Mittwoch, 20. September 2017

Mein eigenes Tempo

Ich beginne den Morgen in dem ich meinen Kaffee trinke und danach in den Holschuppen gehe und Anmachholz für den Küchenherd schlage. In unserer vollautomatische-digitalen Welt gleichen verschiedene Lebensumstände/Situationen von mir, Relikten der Vergangenheit. Ein gewisser Anachronismus hat mich schon immer begleitet weil mir die umgebende Welt zu schnell und oberflächlich ist lebe ich mein eigenes Tempo.
hukwa

Dienstag, 19. September 2017

Das Unscheinbare

Der Herbst ist die beste Zeit über den Mythos zu schreiben und sich der Poesie zu widmen. Ich ziehe mich in meinen Kokon zurück und beobachte aus dieser Innerlichkeit heraus die Welt. Ich suche die Geheimnisse die in mir verborgen sind achte auf das Unscheinbare das oft interessanter ist als das Scheinbare.
hukwa

Waldtraum

Den Blick auf den Waldpfad gerichtet
beobachte ich die wirbelnden Blätter
Kiefernduft liegt in der Luft
eine Zapfe fällt
ein neuer Waldtraum beginnt.
hukwa

Montag, 18. September 2017

Der Ruf

Dunkle Welt
Wüste tief
in die der Dichter ruft
verzauberter Klang
der die Dunkelheit erhellt
in fremdes Land hinein
das Land des Mythos
ist ihm reines Sein.
hukwa

Donnerstag, 14. September 2017

Mittwoch, 13. September 2017

Traumpfad

Geheimnisvoll
der Traum
der dich entführt
in die Dämmerung herbstlicher Wälder
Traumpfad
beschreite ihn
führt sein Weg doch zur Lichtung
tief im Innern
die gefrorene Flamme
wartet auf Wärme
doch überall
tiefes Schweigen
Geh deinen Weg.
hukwa

Montag, 11. September 2017

Anderswelt

Vielleicht ist die Anderswelt
nichts anderes
als ein Spätherbstabend.
hukwa

Samstag, 9. September 2017

Wanderung ins Kinderland

Herbstmond
wandert durch die Septembernacht
Eulenruf
ein Jahr ist bald wieder vollbracht
am Abend zogen Gänse
in Keilschriftform dahin
am Morgen fallen die ersten Kastanien
ich greife nach ihnen
und wandere
Heim ins Kinderland.
hukwa

Freitag, 8. September 2017

Das Ende vom Zukunftdenken

Der Teufel steckt nicht im Detail
sondern im Prinzip.

Jetzt, in den Tagen vor der Bundestagswahl schallt es täglich durch die Medien- das heilige Superwort, das Wort aller Wörter - Wachstum.
Noch nie ging es uns so gut, aber- es könnte uns noch ein wenig besser gehen. Also: Die Wirtschaft muss noch mehr wachsen! Im Jahre 2017 erleben wir die absolute Erektion am Glied unserer deutschen Wirtschaftpotenz. Die Volksvertreter schreien es hinein in die Gemeinde der Wahlberechtigten- noch nie ging es uns so gut-und es könnte uns noch besser gehen. Auch wenn kein Gras und kein Baum mehr wächst- Hauptsache die Ökonomie wächst weiter. Immer mehr Wachstum ist das gesellschaftliche Zukunftsdenken. Doch wenn wir nicht aufpassen ist es das Ende jeglichen Zukunftsdenkens.
hukwa

Fortschritt

Der Weg zum Fortschritt
ist immer mit dem Verzicht
auf früher vorhandenes verbunden.
Die Entscheidung liegt bei uns.
hukwa

Weiden

Der Tau an den Weiden
lasst Vergessen
den Schmutz der Welt.
hukwa

Donnerstag, 7. September 2017

Der Sommer neigt sich dem Ende zu

Die ersten Blätter fallen. Im Garten ist es die Grauerle und der Holunder die nun täglich ihre Blätter verlieren. Auch die Farben des heraufziehenden Herbstes sind nun deutlich erkennbar. Für den künstlerisch veranlagten Menschen beginnt nun eine erfrischende Periode von Kreativität. Malen und schreiben rücken wieder enger in den Fokus. Die leichte Lethargie die der Sommer mit sich führt lässt man hinter sich. Der Zugang zum Unbewussten und somit zu den Quellen des kreativen denkens öffnet sich. Jetzt muss man die Ernte des Frühjahrs und Sommers einfahren. Was im Frühling gepflanzt, im Sommer gereift ist, will jetzt im Atelier verarbeitet werden.
hukwa

Herbstabend

Am Gartenzaun
die letzte Windenblüte
Abend im Herbst.
hukwa

Mittwoch, 6. September 2017

Still ist der Herbst

Still ist der Herbst
ins Land gezogen
noch einmal Wespentanz
um die reife Birnenfrucht
einsam am Firmament
kommt der Reiher gezogen
wie flammende Fackeln
die Lärchen am Waldesrand
naht nun die stille kühle Zeit
der Wald lebt bin Zurückgezogenheit
sein Lied so schön wie nie im Jahr
dringt in mich ein
so rein und klar.
hukwa

Dienstag, 5. September 2017

Bäume

Bäume
wie ruhig steht ihr da
der Ewigkeit so nah
Wesen wächst aus eurem Sein
in mein eigenes hinein.
hukwa

Samstag, 26. August 2017

Donnerstag, 24. August 2017

Tagesspruch-Zukunft

Die Zukunft ist in der Gegenwart verkapselt wie
der Baum im Samen.

