Freitag, 27. Dezember 2019

Sich Gedanken machen...

Unaufhaltsam schreitet die Vernichtung unserer Mitwelt voran. Noch könnte man die ökologische Katastrophe verhindern aber die Gier nach immer mehr wirtschaftlichen Wachstum, nach immer mehr Luxus und Komfort scheint das einzige zu sein was die Masse der Menschen interessiert. Es sind Wenige die sich dem Wahnsinn entgegenstellen, die Meisten scheren sich nicht darum wie es der Umwelt geht. Hauptsache ein bequemes angenehmes Leben! Gerade jetzt vor dem Beginn eines neuen Jahres, sollte man endlich damit beginnen sich auch einmal um die Um- und Mitwelt Gedanken zu machen.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Heiliger Abend im Wald

Im Fichtenhain - Foto©UteKW
Kindheit und Weihnachten das ist ein Schlüssel in eine vergangene Zeit, in unbekümmerte Jahre der Zufriedenheit. Und wenn wir uns als Erwachsene wieder zurückdenken in diese fast mythische Zeit erscheint sie uns wie verklärt, weil ihr eben ein besonderer Zauber innewohnt.

Als Erwachsener kann man diesem Zauber kaum mehr nachempfinden. Wir nennen diese Erinnerungen romantisch und misstrauen ihrer Wirklichkeitsnähe – war es so oder habe ich damals geträumt? Aber – es scheint tatsächlich so gewesen zu sein.

Es war ein Heiliger Abend in den 1960zigern Jahren. Am späten Nachmittag unternahm ich mit dem Großvater noch einen Waldspaziergang. Im Wald war es düster und vom Himmel fielen die ersten Schneeflocken. Die Landschaft schien wie verzaubert. Auf dem Boden breitete sich das Laub wie ein Teppich aus und ein tiefes Schweigen umfing uns. Zuhause wurde der Christbaum geschmückt doch auch hier in der Natur empfand ich ein Gefühl der Geborgenheit. Da sprengten Baumwurzeln den spröden Stein, im Dickicht piepste eine einsame Meise, hier ragten Wurzelwerk und Äste in den Himmel, in seiner Einsamkeit schien der Wald doch reges Leben zu entfalten. Von Minute zu Minute wuchs die Spannung, in wenigen Stunden war Weihnachten.Wir machten uns langsam auf den Heimweg und die Dunkelheit legte sich sanft über die Bäume. Der Großvater schlug einen schmalen, von Hecken bewachsenen Pfad ein. Der Schneefall war stärker geworden, wir zwängten uns durch den engen Weg an dessen Ende ich etwas leuchten sah. Je näher wir diesem Licht kamen desto geheimnisvoller erschien es mir. Dann stand ich davor, mitten im Wald, ganz einsam, stand eine kleine verkrüppelte Fichte, feierlich geschmückt und sogar eine Kerze brannte. Das war des Werk des Christkindes sagte der Großvater und ich glaubte ihm aufs Wort.
Aus der kleinen Fichte ist inzwischen ein mächtiger Baum geworden und am Heiligen Abend verlasse ich manchmal für eine Stunde das Haus und zünde an diesem Baum ein Kerzlein an und reise für kurze Zeit dorthin wo das Leben noch feierlich war – in die Kindheit. 

hukwa 

Montag, 23. Dezember 2019

Nahendes Julfest

Der Winter, vor allem die Weihnachtszeit ist nicht nur eine besinnliche sondern auch eine nachdenkliche Zeit. Für jene Menschen die sich viel mit dem Mythos und der Geschichte beschäftigen ist er auch die Erinnerung an heidnisches Brauchtum. Die Kirche hat es verstanden, die alten heidnischen Feste zu assimilieren aber bei vielen Menschen existiert die alte Zeit im kollektiven Unbewussten noch weiter. Das ist die Kraft des Mythos.
hukwa

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Hermeneutik

Meine Bibliothek fasst sehr viele Bücher, die auf zwei Räume verteilt sind. Dies ist meine geistige Heimat. Eine solche Bibliothek ist Heimstätte und Labyrinth zugleich. Doch ich irre nicht durch sie hindurch, ein unsichtbarer Ariadne Faden sorgt dafür das ich mich mit den niedergeschriebenen Gedanken von tausenden Geistern befreunde.
hukwa

Dienstag, 17. Dezember 2019

Philosophie

Philosophie hat immer zu tun mit dem Ganzen der Welt, in ihrer ewig polaren Stimmung zwischen Finsternis und Licht.
hukwa

Sonntag, 15. Dezember 2019

Mitphilosophieren

Heute Morgen sehr früh mit dem Philosophieren begonnen. In der Philosophiegeschichte gelesen und Mitphilosophiert. Nach Hegel arbeitet sich der Geist (souveränes Wissen) durch die ganze Weltgeschichte und all seine Bewusstseinsgestalten um schließlich als reiches Wissen zu sich selbst zu kommen. erst dann ist der Geist zu Hause - mit sich selbst versöhnt. Diese "Versöhnung" ist es die den Menschen zu etwas "Ganzem" werden lässt.
hukwa

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Seid mir willkommen

Seid Willkommen
Gedanken
die aus der Tiefe entspringen
wie eine Doppelsonne
erhellt sie meinen Kosmos
lebendige Offenbarungen
kosmischen Seins.
hukwa

Dienstag, 10. Dezember 2019

Eine heidnische Zeit

Der Winter ist die Zeit in der sich die Erinnerungen an heidnische Überlieferungen, Kulte und Bräuche am besten erhalten hat. Vor allem in den ländlichen Regionen wo in der Landschaft noch viele mythologische Personifikationen erhalten sind. Eine Zeit für Mythologie und Poesie, Romantik und Märchenzeit. Jetzt kann man besonders gut in die Tiefen der Vergangenheit reisen, der Geist ist jetzt Ganzheitlich ganz dem Sein nahe. Die Trennwände in die Tiefere Geschichte sind jetzt besonders dünn.
hukwa

Sonntag, 8. Dezember 2019

Mythos und Sein

In einem romantischen Sinne ausgesprochen ist es die Urzeit vor der Geschichte wo der Mythos seinen Anfang haben muss. Diese Urzeit ist abgelagert in unserem kollektiven Unbewussten. In diesen Zeiten "vor den Zeiten" eine Geistes-geschichtliche Wanderung zu unternehmen ist die Aufgabe des Mythographen. Die Mythengeschichte ist zugleich der Anfang der Seinsgeschichte der Menschheit. Über die zerfallenen Ruinen des alten Griechenlands und Rom hinaus führt der Weg zur Erkundung der Seinsgeschichte.
hukwa

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Weltinnenraum

Wenn man den Mythos verstehen will muss man sich ein Gefühl für das Vergangene erschaffen. Von jener Urzeit da es noch keine Schrift gab und die Menschheit sich noch in einem Traumzustand bewegte. Der Mythos das ist die Zeit vor dem Logos. Er erzählt uns die "innere Geschichte" der Menschheit. Die Heimat des Mythos ist der WELTINNENRAUM:
Hier 
verweile ich den ganzen Morgen 
WELTINNENRAUM 
den jeder besitzt 
doch die wenigsten wissen es 
Hier 
wo die Zwischenwände aus Glas sind  
so das man tief in die Vergangenheit schauen kann 
in solchen Welten zu hause zu sein 
dies macht den Weltaußenraum erträglicher. 
hukwa
 

Sonntag, 1. Dezember 2019

Eingeschränkte Zeit

Jetzt da die Wälder
noch stiller und ruhiger werden 
spürt man den Atem der Erde besonders
man ist ihr sehr nahe
der Altmutter Gaia
einsam und eisig
der alte Apfelbaum am Feldrain
Frühe Luft
eines kalten Dezembermorgens
die festhält
die eingeschränkte Zeit.
hukwa

Samstag, 30. November 2019

Tragender Grund

Früh am morgen im Wald gewesen. Meditativ meine Umgebung aufgenommen. Es war noch dunkel und neblig. Um in die Natur einzudringen muss man schweigen können. Fern dem Geschwätz der Menschen erfahre ich die tiefen Geheimnisse der Natur.
hukwa 
Die Philosophie ist das tiefe Denken, das Suchen im Sein. Die Dichtung ist wie der Mythos in den Urgründen der menschlichen Seele zu hause.
hukwa 
Wenn Dichtung der "tragende Grund" der Geschichte ist, dann ist der Mythos der tragende Grund unseres Seins.
hukwa   

Am Morgen in der Frühe 
bin ich dem Noch-Nicht 
besonders nahe 
dieser kleinen abstrakten Existenz  
mit der ich mich in die Geworfenheit eines neuen Tages begebe 
auf der Suche nach einer Situation  
die mir dabei hilft 
die verlorene Utopie wieder zu finden. 
hukwa

Donnerstag, 28. November 2019

Dusterer Horizont

Vor dem dusteren Horizont der globalen Klimakatastrophe bleibt den Wenigen nichts anderes übrig als weiter zu kämpfen.
Mit diesem Gedanken bin ich heute Morgen aufgewacht. Es gibt immer Herausforderungen die man angehen muss. Dies ist einfach Teil unseres menschlichen Seins.
hukwa  

Der frühe Morgen das ist die Zeit der Philosophie für mich. Wenn die Gedanken klar und rational werden aber dennoch berührt werden vom nächtlichen Traumleben, von Mystik und Mythos, von den Traumgestalten der Nacht, beginnt für mich das Philosophieren. Es ist der Zusammenfall von subjektiven und objektiven Denken das hinführt zu Hegels absoluten Geist.
hukwa

Mittwoch, 27. November 2019

Vom denken zum Sein

Das Werden ist der Weg der vom Denken ausgeht. Denken ist Sein und das Sein erfassen wir nur als Werdende. Es ist der Geist des Werdens der hinaus weist in jene Regionen die vom Schein zum Sein führen, seit sich der Logos aus dem Mythos herausschälte.
hukwa

Montag, 25. November 2019

Viele und Wenige

Es ist keine Schreiberei wenn ich nicht den Stift in der Hand habe und das Notizbuch vor mir. Am PC kann ich verarbeiten doch die Kreativität fließt durch den Schreibstift. Es ist mir wichtig das ich meine Texte in Tage und Notizbüchern gesammelt habe als sie nur in Dateien im Computer abzulagern. Außerdem schreibe ich nicht für die "Vielen" sondern für die "Wenigen".
hukwa

