderdolden
in Scharen sammeln sich Stare
erzählen sich vom baldigen Aufbruch
von Reisen und Gefahren
Sperlinge schwätzen
Schmetterlingstaumel
Warte nur
bald
steht der Herbst im Garten.
hukwa

Dienstag, 16. August 2016

Augustmeditation

Leise veratmet sich nun der Sommer. Am Wegesrand glüht die Eberesche, schwer hängen die Holunderbeeren, Goldfarben blendet die Augustsonne. Der frühe Morgen, ein sommerliches Gedicht! Stare sammeln sich, Meisen lärmen im Gebüsch. Spinnweben - Altweibersommerhaft künden vom nahenden Herbst. Augustmorgen - Riss in der Zeit - zwischen Sommer und Herbst.
hukwa

Freitag, 12. August 2016

Über höhere Kommunikation

Ich lese derzeit viel und intensiv. Man kann regelrecht in Büchern leben. Sind sie doch Nahrung für den Geist. Das Leben der Gesellschaft läuft an mir vorbei, das ist auch gut so. Manchmal benötigt man den ganz großen Abstand vom Hirnlosen Geschwätz der Menschenlemminge. Meine Kommunikation führe ich mit höheren Instanzen.
hukwa

Mittwoch, 10. August 2016

Die Fichte - Picea excelsa

Die kegelförmig gewachsene Fichte unterscheidet sich von der Tanne vor allem dadurch, dass ihre Zapfen im Gipfel hängen, während Tannenzapfen aufrecht stehen. Ihre vierkantigen Nadeln sitzen dicht an den Zweigen. Der bis 60m hohe Baum, der ein Alter von 600 Jahren erreichen kann, ist über die ganze nördliche Erdhalbkugel bis in 2000 m Höhe verbreitet. Fichten blühen im Mai.

 
Fotos © Ute Knieriemen-Wagner




In der Heilkunde verwendet werden die jungen Triebe, die Nadeln und die Zapfen, ebenso das Harz und die aus dem Holz gewonnene Holzkohle. Gereinigte Fichtenholzkohle wird als "Carbo vegetabilis" zu Heilzwecken verwendet. Nadeln und Zapfen enthalten ätherische Öle, die durchblutungsfördernd, krampflösend, schweiß- und harntreibend, aber auch hautreizend wirken. In Inhalationslösungen, Salben und Badezusätzen wird dieses Öl gegen Katarrhe der Atemwege, Krampfhusten, Bronchialasthma, Rheumatismus und Nervosität verwendet. Aus dem Harz gewinnt man Terpentinöl, das wegen seiner Nebenwirkungen (Erbrechen, Nierenschädigung mit Blutharnen) nur vom Arzt gegen Rheuma, Bronchitis, Blähungen verordnet werden darf. Fichtenholzkohle wirkt desinfizierend und absorbierend (aufsaugend) bei manchen Vergiftungen, Wunden und Magen- Darm Katarrhen.
Zum Tee, der sich gegen Entzündungen der Atemwege bewährt hat, weicht man über Nacht 10 g Nadeln auf 1 Tasse Wasser ein, kocht ab und lässt ihn 10 Minuten ziehen. Täglich 2 Tassen, am besten mit Honig gesüßt sollte man davon trinken. Fichtennadeltee soll nicht länger als 7 Tage ununterbrochen eingenommen werden, danach empfiehlt sich eine Pause von 1 Woche.

Da die Fichte ein schnellwachsender, anspruchloser Nutzholzbaum ist und sich sehr rentabel in großen Plantagen anbauen ließ, war er der ideale Baum für die Forstwirtschaft. Das ausgehende 18. Jahrhundert, das man in älteren Forstlehrbüchern die „Geburtsstunde der eigentlichen Forstwirtschaft“ nannte, war die Sternstunde dieses anspruchlosen Baumes. Als Pionier auf Magerweiden und Waldlichtungen ist die Fichte auf den ärmsten Böden jedem Laubbaum absolut überlegen. Auch der Weißtanne ist sie weit überlegen, weil sie im Gegensatz zu ihr, in ihrer Jugend nicht den Schutz der Altbäume benötigt.
Fichtenholz wurde schon immer im Haus-, Schiff- und Möbelbau verwendet. Das härtere, haltbare Holz alter Bergfichten wird noch heute zum Bau von Saiteninstrumenten verwendet. Schon am „Abklopfen“ des lebenden Baumes, erkennt der Geigenbauer den späteren Klang, des Instrumentes. Es ist kein Zufall, dass die meisten Geigenbauer früher in Alpenregionen lebten, nahe beim Holz der Bergfichte.


