Sonntag, 29. August 2010

Erfahrung schöpferischer Kraft

Ein Gemälde, ein Kunstwerk, ein Gedicht erschaffen im Moment schöpferischer Kraft ist die Übereinstimmung von Erscheinung und Wirklichkeit. Voraussetzung für das verstehen solcher Werke ist dass Erschaffer und Betrachter die gleiche Art von Erfahrung teilen.
hukwa

Die Geburt von schöpferischer Kraft

Der Künstler sollte immer in der Bereitschaft stehen und sich mit dem Universum selbst zu erfahren. Hier erfährt er etwas das nicht intellektuell, nicht unbedingt sinnlich und nicht emotional genannt werden kann. Er erfährt die Ganzheit seines Geistes die bereit ist sich mit dem Universum zu verbinden, dies ist die Geburt von schöpferischer Kraft.
hukwa

Der Moment schöpferischer Kraft

Ein Kunstwerk ist immer eine Manifestation der schöpferischen Kraft. Schöpferische Kraft erreichen wir über die Pflege der inneren Stille und Reflektion. Sobald Reflektion stattfindet, vollzieht sich der Prozess von Manifestation letzter Wirklichkeit. Dies ist der Moment wo der Maler zum Pinsel, der Bildhauer zum Meißel und der Dichter zum Stift greift.
hukwa

Donnerstag, 26. August 2010

Auf ein altes Haus

Altes Gemäuer
Linden und Buchen umwachsen dich
Schattenspeere werfend
das ewige Rauschen des Wassers
der Flug des reihers durchs Tal
Geraune und Lispeln
dringen ein in die Gedanken
Ein Falter zwischen Libellentanz
Wie Elfenschleier die Nebel des Abends
Die Pferde auf der Weide
ein wenig Moor
der Steinbruch
der Farn
vermoostes Gestein
der letzte Flug der Schwalben im Spätsommer
Eng ist das Tal
Ewig und Weit
das Universum des Bewusstseins
wie der grüne goldlichtene Weiher
Kleiber und Reiher
Forelle und Meise
mein einzig Gesind
im alten Haus
darinnen ruht
in tiefer Stille
die unruhige Seele.
hukwa

Dienstag, 24. August 2010

Wesen über mir

Du Wesen über mir
Was quälst du mich
Bleibst eine Antwort schuldig
Jetzt wird es Herbst
Ich rufe nach dir
Doch
Noch nicht einmal ein Echo
erhalte ich von dir.
hukwa

Montag, 23. August 2010

simplex sigillum veri

Über Gedankenblitze

Durch einen Gedankenblitz kann der geist aktiviert werden. Schon Heraklit, nannte den Blitz die Urkraft, die, im umfassenden Ganzen, aufscheinen lässt, "was überhaupt als Seiendes sichtbar gemacht werden kann- und einsehbar wird" (Otto A. Böhmer).
Der Blitz das Konzentrat des Welt-stiftenden Urfeuers, der Urenergie hat im Großen wie im Kleinen realitätsetzende Macht. Als kosmischer Feuerstrahl verehrten die Germanen den Blitz und fürchteten ihn gleichzeitig. Als Gedankenblitz der aus dem Nichts auftaucht kann er uns plötzlich Erleuchten. Doch aus dem Nichts kann nichts kommen da es das Nichts nicht gibt. Der Gedankenblitz kommt also aus dem Urgrund des Seins. Er schießt aus diesem heraus wie der Blitz aus der dunklen Gewitterwolke. Ein Gewitter sammelt sich an. Wenn am Abend ein Gewitter losbricht spüren wir dieses schon am Nachmittag- etwas sammelt sich an und entlädt sich durch Blitze.
So sammeln sich beim Denkprozess Gedanken an und irgendwann, meist unverhofft, entlädt sich in uns der uns erleuchtende Gedankenblitz, ganz plötzlich steigt er auf aus den Urgründen des Seins.
hukwa