Samstag, 23. November 2019

Fährtensucher

Wenn man älter wird hat das Leben oft eine Ähnlichkeit mit dem eines Fährten oder Spurensuchers. Nur das man der Spur nicht nach vorne folgt sondern zurück in die Vergangenheit. In dem man Rückwärts schaut sieht man doch auch in die Gegenwart und Zukunft. Es gibt den Ort wo alles zusammen trifft. So ist es auch mit der Philosophie. Irgendwann treffen subjektiver und objektiver Geist zusammen. Dann bekommt man die erste Ahnung vom absoluten Geist.
hukwa

Donnerstag, 21. November 2019

Götternebel

Auch an diesem Morgen
ist die Welt vereist
Raureif und Kälte
Götternebel 
im Garten Vogelleben
in der Nacht und manchmal am Tag
schaut der Fuchs hier vorbei
hier
jenseits des Mollochs
der Städte
liegen
Vergangenheit und Gegenwart
eng bei einander.
hukwa

Montag, 18. November 2019

Wenn die Erde sich noch einmal Entbinden würde

Wenn die Erde nochmals Wesen entbinden würde
gäbe es ein Paradies ohne Dämonen
die Schrift wäre verdammt und es gäbe keine Mathematik
die Jenseitsrätsel würden entfallen
den die Erde wäre jung und frisch
ein Garten voller Blumen und Bäume
wo das Lamm neben dem Wolf schläft
wenn die Erde noch einmal jung wäre
gäbe es keine Menschen wie die Heutigen auf ihr
entlang der blühenden Pfaden wanderten keine Roboter
wenn die Erde sich noch einmal entbinden würde.
hukwa

Sonntag, 17. November 2019

Manchmal

Manchmal trifft man Einen. Denn man seit vierzig Jahren nicht gesehen hat. Eine Menge Wasser floß seit dieser Zeit den Fluss hinunter. Und als erstes fällt mir dann der Spruch des Heraklit ein: Du kannst nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen. Sucht man die Wahrheit findet man sie oft bei den alten Philosophen.
hukwa

Samstag, 16. November 2019

Eigenzeiten der Natur

Wir benötigen für eine ökologische Zukunft weniger Konsum und mehr "Langsamkeit". Politische Ökologie muss dafür sorgen, das die Eigenzeiten der Natur zum Maßstab für die Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt erhoben werden. Dies wäre ein "Leben mit der Natur" in der Gegenwart.
hukwa

Dienstag, 12. November 2019

Nur ein kleines Werk

Jeden Morgen versuche ich dem Tag ein kreatives Werk abzuringen. Und sei es nur das Werk eines Augenblickes. Wie ein Haiku. Es begleitet mich dann wie ein Wappenschild den ganzen Tag und hilft mir dabei die Infamitäten des Alltags abzuwehren.
hukwa

Sonntag, 10. November 2019

Mythos und Logos

Um 5.Uhr aufgewacht. Nach draußen gegangen.Eiskalte, klare Luft. Die Gedanken an solch einem Morgen sind wie Eiskristalle, die ideale Voraussetzung für philosophische Denken. Am Abend in den Vorsokratikern gelesen. Zeitreise. Versuch in jene Epoche einzutauchen wo sich Mythos und Logos getroffen haben - Klarheit und tiefe Dunkelheit.
hukwa

Samstag, 9. November 2019

Mittwoch, 6. November 2019

Verbeugung

Herbstwind
biegt die alte Weide
als verbeuge sie sich vor ihren fallenden Blättern.
hukwa

Freitag, 1. November 2019

Begegnungen im Herbstwald

Es ist die Freude an der Schöpfung und den Schöpfungen der Jahreszeiten die wir jetzt in den Wäldern erfahren. Der herbstliche Blätterfall kommt mit manchmal vor wie ein wehender Vorhang der zeitweise den Blick in eine transzendentale Wirklichkeit frei gibt. Im schweigenden Begegnen mit der Natur, im Gegenüber von Baum und Pflanze tut sich diese Wirklichkeit auf. Es ist das Gespür einer mystischen Einheit der wir jetzt überall in den Wäldern begegnen. Eine zeit des philosophischen Denkens.
hukwa

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Die Lärchen werfen ihr Los

Jetzt flammt das Rot
der Ebereschenbüsche
wie Wetterleuchten im bunten Herbstwald
ihr Leuchten macht den Oktober noch mal groß
bald folgen bunte Fackeln
die Lärchen werfen ihr Los
ich laufe zwischen Bäume
gefangen in einem Traum
mein Denken gilt nicht dem Morgen
ich glaube an einen Traum.
hukwa

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Oktoberoffenbarung

Grau dämmernder Herbstmorgen
Holunderblätter fliegen
Starren Schwärme fliegen
erzählen von Aufbruch und Gefahr
es schleichen die grauen Tage
wie Flut die noch keiner sah
wie Nebel hoch zu den Gestirnen
als wollten sie etwas offenbaren.
hukwa

Dienstag, 15. Oktober 2019

Oktobermondlicht

Die mächtige Fichte
im Oktobervollmond
ihre borstige Rinde
Ausdruck für Ruhe und Frieden
mir scheint
als spüre ich ihre Wurzeln
in mir drinnen.
hukwa

Sonntag, 13. Oktober 2019

Herbstgedanken

Heute ist ein sonniger Herbsttag. Während eines Waldspaziergangs hatte ich zwiespältige Gedanken. Die Schönheit der Natur auf der einen Seite, die Naturvernichtung auf der anderen. Die Menschheit ist in dieser Wahnsinnslage gelandet weil sie vor lauter äußerem Fortschritt den inneren ganz vergessen hat. Die Menschen täten gut daran sich mehr zu besinnen was sie da eigentlich anrichten.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Es ist an der Zeit

Es ist einfach an der Zeit das die Macht derjenigen die die Entscheidungen für die Naturzerstörungen treffen gebrochen wird. Es existiert ein Problem, das sich zusehends verschlimmert. Die Zahl der Unzufriedenen wächst. jene also die Aufstehen um gegen die Umweltzerstörungen anzukämpfen. Die bereits bestehenden Netzwerke und eine große Anzahl neuer Basisgruppen die zu einer lebensbejahenden, friedlichen Revolte antreten wird täglich größer. Wir müssen handeln und jene die weiterhin ausbeuten und zerstören in die Schranken weisen.
hukwa

Samstag, 5. Oktober 2019

Mästen von Ego und Geldbörse

Am Morgen einen Waldspaziergang unternommen. Während des Laufens durch diese bukolische Welt Gedanken gemacht über den ökologischen Zustand dieser Wälder. Viele Baumpatienten unterwegs gesehen. Das KlimaMogelPaket das die Politik zusammen geschnürt hat, hilft dem Wald auch nicht. Es ist abgestimmt auf die industrielle Notwendigkeit und nicht auf die Um- und Mitwelt. Ich frage mich was solchen Volksvertretern durch den Kopf geht? Ihr Tagesablauf scheint nur darinnen zu bestehen, ihr Ego und ihre Geldbörse zu mästen.
hukwa

Freitag, 4. Oktober 2019

Bis alles kippt

Die Ressourcen sind begrenzt, 
die Müllhalden  werden immer gigantischer, 
die Sommer zum Hexenkessel, 
die Regenwälder werden unter politischer Aufsicht abgefackelt, 
jetzt geht es nicht mehr darum die Welt zu verändern - 
sondern sie zu erhalten. 
hukwa  

Noch nie war die Menschheit durch die Bedrohung der Natur selber in ihrer Zukunft so bedroht wie sie es heute ist. Die Logik des Überlebens der Menschheit erfordert deshalb ein sofortiges Umdenken. Die Zeit sich schöpferische Pausen leisten zu können ist vorbei. Denn- wenn das ökologische Netz zusammenfällt ist es nur noch eine Frage der Zeit bis alles kippt.
hukwa

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Lebensringe

Eine Erzählerin ist die Erinnerung
verinnerlichte Mauer
von Einsamkeit umfriedet
wo im Labyrinth der Lebensringe
die Rufe der Jugend als Echo verhallen
wo am frühen Morgen
das schattenhafte Land
der Kindheit
durch Tagträume geistert
Träume vom Regenbogenglanz alter Zeiten
wer weiß um seine Zeit
der ist vom Moder der Gegenwart befreit.
hukwa

Dienstag, 1. Oktober 2019

Gehe in die Wälder

Gehe in die Wälder und du wirst deinen Frieden finden. Lausche dem Lied des Wildbachs es steckt ein tiefes Geheimnis in seiner Musik. Hier breitet sich das Schöpfungsalphabet vor dir aus. Suche es und lese darinnen.
hukwa

Montag, 30. September 2019

Planetare Wirkung

Nur in den Wäldern lernen wir 
wie armselig das Leben in den Städten ist. 
hukwa

Jetzt
während der stillen Morgenstunden
da der Weltgeist seine planetare Wirkung entfaltet
ziehe den Kreis
damit sich das Geheimnis vergrößert
das verborgen im Tau des Frauenmantels
auf dich wartet.
hukwa

Sonntag, 29. September 2019

Spiritus Mundi

Vollendetes Geheimnis 
Verborgen 
In den Strukturen der Baumrinde 
es naht der Ton eines frühen Windes 
noch stehen die Sterne am Himmel 
jetzt ist die Zeit 
eine Seite 
im Buch der Natur aufzuschlagen. 
hukwa

Früher Sonntagmorgen. Draußen herrscht Stille vor. Momente die in unserer heutigen so hektischen Welt immer seltener werden. Es ist noch dunkel und am Himmel prangen die Sterne wie funkelnde Diamanten. Ich spüre förmlich den Einfluss der Planeten auf meine geistig-seelische Kräfte. Solch frühe Morgenstunden sind die Zeit des Spiritus Mundi, des Weltgeistes. Jetzt kann man zum Empfangenden werden, da nun der Bewusstseinsbeton bröckelt.
hukwa

Samstag, 28. September 2019

Trivialität des Alltags

Es sollte dem Menschen eine ständige Herausforderung sein an sich zu arbeiten um seine geistige Armut zu überwinden: die Armut an Imagination! Der Großteil der Menschen ist in einer Trivialität des Alltags gefangen. Er akzeptiert sein enges Bewusstsein und es kommt ihm überhaupt nicht in den Sinn nach ferneren Geisteshorizonten zu suchen. Dies ist der Zustand von Zombies und Robotern.
hukwa