Der große Mutterleib

"Die Natur, welche die Welt ist und all ihr Anfang, ist ein einziges großes Ganzes". Ein Organismus, in welchem alle Dinge miteinander übereinstimmen und sympathisieren. Sie ist der Makrokosmos.
So versucht Paracelsus die große "Sympathie" der Natur und des Menschen nachzuweisen. Dies ist eine Erinnerung, eine Metanoia,  des "en to pan" des Hippokrates. Ihr liegt die platonische Spekulation von der Bildung aller Dinge nach ewigen Mustern und unvergänglichen Idealen zugrunde. Denn in der Natur gibt es nach Paracelsus nichts Totes alles ist ein großes Organ. So gibt es auch keinen Tod in der Natur, und das Sterben der Wesen ist nichts anderes als ein Zurückfinden derselben in den großen Mutterleib der Allmutter.
hukwa

Giordano Bruno über Paracelsus

Einem Arzt wie Paracelsus, diesem Wunder ärztlicher Kunst, ist nächst Hippokrates niemand zu vergleichen. Wenn dieser in seiner Trunkenheit (Sinne von Feuereifer) schon so viel zu sehen vermochte, was hätte er erst leisten können, hätte er die Dinge nüchtern betrachtet.
Giordano Bruno

Montag, 21. August 2017

Frühe Herbsttage

Vereint bin ich an diesem wunderschönen frühherbstlichen Morgen mit den Pflanzen und den Tieren die mich umgeben. In solchen Stunden innerer Einheit meide ich den Umgang mit dem Artgenossen Mensch. Ich suche den Abstand in dem ich die Zuflucht der Natur aufsuche. Früh am Morgen habe ich Heute die ersten Falläpfel aufgelesen. Am Feldrand stehen die alten Apfel und Birnbäume keiner will ihre Früchte. Doch die Wildtiere laben sich daran. Es ist traurig- denn sind diese alten Obstbäume einmal nicht mehr, keiner wird welche Nachpflanzen. Ich genieße diesen ersten Frühherbsttag und übe mich im Schauen.
hukwa

Sonntag, 20. August 2017

Mit weichen Schritten...

Mit weichen Schritten kommt der Herbst daher
Führt mich in das Haus der Inneren Einkehr
Die ersten Äpfel fallen einsam am Feldrand
Die Seele weiß um ewiges Gedulden
Gedanken lasten schwer
Wie schwarze Holunderdolden
Nachtkerzen und wilde Astern
Letzter Gruß des Sommers
Bald ziehen die Schwalben nach Süden
Das Lied des Herbstes klingt herauf.
hukwa

Sonntag, 23. Juli 2017

Es leuchtet auf der Wiese
der Sommerthymian
Wind weht seinen Duft heran
ein Seelenschlag
aus Kindheitstagen
klagt an
ein Junge der über eine Wiese geht
am blauen Himmel der Turmfalke steht
ein leichter Windzug
die alte Feldulme bebt
in fliehenden Erwarten
der Ginster am Wegrand steht.
hukwa

Samstag, 22. Juli 2017

Welt der Träume - Tagesspruch

Wenn nämlich die Welt der Traum eines Jemand ist,
wenn es Jemanden gibt,
der uns in diesem Augenblick träumt und der die Geschichte der Welten träumt,
dann hat die Vernichtung der Religionen und der Künste,
dann hat die allgemeine Verbrennung der Bibliotheken
nicht viel mehr zu bedeuten als die
Verbrennung der Einrichtungsgegenstände eines Traumes.
Der Geist, der sie einmal geträumt hat,
wird sie abermals träumen.
und solange dieser Geist zu träumen fortfährt,
ist nichts verloren.
Jorge Luis Borges

Mittwoch, 19. Juli 2017

Natur

Die Natur bleibt das große Geheimnis.
Das was wir von ihr Sehen ist nur ein
Widerschein dieses Geheimnisses.
hukwa

Montag, 17. Juli 2017

Beifuß

Unterwegs zur Quelle des Kaltenborn kam ich beim alten Birnebaum vorbei. Ganz in seiner Nähe wächst ein besonders wohlriechender Beifuß. Jedes Jahr schneide ich mir hier ein paar Pflanzen die ich zum trocknen mitnehme. Im Mittelalter wurden die Blüten dieser Pflanze als Gewürze verwendet. Man glaubte auch die Pflanze in den Schuhen getragen vertreibe Müdigkeit. Der wohlriechende Geruch des Beifuß vermischt sich mit dem Duft des Labkrautes - Hochsommer!
hukwa

Sonntag, 16. Juli 2017

Pioniere unseres Selbst

Wir sollten immer Pioniere unseres Selbst sein. Immer in der Versuchung leben in uns die Fähigkeit zu suchen das wir im Sandkorn die ganze Welt erblicken, wie William Blake dies ausdrückte. Wir finden die Farben des Regenbogens im Regentropfen und zugleich ist in diesem Tropfen ein ganzer Ozean verborgen. Wenn wir solches erkennen leben wir die ursprüngliche Harmonie die in uns immer vorhanden ist aber vom Schleier der Wirklichkeit verdeckt wird.
hukwa

Dienstag, 11. Juli 2017

Entzauberung der Natur

In einer von der Stadtkultur geprägten Landschaft sind die sinnlichen und geistig geprägten Verbindungen des Menschen zu seiner Umwelt nicht mehr so positiv vorhanden wie in einer Landschaft, die mehr dörflich strukturell geprägt ist. Was auch nachvollziehbar ist, denn mit der Stadtkultur beginnt die "Entzauberung der Natur".
hukwa