Freitag, 20. August 2010

Mondscheinspaziergang

Gestern Abend Mondscheinspaziergang im Schlosspark gemacht. Mit Gedanken bei Giordano Bruno geweilt. Ich kenne keinen anderen Philosophen der seiner Zeit so voraus war wie Bruno.
Er war ein absoluter spiritualisierter Geist. Die Planeten und Gestirne waren ihm beseelte kosmische Lebewesen - Götterpotenzen - die ihr eigenes Bewusstsein besitzen. Über die Monade kann der Mensch einen Zugang zu diesen Götterpotenzen finden. Über die "Kontraktion"- dem Zusammenziehen der Seelenkräfte in den Einheits und Zerfallpunkt - ist es dem Menschen möglich
"an der kosmischen Kommunikation der Bewusstseinsfelder im Universum teilzunehmen". (J.Kirchhoff).
Abends sitze ich oft in diesem wunderschönen Park, meine Gedanken schicke ich dann hoch zu den Gestirnen und sanft beginnt die Kommunikation.
hukwa

Herbstahnung

Nun naht die Zeit da Blätter fallen
und Bäume kahl am Wegrand stehen
man lernt wieder ganz neu zu Sehen
es ist wie Melancholie
sinnend durch bunten Herbstwald zu gehen
zu lauschen
zu Leben
zu Sehen
der fortgesetzten Geschwätzigkeiten zu entgehen
tief im rotglühenden Heidekraut stehen
mit Herbstfarbenen Wolkenkähnen auf Gedankenreise gehen
Alte Pfade neu zu begehen
goldenes Frühherbstlicht lächelt versonnen
die müden Mauern des alten Hauses
mahnen stumm
nur die dunklen Laute aus der Bach
schwingen noch wie vor vielen Jahren
meine alten Worte raunend.
hukwa

Sonntag, 15. August 2010

Atem der Erde

rauscht der bach mir jede nacht
drohend klagend
schmeichelt mir
in oft gefundener harmonie
entführt er nicht mehr ES
zeigt mir neue ufer
die kunst ist ES
im schlaf
gegen den strom zu schwimmen.
hukwa

Sonntag, 8. August 2010

Heimat Verbindungen

Gestern Abend gegen 22.Uhr noch einen meditativen Spaziergang in den Schloßpark unternommen. Eine ruhige, zeitlose, ja, zeitferne Stimmung herrschte im Park vor. Trutzig erschien das Schloß in der Dämmerung. Ich saß auf einer Bank und meine Blicke wanderten hoch zu dem geschichtsträchtigen Gebäude. Immer wenn ich um diese Zeit hier sitze erscheint es mir als wolle das alte Gemäuer mir etwas erzählen. Ich gebe mich dann ganz diesen Stimmungen, die hier vorherrschen hin. Vor meinem inneren Auge laufen dann Bilder ab, die in eine ferne Vergangenheit Einblick geben. Jener der das Schloß erbauen ließ, hat auch die Ortschaft gegründet in der ich geboren wurde und in der meine Ahnen seit dem 17.jahrhundert wohnen. Irgendwie spüre ich diese Heimatgeschichtliche Verbindung zwischen dem Schloß und mir wenn ich mich an den Abenden hier aufhalte.
hukwa

Mittwoch, 4. August 2010

Auf einen Nachtfalter

Du Wunder
einem Wurm entsprungen
der Sommer hat dir sein Lied gesungen
der Vollmond deine Flügel gebleicht
einem Nachtelb gleich
fliegst du auf die Nachtkerze zu
aus Licht geboren scheinst du
jetzt da der Sommer sich neigt
kehrst du zurück
zu deinem wahren Sein.
hukwa

Sonntag, 1. August 2010

Eine Augustnacht im Trippstadter Schlosspark

Wanderer die im August die Umgebung von Trippstadt erkunden, sollten sich zum Abschluss ihrer Wanderungen unbedingt noch eine Ruhepause im Schlosspark gönnen, um von hier aus das Ereignis des abendlichen Sonnenunterganges zu beobachten.

Es herrscht eine besonders romantische Stimmung um diese Zeit hier vor. Ein fast unwirklicher, noch heute unbeschworener Zauber geht von den ebenmäßigen in sich ruhenden Steinfassaden des alten Schlosses aus. Wenn die Sonne glutrot im Westen versinkt, ist es meist sehr still im Park.