Freitag, 27. September 2019

Laubschatten

Die bunten Blätter des Herbstes
künden
das im Schweigen eine Hoffnung liegt
und das über dem Abgrund
noch Vögel fliegen
das welke Laub der Buchen
erzählt alte Geschichten
aus den Schatten der Vergangenheit.
hukwa

Dienstag, 24. September 2019

Wandelnd in den Furchen meiner Inkarnationen

An diesem Tag
diesem grauen düsteren betörenden Herbsttag
da die Blätter fallen
in den Alleen von Paris
und es sanft regnet
an diesem herbstlichen Lebensnachmittag
da sich reichliches Dekor
hinter Vorhängen versteckt
die nichts Nahes dulden
ausser dem dunklen Genius
der dem Ende des Anfangs vorausgeht
versteckt in dem geheimen Wort dieser Stadt
Isis
lausche ich dem klagenden Ruf der Chimäre
im Geflecht der alten Parkbäume
unter denen ich ging
in einem Herbst in Paris
DAMALS
vor hundertfünfzig Jahren
wandelnd in den Furchen
meiner Inkarnationen.
hukwa

Klima und Chaospolitik

Um 5.Uhr in der Frühe aufgewacht und die Morgenstille aufgenommen. In den Nachrichten die Klimapolitik. Ich frage mich was diese PolitikerInnen die ganzen Jahre über getan haben? Sie haben Konferenzen einberufen, diskutiert und nichts getan. Diese Untätigkeit der Politik hat uns schließlich in die heutige Situation gebracht. Und jetzt wollen sie noch eine Jugend verteufeln die nur ihr Recht auf eine lebenswerte Zukunft einfordert. Ich finde diese alten und vergreisten Volksvertreter sollten sich endlich in den Ruhestand begeben, schließlich haben sie genug Chaos angerichtet.
hukwa

Montag, 23. September 2019

Aurea hora

Uralte Sehnsucht
lagert in den dunklen Herbstnächten
die Spur in der Dunkelheit
wird zum Wegweiser des Traums
früher Morgen
erstes Licht
in der Ferne
die regungslose Nebelwand
durchbrochen
vom ersten rötlichen Dämmern
der aurea hora
der erwachende Tag
wird zum Sprungbrett
den eigenen Schatten zu überwinden.
hukwa

Im Leben darf man sich selbst nicht untreu werden. Man muss an dem Lebensplan, denn man sich in frühen Kindheits- und Jugendjahren selbst gesetzt hat festhalten. Beständigkeit macht stark, formt den Willen und schenkt eine starke Persönlichkeit.
hukwa

Samstag, 21. September 2019

Dichtung ist ein innerer Gesang 
aus unbewussten Schichten. 
H.W.    

Dichtung ist ein inneres Verlangen. In dieser Innerlichkeit, die von der Masse als Phantasie (was Dichtung nicht ist) bezeichnet wird lebt der Dichter intensiver als in seiner äußeren Existenz. Schließlich ist das Reich der Dichtung seine wirkliche Existenz
hukwa

Freitag, 20. September 2019

Spätsommer Haiku

Noch einmal singt der Spätsommer
dem Frühherbst
sein letztes Gedicht.
hukwa

Mittwoch, 18. September 2019

Gedanken bei einer Rose

Am Morgen einen Spaziergang durch den Schlosspark gemacht und eine schöne rote Rose gedankenvoll betrachtet. Die Rose war eine der vier Blumen, die im Mittelalter große Bedeutung und Symbolkraft inne hatten. Auf der Flucht vor Mars trat Venus in Dornen, aus ihren Blutstropfen sind die Rosen entstanden. Das Symbol der Rose ist das Matyrium aber auch die Ehre, so wurde die Blume auch ein Symbol für die Jungfrau Maria im Mittelalter. Die Lilie bedeutete Reinheit und Weisheit, das Veilchen stand für Gerechtigkeit und der Krokus symbolisierte die Bescheidenheit.
hukwa

Montag, 16. September 2019

Die alten Dinge sind die wahren Dinge

In meiner Bibliothek befinden sich vorwiegend alte Bücher. Ich greife gerne nach einem Band Gongora, Mallarme oder Marcel Schwob. Vor allem Mallarme der es so gut verstand seine Gedichte zu "Verbergen". Auf meinem Schreibtisch befinden sich vorwiegend alte Dinge. Bücher die über hundert Jahre alt sind, Skulpturen usw. An der Wand über dem Schreibtisch hängt ein Säbel aus dem 17.Jahrhundert der auf seltsame Weise seinen Weg zu mir fand. Diese alten Gegenstände haben viel zu erzählen. In ihnen steckt etwas was mir die Jetztzeit nicht bieten kann. Diese Dinge sind mir sehr wichtig vor allem aber haftet ihnen nichts Oberflächliches an. Gerade vor wenigen Stunden habe ich in den Gedichten Mallarmes gelesen. Dieser "Vater der modernen Lyrik", wie man ihn gerne nennt las mit Vorliebe Bücher über Okkultismus, was sich in seiner dunklen Dichtung auch widerspiegelt. In seinem Aufsatz Magie schreibt Mallarme.  "Es besteht zwischen den alten Praktiken und der in der Poesie wirkenden Zauberei eine geheime Verwandtschaft; Dichten heißt daher; in ausdrücklich gewolltem Dunkel die verschwiegenen Dinge beschwören, mittels anspielender, nie direkter Worte, und der Dichter: Buchstabenzauberer. 
hukwa

Andersen, Herbst, Haiku

Am frühen Morgen nach draußen gegangen. Die Luft atmet schon Herbst. Am Mittag in der Biografie von H.C.Andersen gelesen. Derzeit haben wir einen schönen Mond, der heute Morgen mystisch über dem Schloss stand. Es ist die Stille des frühen Morgen die nun verzaubert. Ich fange sie meistens mit einem Haiku ein dass mir gerade in den Sinn kommt:

Der Wind des frühen Herbstes
treibt meinen Geist
in höhere Gefilde.
hukwa

Sonntag, 15. September 2019

Herbsthaiku

Der Herbst besinnt sich
seine Winde erzählen
die Geschichte der Jahreszeiten.
hukwa

Samstag, 14. September 2019

Täglich

Wenn ich die Welt in der wir leben realistisch betrachte, lebe ich in einer Welt der Zerstörung. Täglich wird Natur vernichtet, täglich finden Kriege statt. Dies kann ich nur darauf zurückführen dass wir nie das wahre Ziel auf dass die Menschheit zustreben sollte erreicht haben: Menschsein!
hukwa

Freitag, 13. September 2019

Kein Leben aus zweiter Hand

Der frühe Morgen beim Kaffee. Die Gedanken fliegen zurück. Die frühen Morgenstunden sind die beste Zeit für künstlerisches schaffen. Ich bin nicht der Meinung dass sich der Künstler täglich neu erfinden muss, er muss sich täglich neu Ergründen. Dadurch ist man davor geschützt ein Leben aus zweiter Hand zu führen.
hukwa

Donnerstag, 12. September 2019

Leviathan Stadt

Jedes mal wenn ich die Stadt aufsuche (das geschieht selten) hat sie ein wenig mehr Natur gefressen. Die Gier der Stadtplaner nach Land ist unersättlich. Hier wird nicht an die Generationen die nach uns kommen gedacht. Immer tiefer frisst sich der Leviathan Stadt in die Restnatur hinein. Jeder Flecken wird zu Geld gemacht. Wenn ich dann wieder Landluft atme benötige ich Stunden um die Aura der Stadt loszuwerden.
hukwa

Mittwoch, 11. September 2019

Leben und Wachstum

Leben in seiner Vielfalt bedeutet nichts anderes als Wachstum. Wachsen an sich selbst. Der Humus für dieses Wachstum ist das Bei - sich - Selbst - sein.
hukwa

Dienstag, 10. September 2019

Geheiligter Morgen

Ich bin Frühaufsteher und jedes mal (was nicht oft vorkommt) wenn ich etwas später aufstehe, bereue ich es. Ich habe dann denn Sonnenaufgang verpasst, den ersten Vogelschlag und den letzten Rundflug des Waldkauz in der Morgendämmerung. Am Morgen sind meine Gedanken Kristallen und klar, er hat etwas heiliges der frühe Morgen, das sich in meiner Seele niederlässt. Die Früchte die ich am frühen Morgen einhole trösten mich den ganzen Tag über.
hukwa

Freitag, 6. September 2019

Magischer September

Bevor du den Wald aufsuchst sollte der Wald schon in deinem Geist sein. Die Bäume sollten ein Teil von dir sein. Heute Morgen beobachtete ich einige Zeit den Eichelhäher der geschäftig umher flog. Sein Gefieder gleicht den Farben des Herbstes. In den buntbelaubten Sträuchern von Haselnuss und Eberesche erscheint er mir wie ein fliegender Edelstein, so stark glänzen seine Federn in der frühen Herbstsonne. Ein Eichhörnchen saß etwa drei Meter von mir entfernt und schaute mich neugierig an. Der Herbst verwöhnt mich mit seinem natürlichen Reichtümern, man muss nur sehen und erkennen können dann merkt man alsbald dass die Septemberlandschaft eine magische Wirkung ausstrahlt.
hukwa

Donnerstag, 5. September 2019

Septembermorgen

Ein wunderschöner Herbstmorgen. Nebel, Tau, Sonnenschein im Garten. Die Spinnweben funkeln in der Morgensonne. Die sakrale Dimension der Landschaft die ich durchwandere wirkt um diese Jahreszeit besonders stark auf mich. Es ist die Allverbundenheit die nun eine besondere Wirkung hat. Ein einzelner Baum, die Waldwiese, der Wildbach am Wegrand, sie erzählen ihre eigene Geschichte man muss nur lauschen können.
hukwa

Mittwoch, 4. September 2019

Erkennen in der Natur

Ich erkenne in den unergründlichen Offenbarungen der Natur die geheime Signatur eines grünen Gottes. Wir sollten die äußere Natur so aufnehmen dass sie uns dabei hilft unsere Innere Natur wieder zu entdecken. Dies nenne ich die große Verbindung. Denn "die Erde ist ein Lebewesen, ausgestattet mit einem Körper, denn die Menschen sehen können und einer Intelligenz, die die Menschen nicht sehen können".
hukwa