Montag, 10. Juli 2017

Stille ist Kraft in einer Lärmverseuchten Welt

Nach der Hitzewelle der letzten Tage herrschte heute Morgen eine angenehme Sommerfrische vor. Die Luft ist klar und abgekühlt. Auf der Veranda streicht der Kater umher der mich manchmal besucht. Gestern und heute noch ist Kirmes im Ort. Ich mag solche Lärmüberfüllten Feste nicht.Jetzt am frühen Morgen herrscht Stille vor. Ich beobachte das kleine Leben im Garten das in seiner Vielfalt großartig ist. Hier herrscht meditatives Leben vor. Ich lass es in mich eindringen und nehme Dinge wahr die den oberflächlichen Menschen verborgen bleiben. Um in die Geheimnisse der Natur vorzudringen benötigt man vor allem Stille. Die Stille ist ein Rückzugsgebiet, ein Ort der Kraft in einer Lärmverseuchten Welt.
hukwa

Haiku

Im sanften Windhauch
die Distelsamen fliegen
zum nächsten Sommer.
hukwa 

So selbstvergessen
in der Gluthitze des Mittags
der alte Weidepfosten.
hukwa

Samstag, 8. Juli 2017

Im Schattengarten - Haikus

Im Schattengarten
lockt nun der Dompfaff
den ganzen Tag.
hukwa 

Der Dompfaff ist
wenn er in der Erle singt
die Stimme der Erle.
hukwa


Vom Sommerregen gebeugt
wie ein alter Mensch
der alte Holunder.
hukwa

Freitag, 7. Juli 2017

Sommmerhaikus

Im sommerlichen Wildbach
steht einsam die Forelle
gegen die Strömung.
hukwa

Gewitterblitz in der Sommernacht
im Garten erkenne ich
das glänzende Fell des Marders.
hukwa

Im Schattengarten
die blühende Winde
Spiegelbild des Universums.
hukwa

Achtsamkeit

Achte auf den Moment des Augenblicks
denn in ihm ist die Ewigkeit verborgen.
hukwa

Donnerstag, 6. Juli 2017

Mittwoch, 5. Juli 2017

Sommmerliche Laute

Ich gebe mich hin der
roten Fackel
der frühen Morgensonne
Taubengurren
wo rinnen der Sommer
sich kündet
Häherschrei
mir zum Gruß
Hornissentanz
im hohlen Baum
Sommerliche Laute
Sphärenklang.
hukwa

Dienstag, 4. Juli 2017

Von Elstern und Sperlingen

Im Garten schimpfen die Elstern. Ihre Jungvögel sind ausgeflogen und suchen nun Futter. Jeden Morgen bekommen sie von mir einen Teller Haferflocken. So kann ich sie für einige Zeit beobachten und mir über ihr Verhalten Notizen machen. Das Futter lockt auch Scharren von Sperlingen an. Es sind mehrere Paare die regelmäßig am Haus brüten. Der Haussperling ist in Trippstadt gut vertreten. Nur der Feldsperling wird immer seltener.
hukwa

Sonntag, 2. Juli 2017

Philosophenwetter

Heute herrscht graues, düsteres Regenwetter vor. Für mich persönlich ein wahres Bilderbuchwetter. Es hat die ganze Nacht durch geregnet und die Natur trinkt nun das kühle Nass in tiefen Zügen. Man fühlt und spürt wie sich die Wesen der Natur nach dem Regen gesehnt haben. Die Wildvögel fühlen sich besonders wohl. Der ganze Garten wimmelt von gefiederten Sängern. Nur die Menschen schimpfen. Es sind dumpfe Menschen fern von jedem Gefühl für die Natur. heute morgen lief ich eine Stunde lang durch den Landregen, ließ ihn ganz auf mich einwirken- nutze die Stunden wie sie fallen- je dunkler und grauer die Wolken sind desto tiefer kannst du deine Gedanken schicken. Solche Tage bezeichne ich als Philosophenwetter.
hukwa

Samstag, 1. Juli 2017

Eine perfekte Gütergemeinschaft

Ich begrüße den blutjungen Tag, jeder neue Tag ist ein junger Tag, egal wie alt wir selbst sind. Ich erfreue mich daran meine Tage in Frieden beginnen zu dürfen. In vielen Ländern herrscht Mord und Totschlag, Krieg und Verderben vor, so das es eine gewährte Gnade der Götter ist dass wir in Frieden leben dürfen. Der Frieden ist der Preis einer gesunden Demokratie und diese ist das höchste gut dass eine Gesellschaft besitzen kann. Während ich hier schreibe beobachte ich die Vögel im Garten und erfreue mich an dieser guten Nachbarschaft. Mehrmals am Tage bringe ich ihnen Futter, dafür halten sie im Garten die Blattläuse kurz. Wir sind eine perfekte Gütergemeinschaft, die Vögel und ich. Wir lieben den Frieden in der gemeinsamen Hoffnung dass auch andere Menschen ihn bald genießen dürfen.
hukwa