Die ganze süße Schwermut romantischer Vergänglichkeit umwittert diese abseits gelegene Parkeinsamkeit und es scheint einem leicht zu fallen in die farbigen Abgründe der zeitfernen Geheimnisse dieses romantischen Ortes einzutauchen. Im leisen plätschern des Springbrunnens und geheimnisvollen Blätterraunen der Parkbäume liegt nun eine besondere Magie, die uns von den geheimen Abenteuern und galanten Schäferspielen der einstigen Bewohner des Schlosses träumen lassen.

Eine Landschaft, ein Ort kann Geschichte und Geschichten erzählen. Die Umgebung von Trippstadt ist mit einer großen Reihe solcher verzauberten Plätze bereichert. Es gibt nun einmal diese besonderen Orte in der Landschaft, die einem plötzlich und ohne Ankündigung überraschen. Dann ist man gezwungen stehen zu bleiben, seine Sinne nach dem Grund für diese Überraschung auszurichten und sich auf die Wahrnehmungen einzulassen die hier Besitz von einem ergreifen.

Vielleicht ist es die Seele der Landschaft oder des Ortes, die sich uns in solchen Momenten offenbart.

An einem warmen beschaulichen Sommerabend im Trippstadter Schlosspark kann der Besucher solche Momente besonders intensiv erleben.

Nach Sonnenuntergang beginnen die Glühwürmchen zu fliegen und verwandeln den Park mit ihrem unwirklichen Lichterfunkeln in ein Zauberreich, das nicht nur Kinder fasziniert. Das Konzert der Grillen ladet noch für einige Zeit zum verweilen ein. Von den nahen Wiesen und Waldrändern weht nun der Duft von frischem Heu und Kiefernharz herauf. Der Sternenhimmel öffnet sich und gibt einige seiner kosmischen Juwelen preis.

Es gibt keinen Monat im ganzen Jahr, in dem man am frühen Abend, gleich bei Einbruch der Dunkelheit, die Milchstraße so gut beobachten kann wie im August. Sie steigt etwa Nord-Nord-Ost über dem Horizont herauf und verläuft quer über die Sternbilder Kassiopeia, Kepheus, Schwan und Adler in Richtung Süden. Von Osten her kommen jetzt schon die ersten Boten des Herbsthimmels heraufgezogen. Tief im Südosten steht der Steinbock, auf seiner linken Seite sind schon Teile des Wassermanns erkennbar. Wie eine schützende einhüllende Schale, in deren Mitte der Mensch eingebettet ist wirkt der samtblaue Himmel über dem Park. Mond und Sterne erscheinen uns von hier aus als Licht und Lampe eines friedvollen, in sich ruhenden Erdentages. Die Verse von Ludwig Tieck gehen einem in einer solch lauen Augustnacht durch den Sinn:

„Mond beglänzte Zaubernacht

die den Sinn gefangen hält

Wundervolle Märchenwelt

Steig auf in der alten Pracht.“......

Im Trippstadter Schlosspark kann man manchmal noch solch wundervolle Zaubernächte erleben.

hukwa

Dienstag, 22. Juni 2010

Kunst -Lebenskunst

Kunst sollte nicht nur aus ästhetischen Blickwinkeln betrachtet werden sondern aus Ausdruckshaften, doch vor allem aus ganzheitlichen Anschauungen. Der Philosoph ervin Laszlo schrieb:" Als mit Bewusstsein ausgestattete Hauptfiguren im kosmischen Drama müssen wir sicherstellen das die Evolution auf diesem Planeten nicht in eine Sackgasse gerät. Wir müssen dafür sorgen, dass sie das große Abenteuer unserer Spezies fortsetzt und eine Welt gestalten, in der Individualität, Innovation und Verschiedenartigkeit nicht Quellen von Zwist, Machtgier und Erniedrigung sind, sondern die Grundlage für Harmonie, Kooperation und gemeinsame Entwicklung." Was ins künstlerische Übersetzt auch bedeutet:Kunst hat einen sozialen und universellen Auftrag. Dort wo sich Kunst mit dem Leben verbindet, wird sie zur Lebenskunst und tritt aus der alltäglichen Wirklichkeit heraus und in die nichtalltägliche Wirklichkeit hinein.
hukwa