Der botanische Name der Fichte (Picea) bezieht sich auf ihr Harz. Aus dem harzhaltigen Stockholz oder Stubben, gemeint sind die im Boden zurückbleibenden Teile des Stammes nach dem Fällen, destillierte man einst im Kohlenmeiler Holzteer, aus dem man dann Pech herstellte. Dieses kam vor allem als Schusterpech und Wagenschmiere in den Handel.
In alter Zeit wurde das Fichtenharz mit der Bezeichnung „Pix burgundica“ in Apotheken als Arznei verkauft. Als „Resina alba“ wird das Harz heute bei der Terpentindestillation gewonnen und meist in wasserfreier Form als Kolophonium in den Handel gebracht. Bevor man begann, Vanillin synthetisch zu erzeugen, wurde es aus dem Harz der Fichte hergestellt. Frisch gesägte Fichten Wurzelstöcke verströmen an sonnigen Tagen einen leichten Vanille Geruch.

Bei den Hopi-Indianern Nordamerikas, gilt die Fichte als heiliger Baum. Ihre Stammesmythologie erzählt: In grauer Vorzeit, als die Hopi noch ein Nomadenstamm waren, brach in einem ihrer Klans ein Streit aus, woraufhin die Naturgewalten das Land verdorren ließen. Als Sühneopfer forderte der Gott des Klans, 4 Jahre Buße, was die Hopis auch taten. Die Gottheit nahm das Opfer an, schenkte dem Land wieder seine Fruchtbarkeit und offenbarte sich den Indianern in Gestalt einer Fichte.

Als Richtfestbaum und als Maibaum nutzt man die Fichte so gern wie die Birke. Dieser Brauch ist uralt.
Der Maibaum war der Schutzbaum alter vorchristlicher Völker. Die immergrüne Fichte stand symbolisch für die erneuernde Kraft der Natur. Diese Maibaumfeste waren den Naturgeistern geweiht, sie sollten das Dorf, ein einzelnes Gehöft oder Haus vor Unglück schützen, wie man es heute noch von den Richtbäumen her kennt. Susanne Fischer schreibt in ihren „Blättern von Bäumen“: Diese symbolische Bedeutung ist in einem alten Maibaumfest, dem Todaustreiben , das im 17. Jahrhundert in Böhmen gefeiert wurde, sehr deutlich zu erkennen. Die Frauen des Dorfes zogen mit Trauerschleiern angetan aus, banden eine Strohpuppe zusammen, bekleideten diese mit einem Hemd, gaben ihr Sense und Besen in die Hand und trugen sie bis an die Grenze des Dorfes. Dort zerrissen sie die Puppe. Dann hieben sie im Wald einen Baum, hingen das Hemd daran und trugen ihn unter Gesängen heim. Dort wurde der Baum mit Bändern, Eiern und Kuchen geschmückt. In manchen Dörfern sangen die Frauen beim Einzug ins Dorf folgendes Liedchen:
Den Tod tragen wir aus dem Dorf,
den Sommer tragen wir in das Dorf.
Der Brauch des Maibaumfestes verschmolz später, zusammen mit anderen Baumfesten, zum christlichen Weihnachtsfest. Auch der Weihnachtsbaum hat noch die gleiche Aussage wie die alten Baumheiligtümer, er symbolisiert den Sieg des lichten Geistes über den Tod hinaus.
Dieser Brauch rührt wohl unter anderem auch noch von den Römern her, die den Fichtenbaum ebenfalls mit dem Tod in Verbindung brachten. Der 79 n. Chr. beim Vesuvausbruch ums Leben gekommene römische Geschichtsschreiber Gajus Plinius Secundus schrieb in seiner „Naturalis historia“, dass die Fichte „als Trauerzeichen an den Türen angebracht und grün auf den Scheiterhaufen“ gelegt wird.

Adalbert Stifter widmete der Fichte sein Buch „der Hochwald“. Viele Gedichte wurden für diesen Baum geschrieben, auf alten Gemälden wurde er verewigt. Caspar David Friedrich malte um 1828 sein berühmtes Werk, „Fichtendickicht im Schnee“, das man heute in der Pinakothek in München bewundern kann.