Freitag, 30. Juni 2017

Tiefe der Wirklichkeit

Sag Mensch, was bist du für ein kleinliches Wesen dass du nicht mehr die Herrlichkeit der dich umgebenden Natur erkennst? Das du die Früchte zerstörst die dich nähren! Es gibt verschiedene weisen die Natur, die Welt, die um uns herum existiert zu erfassen. Wenn wir Allmutter Natur befragen hat sie gewiss auf unsere Fragen eine Antwort parat. Ich schaue zum Fenster hinaus und beobachte die Vögel am Futterhaus dabei verschmilz ich mit dem Wesen des kleinen Buchfink, der gerade das Futterhaus aufsucht. In dem ich diesen kleinen Vogel beobachte tut sich mir eine Wirklichkeit auf die tiefer ist als alle werke die Menschenhand je erschaffen hat.
hukwa

Donnerstag, 22. Juni 2017

Poesie des Landlebens

Jetzt - am frühen Morgen, sitze ich im Garten und lausche dem Lied der Amsel genieße dabei die Poesie des Landlebens. Die Elstern schwirren im Garten umher, die Bienen Summen, auch die Krähe Kra schaut immer wieder mal vorbei. An solchen Tagen ist man dem Dasein sehr nahe als spüre man den Puls der alten Erdmutter.
hukwa

Tagesspruch

Würde jeder Mensch in seinem Leben ein wenig Philosophieren, würden wir uns eine Menge Ärger ersparen.
hukwa

Donnerstag, 1. Juni 2017

Erdbewusstsein

Ich bin davon überzeugt dass die Erde, als Galawesen, Menschen sucht um zu kommunizieren. Es gibt dieses Erdbewusstsein, das ja dass gleiche ist wie das kosmische Bewusstsein. Und dieses Bewusstsein sucht Verbindung zu der Welt des Menschen. Die Einen spüren es weniger, die Anderen mehr. Was ist der Mensch schließlich anderes als Bewusstsein dass in einem Körper lebt? Und dieses Bewusstsein sucht Kontakte.
hukwa

Mittwoch, 31. Mai 2017

Kuckuckslichtnelke

Heute Morgen war ich schon sehr früh im Wald unterwegs. Ein wunderschönes Vogelkonzert erklang aus den Wipfeln der Bäume. Ich achtete besonders auf die Wildblumen. Ein schöner Strauss Kuckuckslichtnelken fiel mir bald auf. ich fand die Art im Auwald beim Kaltenbornertal. Gegen neun Uhr wurde es schon recht warm. ich hielt mich im Schatten der Waldbäume auf. Den ganzen Morgen über begegnete mir keine Menschenseele. Die Gedanken konnten weit und tief schweifen.
hukwa

Dienstag, 30. Mai 2017

Samstag, 27. Mai 2017

An Tagen wie Heute...

An Tagen wie Heute nehme ich die Natur noch bewusster wahr. Man muss sie mit seinem höheren Selbst schauen. R.W. Emerson schrieb: " Dieser reinen Natur ist sich jeder Mensch zuweilen bewusst. Die Sprache kann sie mit ihren Farben nicht ausmalen. Sie ist zu fein. Sie ist undefinierbar, unmessbar, aber wir wissen, dass sie uns durchdringt und umschließt..."
hukwa

Freitag, 26. Mai 2017

Storchenschnabel

Heute sind die Blüten des Storchenschnabels, auch Rupprechtkraut genannt aufgegangen. Eine Pflanze die in der Sonne als auch im tiefsten Schatten blüht. Mein Schattengarten ist gut gefüllt mit dieser Pflanzenart. Auch auf der Veranda habe ich eine Staude dieser Art die mich seit vielen Jahren begleitet. Es ist eine alte Heilpflanze. Ich mag sie, ihre Blüten sind so zart als wären sie die Haut der alten Erde.
hukwa

Mittwoch, 24. Mai 2017

Wiesengebet

Befrage ich den Krähenflug
schau was sich unter der Eiche tut
das alte Holz vom Weidezaun 
ertönt im Wildbienengesumm
Maisonne schenkt Wandelung
die grüne Wiese eine Blüte
ich ruhe unter der Blutbuche
am Horizont der Bussard schwebt
ich geh in mich
wie im Gebet.
hukwa

Dienstag, 23. Mai 2017

Der kleinste Garten ist ein Wunder

Mein erster Weg am frühen Morgen führt mich in den Garten. das Geballte Grün übt eine große Faszination auf mich aus. Im Schattengarten blühen jetzt Akelei und Schöllkraut. Die Krähe Kra sitzt im Ahornbaum und wartet auf ihr Frühstück. Unter einem Sandstein haust seit Jahren eine Unke auch ein alter Bekannter. Meisen und Grasmücken zwitschern schon fröhlich. Der kleinste Garten ist ein Wunder der Natur, man muss nur auf seine kleinen Wunder achten. Das kleinste Stück Natur kann zu einem großen Kosmos werden, wenn man sich nur die mühe macht seine Geheimnisse zu entdecken.
hukwa

Montag, 22. Mai 2017

Maimorgen im Kaltenborner Tal

Am frühen Morgen habe ich einen weiten Spaziergang unternommen. Wunderschöner Mai! Sonnenschein und Vogelsang. Überall blüht nun der gelbe Ginster. Am schönsten erscheint er mir am frühen Morgen, wenn der Tau auf ihm liegt und die Morgennebel von ihm aufsteigen. An einem solchen Morgen muss man Eins werden mit seiner Umgebung. Als ich den Wald verlasse verbringe ich den Rest des Morgen im Garten:
Über mir das Blätterdach
von Ahorn und Holunder
das Flattern der Vogelflügel
Gezwitscher in der Grauerle
Bald öffnen sich die Holllerblüten
die bewusste Aufnahme von Natur
ist pure Harmonie.
hukwa