Montag, 21. Juni 2010

Wilde Stühle

Gestern habe ich mal wieder zwei Wildholzstühle gebaut. Die Arbeit ging mir sehr leicht von der Hand und nach etwa sechs Stunden hatte ich zwei "wilde Stühle" im Atelier stehen. Vor einigen jahren begann ich mit einem Tisch und zwei Stühlen mit der Wildholzarbeit, die Arbeit erfreute mich damals nicht besonders. In diese damaligen Arbeiten schaffte ich einen Wildholzstuhlt Typ der ästhetisch wirkte, denn Leuten gefiel diese Arbeit, mir aber nicht, es fehlte das Wilde. Die Leute wollen für ihr Haus und ihren Garten eine "gezähmte Wildheit", es ist wie mit Hunden-
"sie lieben ihren Hund, doch sie fürchten den Wolf". Ihr Schauen ist lang schon gezähmt. Ein wildes Unikat von Stuhl ist mir lieber als ein Designer Sessel. Wildholzstühle bauen ist gelebte Philosophie,
eine Philosophie die nach Freiheit strebt.
hukwa

Wu Wei

Der Weg des Wu Wei ist der Weg des Nichts - Tun. Doch Vorsicht- ein Tun ist in allem. So ist Wu Wei eigentlich kreatives Tun. Es ist ein Tun gegen das sinnlose Tun dieser Gesellschaft. Wu Wei bedeutet dem Leben Sinn geben in dem ich sinnloses Tun ablehne.
hukwa

Montag, 14. Juni 2010

Erblühen

Immer wieder das neue Grün
das Laub
die Wiese
die Blätter
das erblühen
es ist unser Trost
im Chaos der Zeit
wenn jedes Jahr
die Erde wieder
wird grün.
hukwa

Donnerstag, 10. Juni 2010

Auf einen alten Trippstadter Nussbaum

Alter Nussbaum
mächtig und groß
wer unter deinen
Schattenwerfenden Ästen
wohl schon saß
alter Grübler
nach Wolken sich Streckender
Baumveteran
Jeden Morgen begegnen wir uns
schauen uns an
Grüßen uns stumm
Fühlen das wir einander Verbunden sind.
hukwa

Montag, 7. Juni 2010

Beim Beobachten des Laubsängers in meinem Garten

Kleiner als ein Kastanienblatt
Untersuchst du neugierig
was die Laubwelt dir wohl zu bieten hat
hüpfst von Ast zu Ast
dein Zwitschern ist pure Daseinslust
wie schön das es dich Laubsänger gibt
der mich in meinem Garten
mit Liedern erquickt.
hukwa

Ein WuWei Tag

Ich sitze auf der Veranda und beobachte die Elster die immer wieder meinen Garten anfliegt, sich Nahrung sucht und damit zur mächtigen Buche gegenüber unseres Hauses fliegt, wo sie ihren Horst seit Jahren bewohnt. Die Spatzen tschilpen vom Dach herab und ein Laubsänger macht sichs im Kastanienbaum bequem. Heute Mittag will ich durch die Wälder spazieren und nach Einbruch der Dunkelheit ein schönes waldtal aufsuchen und den Mond bewundern. Einfach einen WuWei - Tag verleben und jetzt noch ein Gedicht über den Laubsänger schreiben.
hukwa

Junimorgen

Früher Sonntagmorgen. Ich sitze auf der Veranda, genieße das wunderschöne Wetter und lausche den Stimmen der Vögel. Im Garten blühen die Akeleibüsche zwischen ihnen wuchert der Farn. Im Dorf ist es noch still dieser Morgen birgt eine tiefe Klarheit in sich - graniterner Morgen. Ein Vers von Wordsworth geht durch meine Gedanken:
O seliger Vogel! - Wo wir gehen
Scheint nun die Erde gleich
dem schwerelosen Land der Feen,
Ein dir gemäßes Reich.
hukwa