Sonntag, 1. September 2019

Pünktlich zum September

Pünktlich zum 1. September ist es kühler geworden. Die Nacht war noch tropisch warm, doch am Morgen empfing mich Kühle und feierlich dazu die Septembersonne. Sie ließ die Holunderbeeren wie Edelsteine glänzen. Die Vögel schweigen, es ist die Zeit der Mauser nur manchmal gurren ein paar Tauben. Federn findet man jetzt überall in den Wiesen und am Waldrand. In Kürze werden die Schwalben ziehen, erst ende Oktober folgen die Schneegänse. Es ist die zeit von Verinnerlichung aber auch von Ausdehnung. Jetzt muss man mit Seele und Auge gleichzeitig sehen um alles aufnehmen zu können.
hukwa

Samstag, 31. August 2019

Freitag, 30. August 2019

Altweibersommer

Die Schwalben sammeln sich auf den Überlandleitungen. Bald reisen sie nach Süden. Der September steht vor der Tür. Als ich in der Frühe nach Draußen ging war die Luft sehr kühl. Angenehme Temperaturen. Der Graureiher flog heute über den Garten. Die Elstern geckern den ganzen Tag und der Holunder hängt voller Früchte an denen sich die Meisen, Sperlinge und Amseln laben. Wie ein Kolibri schwärmt das Taubenschwänzschen um die Blüten: Altweibersommer.
hukwa

Dienstag, 27. August 2019

Von Weltigkeit und Waldigkeit

Ich musste mich in den letzten Tagen zu viel mit gesellschaftlichen Banalitäten herumplagen so dass ich nicht zu meinem täglichen Philosophieren kam. Jetzt flüchte ich wieder aus dieser Weltigkeit in die schützende Arme meiner Waldigkeit. Nur hier finde ich das wirkliche Sein. Diese Gesellschaft lebt in "Seinsvergessenheit", ich achte sehr sorgsam darauf, dass ich nicht in diese Fallstricke laufe.
Ich will dem Sein auf der Spur bleiben.
hukwa

Sonntag, 25. August 2019

Konsumgeister

Ich spüre das Leben am intensivsten wenn ich am Morgen erwache. Nach einer kurzen Morgenmeditation, gehe ich nach draußen um der Natur mit einer kleinen Morgenandacht meinen Respekt zu erweisen. ich denke an die Verknechtung der uns umgebenden Natur durch den Menschen und seine Institutionen, da kann es passieren dass es mir für einige Zeit schlecht wird. Jetzt brennt man gerade einmal den Regenwald ab und der Rest der Welt schaut zu. Irgendwann wenn sie genügend Fläche niedergebrannt haben, tun sie dann so als ob sie löschen und alles nur ein Unfall war. Dabei weiß jeder was dahinter steckt!! Der Geist der Menschen ist so mit Konsum und Unrat verdreckt, dass sie nicht bemerken wenn das Chaos über sie hereinbricht.
hukwa

Samstag, 24. August 2019

Ast und Baum

Wir haben schon lange den Ast abgesägt auf dem wir sitzen. Gerade sind wir dabei die Säge am Baum des Lebens an zu setzen.
hukwa  

Wir müssen jetzt entscheiden, ob wir den selbstmörderischen Kurs, der auf Ausplünderung unserer Um- und Mitwelt basiert, weiterführen oder ob wir unser Verhalten der Natur gegenüber ändern?
hukwa

Dienstag, 20. August 2019

Gedanken im Park

Auch in diesem Jahr tragen die Haselbäume viele Früchte und die Eichen hängen voller Eicheln. Hier unter den alten Bäumen fühle ich den Pulsschlag der Natur ebenso wie in den Tiefen der Wälder. Der Park darf nur nicht mit Menschen gefüllt sein was aber selten vorkommt. Sobald die Leute sich aus ihm entfernt haben zeigt er wieder sein wahres Gesicht. Es ist als verstehe er seine Aura vor den Zombies und Robotern zu verstecken. Wohl geht es den Bäumen wie manchem Menschen, wenn wir zu viel von Gesellschaft haben leben wir nur einen Bruchteil unseres Lebens.
hukwa

Montag, 19. August 2019

Reinkarnations Traum

In der vergangenen Nacht hatte ich einen Traum in dem ich mit einer früheren Existenz von mir konfrontiert wurde. Träume dieser Art kehren immer wieder mal. Wahrscheinlich werden sie abgerufen durch meine ständige Beschäftigung mit dem Unbewussten als auch mit der Geschichte. Irgendwie erreicht man irgendwann einen Zugang zu dieser eigenen und innerlichen Tiefe. Wie das vor sich geht kann ich nicht beschreiben. Solche Träume tauchen einfach auf und ich fühle dass es mehr ist als ein einfacher Traum. es handelt sich um einstige Erfahrungen.
hukwa

Freitag, 16. August 2019

Universale Energie

Es ist ein vergessenes Zeitalter das ich manchmal wie ein Echo in meiner Seele wahrnehme. Ein feiner Ausfluss aus meinem tiefsten Innern der es mir ermöglicht mich der universalen Energie des Kosmos hinzugeben und somit in jene Epochen von Vergangenem zu reisen, die auf Ewig in unserem Unbewussten existieren.
hukwa

Donnerstag, 15. August 2019

Durchschnittsmenschen

Die Menschen wollen den Durschnittsmenschen, fällt man ein wenig aus der Reihe, werden sie misstrauisch. Als Kind habe ich mich schon gegen jede Norm gewehrt. Das habe ich bis heute so gehalten. Das Leben des Durschnittsmenschen ist mir zu mittelmäßig. Ich bevorzuge den Umgang mit Menschen die eine eigene Originalität haben.
Selbst wenn meine Mitbürger einige Schritte neben mir gehen, bekomme ich das Gefühl nicht los, dasss wir immer in entgegengesetzter Richtung laufen.
hukwa

Mittwoch, 14. August 2019

Der Wettlauf der Zombies

Früher Augustmorgen. Angenehm kühl. Habe den Ofen an geschürt. Um 5.Uhr in der Frühe lauschte ich dem Ruf des Waldkauz. In letzter Zeit viel Beschäftigung mit der philosophischen Alchemie und mit der Metallurgie, hier mehr praktisch. Während meine Mitbürger mit turbokapitalistischer Hochgeschwindigkeit durch die Zeit eilen, nehme ich mir Zeit für hermetische Studien. Ganz oben auf der Rennstrecke dieser Menschen steht die Hetzjagd nach Geld. Und zwischen Start und Ziel dieser Rennstrecke liegt ihr Leben, dass ausschließlich vom Diktat der Uhr bestimmt ist. Es ist der Wettlauf der Zombies.
hukwa

Sonntag, 11. August 2019

Verwandlung

Im Garten beobachte ich für einige Zeit einen Zitronenfalter und ein Taubenschwänzschen. Sie tanzen um die Wildblumen. Welch zarte, lichtfarbene Wesen. Man muss sie aus der Transzendenz heraus beobachten um ihr Mysterium zu erfassen. Ihre wunderbare Verwandlung sollte uns immer als Symbol für unser eigenes Selbst dienen.
hukwa

Donnerstag, 8. August 2019

Bald spannt der Herbst seine Harfe

Es ist der Rhytmus des Spätsommers den ich nun schon stark spüre. Im Jahreskreislauf ist es der frühe Herbst, der bald naht und dem ich schon immer sehr zugeneigt war. Die Früchte des Holunders reifen und die Jungschwalben sammeln sich auf den Überlandsleitungen, in wenigen Wochen werden die ersten von ihnen auf Wanderschaft gehen. Bald singt die Natur das Lied des Altweibersommers und eine gewiße Melancholie hält Einzug. Wenn der Spätsommer seine Harfe spannt beginnen die Gartenschläfer ihr Nest auszupolstern. Es ist die Zeit den frühen Morgen ganz in sich aufzunehmen und sich in der inneren Heimat einzurichten.
hukwa

Mittwoch, 7. August 2019

Aphorismen

Die Natur bleibt das große Geheimnis. das was wir von ihr sehen ist allenfalls ein Spiegelbild dieses Geheimnisses.

Leben sollte etwas fließendes sein, es sollte Ähnlichkeit mit einem Wildbach haben, dessen Wasser keinen Stillstand kennen.
hukwa

Dienstag, 6. August 2019

Dusteres Wetter

Draußen ist es düster und es regnet. Ich liebe solche Tage. Ein dunkler, bewölkter Himmel regt die Innerlichkeit an. Eine Wetterlage die wie Arznei für die geschundene Natur ist. Wenn ich jetzt nach draußen gehe empfängt mich klare Luft und wenig dumpfe Menschen sind unterwegs. Es ist die Zeit nach einer Ruhepause sich wieder einzuschreiben in den Kreislauf der Literatur.

Sonntag, 4. August 2019

Nahender Spätsommer

Jetzt naht der Altweibersommer
mit neuer Bilderschrift
mit Bäumen die schon leicht
die Sonne bräunte
jetzt ist die Zeit
unter Linden zu sitzen
das Licht zu beobachten
und dem Vogelflug nachzusinnen
jetzt kehre ein
in dein inneres Reich.
hukwa

Samstag, 3. August 2019

Manchmal...