Freitag, 19. Mai 2017

Menschen

Für mich sind Menschen
Bücher in denen ich lese
und die Menschheit
eine wandernde Bibliothek.
hukwa

Änderungen leben

Immer in Änderungen leben
immer neue Identitäten suchend
doch in seinem inneren Kern
der Gleiche bleibend
aus einem rohen Klotz
die Form heraus holen
das ist wirkliches Leben.
hukwa

Donnerstag, 18. Mai 2017

Stille als Antwort

Früher Morgen im Fichtenwald
die Eichen erscheinen wie Kentaurengestalt
Uralte Wurzelstöcke wie
Gorgonenhaupt
Medusa schaut aus Felsgestein
Wellen im Waldteich
darinnen spiegelt sich das Himmelslicht
Baumrinde spricht in Signatur
im Wurzelstock
schaue ich
die Urgestalt.
hukwa

Montag, 15. Mai 2017

Naturerfahrung

Um die Erfahrung der realen Wirklichkeit zu machen muss ich mich täglich mehrere Stunden in der freien Natur aufhalten. Als freier Mensch in der Natur und nicht als Gefangener in einer Stadt. Der Aufenthalt unter Bäumen, bei Pflanzen und Tieren gibt mir die Gewißheit ein Teil der Gegenwart zu sein und nicht in Ilusionen zu verweilen. Die Natur ist mir keine Fluchtburg sondern eine Zuflucht vor der Dumpfheit meiner Zeitgenossen.
hukwa

Freitag, 12. Mai 2017

Der Geistbaum

Die letzten vier Wochen habe ich ganz für mein neues Projekt gelebt. Jetzt ist es fertiggestellt, die Arbeit ist getan und dies sorgt für ein Gefühl der Zufriedenheit in mir. Nun kann ich mich wieder ganz dem Geist und der Natur widmen. Man muss die Arbeit von der man überzeugt ist dass sie gut ist auch so gut wie möglich umsetzen. Das schenkt ein Gefühl der Harmonie. Doch vor allem sollte man das tun worüber man sich manchmal vorwirft es nicht getan zu haben, denn - der Baum den man selbst gepflanzt hat will auch gepflegt sein, dass er Früchte trägt.
hukwa

Freitag, 14. April 2017

Ist Zeit Geld oder ist Geld Zeit?

Wir Feiern die Hingabe an das Geld. Zeit ist Geld sagt ein Spruch. Das ist richtig doch wenn das Geld für mehr reicht als für den Lebensunterhalt sollten wir uns für das Geld Zeit kaufen, es in Zeit anlegen. Nämlich in freie Zeit, die wir nicht für die "wichtigen" Dinge des Lebens nutzen, sondern für die "wesentlichen" Dinge verwenden.
hukwa

Dienstag, 11. April 2017

Zu Besuch bei alten Gefährten

War heute mal wieder seit langer Zeit im alten "Land art Garten". Vor zwölf Jahren habe ich hier eine Menge Sträucher, Stauden und Bäume gepflanzt. Diese alten Gefährten habe ich mal wieder besucht. Auch den chinesischen Mammutbaum, er ist inzwischen fast acht Meter hoch. es war mir eine Freude und Ehre diesen alten Bekannten mal wieder aufzusuchen.
Jetzt am Nachmittag sitze ich in meinem Freilandarbeitszimmer, lausche dem Lied der Amsel und genieße die Poesie des Landlebens. Die Elstern schwirren im Garten umher und die Krähe Kra schaut auch immer wieder mal vorbei. An solchen Nachmittagen ist man dem Dasein sehr nahe. Als spüre man den Puls der alten Erdmutter.
hukwa

Dichter Reich

Ins Reich der Dichtung muss ich wieder fliehen
ins Land der Poesie pure
sonst kann ich im Leben nicht mehr bestehn
Wahrheit liegt in diesen Gefielden
das Zauberwort heißt Gedulden.
hukwa 

Leben
es ist ein Suchen
ein sich finden
es ist niemals ein sich
Ergründen.
hukwa 

Und wenn des Lebens Schlag
dich in die zwölfte Runde wirft
sei stark
hukwa

Sonntag, 9. April 2017

April Haiku

Am eiskalten Waldbach
die Blüte der Weidenkätzschen
Spiegelbild des Universums.
hukwa

Freitag, 7. April 2017

Kunstschaffen

"Die Kunst ist eine in Form gebrachte Förderung nach Unmöglichem", schrieb Albert Camus.
Dies bedeutet für den Künstler dass er auf ewig weiterschaffen muss, denn:
Jedes neue Werk bedeutet
die Zerstörung
des Vorangegangenen.
hukwa

Donnerstag, 6. April 2017

Meine Kunst entsteht in der Zurückgezogenheit

Ich arbeite am liebsten alleine und Abseits des gesellschaftlichen Lärms. Mein Wohlbefinden suche ich in der freien Natur, hier teilen sich mir die Inspirationen für mein Werk mit. Ich brauche weder die Stadt noch benötige ich kulturelle Veranstaltungen. Letztendlich ist meine Heimat der Geist und somit dass "Geistige in der Kunst". Nur so kann ich die Visionen und den Geist entwickeln denn ich in mein Werk hinein zu arbeiten versuche.
hukwa