Sonntag, 6. Juni 2010

Glühend wie die Sonne

Ich verbringe meine Nächte
in stetigen Schauen
den Menschen tue ich schon lange nicht mehr vertrauen
jeden Morgen grüße ich
die alte Sonnengöttin
die Weide im Garten
verzückt mich in Wonne
Ich lebe mein Leben
glühend wie die Sonne.
hukwa

Sonntag, 30. Mai 2010

Gedichte sind Verinnerlichungen

Schattenland ist Heimat als Zeit - Dichterland. Was heißen soll dass es zeit des Erinnerns ist. Es ist ein verlorenes Land - ein paradise lost. Ein lang schon Vergangenes, dem Dichter und Philosophen ist es jedoch unvergänglich im Erinnerungswort, im von der Zeit Ver - innerten Wort, denn Gedichte sind "Verinnerlichungen" von Dichtern.
hukwa

Donnerstag, 20. Mai 2010

Fingerhut - Zwergenhut

Fingerhut
Zwergenhut
stehst so still am Wegesrand
Einsamkeit umgibt dich
Fingerhut
Zwergenhut
geflügelte Elfin bei dir wohnt
man sieht sie nur
bei vollem Mond
wo sie im fahlen Licht
dich umschwärmt im Nachtfalterflug
Fingerhut
Zwergenhut
dein Saft ist reines Elfenblut
zarte Blätter
sanfte Blüten
möge die geflügelte Elfin
ewig dich behüten.
hukwa

Freitag, 14. Mai 2010

Geist Natur und Kunst

Geist, Natur und Kunst waren und sind noch immer die großen Beweger in meinem Leben. Von diesen "dreien" geht das Licht aus, dass meine Existenz am erhellen hält. Sie gehören zusammen, verschmelzen ineinander und fließen so in mein Werk ein. Befinde ich mich gerade auf einer Wanderung durch die Natur so sind alle "dreien" um mich. Während des Laufens bewundere ich die mich umgebende Natur, durchdringe sie mit meinem Geist und erkenne in ihr das große Kunstwerk. Halte ich mich mal längere Zeit in meinem Studierzimmer oder dem Atelier auf, so bin ich auch von ihnen umgeben. Im Studierzimmer tritt der Geist an die erste Stelle, im Atelier die Kunst, in den Wäldern die Natur. Aber vorhanden und Wirken tun sie immer gemeinsam. Das Eine bedingt das Andere so, dass immer eine gewiße Bewegung vorhanden ist.
hukwa

Samstag, 8. Mai 2010

Die vielen die da liegen satt wie Vieh...

"Denn anderen Menschen aber bleibt Unbewusst, was sie nach dem Erwachen tun, so wie sie das bewusstsein verlieren für das, was sie im Schlafe tun."
Heraklit

Dieser spruch des Heraklit ging mir am frühen Morgen während meines Spazierganges durch die Mailandschaft durch die Gedanken. Erleben die "Vielen die da liegen satt wie Vieh", nicht das gleiche mit der sie umgebenden Natur? Die "Vielen" wollen überhaupt nicht aus ihrer Bewusstlosigkeit Erwachen. Es wäre auch ein böses Erwachen für sie, daher verharren sie lieber weiterhin in ihrem Tiefschlaf.
hukwa

Freitag, 7. Mai 2010

Tagebuchnotiz - Goethefaust

Heute Morgen gegen 4.30 Uhr aufgewacht. Während der ersten Tasse Kaffee waren meine Gedanken bei Goethe zu Gast. Gestern Abend noch im Faust gelesen. Ich frage mich wieviel Faust steckte in dem alten Meister? Ich glaube nicht das Goethe zeitweilig in die Rolle des Faust schlüpfte, Faust war ein Teil von ihm. Wie sonst kann man ein solches Werk überhaupt vollbringen?
Gegen 5.20 Uhr begann das Vogelkonzert und ich setzte mich noch ein wenig auf die Veranda und lauschte dem Open air Konzert der Demeter.
hukwa