Manchmal verweigern sich mir die Worte
das soll nachdenklich stimmen
manchmal werde ich wortlos
das sollte kritisch stimmen
und ich denke so bei mir
jetzt bloß nicht Sprachlos werden
in all der Ratlosigkeit
einer brüllenden Welt.
hukwa

Montag, 29. Juli 2019

Ökologisches Mit-Leiden

Die Juli Sonne brennt und die Bäume sind am verdursten. Über dem Waldteich tanzen Libellen - noch tanzen sie. Im Schilf bewegt sich etwas doch ich kann nicht erkennen was es ist. Nur der Schilfrohrsänger fliegt umher. Ich betrachte die Bäume und spüre ihr Leid. Die Zeit scheint still zu stehen, kein Windhauch bewegt die Blätter der Bäume. Ich fühle deutlich die Stimmung der einzelnen Bäume. Und ich leide mit ihnen.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Erdentweihung

Mir scheint als das die alte Mutter Gaia lange und geduldig über die Entweihungen die ihr von dem Wesen Mensch zugefügt worden sind, hinweggeschaut hat. Doch jetzt schlägt sie erbarmungslos zurück. was wir entweiht haben wird nun für uns zur Bedrohung.
hukwa

Sonntag, 21. Juli 2019

Selbstüberprüfung

Ich versuche immer in dem Bewusstsein zu leben ein Pionier meines Selbst zu sein. deswegen ist Tagebuch schreiben auch immer ein Akt der Selbstüberprüfung.
hukwa

Geistschulung

Wir sollten unseren Geist so schulen das er immer danach strebt sich mit dem Absoluten, mit der allumfassenden Kraft der Natur zu vereinen.
hukwa

Donnerstag, 18. Juli 2019

Automat Mensch

Die Gefahr in die Menschen die mechanisch Denken hineinlaufen, ist jene dass sie zu Automaten werden. Ein Automat hat zu funktionieren, er benötigt zu seiner Funktion nur einen äußeren Anstoß und keinen Impuls. Der "Menschenautomat" erhält seinen Anstoß über die Institutionen der Gesellschaft, das bedeutet, er wird diktiert. Solche Menschen leben ein Leben ohne Sein.
hukwa

Montag, 15. Juli 2019

Verlust seelischer Kräfte

Das Wesen des Menschen ist metaphysisch. Jene die es noch nicht begriffen haben sind Roboter. In einer geistlosen und von seelischer Entfremdung gezeichneten Welt ist das metaphysische der einzige Halt der uns vorm Verlust seelischer Kräfte schützt.
hukwa

Donnerstag, 11. Juli 2019

Entlang der Feld und Waldwege

Endlich setzt ein leichter Landregen ein. In der Natur ist fast alles ausgetrocknet. Durch die Hitze der vergangenen Tage sind die Wälder menschenleer. Das ist gut so. Der Wald kann ein- und ausatmen, was braucht er die Menschen? Er gedeiht ohne sie viel besser. Still und maßvoll geht es hier jetzt zu, fern dem profanen Getriebe dieser Spaßgesellschaft. Dieses Stille und Maßvolle der Natur nehme ich mir als Beispiel, für mein eigenes Tun. Während die Masse ihrem eigenen Leben nachrennt bewundere ich still die Wunder der Feld- und Waldwege.
hukwa

Mittwoch, 10. Juli 2019

Gedanken beim Tausendgüldenkraut

Heute Mittag entdeckte ich bei einer Blumenwiese die anmutige Gestalt des Tausendgüldenkraut. Eine kleine Kolonie hatte sich in Nachbarschaft von Gutem Heinrich, Rainfarn, Johanniskraut und anderen Wildblumen angesiedelt. In der Antike nannte man dieses feine Blümlein auch Erdgalle wegen seiner Bitterstoffen. Als Trägerinnen menschlicher Reinheit und Schönheit wurden diese Pflanzen schon von Sappho und Pindar besungen. 
hukwa

Sonntag, 7. Juli 2019

Freilandarbeitszimmer

Jetzt im Sommer entstehen meine Texte in der freien Natur. Ich sitze im Hof unter der Eberesche, im Garten unter den Erlen oder im Wald unter einer Eiche und schreibe. Pflanzen leisten mir Gesellschaft, Insekten und Vögel besuchen mich. Der heiße Atem der Juli-Natur berührt mich. Es sind die Mächte und Kräfte dieser geheimnisvollen Natur in die ich einzudringen versuche. An solchen Plätze muss man nur seine Umgebung genau beobachten und man erkennt dass Vielfältige Leben der sommerlichen Natur.
hukwa

Freitag, 5. Juli 2019

Lichtwesen

Das Beobachten von Schmetterlingen gehört bei mir zur Sphäre des Transzendenten. Diese reinen, zarten Lichtwesen, die anscheinend in einer höheren Seinsebene existieren sind für mich authentische Symbole der Seele. Jetzt im Hochsommer beobachte ich sie täglich einige Zeit. ihre schwebende, schwerelose Jenseitigkeit zieht mich magisch in ihren Bann. Es ist die Metamorphose von Ei über Raupe und Puppe zum Falter die an das eigene irdische Sein erinnert. So sitze ich im Sommer oft auf der Wiese beim Brombeer - Hag und diese Diamanten der Lüfte um flattern mich.
hukwa

Donnerstag, 4. Juli 2019

Baldrianblüte im Schattengarten

Fotos©UteKnieriemen-Wagner

hukwa

Geheimnisvolle Vernetzung

Jetzt im Juli fliegen besonders viele Arten von Schmetterlingen. Gestern konnte ich den Kaisermantel beobachten. Dieser Falter steht in einer Symbiose mit dem Waldveilchen. Auf rätselhafte Weise löst der Duft dieser Pflanze die Eiablage des Kaisermanntel aus. Eines der vielen geheimnisvollen beispiele für die ökologische Vernetzungen der Natur.
hukwa

Mittwoch, 3. Juli 2019

Juligedanken

Es ist die Hohe Zeit des Sommers die jetzt vorherrscht. "wir Kinder im Juli geboren..." heißt ein Gedicht von H.Hesse, dass diese Jahreszeit hoch leben lässt. Heumond, Hitzemond und Lindenblütenmond nennt der Volksmund den Juli. Dieser Name entstand zu ehren Julius Cäsar, davor nannten die Römer den Juli Quintilis. Es ist der Monat des Tierkreiszeichens Löwe, das in der Alchemie für Hitze steht. Jetzt kann man die Vielfalt der Schmetterlinge besonders gut erkennen und in Zeiten wie diesen da die Insekten große Not leiden, kann man genau hinschauen was da alles fliegt und krabbelt. Auf der Wiese und am Wegrand herrscht nun die Sphäre der Wildblumen. In dieser Hochsommerzeit legten die Griechen vor dem Altar der Artemis Blumen nieder, wussten sie doch dass jede einzelne Pflanze auch ein geistiges Wesen war.
hukwa

Dienstag, 2. Juli 2019

Kronos und Gesellschaft

Die Entscheidungen über die Zukunft unseres Planeten werden von Gespenstern und Zombies gefällt deren Denken auf dem Prinzip "nach mir die Sintflut" aufgebaut ist. Manche von ihnen sind einfach nur dumm, doch die meisten dazu noch voller Gier und Egoismus. Selbst jetzt da uns der "Zorn des Planeten" schon trifft, gibt es kein Einhalten. ihre Gier ist unersättlich. Der Großteil unserer Gesellschaft ist ein einziger Kronos der seine Kinder frisst.
hukwa

Sonntag, 30. Juni 2019

Zeitorte

Denn gestrigen Nachmittag im Hof der alten Schmiede zugebracht. Unter Haselnussblättern und Efeugerank. Hier, umgeben von den alten Sandsteinmauern scheint die Zeit still zu stehen. Es ist sehr heiß und ein leichter Wind weht. Die Gedanken scheinen zu fliegen, wie die Schwalben über mir. Die alten Dinge die mich hier umgeben fordern zur Zeitreise auf. Ich kenne einige solcher "Zeitorte" die ich immer wieder aufsuche um intensiv nachzudenken und auf die "Reise" zu gehen.
hukwa

Samstag, 29. Juni 2019

Einfach Natur Pur

Es herrscht Panstunde. Früher Nachmittag. Die Sonne brennt. Hier wo Efeu und Haselstrauch Schatten werfen ist es angenehm. Ein paar Insekten Summen. Kohlweißlinge fliegen. Manchmal taucht ein Bläuling und ein Tagpfauenauge auf. Eine Wollbiene besucht mich. Stille. In der Ferne schwebt ein Bussard. manchmal Tauben Gurren. Keine Menschen. Einfach Natur Pur.
hukwa

Freitag, 28. Juni 2019

Verschmelzung

Der Sommer ist die Zeit in der ich intensiv in der Gegenwart lebe. Wenn ich mich durch die Natur hindurch bewege spüre ich ihre ganze Physis. Ich beobachte jede einzelne Pflanze und versuche eine Verbindung mit ihrem Wesen aufzunehmen. Es ist die Zeit da dass Spirituelle mit dem Körperlichen verschmilzt.
hukwa

Sonntag, 23. Juni 2019

Allverbundenheit

Um der Natur und ihren Wesen authentisch zu begegnen bedarf es des Schweigens und der Stille. Die Wälder mögen keinen Lärm und Hektik. Die Allverbundenheit von Natur und Kosmos finden wir nur jenseits der ausgetretenen Pfaden.
hukwa

Samstag, 22. Juni 2019

Sommergedanken

Jetzt da die Bäume ihr Sommerkleid angelegt haben und der Vogelsang zu einem Zwitschern langsam verklingt, denke ich oft über die Zyklen des Jahres nach. Der Sommer ist eine Zeit der Aufnahme. Im Garten schelten die Elstern ihre Jungvögel sind ausgeflogen, die Sperlinge nehmen ein Sandbad und man spürt die Erde nun besonders als ein zusammenhängendes Lebewesen. alles ist für einander zuständig. Sonne, Mond, Wälder ect. Ob der Mensch dazu gehört dass bezweifle ich oft.
hukwa

Donnerstag, 20. Juni 2019

Meine innere Stimme

Es passiert dem Menschen oft dass er seine innere Stimme nicht hört. Dabei ist gerade diese Innerlichkeit die wirkliche Wahrheit. Der Ruf von Innen fordert dazu auf sich auf das Wesentliche zu beschränken und unser Leben frei zu machen von den Abwässern gesellschaftlicher Oberflächlichkeiten.
hukwa

Sonntag, 9. Juni 2019

Leben und Weben

Jetzt im nahenden Sommer da alles blüht und grünt kommt mir oft der Gedanke eine Existenzform anzustreben die wie die Pflanzen und Bäume ganz in der jeweiligen Jahreszeit existiert. Ein "Leben und Weben" ganz im Dasein der Natur.
hukwa

Wir sind...