Mittwoch, 5. April 2017

BaumAllMacht

Vor meinem Fenster wehst du
voller Licht
schenkst Leben
dein mächtiger glatter Leib
einzigartige Pracht
die Kirche unter dir
versteckt sich hinter deiner
BaumesAllMacht
als ob ein
uralter Gott
dich in seinen Armen hält
dein Wunsch ist es
nach Oben zu streben
die unter dir stehen
beachtest du nicht
dein ganzes Wesen
ist irdisches Licht.
hukwa

Auf einen alten Schuppen

Stürme rissen Ziegel aus dem Dach
Regen lockerte das alte Mauerwerk
die alte Tür stöhnt leise
erzählt von alten Zeiten
auf ihre Weise
der alte Apfelbaum wirkt gebrochen
daneben der Kirschbaum
seine Kirchen reifen nur noch für die Vögel
der alte Schuppen mahnt Vergänglichkeit an 
die Menschen laufen vorbei
sie bemerken ihn kaum.
hukwa

Haiku

So selbstvergessen
in der Frühlingssonne
der alte Zaunpfosten.
hukwa

Samstag, 1. April 2017

Die Wollust der Natur

In der Durchsichtigkeit grüner Wälder
erfährt der Geist
die Wollust der Natur
die sich spiegelt
in den unsterblichen Wolken
die Blendung der Tatsachen
wiegt schwer
in dem einzigen Raum der uns bleibt
wie ein Echo
das Lachen Gottes
in der Unendlichkeit der Nächte
so lange bis der Morgen taut
der sanfte Regen
in ihm verborgen
die gefangenen Stimmen
jener
die versuchen zurückzukehren
in einen alten Traum.
hukwa

Freitag, 31. März 2017

Freilandarbeitzimmer

Seit einigen Tagen ist mein Freilandarbeitzimmmer wieder eröffnet. Umgeben von meinen Gemälden und anderen Kunstwerken, von Grün- und Blütenpflanzen unter dem Wipfel der Erlenbäumen erwartet mich jeden Morgen die Inspiration. Die Hummeln umsummen mich und Eichhorn und Krähe statten mir einen kurzen Besuch ab. Es ist mir eine wahre Wohllust im Freien zu arbeiten die Gedanken schweifen in die Ferne und in die Tiefe.
hukwa

Freitag, 24. März 2017

Waldeinsamkeit

Die Krähe lauert stumm im Baum
die Schwalben kehren bald wieder
unter einer Birke
eine alte Kreuzotterhaut
wie Wächter um die Haut herum
ein Hexenring von Baumpilzen
ich bin ganz still
fast wie ein Strauch
im Dickicht bricht das Reh Altholz
der Häher schreit
Rotkehlchen weint
der Schwarzspecht schreit
Waldeinsamkeit.
hukwa

Mittwoch, 22. März 2017

Dienstag, 14. März 2017

Umherstreifen

Unterwegs sein kann für Menschen zu einem Lebensmodell werden. Ich meine nicht das Unterwegssein im Vergnügungsurlaub wie er Heute Gang und gebe ist. Ich spreche von jenem Unterwegssein in der Natur. Einmal am Tag muss ich Umherstreifen und alles hinter mir lassen.
hukwa

Freitag, 10. März 2017

Donnerstag, 9. März 2017

Grüner Gott geht durch den Wald

Graue Wolken spiegeln sich
in den Wellen des Waldweihers
Keilschrift über mir
Kranichzug
Tief im Dickicht
Zilp Zalp lockt
Kröte sich im Altholz duckt
träumendes Schauen
schlanke Buchenleiber raunen
Märzgeist ruht im alten Schilf
in der alten Weide
murmelt der Wind
grüner Gott geht durch den Wald.
hukwa

Mittwoch, 8. März 2017

Midas und Kunst

Ich schlafe am Abend mit Kunstgedanken ein und erwache am Morgen mit ihnen. Dies ist die Einheit von Kunst und Natur. Wenn man Jahrzehnte lang in der Kunst arbeitet wird dies zu einem inneren Vorgang. Es gibt die alte griechische Sage von König Midas, alles was dieser König berührte wurde zu Gold. Alles was der Künstler berührt sollte zu Kunst werden. Selbst in Zeiten da ich mich nicht mit Kunst praktisch betätige, geht sie in mir um, sie beherrscht meinen Geist und das innerliche Kunstwerk nimmt seine Form an. Das ist der Moment wo die Kunst sich auf eine neue Geburt vorbereitet.
hukwa

Montag, 6. März 2017

Märzgeist

In dieser Jahreszeit, dem Vorfrühling, können wir intensiv miterleben was sich unter der Erde vorbereitet. Jeden Tag sprießt ein Halm oder eine Blüte mehr aus dem Boden. Bald wird sich strotzendes Grün ausbreiten. Unter den Buchen warten schon die Buschwindröschen auf ihre erste Blüte. Nicht weit davon entfernt steht der Märzenbecher. Überall reges Vogelleben. Es ist der Märzgeist der jetzt durch die Wälder zieht und seinen Anhang die Wesen des Frühlings mit sich führt.
hukwa

Donnerstag, 2. März 2017

Künstlerdasein

Mit den Jahren wird das praktizierte künstlerische Schaffen für den Künstler zur Selbstbiographie,
er findet sich selbst in jedem seiner Werke wieder.
hukwa

Mittwoch, 1. März 2017

Gedanken am frühen Morgen

Ich unternehme weite Spaziergänge, denke viel und- Schweige.


In dem ich meine eigene Welt lebe, lebe ich auch meine eigene Mythologie.