Montag, 3. Mai 2010

Begegnung mit der Herrin der Seele

Meine Anima, meine Urmutter, die Herrin der Seele, die alte Maia-Kali war es die mich in den letzten acht Tagen durchs leben gepeitscht hat. ich habe sie wohl bemerkt als sie sich bei mir meldete, doch ich habe ihr nicht genügend Achtsamkeit geschenkt, dafür hat sie sich gerächt. Jetzt da ich klar erkannt habe, was sie wollte fühle ich mich erleichtert und ihr Spuk ist weg. Sie lässt nicht mit sich spielen, man kann ihr auch nicht befehlen oder sie bannen, man kann nur versuchen sie zu verstehen. Über die Anima, deren Urahnin, ja auch die alten Hexen, Nixen und Waldfrauen wie Diana v. Nemie sind schreibt C.G.Jung." Ist das Nixenwesen wirklich nichts als ein Produkt einer moralischen erschaffung? Hat es nicht schon längst solche wesen gegeben, und dies schon in einer Zeit, da das dämmernde menschliche Bewusstsein noch ganz naturgebunden war? Zuerst wohl waren die Geister in Wald und Feld und Wasserläufen, längst bevor eine Frage von moralischem gewissen existierte".
hukwa

Donnerstag, 22. April 2010

Seinsvergessenheit

"Das bedenkliche in unserer bedenklichen Zeit ist, dass wir nicht denken.
Heidegger

Da der mensch in "Seinsvergessenheit" lebt, so muss er logischerweise auch die Natur vergessen, was dann zur ökologischen Krise führen muss.
hukwa

Jede materielle Ebene ist von etwas abhängig, was jenseits von ihr liegt.
F.David.Peat

Sonntag, 18. April 2010

Denksatz - die Wiege der Menschheit

Mag sein das die Wiege der Menschheit in Afrika stand, doch die Wiege des Geistes stand in Asien.
hukwa

Freitag, 16. April 2010

Unscheinbar von Aussen...

So sollen die Tage vergehen: Unscheinbar von Aussen, Innen aber soll ein Fest der Wunder stattfinden. Denn die Musik die in unserem Innersten ertönt die komponieren wir selbst. Und indem uns bewusst ist das wir unsere eigenen Kompositionen erschaffen wissen wir die Gedanken sind Frei.
hukwa

Donnerstag, 15. April 2010

Das Warten auf das Werden

So wie der Mensch ein Werdender ist, so ist er auch ein Wartender, ein Wartender auf die große Frage die ihn bedrängt - Was ist Sein? Was ist der Sinn unserer Existenz? Auf die wirklich tiefen Fragen der Philosophie müssen wir uns im Warten und der erwartung Üben. Die Beantwortung kann lange dauern. Manchmal "ein Leben lang".
hukwa

Dienstag, 30. März 2010

Wandern mit Rousseau

Die Natur ist voller Wunder, lieber Cousin;
Uns wird nur der Einblick in einen sehr kleinen
Teil gewährt; es besteht also wenig Hoffnung,
dass wir ihre Prinzipien einmal gänzlich verstehen
oder all ihre Geheimnisse enthüllen können.
J.J. Rousseau

Dieser Satz des berühmten Naturphilosophen und Wegbereiters der französischen Revolution ging mir heute bei meinem morgenlichen Waldmeditationsgang durch den Kopf. In der freien Natur spürte ich den ganzen Wahrheitsgehalt dieser Zeilen und für einen kurzen Augenblick war mir zumute als liefe der alte Rousseau neben mir her. Dieser Franzose ist ein Philosoph der mich seit Jahrzehnten immer wieder mit seinen Weisheiten überrascht.
hukwa

Sonntag, 28. März 2010

Denksatz

Es ist nicht die Schönheit der Dinge, das sie für mich als etwas besonderes erscheinen lasst, es ist der kritische Ausdruck der Dinge, ihr metaphysischer Inhalt, der mein Interesse weckt.
hukwa