Wir sind ein Teil der Ökologie dieses Planeten, mit ihm streben wir in die Höhe oder fallen in die Tiefe, wir gedeihen mit dem Planeten oder wir gehen mit ihm zugrunde, wenn wir dieses nicht begreifen besiegeln wir unseren Untergang.
hukwa

Donnerstag, 6. Juni 2019

Sphärenklang

Wir sind Teilhaber des Unendlichen
wenn uns dies bewusst wird
können wir jederzeit den kosmischen
Sphärenklang wahrnehmen.
hukwa

Dienstag, 4. Juni 2019

Das Ganze ist immer mehr

Wir sind dabei den Planeten zu zerstören. Die Naturzerstörungen, die die Menschen anrichten, sind Anschläge auf einen Zusammenhang des Ganzen: sie sind wie Schnitte in ein vielfältiges, verflochtenes Netz aus lebendig fließender Energie!
Dies sollten wir uns täglich vor Augen halten.
hukwa

Mittwoch, 29. Mai 2019

Tierwesen

Auch an diesem Morgen führt mich mein erstes Tun in den Garten. Ich bewundere die Pflanzenvielfalt und schlage das Anmachholz für den Küchenherd. Im Holundergebüsch zirpt die Sumpfmeise. Wir sehen Tiere und kennen ihren Gattungsnamen, doch das Tier selbst bleibt den meisten Menschen fremd. Schon als Kind versuchte ich das Wesen des Tieres zu erfassen. Ein liebliches Wesen mit dem ich besser auskomme als mit den Menschen.
hukwa

Dienstag, 28. Mai 2019

Früher Morgen im Garten

Ein wunderschöner verregneter Maimorgen begrüßt mich heute. Ich bewundere die Vielfalt der Grünfarben im Schattengarten. Nach jedem Regensturz scheint es intensiver zu grünen. Die Akelei blühen und der Bergahorn duftet. Die Amsel singt für mich ein Morgenlied und die Spatzen zwitschern unterm Dach. Für manche Zeitgenossen ist dass "Nichtstun" vergeudete Zeit, für mich ist es intensives Leben.
hukwa

Dienstag, 21. Mai 2019

Wiederkehr

Die alten Kiefern atmen die Zeit
lange schon
alt und grau
wie die alten Lieder
Stein und Wurzel
Regenflut
bei der Wiese
blüht der gelbe Ginster
vom Waldrand klingt
des Schwarzspechts Ruf
eine Seelen Ton
mir aus der Kindheit weht
es ist als kehre sie wieder.
hukwa

Freitag, 10. Mai 2019

Mythischer Tagesspruch

"Ich erinnere mich dieses Planes. Es lag ihm, ich weiß nicht welche, sinnliche und geistige Lust zugrunde: Wie der gehetzte Hirsch ins Wasser, sehnte ich mich hinein in diese nackten, glänzenden Leiber, in diese Sirenen und Dryaden, diese Narzissus und Proteus, Perseus und Aktaeon: verschwinden wollte ich in ihnen und aus ihnen heraus mit Zungen reden. 
H. von Hofmannsthal 

Donnerstag, 9. Mai 2019

Ein-Wirkungen

Nichts ist unser Eigentum außer der Zeit. 
Seneca  

Eine Wiederholung der Geschichte im Allgemeinen oder die Eigene kann es nicht geben. Wir erleben Geschichte als energisches Prozess. Die Geschichte und somit auch ihr ältester ungeschriebener Teil, der Mythos, ist ständig in uns am Werke. In unserem Alltag lebt das Vergangene als Unbewusstes Element in uns weiter und wirkt auf die Gegenwart ein.
hukwa

Mittwoch, 8. Mai 2019

Wildorchidee und Wildbienen in Trippstadt


Fotos©UteKW




hukwa

Fortschrittlichkeit

Die Menschheit hätte mit ihrer fortschrittlichen Wissenschaft die Möglichkeit die Öko-Katastrophe aufzuhalten! Statt dessen produziert man immer größere und billigere Fernsehbildschirme für unsere Wohnzimmer- anscheinend auch um den Untergang unseres Planeten luxuriöser verfolgen zu können. Und natürlich auch größere Flugzeuge um dieses Spektakel von oben zu beobachten können.
hukwa

Dienstag, 7. Mai 2019

Dasein

"So entsteht in der Welt etwas, dass allen in die Kindheit scheint 
und worin noch niemand war: Heimat". 
Ernst Bloch 

In unserer modernen von Gier und Maßlosigkeit gesteuerten Welt wird es immer schwieriger mit dem Begriff Heimat umzugehen. Der herrschende Zeitgeist ist Heimatlos; weil eben Heimat mehr ist als nur ein Begriff. Heimat ist Da-sein. Ein Dasein im Hier und Jetzt und ein DA-SEIN in der Geschichte in der eigenen und der Geschichte an sich.
hukwa

Sonntag, 5. Mai 2019

Mit "Merlinischem" Auge

Um in den Mythos einzudringen benötigt man nicht den statischen Blick des modernen Wissenschaftlers, man braucht den seherischen Blick des "alten Weisen". Mit "Merlinischen Augen" will der Mythos erforscht sein. Es gibt eine Tiefe des Sehens, jenseits akademischer Wissenschaften, die zur Quelle des Mythos führt.
hukwa

Samstag, 4. Mai 2019

All-Gegenwart

Mein Leben spielt sich in der Gegenwart ab die ich mit Wachsamkeit beobachte. Und doch bewege ich mich täglich längere Zeit in der Vergangenheit. Vor allem in der Mythologischen. Im Hier und Jetzt verschwimmen die Grenzen von Vergangenheit und Zukunft zu dem großen Ganzen der All-Gegenwart.
hukwa

Mittwoch, 1. Mai 2019

Meine Jahresringe

Am frühen Morgen durchblättere ich meine gesammelten Tagebücher. Es sind sehr viele. Um sie intensiv zu studieren genügen einige Morgenstunden nicht. In den Tagebüchern aus den 80ziger Jahren entdecke ich Erinnerungen die in die 60ziger zurückgehen. Tagebücher haben etwas mit den Jahresringen eines Baumes gemeinsam.
hukwa

Sonntag, 21. April 2019

Die Heimat des Mythos

Wie aus einer dunklen Kammer, einem unterweltlichen Geheimnis gleich, taucht der Mythos auf. Mit ihm begegnet uns der Schimmer einer Urzeit, von der wir so gut wie nichts mehr wissen. Das Wenige dass uns darüber erreicht ist in der Regel meistens Fragment. Und doch ist der Mythos in seinem ursprünglichen Sinne nichts anderes als Geschichte, nämlich "aufgeschichtetes Seelengut" das in uns innewohnt. Dem Mythos sind wir besonders nahe im Schlaf. Unsere Träume führen uns in Sphären, die weit über unsere Person hinausliegen. Durch den Traum sind wir dem Jenseitigen verbunden, jenem Bereich in uns dass die Heimat des Mythos ist.
hukwa

Mittwoch, 17. April 2019

Das Ganze

Heute Morgen habe ich einige Zeit, das wunderschöne Fresko von Raffael betrachtet, "Die Schule von Athen". Es zeigt unter anderem Plato der mit dem Finger zum Himmel weist. Aristoteles Hand weist nach unten. Plato ist der Metaphysiker, Aristoteles schaut das Ganze aus dem Sichtwinkel der empirischen Realität. Dennoch- für beide existiert die Welt als Ganzes. Es ist der Eine Geist der vorherrscht und an dem wir alle Teilhaben.
hukwa

Sonntag, 14. April 2019

Wenn die Ahnin mit liest

Heute beim Lesen hatte ich das Gefühl das jemand "mit liest". Ich las in einem Buch von Heinrich Zimmer. Nach einer viertel Stunde stieß ich auf folgende Textstelle: "Doch sind die Generationen die diesen Roman gestalten, nicht nur unsere geistigen, sondern bis zu einem gewissen Grunde auch unsere leiblichen Vorfahren. Sie leben ohne dass wir es wissen in uns, und wenn wir zuhören, hören sie mit. Beim Lesen nickt vielleicht ein dämmerhaftes Ahnen-Ich, dessen wir nicht inne sind, seine Zustimmung, wenn es eine alte Geschichte hört, und freut sich, wiederzuerkennen, was einst Teil seiner alten Weisheit war. Wenn wir darauf achten, vermag uns dieser in uns Anwesende vielleicht zu lehren, wie wir diese alten Erzählungen hören, wie wir darauf reagieren, wie wir sie verstehen und in unserer Alltagswelt anwenden sollten".
hukwa

Botschaft der Natur

Die Natur ist weit mehr als eine Welt materieller Erscheinungen. Wenn wir ihre Geschöpfe genau beobachten, deren Signatur studieren, öffnet sich uns das Buch der wirklichen Offenbarungen. In jedem Vogellied, in jedem Windhauch können wir die Botschaft auch hörbar wahrnehmen.
hukwa

Samstag, 30. März 2019

Fenster zu einer anderen Welt

Der materielle Aspekt eines Baumes ist nur der kleinste Teil von dem
was die Wirklichkeit eines Baumes ausmacht.
So gesehen sind Bäume und Pflanzen
Fenster zu einer anderen Welt.
hukwa

Montag, 25. März 2019

Entweihung

Wir entweihen unseren Geist in dem wir uns dem Stumpfsinn einer Gesellschaft hingeben deren Ziel es ist, aus allem menschlichem etwas robotisches zu machen.
Zu viel Gesellschaft verknechtet die Gedanken.
hukwa

Sonntag, 24. März 2019

Gegenwart

Der Mensch der im Frühling lange schläft
kann nicht wissen was er versäumt.
hukwa 

Die Gegenwart eines Baumes erfüllt mich einfach mit Freude. Heute will ich zum Wildbach laufen, die Weiden und Erlen besuchen, den Vogelstimmen lauschen und mich am Rauschen des Wassers erfreuen.
hukwa

Mittwoch, 20. März 2019

Wahrnehmung

Die Leute meiner Umgebung sind immer auf der suche nach etwas "besonderem", ihr besonderes ist in meinen Augen etwas nutzloses. Ich bin auf der Suche nach den einfachen im Alltag, dazu benötige ich nur meine Wahrnehmung und die sorgt dafür das aus so etwas einfachem wie einem Stein etwas besonderes wird. 

Jetzt im aufkommenden Frühling ist die Zeit wo ich täglich draußen arbeite. Erfüllende Handarbeit im Freien stärkt Körper und Geist. 
hukwa

Dienstag, 19. März 2019

Langsamkeit

Jede Pflanze, jedes Tier, besitzt mehr Erhabenheit als der Mensch. 