Philosophische Gedanken und Ideen werden erst dann dein Eigentum wenn du sie mit den Erfahrungen deines Lebens verbinden kannst.

hukwa

Dienstag, 28. Februar 2017

Kunst und Paralellwelt

Nur an einem Kunstprojekt zu arbeiten ist mir zu Eindimensional, vor allem auch weil mein künstlerisches Schaffen eine recht lange Inkubationszeit braucht. Ich arbeite in der Regel an zwei oder mehreren Projekten, die Ergebnisse finden sich im Gesamtkunstwerkblog. Momentan ist  dass Hauptprojekt das "dritte Leben der Bäume", daneben entstehen noch Malereien und natürlich die ständigen Tagebucharbeiten. Meine Kunst führt mich dazu dass ich seit Jahren in Paralellwelten lebe und ich muss sagen ich fühle mich wohl dabei. Denn dies sorgt eben dafür dass man nicht Eindimensional wird.
hukwa

Donnerstag, 23. Februar 2017

Kleiner Seelenvogel

Der zarte Laut
des Rotkehlchens
enthält
die Tristesse des scheidenden Winters
kleiner Seelenvogel
einsam sitzend
im kahlen Schlehenbaum
sehnsüchtig erwartest du das Frühjahr.
hukwa

Dienstag, 21. Februar 2017

Jetzt ist die Zeit

Der laue Märzgeist weilt schon in den Wäldern. Jetzt ende Februar hat der Haselstrauch schon gestäubt. Sein ganzes Umfeld hat er mit seinem feinen, gelben Staub bedeckt. Er ist einer der ersten in dem der unaufhaltsame Trieb des Lenzing erwacht. Der aufmerksame Beobachter kann im fahlen Laub schon das erste Grün der Buschwindröschen und die keimenden Blätter des Aronstabs am Waldboden entdecken. Die Weißdornhecke füllt sich mit regem Vogelleben.
Jetzt ist die Zeit wo man des wunderns nie müde wird.
hukwa

Montag, 20. Februar 2017

Das Geheimnis zu erkunden

Jetzt- im ersten, kaum Schaubaren Aufkeimen der Pflanzenwelt, schaue ich das große Daseinsspiel des Lebens.
Im Garten bewunderte ich heute Morgen das feine, satte Grün des kurz vor der Blüte stehenden Schneeglöckchens.
Mein Herz wird unruhig beim Anblick dieses frühen Lebens am Jahresanfang.
Es zieht mich hinaus in die Wälder, mehr will ich Sehen, mehr will ich wahrnehmen, das Geheimnis der Frühlingshaften Zeit zu erkunden, dazu steht mir der Sinn.
hukwa

Samstag, 18. Februar 2017

An Tagen wie Heute..

An Tagen wie Heute möchte ich von niemanden gestört werden. Ich genieße die Gemeinschaft von Baum, Strauch und Tier. Sie sind für mich die große Gemeinschaft im Gegensatz zu den Ansammlungen und Versammlungsplätzen der Menschen. Mit dem richtigen Bezug zur Natur bist du nie allein.
hukwa

Freitag, 17. Februar 2017

Neue Horizonte

An manchen Tagen verstecke ich mich gerne hinter meinen Gedichten und Kunstwerken. Dann wandere ich lieber im Geiste als draußen. Dieses innere Wandern sorgt dafür das ich neue Horizonte ziehen kann.
hukwa 


Mittwoch, 15. Februar 2017

Zur Zeit..

Zur Zeit lebe ich eine große Meditation. Ein wärmender Kokon umgibt mich, hüllt mich ein wie eine Wärmeplastik. In den Nächten träume ich sehr farbig. Diese Nacht habe ich von einem farbigen Zimmer voller Malereien geträumt.
Als ich am Morgen erwachte dachte ich an einen Satz aus Robert Walsers Roman "die Geschwister Tanner":
"Ich bin nichts als ein Horchender und Wartender, als solcher allerdings vollendet, denn ich habe es gelernt, zu Träumen während ich warte".
hukwa

Montag, 13. Februar 2017

Bis zur nackten Existenz

Am Morgen erwache ich gegen fünf Uhr.
Dann beginnt das Geschäft des denkens.
Die Gedanken müssen tief greifen. Sie
müssen sich durcharbeiten bis zur nackten
Existenz.
hukwa

Morgengedanken

Langes Schweigen ist oft die
ehrlichste Antwort.
hukwa

Das schlimmste in der Gesellschaft ist die
Stumpfheit
Momentan hat sie Konjunktur.
hukwa 

Ich möchte jedem Tag auf der Spur bleiben
sein Datum soll mein Wappenschild schmücken
das ich es aufrichte gegen die Infamitäten die mir
täglich begegnen.
hukwa

Über Philosophie

Über Philosophie rede ich nicht
über Philosophie schreibe ich oder
schweige ich.
hukwa

Mittwoch, 8. Februar 2017

Wenn meine Stimme nicht mehr singen kann

Wenn meine Stimme nicht mehr Singen kann
das Anbrechen des Tages
sich nicht mehr mit einem Gedicht beginnen lässt
dann fliege mein Schmetterling
zu der Waldwiese
wo die Blumen blühen
auch sie sind der Vergänglichkeit unterworfen
wie die Sterne da oben
ihr herrlichen Gestirne
mit euch wird einmal meine Seele ziehen 
diese von Welt zerrissene Monade
weiß
das sie selbst ein Stern ist.
hukwa