Samstag, 27. März 2010

Aus den gemalten Tagebüchern



Notizen

Der Mensch "ist" indem er beständigt "wird". John Dreweys

Das "Werden" des Menschen ist sein "Sein". hukwa

Nur der Mensch der um sein "Werden" weiß,
kann verstehen das es ein wirkliches "Sein" gibt. hukwa

In manchen Momenten gibt es für den "Werdenden" eine Wahrheit die ihm anscheinend von einer höheren Ebene eingegeben wird, die aber dem Denken nicht mehr zugänglich ist. Diese nichtbeschreibbare Wahrheit umgibt - umhüllt Worte wie "Werden" und "Sein" wie eine Aura.
hukwa

Sonntag, 21. März 2010

Frühlingsspaziergang

Frühlingsanfang
ich laufe durch den wald
der himmel spannt sein zelt
durch den kiefernwald
zieht der harzgeruch
frisch gefällter bäume
rindenlos
liegen sie da
jeder jahresring erzählt seine eigene geschichte
von schneebruch
stürmen
sommerhitze
vogelhochzeit
gerade gewachsene stämme
krumme jahresringe
wege die das leben schrieb
ich setze mich zu ihnen
schweige mit ihnen
die sich aus dem vollen leben verabschieden.
hukwa

Samstag, 20. März 2010

Das Flüstern aus Kindheitstagen

Die Stimmen der Kindheit begleiten uns ein Leben lang. Jene die zu Hause sind in ihrem "Haus", denen flüstert die Kindheit auch im Alter noch ihre Geheimniße zu.Als Kind haben wir diesen Stimmen gebannt zu gehört. Die Märchen und Abenteuergestalten aus Büchern die man uns vorlas, später dann selbst gelesen haben, sind in unserem Unbewussten fest verwurzelt. Da flüstern Karl May, Stevenson, Melville, die Brüder Grimm und so viele andere und manche hören heute noch Sprachfetzen vom Räuber Hotzenplotz, der kleinen Hexe und Gestalten aus den Romanen von Astrid Lindgren. Es sind Stimmen aus unserer Kindheit, Brücken dorthin zurück. Stimmen die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen und die ihr Dasein in uns führen. Wehe denen, die sie vergessen haben, die sie nicht ins Tagesbewusstsein hineinlassen, ihnen fehlt etwas in ihrem Leben. Denn sie haben einen wichtigen Teil ihrer Kindheit verdrängt! Ich möchte es nicht missen das Flüstern aus Kindheitstagen.
hukwa

Sonntag, 14. März 2010

Das auge von Delphi




Das innere auge des Malers

Momentan male ich eine Reihe von Sonnenauf- und untergängen. Himmelsbilder sind große Flächenbilder nicht ganz abstrakt aber auch nicht Gegenständlich. Wolkenkombinationen, vor allem Sonnenuntergänge haben mich mein Leben lang fasziniert, schon vor Jahrzehnten habe ich sie über das Gedicht einzufangen versucht. Ich habe sehr viel Zeit damit verbracht sie zu studieren.Vor allem im Frühling und Sommer haben diese kosmische Konstellationen einen besonderen Reiz. Sie versetzen mich in eine mystische Stimmung, es ist das Lächeln Buddhas das ich in den Wolken suche. Es ist in malerischer Hinsicht eine Ausseinandersetzung zwischen äußerer und innerer Natur. Während des Malaktes von Sonnenuntergängen fühle ich mich dem "inneren Bezirk" des Malers, wie Klee es nannte, besonders verbunden. Um einem solchen Bild nicht den Alleinanspruch von Abstraktion zu geben, male ich in der Regel einen Gegenstand, denn ich vor Ort erschaue mit hinein. Solche Malereien sind immer Grenzgänge zwischen Realität und schauen mit dem inneren Auge.
hukwa

Donnerstag, 11. März 2010

Über die Tagebuchzeichnungen

Die Zeichnung bildet das Fundament aus dem die Inspiration des Künstlers wie ein Nebel in die Wirklichkeit aufsteigt. Zeichnung aber ist mir in erster Linie nicht Aufsteigen sondern Absteigen. Ein hinunter steigen in die Tiefen meines Unbewussten. In den Nächten bin ich verabredet mit den Immerwiederkehrenden. Was dann am Morgen als Zeichnung aus mir hervorquellt sind meine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Immerwiederkehrenden.
hukwa