Der Fliegenpilz und die Fichte leben in Symbiose miteinander, der Pilz tauscht über das Wurzelsystem Nährstoffe mit dem Baum aus. Auch die heimische Vogelwelt liebt den geschützten Aufenthalt in den immergrünen Bäumen. Fichtenkreuzschnabel und Eichelhäher, Waldkauz, Waldohreule und Schwarzspecht fühlen sich hier wohl.
Verschiedene Schmetterlinge und Käfer nutzen den Baum als Futterpflanze.
Darunter auch der gefürchtete Fichtenborkenkäfer, der in Monokulturen dieser Bäume großen Schaden anrichtet.
Am Boden gedeihen Heidelbeeren und Fichtenspargel, verschiedene Farnarten, Heidekraut, Moose und Gräser.

Wie schön ist es, an einem Sommertag nach einer Wanderung unter einem dieser Bäume auszuruhen, auf Mooshügeln gebettet dem Gesang der Vögel zu lauschen und inne zu halten, der Hektik des Alltags zu entfliehen und eins zu werden mit der Natur.


hukwa

Donnerstag, 14. Juli 2016

Tagesspruch - Bäume

"Auf dem Lande ist es, als würde jeder Baum "heilig, heilig" zu mir sagen.
Wer kann jemals die Verzückung der Wälder ausdrücken?"
Beeethoven

Sonntag, 10. Juli 2016

Das Sein des alten Gartens

Gerne gehe ich hinein in die bunte Farbenvielfalt des alten Gartens. Rieche und schaue seine Schönheiten. Mehr träumend als denkend bewege ich mich dann unter der Pflanzenvielfalt. Man muss die Pflanzen mit seiner Seele abtasten, allein mit dem Intellekt sind sie nicht in ihrer Ganzheit zu erfassen . Oft denke ich bei ihnen liegen die Ursprünge der Dinge. Oft habe ich dann das Gefühl dass unser Denken sich weniger zum Erfassen der "großen Realität" eignet. In einer solchen Umgebung muss man abschalten und rein mit der Intuition aufnehmen.
hukwa

Freitag, 8. Juli 2016

Im alten Garten

Oft sitze ich hier und beobachte diesen alten Garten in seiner Farbenvielfalt, in der Vielfalt seiner Pflanzen und Besucher aus dem Tierreich. Täglich verändert er sich, dennoch das Fundamentale bleibt gleich an ihm, jahraus, jahrein. Er ist eine starke Daseinsform und es vergeht kein Tag da ich ihn intensiv aufsuche, verwunschen ist er, märchenhaft und stilvoll, ich mag alte und verwilderte Gärten, sie können so viel erzählen.
hukwa

Dienstag, 5. Juli 2016

Universeller Geist

Ich beobachte die Eichhörnchen und Vögel im Garten und erfreue mich an ihrem Dasein. Ich höre zwar den Motor der Welt, doch seine Geräusche sind mir egal. Mir ist es wichtig dass mir der Geist des Universums nahe ist.
hukwa

Montag, 4. Juli 2016

Als die Zeit vorbeizog

Mond durchtränkt
ruhn Schilf und Wasser
eine einsame Forelle
sucht das Mondlicht
im funkelndem Sternenschein
eine Spinne webt einen Käfer ein
Einsame Nacht im Wald
am Ufer steigt der Nebel
hüllt sanft die alten Weiden ein
knorrige Gestalten
Baumgesellen aus alter Zeit
harren hier im tiefen Schweigen
der Waldkauz zieht seine Kreise
die Nebel werden schwerer
leise zieht die Zeit vorbei.
hukwa

Freitag, 17. Juni 2016

WildbachGeist

Unser Leben sollte ein Fluss sein der immer ins Meer fließt. Wenn ich den kleinen Wildbach in meinem heimischen Wald betrachte, kann ich mich gut mit ihm identifizieren. Seine Wasser fließen n andere Flüsse bis sie sich irgendwann mit dem großen Meer vereinigen. So ist es auch mit meinem Geist, er will sich mit dem Großen, dem Ganzen vereinen, also lasse ich ihn fließen.
hukwa

Mittwoch, 15. Juni 2016

Wordsworths Geist

Ich wandere wie Wordsworth einst
durch grüne Wälder
lausche den Gesängen der Vögel
bewundere das Wachstum der Pflanzen
geballtes Grün
wohin mein Auge schaut
der Geist von Wordsworth
ruht in der alten Eiche.
hukwa