Wo rinnen wir uns üben müssen? Im langsamen Leben. Die Langsamkeit ist eine Kunst die jeder für sich erst noch erfinden muss.
hukwa

Montag, 18. März 2019

Es ist besser

Ich bevorzuge das Wasser vor jedem anderen Getränk. Und meine Gedanken weilen öfters bei den Bäumen im Wald als bei den Menschen. Es ist besser man beginnt seinen Tag im Zwiegespräch mit der Natur als mit den faulen Reden der Mitmenschen.
hukwa

Sonntag, 17. März 2019

E-Mail´s

Du kannst dich darauf verlassen dass die Menschen die den ganzen Tag e-Mails empfangen schon lange von sich selbst nichts mehr gehört haben.
hukwa

Freitag, 8. März 2019

Zeit

Mein Zeitgefühl ist ein anderes als das meiner Mitbürger. Zeit ist das einzige was ich niemals verleihe. ich liebe die Langsamkeit an der Zeit auf keinen Fall die Eile. Der Mensch sollte wachsen und reifen wie ein Baum. So kann er sicher sein dass er einmal gute Früchte tragen wird.
hukwa

Samstag, 2. März 2019

Frühlingswanderung

Foto©UteKW
©hukwa

Frühlingslied

Nach der Schönwetterperiode im Februar kam der März mit Kälte und Regen. Das ist gut so, die Natur benötigt die Feuchtigkeit mehr als die sonnige Trockenheit. In den nächsten Tagen werden die Frühlingsblüher aus der Erde treiben. Die Vögel werden mit dem Nestbau beginnen und ich werde über den frühlingshaften Planeten laufen und den Märzgeist begrüßen. Um halb vier Uhr in der frühe hörte ich einen ersten zärtlichen Laut der Amsel. Der versuch ein Frühlingslied anzustimmen, doch sie traute sich noch nicht so richtig. Es schien mir als wollte sie mir Mitteilen der Anfang ist gemacht in der nächsten Zeit wirst du von mir hören. Ich warte darauf!
hukwa

Freitag, 1. März 2019

Mineral Pflanze Tier Mensch

Der russische Wissenschaftler Vernadsky stellte die These auf das Leben auf unserer Erde sei eine "Dispersion des Gesteins". Also eine in über Milliarden von Jahren erstreckende Umgestaltung des Gesteins, in dessen Verlauf sich dieses von der Mikrobe zum Menschen in immer kompliziertere Lebensformen transformierte.
Ich glaube dass unsere Seele bevor sie sich in einen menschlichen Körper inkanrniert die Metamorphose von Mineral, Pflanze und Tier durchläuft. Für unseren Planeten wäre es besser gewesen wir wären in diesen "unteren" Bereichen verblieben.
hukwa

Montag, 25. Februar 2019

Der Märzgeist ruft

Das alte Gras vom Vorjahr
dazwischen
frisches Grün
die Eberesche streckt sich
Morgenhimmel
die roten Wolken glühen
Amselschlag
Meisengezwitscher
verkünden den nahenden Frühling
jetzt ziehe hinaus
der Märzgeist ruft
sein Ton ertönt im Vogelruf
der Dompfaff lockt im Fichtenhain
und über dir ein Kranichzug.
hukwa

Sonntag, 24. Februar 2019

Das Lied des Frühling

In den Wäldern sprechen die Brunnen und Quellen schon etwas lauter. Es ist als übten sie schon ihr Frühlingslied. Die Schwanzmeisen vom Kaltenborn sind schon auf Nistplatzsuche. Jetzt beginnt die Zeit da die Natur uns einladet ihre Wunder aufzusuchen.
Gegen sieben Uhr am Morgen ging die Sonne auf. Im Garten liegt leichter Raureif. Durch die Fichten bricht goldenes Sonnenlicht. So wie in der Natur durchfließt auch der Körper und Geist jetzt wieder mehr Energie. Bald kehren die ersten Zugvögel zurück. Holunder und Birken schlagen aus. Mutter Natur schenkt ihren Wesen neues Leben. Wahrnehmung ist ein Losungswort des Frühlings.
hukwa

Samstag, 23. Februar 2019

Warum sind wir eigentlich hier

Wenn ich darüber nachdenke wie es in der Welt zugeht Kriege, Raubbau an der Natur, Gier und nur noch Streben nach Materialismus, komme ich nicht umhin mich zu fragen, warum wir überhaupt auf diesem Planeten existieren? Entweder sind wir überflüssig oder wir haben überhaupt keine Ahnung davon warum wir überhaupt hier sind.
hukwa

Freitag, 22. Februar 2019

Märzgeist

Heute Morgen fühlte ich das erste mal den nahenden Märzgeist. Es ist eine besondere Stimmung die nur um diese Jahreszeit zu spüren ist. Die Meisen zwitschern schon recht frühlingshaft und die ersten Schneeglöckchen blühen. In den nächsten Tagen werden die Kraniche über den Ort ziehen. Jetzt naht die Zeit da man jeden Tag in der Natur neues beobachten kann. Den Tag verbringe ich nun wieder meistens in der freien Natur. Schließlich will man den Frühling ja nicht versäumen.
hukwa

Dienstag, 19. Februar 2019

Dichterdasein

Nur in der literarischen Welt zu Hause zu sein, in der Gesellschaft aber ein Fremdling, dies ist das Dasein des Dichters.
hukwa

Montag, 18. Februar 2019

Innere Geschichte

Es ist der Abglanz des fernen Ursprungs
der meinen Geist webt
das Medium Zeit das mich führt 
zu jenem ewigen Vergangenen
mir ist es ein ewig Gegenwärtiges
dies Erinnern
an lang vergangene Zeiten
ein mythisches Erleben
von vorbewussten Schichten
lebe ich
in innerer Geschichte.
hukwa

Freitag, 15. Februar 2019

Das Gewicht der Erfahrungen

Das Dichten ist das unschuldigste aller Geschäfte. 

Das Gewicht der Erfahrungen
sind die Jahre
mit ihren Inneren Landschaften
im Erkennen
nicht im Wissen
offenbaren sie sich 
schenken wir den Träumen  mehr Aufmerksamkeit
so fühlen wir uns weniger begrenzt
in der Wirklichkeit.
hukwa


Samstag, 9. Februar 2019

Auch an diesem Tag geschehen seltsame Dinge

Die knisternde Flamme aus Eis
erhellt für einen kurzen Moment
denn zwiespältigen Übergang zwischen der Nacht und dem Morgen
es ist der Buchstabe der fehlt
der Satz der verloren gegangen ist
das Wort das nie ausgesprochen wurde
ich suche es
fern der lügenhaften Existenz der Masse 
die Ich lose Zeit
vereint sich in der Sanduhr der Jahre
begleitet vom Schatten der Träume
wartend auf des Nachtsspechts Ruf
ich
der die Wörter sammelt
sie sucht
dort wo die Silberfinger greifen nach der Echtheit der Chimären
wo sich die Erinnerungen offenbaren
und du weißt
auch an diesem Tag
geschehen seltsame Dinge.
hukwa

Freitag, 8. Februar 2019

Meine Dreifelderwirtschaft

Das Tagebuch hat für mich immer in erster Linie einen Gebrauchswert. Es ist Dokumentation, Chronik aber auch Fiktion und Künstlerbuch. Mein gesamtes künstlerisches Arbeiten beginnt mit dem Schreiben ins Tagebuch. Alle Texte die ich bisher schrieb haben eine Verbindung zu meinen Tagebüchern. Es ist der Mittelpunkt meiner Arbeit. Die Tagebücher - ich habe sehr viele gefüllt - sind mein Gesamtwerk - mein Gesamtkunstwerk. Alles was ich veröffentliche in Zeitschriften, Anthologien, Zeitungen, in meinen blogs wird zuerst in meinen Tagebüchern niedergeschrieben. auch die Filme in denen ich mitgewirkt habe (Dokumentationen) haben hier ihren Anfang. Das Tagebuch ist für mich Chronik meiner inneren Entwicklung.
Literatur, Kunst, Geschichte das sind die Felder die ich aufsuche um sie zu bestellen. Früh am Morgen bearbeite ich meinen Acker, Pflüge ihn, jäte und werfe meinen Samen aus. Mit diesen drei erwähnten (Literatur, Kunst, Geschichte) betreibe ich eine Dreifelderwirtschaft.
hukwa

Donnerstag, 7. Februar 2019

Brücke aus Licht

Wir suchten die Brücke aus Licht
doch wir fanden sie nicht
so konnten wir ihn nicht antreten
den Weg ins Unendliche
doch jetzt
vergiss und schlafe
keine Ahnung kann uns mitteilen
was das Herz schon lange wusste.
hukwa

Mittwoch, 6. Februar 2019

Eine gewisse Ohnmacht

Es gibt sie, die Bilder die man nie wieder aus dem Kopf  bekommt. Sie haben sich festgesetzt. Bilder aus Vergangenheit und Erinnerungen. Sie wollen verarbeitet werden. 
Thorreich Geißenbauer  

Heute Morgen fiel Schnee
er gibt der Landschaft eine gewiße Ohnmacht
schenkt Ruhe und Besinnlichkeit
im Haus wirft der Holzofen eine mollige Wärme
ein Tag ein Jahr ein Jahrhundert 
die Winterschlacht um Stalingrad
mein Großvater erzählte mir nie davon
lass das Junge sagte er wenn ich danach fragte
Frieden ist etwas schönes
er musste es wissen war in zwei Kriegen
damals lag auch Schnee als ich ihn fragte
in meiner Kindheit
er war ein kluger Mann
zwei Weltkriege
und nie darüber gesprochen
ich schaue hinaus in die weiße Landschaft
der Schnee deckt die Erinnerungen wieder zu
ich denke vielleicht sprach er nie darüber
weil für ihn ein Großteil seiner Jahre
eine gewisse Ohnmacht waren?
hukwa

Samstag, 2. Februar 2019

Daseinsebene und Daseinsform

Das Leben ist eine Daseinsebene. Die Menschen leben auf verschiedenen Ebenen. Die einen auf einer höheren Ebene die andern auf einer niederen, dies führt oft zu Unstimmigkeiten, weil die Menschen der niederen Ebene die auf der höheren überhaupt nicht verstehen können. Aus diesen Ebenen heraus bildet sich die Daseinsform des Menschen. Also die Form die er seinem Leben gibt. Der Mensch sollte immer nach der nächst höheren Daseinsebene streben.
hukwa

Donnerstag, 31. Januar 2019

Der alte Apfelbaum und Ich

Ich laufe den alten Feldweg entlang
die ganze Nacht ist Schnee gefallen
die weiße Pracht knirscht unter meinen Schuhen
weckt Erinnerungen
ich lasse die Gedanken in die Zukunft eilen
noch einige Wochen
dann ziehen wieder die Kraniche
die Meisen werden mit dem Nestbau beginnen
zweimal im Jahr schließt sich ein Jahresring
im Herbst und im Frühjahr
ich verweile einige Zeit vor dem Apfelbaum
er ist in die Jahre gekommen
der alte Baum
dennoch strömt er eine meditative Gelassenheit aus
was interessiert ihn die robotische Welt die ihn umgibt
bevor ich weiterlaufe
denke ich
wir haben viel gemeinsam
der alte Apfelbaum und ich.
hukwa

Mittwoch, 30. Januar 2019

Freie Wahl

Für Menschen die ihre anerzogene Werte kritiklos übernommen haben muss das Leben eindimensional bleiben. Es ist der ewige Konflikt zwischen hinnahme des Lebens wie es ist und dem drang das Leben selbst zu Gestalten.
hukwa

Montag, 28. Januar 2019

Auszugraben...