Samstag, 6. März 2010

Gemaltes Tagebuch - Mandala

Früh am Morgen habe ich am gemalten Tagebuch gearbeitet. In dieses male und zeichne ich meine Träume und Visionen. Auch beschäftige ich mich im Moment wieder mit der Technik des Mandale Zeichnens. Das Mandala als innere Landschaft, als Psychokosmogram, als Wandlungsprozess. Es existiert in uns auf einer kosmisch realen Ebene. Wenn wir unser Denken in die transzendentale Ebene bringen, eben zum transzendentalen Denken, befinden wir uns in einem Mandala. Das Mandala ist ein Symbol des Unbewussten und wenn man sich mit ihm beschäftigt, beschäftigt man sich mit den Symbolen des Unbewussten. Physische Welt und psychische Welt, Raum, Zeit, Kosmos und Ich verschmelzen im Mandala zur Einheit. Physis und Psyche, diese beiden angeblich "geteilten Ebenen" überlagern und durchdringen sich im Innern des Mandalas. Wenn man sich mit der Idee und Technik des Mandalas beschäftigt, betreibt man Bewusstseinserweiterung. Die Erweiterung des Bewusstseins besteht darin, das man die Welt und ihre Phänomene anders erkennt, durchschaut, emotional und mental neu erspürt. Man entkleidet die Welt von jenem Bild das uns anerzogen wurde. Wir beginnen die Maja zu durchbrechen.
hukwa

Freitag, 5. März 2010

Archaisches Alpha - Beet

Meine versen und Zeilen
sind fern von dem was ihr Mode nennt
sie quellen hervor aus den dunklen Gründen
des Unbewussten
als sitze dort ein Träumer
der mich träumt
mich beschwört und mir
zuflüstert
der mir diktiert
ein archaisches Alpha - Beet
das zu entziffern mir nur
über die Mythologie gelingt
fern der Moden
suchen meine worte ihren Grund
verleihen mir Festigkeit
in einer Welt
die sich im Chaos verirrt hat.
hukwa

Mittwoch, 3. März 2010

Eine der Masken des Aion

Brot des Lebens

Gestern Abend vor dem Einschlafen noch ein wenig in Thoreaus Tagebüchern gelesen, haften blieb dieser wunderschöne Abschnitt: Es ist eine große Kunst, wenn ein Schriftsteller Tag für Tag seinen Boden verbessert und fruchtbar macht, um das zu ernten, was sein leben ihm abwirft. Er soll nicht danach trachten, Äpfel oder Orangen zu erzielen, wenn es nur Kartoffeln hergibt. Er soll graben, nicht in Höhen schweben. So ernsthaft, wie du dein Leben führst, so tief ist dein Erdreich. Wenn es stark und tief ist, wirst du Weizen säen und darin das Brot des Lebens finden. H.D.Thoreau
Dieses "Brot des Lebens" ist es das der Mensch suchen sollte anstatt sein Leben oberflächlich und dem Materialismus geweiht zu verbringen. Ein wenig mehr auf Sinnsuche zu gehen würde auch dieser robotischen Gesellschaft gut tun.
hukwa

Sonntag, 28. Februar 2010

Aion und das Unbewusste

Bei den Aion Zeichnungen spüre ich oft eine Annäherung an eine tiefere Wirklichkeit die mich in ein Stadium versetzt das jenseits des Denkens zu Hause ist wo reine Verstandestätigkeit keine Macht mehr besitzt so dass die tiefere Wirklichkeit nur über die Intuition erfahrbar ist. Das Ergebnis ist dann die Zeichnung. Während solcher Momente des Am-Werke seins spüre ich deutlich die Freisetzung jener schöpferischen Kräfte aus unbekannten Tiefen, die jenseits der Schwelle des realen Bewusstseins liegen. Dies sind die Momente wo das elan vital besonders fließt.
hukwa