Samstag, 28. Januar 2017

Reiher am Abend

Den Flug des Reihers
beobachte ich schon lange
wie er jeden Abend
ins Tal schwebt
hinter ihm
versenkt sich glutrot die Sonne
vor ihm
die Abenddämmerung.
hukwa

Mittwoch, 25. Januar 2017

Callar, callar

Sie schlafen ohne es zu wissen
weil sie durch einen willenlosen Traum wandern
angekommen an einer stählernen Wand
empfängt sie ein schwarzes Graffiti
Callar, callar. No callo porque quiero.
hukwa

Montag, 23. Januar 2017

Vom Alll-Tag

Man muss die Natur von Jahr zu Jahr mit neuen Augen betrachten, vor allem jetzt im Winter. Heute Nacht hatten wir 18.Grad minus. So muss der Winter sein. Ich hörte den Steinmarder als er auf der Veranda Rumorte. Zweimal am Tag füttere ich das Amselvolk, das dieses Jahr besonders zahlreich den Garten bevölkert. Es scheint dass sich alle Amseln der Umgebung in meinem Garten verabredet haben. Mehrmals am Tag bekommen die Krähen ihr Stück Speck. Jetzt sitze ich am Schreibtisch und schreibe. Ich muss meine Themen nicht von weit herholen. Brauche keine Sensationen über die ich berichte. Das Alltägliche des Daseins ist es mir wert das ich darüber erzähle.
So wird der Alltag zum All-Tag.
hukwa

Samstag, 21. Januar 2017

Das Schweigen der alten Buche

Die silberne Sichel des Mondes
reißt den frühen Morgen
in zwei Teile
geschnitten wie mit einem Messer
zwei schwarze Wolken die sich belauern
gegen sechs Uhr
beginnt der
gewöhnliche Lärm der Straße 
nur die mächtige alte Buche
im Kirchhof
verharrt im Jahrhunderte altem Schweigen.
hukwa

Freitag, 20. Januar 2017

Ich habe nie...

Ich habe nie versucht eine philosophische Lehre aufzustellen, ich versuche nur die Ganzheit der Philosophie zu erfassen und für mein persönliches Leben eine philosophische Grundlage aufzubauen.
hukwa

Dienstag, 17. Januar 2017

Nimm dich in acht vor der Versteinerung

Wenn ich durch die Wälder laufe oder wenn ich im Garten bin erkenne und spüre ich etwas: Wachstum und Veränderung. Auch der Mensch sollte im Wachstum und der Veränderung leben. Ansonsten wird das Leben schnell zur Stagnation. Wachstum und Veränderung dass sind die wirklichen Mysterien des Lebens. Also lebe dein Leben doch "versteinere" nicht. Sonst wirst du zum Zombie.
hukwa

Freitag, 13. Januar 2017

Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt

"Ein Gott ist der Mensch wenn er träumt,
ein Bettler wenn er nachdenkt," 
schrieb Friedrich Hölderlin. Er sprach wohl den "vollendenden Menschen" den Dante meinte an. Ich selbst glaube ähnlich, für mich ist der Mensch im tiefsten seines Inneren ein Seelenwanderer, wenn er die mythische Ebene in seinen Träumen erreichen kann ohne sich dabei in ein esoterisches Gefängnis einzuschließen. Der Mythos ist die ewig wiederkehrende Anamnesis von der Platon sprach.
hukwa

Montag, 9. Januar 2017

Schreiben ist ein Moment im Leben

In letzter Zeit lese ich öfters in den älteren Tagebüchern. Man kann dabei die Expeditionen in die eigenen inneren Räume nachvollziehen. Es ist eine archäologische Arbeit an der eigenen Seele. Das Tagebuch wurde mir im Laufe vieler Jahre zum ständigen Begleiter. Zusammen mit den Gedichten die ich verfasst habe und verfasse sind es Chroniken des eigenen Selbst. Tagebuch schreiben ist manchmal etwas verrückt - Ver-rückt. Es gibt die Tage da schreibe ich wie ein Besessener an anderen Tagen wieder weniger. Wichtig ist das ständige schreiben. Schreibe ich einmal nicht habe ich ein schlechtes Gewissen. Schreiben das ist ein besonders bewusster Moment im Leben zu leben.
hukwa

Sonntag, 8. Januar 2017

Vom inneren Forschen

Wir sollten nicht mit dem Forschen aufhören,
und am Ende unseres Forschens,
werden wir dort ankommen
wo wir angefangen haben
und diesen Ort zum ersten mal sehen.
T.S. Eliot

Natur und All-Eins

Jedes Einzelding in der Natur ist vollkommen, weil es das Wesen der Ganzheit der Natur in sich trägt und Natur ist dem All-Einen entsprungen.
hukwa

Donnerstag, 5. Januar 2017

Werden

Mit deinen Gedichten hast du
die Quelle eingefangen
der Verse Laut
lagert im Wald
tief unter Schnee
du schaust dein Spiegelbild
im eisigen See
der Wind wird deine Gedichte tragen
es spricht zu dir
das Echo des Werdens
was du noch nicht bist
wirst du noch werden.
hukwa

Dienstag, 3. Januar 2017

Leise und sacht

Leise und sacht
fiel in der Nacht der Schnee
am frühen Morgen lag die Landschaft
wie verzaubert da
herabgeschneite Pracht
in kalter Winterstille
im Frostgebannten Wald
der einsame Laut einer Meise
von ferner Himmels Schwelle 
naht neuer Schnee
die Seele
fühlt sich
verjüngt und unbeschwert.
hukwa