Ein Leben zu führen wie es meine Mitbürger führen ist mir zu eintönig. Ohne den Hintergrund der Poesie und Kunst wäre es für mich langweilig. das poetische Schaffen war mir immer Hauptaufgabe. Nach Möglichkeit muss jeden Tag ein Gedicht entstehen, hier ist eins: 
Auszugraben
das alte Wort
in seinem neuen Symbol
entspricht es dennoch dem alten
nur das geboren werden
in die bunte Welt der Erscheinungen
lässt das grüne Laub der Eiche
noch lange nicht
schwarz-weiß werden.
hukwa

Sonntag, 27. Januar 2019

Das Reden und das Schweigen

Das Reden fließt in das Schweigen hinein
wenn die Wörter zur Form werden
hat der Dichter sein Haus erbaut
so beginnt er
seinen Garten zu bepflanzen
im silbernen Mondlicht der Nacht
entsteht das Geheimnis des Gedichtes
den nur hier
gedeiht der Garten
der Poesie.
hukwa

Samstag, 26. Januar 2019

Späte Erinnerung

Die Jugend im Alleinsein
fern der Dressur der Roboter
der Fahrtwind streift mein Gesicht
an jenem Nachmittag regnete es
in der Ferne erstarrten die dunklen Wolken
irgendwo dahinter das Meer
das ich noch nie gesehen hatte
fremde Menschen dazwischen wie ein Echo
Wellen die Gedanken verschlingen
das kleine Haus auf dem Hügel 
in der Nacht hörte ich das Rauschen des Wassers 
das Schweigen der Welt
ist ein Rausch
dachte ich
vorrückend wie ein kalter Schatten
im Schlafsack
schläft die Einsamkeit mit
vom Meer her
ein Gesang
ich der das Brausen der Wälder kannte
lausche verzückt
dem Meeresgesang.
hukwa

Mittwoch, 23. Januar 2019

Sanduhrenzeit

Mysterium der Nacht
im Haus des Dichters
klang von Lyren und Flöten
auch wenn sie nicht sichtbar sind
im Hintergrund lächelt Pan
jetzt da das Haupt des Orpheus spricht
die Grenzen der Zeit
im rieselnden Sand
Sanduhrenzeit
fern den leeren Hülsen der digitalen Epoche
wohnt das Mysterium der Nacht
in Kerkern der Erinnerungen.
hukwa

Samstag, 19. Januar 2019

Januarmorgen

Heute morgen sehr früh schon eine Wanderung durch die eiskalte Natur gemacht. Hier ein Gedicht dass ich von der Wanderung mitgebracht habe.

Kristallen die Landschaft
eisig und einsam
der alte Wildapfelbaum
seine Zweige
wie Silberfinger
im weißen Strahlenkranz zwischen Baum und Fels
die Wintersonne
strahlt golden
dies ist die Freiheit der Frühe
eines einsamen herrlichen Januarmorgen.
hukwa

Freitag, 18. Januar 2019

Der ständig wandelnde Strom

In meiner Jugend achtete ich sehr aufmerksam darauf das ich mit der Gesellschaft nicht im Gleichschritt mitmarschierte. Es war mir immer eine Freude wenn der Tanz ums goldene Kalb begann einfach aus der reihe zu Tanzen. Heute in einem gewissen Alter achte ich sehr darauf das ich nicht in die Altersversteinerung falle. Nur wer den ständig wandelnden Strom unseres Seins erkennt kann der Lethargie entrinnen.
hukwa

Mittwoch, 16. Januar 2019

Ehrgeiz

Ich lebe in der Zeit
und die Zeit lebt mich
aussteigen aus der Tretmühle
vor vielen Jahren
es bleibt der Ehrgeiz
ich selbst zu sein
hukwa

Samstag, 12. Januar 2019

Winterwald

Foto©UteKW
hukwa

Gott

Wenn ich über Gott nachdenke, dann vergesse ich als erstes die Kirche und die Religionen überhaupt. In dem ich meine Gedanken von diesen Fundamenten befreit habe ist es mir vielleicht möglich die große Abstraktion Gott zu ahnen.
hukwa

Donnerstag, 10. Januar 2019

Surrealistischer Morgen

Um 4.Uhr aufgewacht. Ofen angeschürrt, Bad, Kaffee, Morgenmeditation. Um 5.Uhr mit der Arbeit begonnen.
Gestern Nachmittag begann ich an einer surrealistischen Collage zu arbeiten. Ich gehe dabei folgend vor: Vor mir ein leeres Blatt Papier darauf schreibe ich Wörter und Sätze die mir plötzlich in den Sinn kommen, später kommt eine Zeichnung dazu, schließlich Ausschnitte aus Zeitschriften oder Zeitungen. Bei all diesem Tun versuche ich einen Automatismus beizuhalten. Die Anleitung zu dieser Art von surrealistischen Schaffen habe ich mir bei Andre Breton in seinen "surrealistische Manifest" ausgesucht. Man kann eine solche Arbeit auch eine surrealistische Meditation nennen.
hukwa

Mittwoch, 9. Januar 2019

Verborgen

Ruhend im Tagtraum der Nächte
und im Nachttraum der Tage
schwebend in wässriger Verlorenheit
verschollener Tage
Zeit
die wie ein Licht die Dunkelheit durchbricht
lebt verborgen in dir
das einsame Ich.
hukwa

Sonntag, 6. Januar 2019

Dreaming

Foto und Malerei©hukwa
hukwa

Morgenspaziergang zum Scharderkopf

Foto©UteKW
hukwa

Der Schleier der Dinge

In einer Inneren Welt
das äussere Sein wahrnehmen
aus dem Verborgenem heraus
die Gegenstände betrachten
sie verbinden mit den Tiefen des Selbst
ist eine der Aufgaben der Dichtung.
hukwa 

Einen einfachen Gegenstand hinter einer neunfachen Lage von Schleiern zu Verbergen bringt uns der Wahrheit dieses Gegenstandes näher. Wir Erkennen dann das wahre Sein dieses Objektes. 
Thoreich Geißenbauer  

Samstag, 5. Januar 2019

Mehr brauche ich nicht

Ich lausche dem Laut der Meisen
weiß um den grünen Gott
der durch die Wälder pirscht
im Moos und Farn erblicke ich ihn
von Angesicht zu Angesicht
ich bin vereint mit Strauch und Kreatur
verschmilze mit der umgebenden Natur
mehr brauche ich nicht.
hukwa

Freitag, 4. Januar 2019

Die Spur des Geldgeilen Pietro Bernadone

Es ist die Ich-Bezogenheit des Menschen die ihn an den Abgrund führt. Dieser Egoismus dem er folgt wie einem natürlichen Impuls ist für die Menschen schon so selbstverständlich geworden das überhaupt kein kritisches Denken mehr vorhanden ist. Ein taoistischer Spruch sagt: "Spanne den Bogen soweit du klannst und du wirst wünschen du hättest rechtzeitig eingehalten".
Es war der Heilige Franz von Asissi, Francesco Bernadone, der das Vermögen seines Vaters zurückwies und ein eigenständiges Leben führte. Ich würde den Heiligen Franz als den ersten Ökologen des Christentums bezeichnen. Doch die Welt trat nicht seine Nachfolge an sondern folgte der kapitalistischen Spur von Pietro Bernadone, dem Geldgeilen Vater des Franziskus.
hukwa

Mittwoch, 2. Januar 2019

Der wirkliche Schein der Dinge

Wer die biographische Wahrheit im Gedicht sucht wird früher oder später auf das Bewusstsein der dichterischen Einbildungskraft stoßen, die nach eigenem, psychologischen Wahrheitsbegriffen verfährt. 
Thoreich Geißenbauer 

In der Nacht
ruhte das Mondlicht
auf der Fensterbank
und gab den Dingen
ihren wahren Schein
Schatten von Schatten
erzählen Geschichte
Erinnerungen an Erinnerungen
tauchen auf
im fahlen Schein des gelben Gestirns
fordern die inneren gesammelten Ressourcen
und Phantasie
aus den Tiefen herauf
und plötzlich ist man Eins
mit den Dingen.
hukwa

Dienstag, 1. Januar 2019

Januarspaziergang

Fotos©UteKW

hukwa

Denksätze am frühen Morgen

Wenn ein Realist über Proust spricht begreift er ihn nicht.

Schein oder Sein ist auch dass denkst du oder wirst du schon gedacht.

Das Gedichte schreiben mag eine Brotlose Kunst sein aber sie gibt dem Leben eine Festigkeit und einen Halt. 

Schriftstellerei ist verarbeiten, Dichtung ist Suchen.

Die feinste aller Künste ist die Kunst der Selbstveränderung, deswegen werde heute noch zum Künstler.

Leben ist Suchen
selten ein Finden
es ist der Versuch sich zu Ergründen.
hukwa