Montag, 13. Juni 2016

Reihergott

Aus Nebel feuchten Auen
steig ich empor
weit unter mir
das stille Tal
hier oben in den Lüften
bin ich nur meinem Gotte nah
hier ist es wo ich alles find
Glanz der Wolken
Sonnenbrand
tauche mit sanften Flügelschlägen
hinein in die Unendlichkeiten.
hukwa

Montag, 6. Juni 2016

Keine Langeweile

Wer die belebte Natur als sein Arbeitsfeld, ja als Sinn seines Daseins sieht, den sucht keine Langeweile heim.
hukwa

Samstag, 14. Mai 2016

Gedankentreibjagd

Früh am Morgen
die Erholung von den Dämonen der Nacht
Gedankentreibjagd
im Meer des Unbewussten
endlich wieder
Sommerlandschaft
das grüne Einhorn kehrt wieder
auf der Waldwiese tanzen die
Immerwiederkehrenden
der alte Faun ist wieder beim Waldteich angekommen
während des Denkens
verbinden sich
Landschaft und Geist
Geistwanderung
Seelenwanderung
Leben ist
Wandern und Abstand halten.
hukwa

Mittwoch, 27. April 2016

Gedanken und Stille

Jeder melodische Klang ist der Verbündete der Stille - eine Hilfe, nicht ein Hindernis für den Flug der Gedanken.
hukwa

Dienstag, 26. April 2016

Bleibe dem Tag auf der Spur

Wenn ich am frühen Morgen vor meinen Manuskripten sitze und mit dem Schreiben beginne geht mir oft ein Satz von Thoreau durch den Geist: "Gib dich keinen schalen Stunden hin, die Tage werden nicht vergeudet sein...an dem du eine aufrichtige, nachdenkliche Seite geschrieben hast".
hukwa

Montag, 25. April 2016

Höhe und Tiefe

Wenn man in seinem Leben eine gewiße Höhe erreicht hat,
dann wird die Tiefe bedeutungslos.
hukwa

Freitag, 22. April 2016

Vom Reichtum - Tagesspruch

Wenn ein Mann sein Leben mit Geschäften verbracht hat, wodurch er lediglich reich geworden ist, dass heißt, eine Menge Geld, viele Häuser und Grundstücke erworben hat, ist er in meinen Augen gescheitert.
Thoreau

Donnerstag, 21. April 2016

Spielplatz für Erwachsene

Wer täglich in den Wäldern ist denn erreicht keine Langeweile. Was man in die Wälder mitnehmen sollte ist Gelassenheit und Los gelöst sein von gesellschaftlichen Verpflichtungen. Dann wird der Wald zu einem großen Spielplatz für Erwachsene Kinder.
hukwa

Mittwoch, 20. April 2016

Mein Denken

Mein Denken ist eigentlich mehr ein kreisendes Meditieren als abstraktes Denken. Der fließende Wildbach denn ich einmal am Tage aufsuche ist mir Vorbild. Wie er fließt will ich Denken. Sobald ich mich an seinen Ufern niederlasse sind seine Wasser neu und frisch. So ist es auch mit meinem Denken. Einmal am Tag benötige ich frische Zufuhr neuer Gedanken.
hukwa

Freitag, 15. April 2016

Mach den Frühling nicht zum Sommer

Meine zeit läuft anders ab. Das soll mir recht sein. Ist es denn wichtig, dass ich so schnell reife wie ein Apfelbaum oder wie eine Eiche? Könnte es sein, dass mein Leben in der Natur, nur der Frühling, nur der kindliche Teil meines Lebens wäre? Soll ich meinen Frühling zum Sommer machen?
Thoreau

Mittwoch, 13. April 2016

Alte Bäume

Ich liebe alte Bäume. Es ist etwas zeitloses um sie. Bei ihnen finde ich jenes Geheimnis zeitloser Ewigkeit das mich immer interessiert hat.
hukwa

Dienstag, 12. April 2016

Natur ist mehr...

Die Natur ist weit mehr als nur eine Welt materieller Erscheinungen. Wenn wir genau in ihr beobachten und ihre Signatur lesen, öffnet sich uns das Buch das ein einziges Schöpfungslied ist, ein einziges Erdgedicht, dass in sich schon das kosmische Sein enthält.
hukwa